AC Gerón

Aus Sagradien
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AC Gerón
ACGerón-Logo.jpg
Voller Name Athletic Club de Gerón
Ort Gerón
Spitzname Granas
Gegründet
Vereinsfarben dunkelrot
Stadion Estâdiu Francisco Llaral
Kapazität 56.000
Eigentümer LBA Investment Group (Flagge-USA.jpg Damien LaBryce)
Präsident
Sportlicher Leiter Flagge-SG.jpg Raúl António Penza (Direktor Profifußball)
Cheftrainer Flagge-POR.jpg João Vintos
Spielklasse Premera Liga
Trikot-Geron-2020-2021.jpg

Der Athletic Club de Gerón ist ein sagradischer Fußballverein aus der oberskantischen Regionalhauptstadt Gerón. Die wegen der dunkelroten Trikots als Granas bezeichneten Geronesen gewannen im Laufe der Vereinsgeschichte dreimal die Premera Liga, siebenmal die Copa Sagradia sowie den Europapokal der Pokalsieger des Jahres 1975. Der Verein gehört dank dieser Erfolge sowie der regelmäßigen Teilnahme in Champions League und UEFA-Pokal in den 2000er Jahren zu den international bekanntesten Klubs aus Sagradien. Seine Fans werden auch Geronistas genannt.

Seine Heimspiele trägt der AC Gerón im städtischen Estâdiu Francisco Llaral aus, das Platz für 56.000 Zuschauer birgt. Das traditionelle "Derbi de Scantia" bestreiten die "Granas" regelmäßig gegen die "Líriœs" von Ligre North Sportivo. Daneben bestanden zeitweise "Derbis de Mêdia-Scantia" gegen den SC Martinez sowie gegen Mistrech 1895.

Seit November 2018 befindet sich die AC Gerón Fútbol SA mehrheitlich im Besitz des amerikanischen Investors Damien LaBryce und der LBA Investment Group.

Vereinsgeschichte

Die Goldenen Jahre

Nach dem zweiten Weltkrieg begann für den AC Gerón eine goldene Ära, in der die Granas mehrere Jahre lang zu den Topteams der Liga gehörten. Unter Trainer Oscar Rosell gewann die Mannschaft des AC 1946, 1948 und 1952 die Copa Sagradia sowie in den Spielzeiten 1948/1949 und 1952/1953 die Meisterschaft der Premera Liga. Prägender Spieler dieser Ära war Joán Arixesc, der dem Team von 1939 bis 1954 angehörte und danach lange Jahre als Präsident des Klubs fungierte. In den Fünfziger und Sechziger Jahren konnte der Klub zwar nicht mehr an die Erfolge der Ära Rosell anknüpfen, spielte aber dauerhaft in der Premera Liga. Lediglich in der Saison 1966/1967 befanden sich die Granatroten in Abstiegsgefahr, ein Jahr zuvor hatte das Team mit Platz 3 in der Liga das beste Liga-Resultat seit der Meisterschaft 1953 erzielt. In den Spielzeiten 1955/1956, 1962/1963 und 1967/1968 stand Gerón jeweils im Pokalfinale, verlor aber alle drei Endspiele.

Europapokalerfolg, Abstieg und Wiederaufstieg

Unter Trainer Bernardo Tolosa, der das Team im Januar 1973 übernommen hatte, erlebte der Klub eine kurze neuerliche Blütephase mit dem Pokalsieg des Jahres 1974, dem zweiten der Vereinsgeschichte, und dem anschließenden Sieg im Europapokal der Pokalsieger des Jahres 1975, als Gerón im Finale den sowjetischen Vertreter Dynamo Kiew besiegte. Trotz der Pokalerfolge konnte der Klub in der Liga jedoch keine Stabilität gewinnen und kam über einen 8. Platz 1976 nicht hinaus. 1978 musste der Verein als abgeschlagener Tabellenletzter zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte den Weg in die Segona Liga antreten. Zwar gelang unter Trainer Tolosa der direkte Wiederaufstieg, doch blieb der Klub ein Abstiegskandidat und schaffte bereits 1981 erst in der Relegation den Klassenerhalt. Danach gelang es, mit Sebastian Elano einen erfahrenen und erfolgreichen Trainer nach Gerón zu holen, der den Klub aus der Abstiegszone der Liga in die obere Tabellenhälfte führte. 1986 kehrte Bernardo Tolosa zurück, der aber nicht an die alten Erfolge vor dem Abstieg anknüpfen konnte. Dennoch reifte unter seiner Führung ein vielversprechendes Team heran, dessen talentierte Eigengewächsen wie die erfolgreichen Jugendnationalspieler David Puetro, Maxi López, Paulo Sensino und Piero Irón bald durch international erfahrene Spieler wie Marcelo Luçar ergänzt wurden. Unter Trainer Francisco Nélez Clemente wurde das Team in der Saison 1990/1991 Sechster der Liga.

Die Meisterschaft 1992 und die Trainerschaft Roberto Granadas

Im Sommer 1991 wurde António Arías Trainer des AC Gerón. Mit ihm kamen mit José Hernandes und Zé Georgio echte Stars zum Team. Trotz der nominell starken Mannschaft überraschte der Erfolg der Granatroten aber dennoch. Nach einem starken Saisonstart spielte das Team von Beginn an um die Tabellenführung mit und wurde schließlich vor den Topteams aus Tulis, Bosa und Semest Erster der Liga und damit erstmals seit 1953 sagradischer Meister. Der Erfolg führte zu einer ungekannten Euphorie in der Stadt. Auch aufgrund der Abgänge von Hernandes und Nationalspieler Maxi López wurde der Klub 1992/1993 nur Fünfter, erreichte damit aber erneut den internationalen Wettbewerb. Im Laufe der völlig verkorksten Saison 1993/1994 ersetzte der Niederländer Henk de Ruiters Erfolgstrainer Arías, der den Klub auf einem Abstiegsplatz hinterließ. Nachdem der Klub den Klassenerhalt geschafft hatte, wurde zur Saison 1994/1995 Roberto Granada Trainer der Mittelskanten, der den Klub stets im oberen Tabellendrittel plazieren konnte und 1996 zum 3. Pokalsieg der Klubgeschichte führte. Nach einem enttäuschenden Saisonstart 1997/1998 wurde Granada durch Carles Pineta und schließlich durch Ex-Nationaltrainer Luca Martínez ersetzt. Trotz der Tore von Eduardo Sabrada, Shootingstar und Torschützenkönig der Saison, wurde der Verein am Ende nur Neunter in der Liga – für die gestiegenen Ansprüche des Vereins zu wenig.

Die Verrano-Jahre

UEFA-Cup-Finale 2002, Feyenoord vs. Gerón 3:2

Nach der Saison 1997/1998 wurde mit Eduardo Verrano vom SC Mistrech der Meistertrainer des Jahres 1997 verpflichtet, der zu dieser Zeit als eines der größten Trainertalente des Landes galt. Unter Verrano erlebte der Klub eine neue Blütephase und konnte sich als einer der vier besten Klubs der Liga etablieren. Die Millionen des Sabrada-Transfers zu Atlético Madrid wurden klug reinvestiert: Mit dem bulgarischen Angreifer Ivan Santov, dem uruguayischen Spielmacher Ivan Nascovio und dem sagradischen Nationalstürmer Ibrahim Salú war das Team in der Offensive breit aufgestellt. Zudem verpflichtete Gerón im November 2000 den sagradischen Nationalverteidiger David Rinchestro von Manchester United, ehe Eduardo Sabrada im Sommer 2001 nach drei Jahren im Ausland zu den Geronesen zurückkehrte. Daneben wurde Verrano seinem Ruf als Talenteförderer gerecht und machte aus einigen Nachwuchskräften wie dem Nigerianer John Kasongo Novurengo, dem Angreifer Luca Nástovich und dem Verteidiger Alberto Ferrera Schlüsselspieler.

Nach einer starken ersten Spielzeit unter Verrano nahm Gerón in der Saison 1999/2000 an der Championsleague teil, wo der Klub die zweite Gruppenphase erreichte. Zwei Jahre später schied Gerón in der Vorrunde aus, stand später aber im Finale des UEFA-Pokals, das der Klub gegen Feyenoord Rotterdam verlor. In den Spielzeiten 2000/2001 und 2001/2002 gehörten die Geronesen in der Liga zu den Titelanwärtern und spielten um die Meisterschaft mit, verpassten den ganz großen Erfolg aber beidemale, 2001 sogar erst am letzten Spieltag in einem Herzschlagfinale gegen Seriensieger Tulisium. Nach einer enttäuschenden Saison 2002/2003 mit zahlreichen Verletzungssorgen und am Ende Platz 10 in der Liga wurden die Geronesen in Verranos letzter Saison 2003/2004 Dritter und qualifizierten sich damit wieder für die europäische Königsklasse. Zudem gewann die Mannschaft nach 2001 zum zweiten Mal unter Verrano die Copa Sagradia.

Unstete Zeiten nach Ende der Ära Verrano

Im Sommer 2004 verließ Verrano nach sechs Jahren den Verein, um Trainer der sagradischen Nationalmannschaft zu werden. Gleichzeitig kehrten auch Schlüsselspieler wie Alberto Ferrera und David Rinchestro dem AC den Rücken und schlossen sich dem FC Bosa an. Nachfolger Verranos wurde dessen einstiger Schüler Ariel Sóprez, der den Erfolgskurs beim Klub fortführte und in der Saison 2004/2005 noch einmal Vizemeister wurde. In der Saison 2005/2006 war die Doppelbelastung in Championsleague und Premera Liga aber zu viel und Gerón verpasste mit Platz 7 knapp den internationalen Wettbewerb.

Ariel Sóprez war bereits im Oktober 2005 nach einem katastrophalen Saisonstart durch den Argentinier Claudio Bernardi ersetzt worden, der die Mannschaft umstrukturierte und 2007 wieder in den UEFA-Cup führte. Jedoch endete die Saison 2007/2008 wieder enttäuschend mit einem mageren neunten Rang, sodass Bernardi seinen Stuhl räumen musste. Nachfolger wurde mit Sabino Selés wiederum ein enger Vertrauter Eduardo Verranos, der mit diesem gerade als Assistenztrainer der Nationalmannschaft Europameister geworden war. Doch auch unter Selés wurde der Wiedereinzug ins internationale Geschäft durch einen achten Tabellenplatz verpasst. Im Sommer 2009 wurde Ramón José-Vells neuer Trainer, der 2006 den FC Nonthí zu einem UEFA-Cup-Sieg geführt hatte und mit dem Aufsteiger Malesc CF das Überraschungsteam der vergangenen Saison betreut hatte. José-Vells baute in Gerón ein talentiertes Team auf, das am Ende überraschend Platz Drei in der Liga belegte und damit in die Champions League zurückkehrte. Nach einem enttäuschenden Saisonverlauf wurde José-Vells jedoch im März 2011 durch den bisherigen Trainer der 2. Mannschaft José Martín ersetzt.

Wechselhafte 2010er Jahre

Nachdem Gerón am Ende der Saison 2010/2011 Platz 10 belegt hatte, verpflichtete der Klub im Sommer 2011 den früheren Duerezer Trainer Miquel Ecrapaz als neuen Übungsleiter. Unter Ecrapaz konnte sich das Team als Fünfter der Liga für die Europa League qualifizieren und kehrte damit in den internationalen Wettbewerb zurück. Die Folgesaison 2012/2013 beendete Gerón auf einem Mittelfeldrang und verpasste dadurch die erneute Qualifikation für das internationale Geschäft.

Am Ende der Saison 2012/2013 verließ Trainer Miquel Ecrapaz auf eigenen Wunsch hin das Team und wurde durch den bisherigen Trainer der Reservemannschaft Francisco Hielo ersetzt. Hielo gelang in der Saison 2013/2014 mit Platz 5 die Qualifikation für die Europa League, konnte in der Folgespielzeit aber die starken Leistungen nicht bestätigen. Nach dem frühen Ausscheiden der Mannschaft aus der Europa League und einem katastrophalen Herbst mit fünf Niederlagen aus sechs Spielen wurde Hielo im Dezember 2014 entlassen und durch Ex-Nationalspieler Diego Juván ersetzt. Juván übernahm das Team auf Platz 17 und schloss die Saison auf Platz 11 ab. Nachdem die Granatroten in der Rückrunde der Saison 2015/2016 durch eine Niederlagenserie die Chance auf eine Europapokalqualifikation verspielt hatten, wurde Juván im April 2016 entlassen und interimistisch durch José Martín ersetzt.

Zur Saison 2016/2017 übernahm der Uruguayer Rubi Martini das Team, unter dem Gerón wieder an alte Erfolge anknüpfen und sich als Tabellensechster für die Europaleague qualifizieren konnte. In der Saison 2017/2018 schied Gerón zwar bereits in der ersten Runde aus der Europaleague aus, erreichte in der Liga aber einen überzeugenden dritten Tabellenplatz und damit erstmals seit acht Jahren die Teilnahme an der Champions League.

Ära LaBryce

Nach dem Wechsel von Trainer Martini zum Konkurrenten FC Bosa im Sommer 2018 verpflichtete der Klub den ehemaligen Nationalspieler Eduardo Costane als neuen Cheftrainer. Wenig später wurde bekannt, dass der amerikanische Unternehmer Damien LaBryce mit seiner LBA Investment Group die Mehrheitsanteile an der Profi-Fußballabteilung des Klubs übernehmen würde. Das Geschäft wurde im November 2018 perfekt gemacht.

Unter Eduardo Costane konnten die Granas nicht an die starke Vorsaison anknüpfen, erreichten am Ende der Spielzeit aber einen sicheren Mittelfeldplatz. Dennoch kam es im Verein zu Querelen und zu Streit zwischen der neuen Klubführung und dem langjährigen Sportdirektor Niko Koljeric, der im Rücktritt Koljerics im Februar 2019 endete. Als Nachfolger präsentierte der Klub den vorherigen vormaligen Sportdirektor des FC Bosa, Alêsi Javier. Wenig später stieß auch der frühere Nationalspieler Anderson Lukinga als "Leiter strategische Entwicklung" zum Klub.

Die mit der Übernahme durch LaBryce erhofften Millionen-Investitionen in den Kader blieben zunächst aus. Stattdessen musste die neue sportliche Führung um Javier, Anderson und Costane im Sommer 2019 zahlreiche Leistungsträger verkaufen. Dazu gehörten Marián Ferate, Hernando, Franco di Guglielmo, César Ibana und Oscar Corréa, die nicht gleichwertig ersetzt wurden. Am letzten Spieltag der Saison 2019/2020 verpasste Gerón knapp den Einzug in den Europapokal, woraufhin Trainer Eduardo Costane seinen Stuhl räumen musste.

Als Nachfolger Costane wurde dessen früherer Mitspieler John Kasongo Novurengo präsentiert, der wie sein Vorgänger zuvor die zweite Mannschaft des FC Tulisium betreut hatte. Nach zwei enttäuschenden Spielzeiten ohne internationales Geschäft beschloss die Klubführung einen Strategiewechsel und investierte stärker als zuvor in den Kader. Mit dem sagradischen Torhüter Alexandro Dimas und dem brasilianischen Abwehrroutinier Rolando wurde die zuvor unsichere Hintermannschaft verstärkt. Für das Mittelfeld sicherte man sich die Dienste des umworbenen Nationalspielers Kévin Mawinga und in der Offensive verpflichtete Gerón den belgischen Torjäger Thibaut Lekeurs. Mit diesem Team schloss Gerón die Saison 2020/2021 auf dem fünften Tabellenplatz ab und kehrte damit ins internationale Geschäft zurück.

Nachdem Gerón schwach in die Saison 2021/22 gestartet war und zwischenzeitig ins untere Tabellendrittel gerutscht war, mussten Novurengo und Sportdirektor Alêsi Javier das Team im November und Dezember 2021 verlassen. Unter der Führung des erfahrenen Ramón José-Vells schloss Gerón die Spielzeit auf einem sicheren neunten Tabellenplatz ab. Die Querelen im Verein hielten aber an, sodass im Januar 2023 auch der strategische Leiter Anderson Lukinga demissionierte. Mit dem früheren Gerón-Profi und langjährigen FSF-Direktor Raúl António Penza wurde wenig später ein neuer Sport-Geschäftsführer vorgestellt.

Erfolge

Trikot-Geron.jpg

Personen

Mannschaftskapitäne

Amtsbeginn Amtsende Amtsinhaber Nationalität Jahre im Team Stellvertreter
1991 1993 Marcelo Luçar Sagradien 1990-1993
1993 2002 Piero Irón Sagradien 1990-2002
2002 2008 Enrico Vini Sagradien 1997-2008
2008 2010 José Nórez Sagradien 2004-2010
2010 2012 Eduardo Costane Sagradien 2010-2012
2012 2014 Pedro Agüero Uruguay 2006-2014
2014 2018 David Caraval Mikolinien 2013-2018
2018 2019 Franco di Guglielmo Argentinien 2016-2019
2019 2020 Ignácio Mujica Kolumbien 2014-2021
2020 Rolando Brasilien seit 2020