Gabriel VIII.

Aus Sagradien
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Joseph Ludwig I. (von Sagradien) (*1734, †1797) war König von Sagradien (1780-1797) und der zweite Monarch aus dem Haus Vienne auf dem Thron Sagradiens.

Jugend und Thronfolgekriege

Joseph Louis Philippe François de Vienne et Servette wurde 1734 als zweiter Sohn von Louis-Gabriel de Vienne-Santori, einem Urenkel Ludwigs XIV., und dessen zweiter Frau, Prinzessin Maria von Servette, Schwester des Großherzogs Karl Ferdinand von Servette in Versailles geboren. Als er wenige Monate alt war, folgte seine Mutter ihrem kinderlos verstorbenen Bruder in Südmicolinien auf den Thron und wurde selbst als Maria I. Großherzogin von Servette. Gemeinsam zogen Maria und Gabriel nach Servette, um die Herrschaft anzutreten, was aber zu kriegerischen Konflikten mit Karl X. von Micolinien führte, der das Erbe der Servettinischen Lande ebenfalls beanspruchte. Der Tod Johanns III. von Sagradien und dem seines Sohns David II. führte 1754 zudem zum Krieg um den Sagradischen Thron, in dem Joseph Ludwigs Vater die Thronfolge von Maria II. Franziska und ihren Ehemann Anton II. anzweifelte. Es kam zum großen Krieg zwischen Micolinien und Frankreich um die Herrschaft in Sagradien und Servette, in dem sich schließlich die Bourbonische Allianz gegen ihre Kontrahenten durchsetzen konnte. Maria und Anton wurden in Sagradien gestürzt und Louis-Gabriel bestieg als Gabriel VIII. den sagradischen Thron, wo er die Herrschaft der Sagradischen Bourbonen begründete. Joseph Ludwig wurde dadurch zum sagradischen Thronfolger. Da der Friede von Tinagua zwischen Micolinien und Frankreich aber vorsah, die Herrschaft in Sagradien und Servette zu trennen, mussten die sagradischen Bourbonen auf ihre Herrschaft in Servette verzichten, das später von Micolinien annektiert wurde. Joseph Ludwig erhielt nun Titel eines Herzogs von Alconía, sein jüngerer Bruder Karl Johann den eines Herzogs von Viena.

Aufstieg zum Thronfolger

Mit 17 Jahren heiratete Joseph Ludwig 1754 die 16-jährige Prinzessin Charlotte von Sachsen, Tochter Friedrich August II., die jedoch 1756 starb, ohne ihm einen männlichen Erben geschenkt zu haben. Wenig später heiratete Prinz Joseph Ludwig in zweiter Ehe Marie Elisabeth von Frankreich, die jüngste Tochter Ludwigs XV. von Frankreich. Mit ihr hatte er u.a. die Söhne Joseph Ludwig (*1762), Philipp (*1763, †1771) und Karl Ferdinand (*1767, †1805). Nach dem Tod Marie Elisabeths bei der Geburt Karl Ferdinands nahm Joseph Ludwig 1770 mit der Infantin Isabella von Spanien seine dritte Ehefrau, die ihm 1772 mit dem Prinzen Michael einen weiteren Sohn schenkte, der später als Herzog von Vuelta bekannt war.

Königtum

Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1780 folgte Joseph Ludwig diesem schließlich als König von Sagradien und Cuentez nach. Sein ältester Sohn José Luis erhielt nun den Kronprinzen-Titel eines Prinzen von Sarmay. 1781 machte Joseph Ludwig I. den Piemontesen Gian Antonio de Nivelli (Jean Antoine de Nivelli) zu seinem leitenden Minister (bis 1787). Unter Nivelli beteiligte sich Sagradien aktiv am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und unterstützte zusammen mit Frankreich, Spanien und den Niederlanden die 13 Kolonien gegen das englische Mutterland. Im Frieden von Paris von 1783 sicherte sich Sagradien Fischereirechte in Nordamerika sowie den Besitz mehrerer strategisch bedeutender Karibikinseln.

Im Inneren setzte Joseph Ludwig die auf ein absolutes Königtum zielende Politik seiner Vorgänger fortzusetzen und regierte damit deutlich gegen die Ziele des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs sowie der 1789 ausgebrochenen Französischen Revolution an. Im Jahr 1792, drei Jahre nach der Französischen Revolution, wurde Frederic de Calzac Erster Minister des Königs und Sagradien beteiligte sich an der Koalition des monarchischen Europas gegen das revolutionäre Frankreich. Der Erste Koalitionskrieg lief jedoch unglücklich für Sagradien, das 1795 zum Frieden von Brest gezwungen wurde und den Nordosten Sagradiens mit der Bretagne und Teilen Amorias abtreten musste. Die dort ausgerufene Amorische Republik wurde bald von Frankreich annektiert und der Französischen Republik einverleibt.

Noch ehe er die Gebiete zurückerobern konnte, starb Ludwig Philipp I. im Jahr 1797 im Alter von 60 Jahren. Nachfolger wurde sein Sohn José Luis als Joseph Ludwig II., der die Kriege gegen Frankreich fortsetzte, 1806 aber auf die Krone verzichten und das Land verlassen musste. Nach seiner Restitution 1813 wurde er 1817 in der liberalen Novemberrevolution erneut gestürzt und Joseph Ludwigs I. Sohn Miguel de Vuelta aus der Ehe mit Maria von Portugal folgte ihm auf den Thron.