Bloco de Sinistra
Der Bloco de Sinistra bezeichnete im Sagradien der Zweiten Republik ein Bündnis der linksliberalen Radikalen Partei mit der Sozialistischen Partei. Es handelte sich dabei erstmals um eine politische Koalition unter Einschluss der Sozialisten.
Der ursprüngliche Bloco de Sinistra wurde anlässlich der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1917 begründet und bestand bis Mitte der 1920er Jahre. Die Zusammenarbeit der Radikalen mit den Sozialisten resultierte aus dem Zerfall des historischen säkular-liberalen Bündnisses der Sinistra laica aus Radikalen und Liberalen.
Der Linksblock bestand aus Partíu Radical, Partíu Socialista sowie den Radikalsozialisten Donado Salgates. Nachdem die Linke die Parlamentswahl 1917 gewonnen hatte, bildete der Radikalliberale Francisco Calbane ein Kabinett, das sich auf die Parteien des Bloco stützte. Gegen die offizielle Unterstützung der Regierung durch die Sozialistische Partei spalteten sich 21 Abgeordnete der Fraktion sowie der linke Parteiflügel als Partíu Socialista Auténtico (PSA) ab und versagten der Regierung die Unterstützung.
Ziele des Bloco waren vor allem laizistische und soziale Reformen. Bei der Parlamentswahl 1919 gewann der Bloco eine knappe Mehrheit und konnte eine neue Regierung bilden. Anhaltende Querelen innerhalb der Regierung und in der Sozialistischen Partei führten aber 1921 zum Koalitionsbruch durch die Sozialisten. António Diaz bildete daraufhin eine Großen Koalition ("Governo del Largo Horizonte") mit der rechtsliberalen Republikanischen Allianz, die durch die Mehrheit der sozialistischen Fraktion gestützt wurde.
Bei der Parlamentswahl 1923 trug die Sozialistische Partei einen Sieg davon und wurde mit Abstand stärkte Kraft. Der Sozialist Santiago Laval bildete daraufhin eine eigene Regierung, die vom Bloco de Sinistra gestützt wurde.
Bei der Parlamentswahl 1925 verlor der Bloco de Sinistra schließlich deutlich gegen den Bloco Nacional aus Rechtsliberalen und Katholisch-Konservativen und löste sich daraufhin auf.
Nach mehreren erfolglosen Versuchen, den Linksblock wiederzubeleben, schlossen sich die Parteien der Linken 1936 mit der Kommunistischen Partei zur Volksfront zusammen.