Bloco Centrista
Als Zentrumsblock (sagr. Bloco Centrista) oder Zentrumskoalition (sagr. Coalición Centrista) wird ein Regierungsbündnis der späten Vierziger und ersten Hälfte der Fünfziger Jahre in Sagradien bezeichnet. Es bestand aus der christdemokratischen Volkspartei, der sozialistischen ASUL und der linksliberalen Radikalen Partei und stellte von 1947 bis 1953 die sagradische Regierung.
Die nach dem Zweiten Weltkrieg gebildete "Demokratische Koalition" aus Sozialisten, Kommunisten, Radikalen und Christdemokraten war 1947 an den unterschiedlichen innen- und außenpolitischen Ansichten der Koalitionspartner zerbrochen. Nach dem Ausscheiden des PCS aus der Koalition regierten die verbliebenen Parteien in Form des "Bloco Centrista" weiter. Die zweite Regierung von Santo de l'Ilpa (1947-1948) sowie die ersten drei Regierungen von Paulo Luciaro (1948-1953) wurden vom "Bloco Centrista" getragen.
Wesentlich Ziel war es, politische und ökonomische Stabilität wiederherzustellen. Dafür unterstützte der Bloco Centrista einen weiteren Ausbau des Wohlfahrtsstaates sowie eine außenpolitische Allianz mit den Vereinigten Staaten und den westeuropäischen Nachbarn.
Im Vorfeld der Parlamentswahl 1954 zerbrach die Koalition. Die Sozialisten schieden 1953 aus der Regierung aus und gingen auf Distanz zum PPC. Der PRR wiederum spaltete sich und die Mehrheit verbündete sich mit den rechtsliberalen Kräften zur Unión Democrática. Nach der Parlamentswahl 1954 begründeten die Volkspartei und die Parteien der Demokratischen Union schließlich eine neue "bürgerliche" Mitte-Rechts-Koalition.