Maria I.

Aus Sagradien
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Maria I. Luisa (*1702, †1735) war regierende Königin von Sagradien (1723-1735) sowie als Ehefrau Johanns III. von Cuentez auch Königin von Cuentez. Sie wurde als Tochter König Danadiers II. 1723 nach dem Sturz ihres Onkels Peter II. und dem zweijährigen Interregnum der so genannten Ersten Republik von den sagradischen Generalständen zur Königin erhoben und regierte fortan bis zu ihrem Tod gemeinsam mit ihrem Mann Johann Franz, dem König von Cuentez.

Dona María Luísa de Sántori wurde 1702 als zweitälteste Tochter des sagradischen Königs Danadier II. und dessen wittelsbachischer Ehefrau Maria Anna von Bayern geboren. Als Tochter war Maria nicht zur Thronfolge auserkoren. Stattdessen galt nach dessen Geburt im Jahr 1710 ihr jüngerer Bruder Joán Danadier als Präsumptiverbe der Krone und erhielt den traditionellen Thronfolgertitel eines Prinzen von Sarmay. Als Maria elf Jahre alt war, begann der gewaltsame Aufstand der so gennanten Coalicionárioes gegen ihren Vater den König, der später als Sagradischer Bürgerkrieg bekannt wurde. Während dieser Jahre hielt sich Maria an wechselnden Orten auf, u.a. am Hof ihres Großvaters Maximilian II. Emanuel von Bayern, wo sie auch mit dessen Sohn Karl Albrecht, dem späteren römisch-deutschen Kaiser, verlobt wurde.

Nach dem Tod ihres Vaters Danadier 1721 folgte ihr Onkel Peter II. auf den Thron, der jedoch bereits nach kurzer Zeit von einer wütenden Menge in der Maiblutnacht 1723 ermordet wurde. In der Folge kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Großen des Reichs um die mögliche Nachfolge des getöteten Königs. Danadiers und Peters jüngerer Bruder Filipe Carles de Viça beanspruchte nun zwar den Thron, stand aber für eine Fortführung des Kriegs gegen die Coalicionárioes, die er als Verräter erblickte, die nun aber die Macht in Sagradien innehatten. Als Gegenkandidaten trugen die Stände 1722 zunächst Marias älterer Schwester Isabela und ihrem Ehemann Großherzog Ludwig Philipp II. von Servette aus einer Seitenlinie der Sántori die Krone an. Diese starb aber noch im Jahr 1722, ehe sie die Herrschaft antreten konnte, sodass nun Maria als nächste Kandidatin aufstieg.

Da diese trotz ihrer Verlobung mit dem Bayernprinzen noch immer unverheiratet war, konnten die Stände nun auch Einfluss auf ihren potenziellen Gatten nehmen. Die Verlobung mit Karl Albrecht wurde gelöst und Maria sollte nun ihren entfernten Vetter Johann Franz von Sántori, den regierenden König von Cuentez und Conte von Tulis, und Unterstützer der sagradischen Coalicionárioes ehelichen. Damit wurde das Ziel verfolgt, die beiden königlichen Linien des Hauses Sántori wieder zusammenzuführen. Obwohl sich Johann und Maria zuvor nur als Kinder gesehen hatten, willigten beide in die Ehe ein und es kam im Juli in Semess zur feierlichen Hochzeit zwischen dem König von Cuentez und der Pricipesa-Infante. Nachdem beide einen Eid auf die Codices Magna der Stände geleistet hatten, bestiegen sie in der traditionellen Krönungsstadt Noyar gemeinsam den Thron.

Auch in der Folge musste sich das Paar jedoch noch gegen die Herrschaftsansprüche von Marias Onkels Filipe Carles erwehren. Auch nach dem militärischen Sieg gegen den Herzog von Viça blieben die Filipecarlistas, die sich selbst als Legitimistas bezeichneten, ein potenzieller Gefahrenherd des Königtums.

Obwohl sich Maria und ihr Mann Johann bei ihrer Hochzeit praktisch fremd waren und trotz des Altersunterschieds von