Martín Ánibal Costa

Aus Sagradien
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Martín Ánibal Costa (*1900 in Miyón, †1977) war ein sagradischer Jurist und Politiker. Nach einer Karriere als Staatsanwalt und Beamter im sagradischen Justizministerium wurde Costa 1950 für die christdemokratische Volkspartei (PPC) in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt, der er zwanzig Jahre lang angehörte. Er bekleidete mehrere Ministerämter in den Regierungen von Paulo Luciaro und Carles Favale und fungierte als Fraktionssprecher der christdemokratischen Kammer-Abgeordneten. Von 1962 bis 1964 stand Costa schließlich selbst als Ministerpräsident einer Großen Koalition aus Christdemokraten und Sozialisten vor, wurde nach der Parlamentswahl 1963 aber durch António Santiago abgelöst. Nach seinem Ausscheiden aus der Regierung wechselte Costa in die Regionalpolitik und war von 1969 bis 1976 Regierungspräsident der Region Ceundâlia.

Karriere als Jurist und Politiker

Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften machte Costa zunächst im sagradischen Rechtswesen Karriere. Zuletzt besetzte er seit 1943 das Amt des Oberstaatsanwalts in der Hauptstadt Semest, ehe er Ende 1947 durch Minister Paulo Luciaro zum Staatssekretär im sagradischen Justizministerium berufen wurde. Als parteiloser Fachbeamter erarbeitete er sich hier den Ruf eines ausgezeichneten Administrators und Experten sowie den Respekt Luciaros. Als dieser 1949 in Personalunion Justizminister und Ministerpräsident wurde, übernahm Costa de facto auch die politische Leitung des Hauses und bereitete damit seinen Einstieg in die Politik vor.

Bei der Parlamentswahl 1950 wurde Costa für die christdemokratische Volkspartei Luciaros schließlich erstmals in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt und folgte Luciaro im Amt des Justizministers nach. Nach der Parlamentswahl 1954 wurde Costa überraschend von Luciaro als neuer Fraktionssprecher der Christdemokraten im Parlament nominiert. Diese Funktion behielt er auch nach der Parlamentswahl 1958, erhielt zusätzlich ein Ministeramt ohne Geschäftsbereich im Kabinett Luciaro VII, zuständig für parlamentarische Angelegenheiten.

Nach dem Rücktritt Paulo Luciaros vom Ministerpräsidentenamt zum Jahreswechsel 1959/60 wurde Costa im Kabinett von Carles Favale zum Innenminister ernannt.

Regierung Costa

Nach herben Verlusten der Volkspartei bei der Parlamentswahl 1962 und vergeblichen Verhandlungen Favales mit Rechts- und Linksliberalen wurde Costa von Präsident Fernando de la Roya und als Kompromisskandidat von Christdemokraten und Sozialisten zum Ministerpräsidenten einer Großen Koalition ernannt. Seine Regierung stand von Beginn an unter keinem günstigen Stern. Zu erheblichen programmatischen und persönlichen Gegensätzen zwischen den Koalitionspartnern kamen Probleme innerhalb der eigenen Partei und der persönliche Machtkampf zwischen Costa, seinem Vorgänger und Finanzminister Carles Favale und dem Partei- und Fraktionschef Carles María Ortega. Von Beginn an sägten einige in der Partei am Stuhl des Ministerpräsidenten.

Unfähig, die Gegensätze und Machtkämpfe zu bändigen, musste Costa bereits nach zehn Monaten das Scheitern seiner Regierung verkünden. Nachdem ihm die eigene Parteiführung die Zustimmung zu einem bereits ausgehandelten Kompromiss mit den Sozialisten in der Erziehungspolitik verweigert hatte, reichte Costa am 2. Oktober 1963 bei Präsident De la Roya seinen Rücktritt ein und bat zugleich um eine vorzeitige Auflösung der Abgeordnetenkammer. Nach Konsultationsgesprächen mit den Parteispitzen kam Roya dem Ersuchen nach und löste die Kammer auf.

Aus vorgezogenen Neuwahlen, in denen die Christdemokraten nur halbherzig für einen Verbleib Costas als Regierungschef eingetreten waren, gingen mit wenigen Stimmen Vorsprung die Sozialisten António Santiagos als stärkste Kraft hervor. Dieser wurde als Nachfolger Costas zum Regierungschef einer neuen Mitte-Links-Regierung ernannt, während die Volkspartei erstmals in die Opposition verdrängt wurde.

Nach der Ministerpräsidentschaft

Costa blieb zunächst einfaches Mitglied in der Abgeordnetenkammer und rechtspolitischer Sprecher seiner Partei.

Bei den ersten direkten Regionalwahlen 1969 in der Region Ceundâlia wurde Costa in den Regionalrat gewählt und wurde anschließend Präsident der ersten gewählten Regionalregierung. Dieses Amt übte er bis 1976 aus.

Öffentliche Ämter

Mandate

Parteifunktionen