Eva Monet-Sabadera

Aus Sagradien
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Eva María Monet-Sabadera (*1976) ist eine sagradische Publizistin und Politikerin. Sie ist seit 2017 Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer und seit Juni 2018 Generalsekretärin der sozialdemokratischen ASUL. Zuvor war sie seit 2012 Stadträtin von Semest.

Bei den sozialistischen Primaries 2018 galt Eva Monet als Außenseiterkandidatin, konnte sich aber überraschend gegen ihre landesweit bekannteren Mitbewerber Joaquín Loubregat und Cristina Areja durchsetzen. Sie gilt als Vertreterin des linken Parteiflügels und wurde bei ihrer Wahl durch die Graswurzelbewegung "refundâr" unterstützt. Nach einem parteiinternen Machtkampf wurde sie auf dem Parteikongress der Sozialisten im November 2019 im Amt bestätigt.

Karriere

Berufliche Laufbahn

Monet-Sabadera studierte zunächst Gesellschaftswissenschaften und Philosophie und arbeitete anschließend in der Jugendarbeit sowie als Forschungsassistentin am gewerkschaftsnahen Institut für Gesellschaftsforschung in Semest, wo sie auch promoviert wurde.

Seit 2005 arbeitete Monet als Redakteurin bei der linksgerichteten Zeitung Il Republicano. In der Folge veröffentlichte sie mehrere kapitalismuskritische Bücher und wurde Mitherausgeberin der sozialistischen Zeitschrift DemoS sowie Beiratsmitglied und Dozentin an der sozialistischen Akademie der Fundación Santiago Laval (FSL). Sie unternahm Reisen nach Israel und Palästina, nach Südamerika und nach Asien. Seit 2010 war sie Mitglied im Direktorium der FSL und stellvertretende Leiterin der Forschungsakademie.

Politische Karriere

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Bei der Kommunalwahl 2012 wurde Eva Monet erstmals für die Sozialisten in den Stadtrat von Semest gewählt. Nach ihrer Wiederwahl im Jahr 2016 wurde sie zudem Beigeordnete Stadträtin für Sozial- und Wohnungspolitik.

Im Herbst 2015 stieg sie zur stellvertretenden kommunalen Parteisekretärin der ASUL in Semest und damit zur Nummer 2 eines der einflussreichsten Verbände der Partei auf und organisierte erfolgreich eine parteiinterne Kampagne für die Einführung einer sozialen Garantie-Sicherung. In der Folge gab sie ihren beabsichtigten Wechsel in die nati0onale Politik und ihre Kandidatur bei der Parlamentswahl 2017 bekannt. Seit Dezember 2017 gehört Monet-Sabadera der sagradischen Abgeordnetenkammer an, wo sie Mitglied im Ausschuss für internationale Zusammenarbeit sowie im interfraktionellen Komitee "Linke Politik" ist. Ihr Amt in der Stadtregierung von Semest gab sie daraufhin auf.

Nach dem Rücktritt von Mercé Serrat als Generalsekretärin der Asul im Februar 2018 gab Eva Monet ihre Kandidatur bekannt. Sie galt zunächst als Außenseiterin, erhielt aber Unterstützung von führenden Vertretern des linken Parteiflügels. Zudem gelang es ihr, die Unterstützung der Graswurzel-Kampagne refundâr zu erhalten, die sich für eine linke Neuausrichtung der Asul in der Opposition einsetzte. Als Mitbewerber für das Amt des Vizegeneralsekretärs präsentierte Monet den Gewerkschafter und Bürgermeister von Cornovel Esker Narbón. Ihre Gegenkandidaten waren Vizegeneralsekretär und Fraktionssprecher Joaquín Loubregat sowie die alkonische Regionalpräsidentin Cristina Areja.

Nachdem Monet bei den Primaries im Mai im ersten Wahlgang überraschend auf Platz 1 gelegen hatte, konnte sie sich auch im zweiten Wahlgang gegen den favorisierten Loubregat durchsetzen und wurde damit zur neuen Generalsekretärin der Partei gewählt. Auf ihre Bitte hin wurde Esker Narbón vom Nationalkonvent der Partei zum Vizegeneralsekretär gewählt, erhielt aber ohne Gegenkandidaten ein schwaches Ergebnis von 60 Prozent. Loubregat blieb in Absprache mit Monet Fraktionssprecher in der Kammer. In der Folge kam es aber immer wieder zu Spannungen mit Loubregat und den Regionalfürsten um den weiteren Kurs der Partei. Während Monet ihre Versprechen eines schärfer profilierten Linkskurses umsetzen wollte, präferierten Loubregat und große Teile der regionalen Partei-Eliten einen kompromissbereiteren Kurs gegenüber der bürgerlichen Minderheitsregierung von Manuel Ramœs Iliega, um den Einfluss der rechten PSP auf die Regierung einzudämmen.

Die Richtungskämpfe überschatteten auch den Wahlkampf zur Europawahl 2019, die schließlich in einer Niederlage für die Partei resultierte. Danach eskalierten die Spannungen und es kam zu offenen Rücktrittsforderungen an Monet aus dem Lager um Loubregat. Der Machtkampf führte im Oktober 2019 schließlich zum Rücktritt Loubregats als Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer und zu seiner Ankündigung, Monet auf dem nächsten Parteikongress als Generalsekretärin abwählen lassen zu wollen. Monet bekräftigte daraufhin ihre Absicht, für ihr politisches Projekt einer linken Alternative zur Mitte-Rechts-Regierung zu werben, und berief für November 2019 einen außerordentlichen Parteikongress ein, um den Machtkampf zu entscheiden. Sie rief Loubregat zur abermaligen Kandidatur auf, was dieser aber zurückwies. Stattdessen erklärte er seine Unterstützung für den landesweit relativ unbekannten, aber als unverbraucht geltenden Bürgermeister von Bosa, Dián Alcoy. Dieser wurde von Medien als ernstzunehmender Gegenkandidat beschrieben, da er als Vertreter einer bürgernahen, pragmatischen Politik des Ausgleichs antrat. Auf dem Parteitag im November konnte sich Eva Monet dann aber überraschend deutlich gegen Alcoy durchsetzen, der in seiner Bewerbungsrede blass blieb und einer klaren Kursbestimmung auswich.

Politische Funktionen

Mandate
Öffentliche Ämter
  • 2016-2017: Beigeordnete Stadträtin für Sozial- und Wohnungspolitik in Semest
Parteifunktionen
  • 2015-2018: stellvertretende Parteisekretärin der ASUL Semest
  • seit 2018: Generalsekretärin der ASUL

Positionen

Eva Monet gehört dem linken Flügel in Partei und Fraktion an und ist seit 2015 Sprecherin des Wirtschaftsbeirats der Asul. Sie bezeichnet sich selbst als Anhängerin einer Alterglobalisation und als demokratische Sozialistin. Sie streitet für die Einführung einer Tobin-Steuer und für den Aufbau eines unabhängigen öffentlichen Finanzsektors. Sie befürwortet eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes und eine höhere Vermögenssteuer.

Auslandseinsätzen der Streitkräfte steht Monet skeptisch gegenüber, lehnt sie aber nicht grundsätzlich ab. Sie bezeichnet sich als glühende Pro-Europäerin, kritisiert aber die aktuelle Politik der EU als "neoliberal" und fordert eine umfassende Reform und einen europäischen Umverteilungsmechanismus.

Familie

Eva Monet-Sabadera hat mit ihrem Lebenspartner zwei Töchter.