Joaquín Loubregat

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Joaquín Loubregat Teixa (*1972 in Ollar de Barregat) ist ein sagradischer Politiker und derzeit Fraktionssprecher der sozialdemokratischen ASUL in der sagradischen Abgeordnetenkammer. Als Vizegeneralsekretär seiner Partei fungierte er nach dem Rücktritt von Mercé Serrat Cabarell im Februar 2018 als kommissarischer Parteichef, ließ diese Funktion aber kurze Zeit später ruhen und erklärte seine Kandidatur für die sozialistischen Primaries im Mai 2018, in denen er Eva Monet unterlag. Loubregat blieb aber Fraktionssprecher und ist damit weiterhin in der Parteiführung vertreten. Nach einem monatelangen Machtkampf mit Eva Monet erklärte Loubregat im Oktober 2019 seinen Rücktritt vom Fraktionsamt.

Politische Anfänge

Loubregat wurde 1973 im tulinesischen Ollar de Barregat geboren und machte dort sein Abitur. Anschließend studierte er in Tulis Politikwissenschaft, Jura und Wirtschaftswissenschaften. Bereits als Jugendlicher trat er in die ASUL ein und engagierte sich für die Juventú Socialista und die Estudiantes Socialistas. 1996 wurde Loubregat erstmals in den Stadtrat seiner Heimatstadt gewählt, seit 1999 war er dort Fraktionssprecher der Sozialisten, seit 2000 zudem Sekretär der ASUL im Bezirk Tulis-Land. Im Jahr 2002 zog er für die regierenden Sozialisten in die Abgeordnetenkammer ein, wo er 2006 zum medienpolitischen Sprecher seiner Fraktion gewählt wurde.

Aufstieg in die Parteiführung

Bei den Primaries um den Posten des Generalsekretärs der ASUL im Frühjahr 2010 unterstützte Loubregat die siegreiche Kandidatin Mercé Serrat. Anschließend nominierte die neue Parteichefin Serrat den bis dahin weithin unbekannten Loubregat überraschend für das Amt des Parteikoordinators. Er wurde mit einem Stimmenanteil von 72 Prozent gewählt und folgte in diesem Amt auf Lorenzo Manuel Delúsio, der sich keiner Wiederwahl stellte. Zusammen mit Parteisprecher David Chabrol gehört Loubregat seither zu den engsten Mitarbeitern und Vertrauten Serrats in der ASUL-Parteizentrale in Semest.

Vor der Parlamentswahl 2013 war Loubregat wesentlich für die Kampagne der Sozialisten verantwortlich, die mit dem Wahlsieg der Mitte-Links-Parteien und der Ernennung Serrat Cabarells zur Premierministerin endete. Loubregat wurde danach aber überraschend nicht ins Kabinett der neuen Ministerpräsidentin berufen und blieb stattdessen in der Parteizentrale, um den Europawahlkampf 2014 zu organisieren. Wenig später wurde Loubregat als Nachfolger Santiago Valarosas zum Vizegeneralsekretär der ASUL gewählt. Als solcher vertrat er Mercé Serrat regelmäßig in ihrer Funktion als Parteichefin der Sozialisten. Seit 2014 amtierte Loubregat zudem als Sprecher der ASUL-Fraktion in der sagradischen Abgeordnetenkammer und galt damit als Nummer 2 in der Partei.

Nach der Niederlage der Sozialisten bei der Parlamentswahl 2017 und dem Rückzug Mercé Serrat Cabarells aus der Parteiführung folgte ihr Loubregat im Februar 2018 als kommissarischer Generalsekretär nach. Schon im März erklärte Loubregat aber, seine Parteiämter ruhen zu lassen und als Kandidat bei den sozialistischen Primaries im Mai 2018 anzutreten. Obwohl Loubregat als klarer Favorit ins Rennen ging, musste seine Kampagne einige Rückschläge erleiden. Vor allem sein Eintreten für eine inoffizielle Zusammenarbeit mit der Mitte-Rechts-Regierung von Manuel Ramoes Iliega führte zu Kritik der Parteilinken und an der Basis. In der ersten Runde der Primaries erreichte Loubregat schließlich nur 34,3 Prozent der Stimmen und landete damit auf dem zweiten Platz. In der Stichwahl musste er sich mit 39,1 Prozent deutlich seiner Gegenkandidatin Eva Monet geschlagen geben, die vom linken Parteiflügel favorisiert wurde. Loubregat blieb aber Sprecher der Abgeordnetenfraktion und damit in einer machtpolitischen Schlüsselstellung, die ihn immer wieder in Gegensatz zur neuen Parteispitze brachte.

In der Folge kam es immer wieder zu Spannungen zwischen der neuen Parteispitze um Eva Monet, die sich um ein linkeres Profil bemühte, und der Fraktionsführung um Loubregat, der in der Abgeordnetenkammer einen kooperativen Kurs gegenüber der konservativ-liberalen Minderheitsregierung einschlug, um den Einfluss der rechtspopulistischen PSP zurückzudrängen. Nach der Niederlage der Sozialisten bei der Europawahl 2019 eskalierten die Spannungen und es kam zu offenen Rücktrittsforderungen an Eva Monet aus dem Lager um Loubregat. Der Machtkampf führte im Oktober 2019 schließlich zum Rücktritt Loubregats als Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer und zu seiner Ankündigung, Monet auf dem nächsten Parteikongress als Generalsekretärin abwählen lassen zu wollen. Monet bekräftigte daraufhin ihre Absicht, für ihr politisches Projekt einer linken Alternative zur Mitte-Rechts-Regierung zu werben, und berief für November 2019 einen außerordentlichen Parteikongress ein, um den Machtkampf zu entscheiden. Überraschend verzichtete Loubregat auf eine eigene Kandidatur und unterstützte den landesweit wenig bekannten, aber als unverbraucht geltenden Bürgermeister von Bosa, Dián Alcoy als Kandidaten. Auf dem Parteitag Im November konnte sich Eva Monet schließlich überraschend deutlich gegen Alcoy durchsetzen, woraufhin Loubregats "Putsch" gegen Monat als gescheitert galt.

Mandate

Parteifunktionen

  • 1999-2002: Fraktionssprecher der ASUL im Stadtrat von Ollar de Barregat
  • 2000-2010: Sekretär der ASUL Tulis-Land
  • 2010-2014: Koordinationssekretär der ASUL
  • 2014-2018: Vizegeneralsekretär der ASUL (seit 3/2018 ruhend)
  • 2-3/2018: kommissarischer Generalsekretär der ASUL
  • 2014-2019: Fraktionssprecher der ASUL in der sagradischen Abgeordnetenkammer