Gabriel V.

Aus Sagradien
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Gabriel V. (von Sagradien) (*1582, †1640) war König von Sagradien (1591-1640). Er gilt als letzter Monarch und einer der wichtigsten Exponenten des sagradischen Sêcolo d’Oro des 16. und 17. Jahrhunderts.

Gabriel wurde 1582 im Semesker Plazarenya-Palast als ältester Sohn von König Richard II. und dessen zweiter Ehefrau Charlotte von Savoyen geboren. Als sagradischer Infant trug er nach seiner Geburt den Titel eines Prinzen von Sarmay. Nach dem Tod seines Vaters 1591 bestieg Gabriel als Neunjähriger den sagradischen Thron und stand fortan unter der Regentschaft seiner Mutter Charlotte von Savoyen. Die Staatsgeschäfte führte aber wie schon unter dem späteren Richard II. der leitende Minister Joán María de Belavís. Mit dem Tod seiner Mutter 1600 und Belavís' 1602 übernahm Gabriel schließlich selbst die Regierungsgeschäfte.

Er setzte die von Belavís eingeleiteten Protestantenverfolgungen sowie eine oftmals als absolutistisch bezeichnete Machtpolitik fort. Er stärkte Gabriel V. die Macht des Königs gegenüber dem Hochadel und konsolidierte so seine Herrschaft. Die von Belavís eingeleitete Politik einer frühmerkantilistischen Wirtschaft führte Gabriel zu einem ersten Höhepunkt. Gabriel V. gilt als letzter Monarch des „Goldenen Jahrhunderts“ in Sagradien und als großer Förderer der Künste und der Philosophie. An seinem Hof kamen zahlreiche Denker der Spätklassik zusammen, von denen Santiago Calles der bedeutendste war. Unter seiner Herrschaft wurde darüber hinaus der Bau der im 16. Jahrhundert begonnenen Kathedrale von Semess vollendet. Gleichzeitig förderte Gabriel V. den jungen begabten Barockmaler Sebastián Bexente (1601-1680), den er in seinen letzten Lebensjahren zum Hofmaler machte.

Außenpolitisch schloss Gabriel in Abkehr von Belavís, der im englisch-spanischen Krieg noch das katholische Spanien unterstützt hatte, 1603 mit England Frieden und beendete die pro-spanische Politik. Stattdessen schloss er ein Bündnis mit Frankreich, das er in dessen anti-habsburgischer Politik unterstützte. Dem Bündnis entsprang auch seine Hochzeit mit Marie de Bourbon, der einzigen Tochter König Heinrichs IV. mit Margarete von Valois. Dennoch hielt Gabriel Sagradien erfolgreich aus dem Dreißigjährigen Krieg heraus. Stattdessen konzentrierte er sich auf einen Ausbau und eine Konsolidierung des Kolonialreichs in der neuen Welt, wo er 1599 als erste sagradische Besitzung in Nordamerika die Kolonie Nova Scantia entlang des Savannah River im heutigen Georgia gründete, die später an England fiel. Da Sagradien in der fast 50-jährigen Regierungszeit Gabriels in keinen größeren Krieg verwickelt war, gilt Gabriel als Friedensfürst. Seine mit 49 Jahren überaus lange Herrschaftszeit wird auch als "Era Gabrielina" bezeichnet.

Nach seinem Tod folgte ihm sein Sohn Gabriel VI. auf dem Thron nach.