Nino Cabal
Nino Manuel Cabal (*1897 in Bosa; +1978) war ein sagradischer Theologe und linkskatholischer Politiker, der sich selbst als "christlicher Sozialist" bezeichnete. Cabal kämpfte an führender Stelle im sagradischen Widerstand und begründete nach dem Krieg den Partido de Cientro Cristiano (PCC), den er jedoch 1949 verließ und seine eigene Christlich-Sozialistische Bewegung (MSC) gründete, die 1957 in der sozialdemokratischen ASUL aufging.
Cabal wuchs in einem katholischen Elternhaus auf und begann als ältester Sohn seiner Familie ein Theologiestudium. Bereits als jugendlicher kam er in Berührung mit den Ideen des christlichen Sozialismus und der Tradition des 'Club Social' um Bernardo Parres, nach dessen Hauptwerk "l'Idea Social" Cabal seine 1930 gegründete linkskatholische Zeitung "l'Idea" benannte. Cabal arbeitete nach dem Studium als Funktionär der christlichen Gewerkschaften und betätigte sich als Journalist und Publizist. Nach der Machtergreifung der klerikal-faschistischen Comunión Nacional im Jahr 1938 und der Errichtung des autoritären Estado Sagradês schloss sich Cabal bald der Widerstandsbewegung an und gründete zusammen mit Luciano Minorel und anderen Mitstreitern im Oberpingebiet die christliche Widerstandsgruppe "Acción de la Resistença Cristiana" (ARC), die schnell zu den einflussreichsten Gruppen des militanten christlichen Widerstands zählte und dessen linken, sozialistisch beeinflussten Flügel repräsentierte. Cabal spielte eine entscheidende Rolle bei der Zusammenführung der diversen sagradischen Widerstandsgruppen, die 1943 das Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa (CNRS) bildeten.
1944 gründete Cabal zusammen mit anderen christlichen Widerstandskämpfern und ehemaligen Funktionären der Demokratischen Volkspartei (PDP) wie Ariel De la Roya und Paulo Luciaro den christdemokratischen Partido de Cientro Cristiano.