Liberales
| Liberales (UDS) | ||
| Parteivorsitzende | Beatrice Iniagui | |
| Generalsekretär | Ruis Montanier | |
| Fraktionssprecher | Abdurahim Kader | |
| Stellvertretende Parteivorsitzende | ||
| Gründung | 1961 | |
| Jugendorganisation | Jovenes Liberales | |
| Zeitung | Il Citadano | |
| Ausrichtung | Liberalismus Wirtschaftsliberalismus | |
| Position | Mitte-Rechts | |
| International | Liberale Internationale | |
| Europapartei | Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE) | |
| EP-Fraktion | Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE) | |
| Farbe | hellblau | |
Die Liberales (UDS) (Liberale) sind eine politische Partei in Sagradien. Seit ihrer Gründung im Jahr 1961 bis zur Umbenennung im Oktober 2016 trug die Partei den Namen Unión Democrática de Sagradia (kurz UDS, deutsch Demokratische Union Sagradiens).
Sie ging 1961 aus dem Wahlbündnis Demokratische Union hervor, das vom wirtschaftsliberalen Movimiento Republicano de la Libertá (MRL), dem nationalliberalen Partíu Nacional Democrático (PND) sowie dem sozialliberalen Partíu Republicano Radical (PRR) gebildet wurde. Die 1958 an der Demokratischen Union beteiligte Republikanische Partei (PR) ging nicht in der UDS auf und verließ die gemeinsame Fraktion Ende 1960. Bereits zuvor war die kleine Coalición Democrática del Progreso (CDP) von Lorenzo Estrubal der Fraktion beigetreten und ging schließlich ebenfalls in der UDS auf, in der zu Beginn gleichermaßen liberalkonservative, nationalliberale sowie laizistisch-republikanische bzw. sozialliberale Strömungen vertreten waren.
Wie alle ihre Vorgängerparteien konnte die UDS lange als Honoratiorenpartei charakterisiert werden. Trotz Versuchen, das zu ändern, verfügt die UDS bis heute nur über schwache Parteistrukturen. Die Union verstand sich von Beginn an in Abgrenzung zur christdemokratischen PPC sowie zu den Sozialisten als Partei der laizistischen Mitte. Wirtschaftspolitisch nahm sie eine Mitte-Rechts-Position ein und engagierte sich für die Etablierung einer weitgehend freien Marktwirtschaft. Außenpolitisch stand die Demokratische Union von Beginn an für eine westintegrative, europafreundliche Linie, besonders nach der Majorisierung und schließlich dem Ausscheiden des radikalen nationalistischen Flügels.
Von 2006 bis 2013 war die UDS Teil der sagradischen Regierungskoalition unter Miquel Ánibal Luisanto und bildete zusammen mit der christdemokratischen Volkspartei eine konservativ-liberale Minderheitsregierung. Aktuelle Parteivorsitzende ist seit 2013 die Abgeordnete Beatrice Iniagui, die in diesem Amt den langjährigen Vorsitzenden und früheren Wirtschaftsminister Luca Orrieva ablöste.
Auf ihrem Parteitag im Oktober 2016 beschloss die Partei offiziell ihr Rebranding als Liberales.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Geschichte der UDS
- 1.1 Entstehung in der Demokratischen Union
- 1.2 Parteigründung und Oppositionszeit (1961-1963)
- 1.3 Regierungsbeteiligungen mit Sozialisten und Christdemokraten (1964-1970)
- 1.4 Zwölf Jahre in der Opposition (1970-1982)
- 1.5 Regierungsbeteiligungen in den "Liberalen Achtzigern" (1982-1992)
- 1.6 Regierungspolitik in der Nach-Estrubal-Ära (1992-1998)
- 1.7 Gang in die Opposition (1998-2001)
- 1.8 Beginn der Ära Orrieva in der Opposition (2001-2006)
- 1.9 Zurück in der Regierung (2006-2012)
- 1.10 Parlamentswahl 2013 und Gang in die Opposition
- 1.11 Führungswechsel
- 2 Politische Ausrichtung
- 3 Wählerschaft
- 4 Vorfeldorganisationen
- 5 Führungspersonen
- 6 Die Demokratische Union bei Wahlen
Geschichte der UDS
Entstehung in der Demokratischen Union
Den Entstehung der UDS ist im Zusammenhang der Konzentrationsprozesse in der politischen Landschaft Sagradiens zu sehen. Zusammen kam dabei einerseits die Schwäche der liberalen Parteien Sagradiens in der Nachkriegszeit gegenüber den dominierenden PPC und ASUL, andererseits die zunehmende Distanzierung der Radikalen von den Parteien der sogenannten Coalición Democrática und die Annäherung an die liberalkonservative Rechte.
Als Konsequenz traten die Partei bei den Kammerwahlen 1954 als „Demokratische Union“ an und vereinigten damit Teile der laizistisch-linksliberalen auf den kleineren Mittelstand ausgerichteten Tradition des sagradischen Radikalismus (den „Radicales“) mit der eher rechtsliberalen großbürgerlichen Tradition der republikanischen „Liberales“. Die Union sah sich damit als nicht-konfessionelle, laizistische Alternative im bürgerlichen Lager.
Nach dem Zerfall der Zentrumskoalition aus Konservativen und Sozialisten traten die Unionsparteien 1955 als Koalitionspartner einer bürgerlichen Koalition an die Seite der PPC. UDR-Chef Luciano Vélez wurde Innenminister und Vizeministerpräsident, doch bereits im gleichen Jahr folgte ihm sein Parteikollege Carles Méndez-León, der als wesentlicher Architekt des Parteienbündnisses galt. Zu dieser Zeit zeichnete sich die Union mehrheitlich durch ein dezidiert marktwirtschaftliches, sozial reaktionäres Programm aus, das hauptsächlich die Interessen des Alten Mittelstands vertrat. Seit Ende der Fünfziger Jahre und mit zunehmender Erstarrung der PPC als konservativer Kraft sah sich die UD jedoch zunehmend als Reformfaktor und entwickelte unter dem Einfluss der radikalen Elemente erste Ansätze eines bürgerrechtsliberalen Verständnisses. Dennoch dominierten zu jeder Zeit die konservativ-bürgerlichen Kräfte im Bündnis und später in der Partei.
Parteigründung und Oppositionszeit (1961-1963)
Nach Erfolgen bei den Kammerwahlen 1954 und 1958, bei der das liberale Bündnis knapp 9 bzw. 10 Prozent der Stimmen auf sich vereinte und damit vierte Kraft im Parlament wurde, kam es 1961 zur Parteivereinigung. Ziel war die Bündelung der Kräfte auch in organisatorischer Hinsicht. In der neuen Partei gingen die aus der radikal-liberalen Tradition stammende PRR, die eher wirtschaftsliberal-großbürgerliche MRL, die national-liberal gesinnte PND sowie die weithin als Ein-Mann-Partei aufgestellte CDP von Lorenzo Estrubal auf. Der Aufbau von stärker organisierten Parteistrukturen und die Erweiterung der Mitgliederbasis, wesentliches Ziel der Parteigründung, schlugen aber weitgehend fehl. Die UDS blieb ebenso wie ihre Quellparteien eine Honoratiorenpartei. Erster Vorsitzender der UDS wurde Carles Méndez-León, der innerhalb der zunächst kollektiv geführten Union bereits seit dem Wahlerfolg 1958 zunehmend die Führungsrolle eingenommen hatte und als mit Abstand profiliertester und strategisch wie rhetorisch begabtester Politiker der ersten Riege wahrgenommen wurde.
Die Kammerwahlen 1962 brachten der UDS einen ersten Dämpfer. Sie fiel auf weniger als 9 Prozent der Wählerstimmen zurück und hatte ihre Funktion als Mehrheitsbeschaffer und liberale Kontrollinstanz innerhalb einer bürgerlichen Koalition angesichts des schwachen Ergebnisses der PPC verloren. Nach der Bildung der Großen Koalition aus PPC und ASUL im Jahr 1962 und dem Gang in die Opposition brachte Parteichef Méndez-León die UDS zunehmend auf einen Kurs der Mitte und versuchte die Partei als liberale Kraft zwischen den beiden großen Weltanschauungsparteien zu etablieren. Die enge Anlehnung an die PPC sollte korrigiert und das Image der Partei als Reformkraft gestärkt werden. Europapolitisch setzte sich ein klar integrationsfreundlicher Kurs durch, wirtschaftspolitisch entwickelte die Partei den Leitspruch vom „Liberalismus mit Herz und Verstand“, der grundsätzlich die Sozialgesetzgebung des Landes akzeptierte und sich vom Konzept der Marktwirtschaft in Reinform verabschiedete. Dies sollte vor allem Wähler der neu entstehenden Mittelschichten anziehen, die die schrumpfende Wählerbasis der Partei im Alten Mittelstand ergänzen sollten. Das neue Konzept erhielt bei den vorgezogenen Neuwahlen 1963 deutlichen Zuspruch der Bevölkerung, die der Partei 12 Prozent der Stimmen gab. Jedoch stammten die Stimmen weniger aus dem linken oder linksliberalen Lager als vielmehr von enttäuschten PPC-Wählern, die der Partei das Bündnis mit den Sozialisten übelgenommen und sich in Scharen von dieser abgewendet hatten.
Regierungsbeteiligungen mit Sozialisten und Christdemokraten (1964-1970)
Dennoch dominierte nun für eine kurze Zeit der progressive Flügel der Partei, der sich durch den Wahlerfolg gestärkt und bestätigt fühlte. Unter dem Einfluss der progressiv-liberalen Vordenker Lionel Vega und António Morales wurden nun bürgerrechtsliberale Konzepte vorangetrieben und eine vorsichtige Annäherung an die gemäßigte Linke betrieben, die 1964 in der Bildung einer Mitte-Links-Koalition unter Führung der Sozialisten gipfelte. Es folgten heftige innerparteiliche Diskussionen über die Teilnahme an der Regierung Kabinett Santiago/Kabinett Del Pérez I, welche die Parteiführung vor allem aus taktischen und strategischen Gründen betrieb, nicht zuletzt um das eigene Profil als eigenständige Kraft gegenüber den einflussreicheren Christdemokraten zu wahren und gleichzeitig als „bürgerliches Korrektiv“ gegenüber den linken Koalitionspartnern zu fungieren. Unter Führung von Marcio Montone verließ ein großer Teil der Konservativen die Partei und bildeten zunächst die Federación de Democráticoes per la Libertá (FDL), die wenig später im PPC aufgingen. Das Klima innerhalb der von beiden Seiten als Vernunftehe und Zwischenstation betrachteten Mitte-Links-Koalition verschlechterte sich seit 1966 im Zuge einer sich verschlechterten Wirtschaftslage zunehmend und die parteiinternen Gegner der Koalition wurden gestärkt.
Nach heftigen parteiinternen Auseinandersetzungen und einem Fast-Putsch von Außenhandelsminister Miquel Micú, dem Anführer des verbliebenen konservativen Flügels in der UDS, gegen die Parteiführung Carles Méndez-León kündigte die UDS 1967 das Mitte-Links-Bündnis wieder auf und führte vorgezogene Neuwahlen herbei, die für die Partei zu einer deutlichen Niederlage führte. Die Partei verlor ein Viertel ihrer Wähler und ging gegenüber dem potenziellen konservativen Koalitionspartner geschwächt hervor. Wieder reichte es nicht für eine rein bürgerliche Mitte-Rechts-Koalition, obwohl der nun als Volkspartei auftretende PPC klar stärkste Kraft wurde.
Dennoch trat die UDS in eine bürgerliche Minderheitsregierung mit dem PPC ein, die sich parlamentarisch auf die Stimmen der linksliberalen PRD stützen sollte. Zwar blieb Méndez-León Parteichef und Vizepremierminister, doch nahm Micú nun als Vorsitzender der UDS-Parlamentsfraktion und Minister ohne Geschäftsbereich eine Schlüsselstellung in der Partei ein, die damit wieder deutlich als rechtsliberale Partei wahrgenommen werden konnte. Nach Skandalen in der PPC und Imageverlusten in Zusammenhang mit den Studentenunruhen des Jahres 1968 kam es innerhalb der Partei erneut zu ernsthaften Auseinandersetzungen um den küntftigen Kurs. Besonders die kurzzeitlige Zusammenarbeit der Minderheitsregierung mit dem rechten PFP, die der Regierung 1968 das Überleben gesichert hatte, führte zu Verstimmungen bei der nachwievor kleinen Basis und zu Richtungsstreit in der Führung. Daran konnte auch nichts ändern, dass die UDS mit Carles Méndez-León 1970 in einer neuen Koalition der Mitte erstmals den Regierungschef stellte und in einer Schlüsselposition gelandet war. Das als Übergangsregierung konzipierte Kabinett Méndez-León blieb ein Übergangsphänomen und scheiterte nach wenigen Monaten. Bei vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970 wurden PPC und UDS gleichermaßen abgestraft. Mit 7,3 Prozent der Stimmen schnitt die UDS so schlecht ab wie noch nie zuvor. Zugleich wurde sie nun mit dem Sieg der Linken gemeinsam mit der PPC in die Opposition verbannt und verlor damit ihre Rolle als „pivotal party“.
Zwölf Jahre in der Opposition (1970-1982)
Gegen die widerstreitenden Parteiflügel um Lionel Vega und António Morales auf der Linken und Miquel Micú auf der Rechten setzte sich schließlich der neue Parteichef Lorenzo Estrubal durch, der wie sein Vorgänger Carles Méndez-León auf einen Kurs der Äquidistanz gegenüber Sozialisten und Konservativen setzte und die UDS als liberale Partei der bürgerlichen Mitte etablieren wollte. In der gemeinsamen Opposition mit dem orientierungslosen PPC lief diese Strategie freilich zunächst ins Leere, da es galt, die Linksregierung Caval gemeinsam zu kritisieren. Von einer geschlossenen Opposition konnte keine Rede sein. Die Gesellschaftsreformen der sozialistischen Minderheitsregierung Caval wurden bei deutlicher Ablehnung durch die PPC von der UDS gespalten aufgenommen und in Teilen unterstützt, die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Linken dagegen gemeinsam mit den Konservativen heftig bekämpft.
Bei den Kammerwahlen 1974 trat die UDS schließlich als „Opposition der Vernunft“ auf und trat für den „marktwirtschaftlichen Wechsel“ ein. Ziele waren ein zweistelliges Ergebnis für die Liberalen und die Ablösung der linken Mehrheit durche eine neue bürgerliche Koalition. Zwar konnten sich die Liberalen gegenüber dem schwachen Ergebnis von 1970 auf mehr als acht Prozent der Stimmen verbessern, doch verfehlten sie die Zweistelligkeit klar und auch der erhoffte Machtwechsel blieb aus. Die Sozialisten konnten ihre Minderheitsregierung fortsetzen, die UDS blieb in der Opposition, erklärten sich aber in der Folge bereit, die Regierung in einzelnen Punkten zu unterstützen. Da es zwischen Sozialisten und Kommunisten aber zum Bruch kam und vor allem der rechte Parteiflügel der ASUL auf eine stabile Mehrheit drängte, nahm Joán Caval 1979 schließlich Verhandlungen mit Estrubal zur Bildung einer sozialistisch-liberalen Koalition auf, die aber scheiterten.
In die vorgezogene Neuwahl der Kammer im April 1979 gingen die Unionsdemokraten mit dem erklärten Ziel einer bürgerlichen Mehrheit. Sie versuchten im Wahlkampf, sich als bürgerliches Korrektiv der letzten Jahre zu präsentieren. Der Spagat zwischen Anpreisung der mageren Ergebnisse und Verteufelung des bisherigen Koalitionspartners misslang weitgehend. Mit 8,5 Prozent der Stimmen ging die UDS deutlich geschwächt aus den Wahlen hervor und verfehlte die erhoffte Mehrheit für eine Koalition mit der Volkspartei. Der politische Flirt mit den Sozialisten war von einem Großteil der liberalen Wähler als Bruch am Versprechen der „marktwirtschaftlichen Wende“ gewertet worden, die inhaltlich reformierte PPC unter Sandro De la Nada auch für liberal gesinnte Wähler zur Alternative geworden. Da die Konservativen diesesmal aber stärker abschnitten als die Sozialisten, wurde eine Große Koalition gebildet. Damit war die UDS erneut in die Opposition gedrängt und zunächst weitgehend orientierungslos. Parteichef Estrubal konnte sich hauptsächlich aus Mangel an mehrheitsfähigen Alternativkandidaten um den Parteivorsitz im Amt halten, jedoch schien vielen Beobachtern eine Ablösung noch vor den Folgewahlen 1982 wahrscheinlich.
Der angeschlagene Estrubal rettete sich mit einer Flucht nach vorne. Obwohl eine Absage an das Konzept des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ formal nicht erfolgte, nahm die Partei unter dem gestiegenen Einfluss der Wirtschaftsliberalen eine klare neoliberale Wende. Nun stand der Hinwendung zu Reagonomics und Thatcherismus in wirtschaftspolitischen Belangen nichts mehr im Wege. Die von der PPC in der Großen Koalition abverlangte Kompromissbereitschaft in sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen sollte sich nun in spiegelbildlicher Weise zu den Jahren 1975-1978 zugunsten der UDS auszahlen. Die Stärkung der Wirtschaftsliberalen auch in der konservativen Volkspartei, welche die Große Koalition belastete und schließlich mit zum vorzeitigen Scheitern im Jahr 1982 führte, stärkte die Aussicht auf eine konservativ-liberale Koalition der Marktwirtschaft und eine rechte Wende.
Regierungsbeteiligungen in den "Liberalen Achtzigern" (1982-1992)
Die Wende hin zum "liberalen Jahrzehnt" wurde schließlich mit dem Sieg der Bürgerlichen bei der Parlamentswahl 1982 verwirklicht. Mit ihrem neoliberal ausgerichteten Spitzenkandidaten Emilio Moya wurde die Konservativen deutlich stärkste Kraft, die nicht minder wirtschaftsliberal aufgestellten Unionsdemokraten konnten mit 11,5 Prozent sogar ein sehr gutes zweistelliges Ergebnis feiern, das die innerparteiliche Stellung von Parteichef Lorenzo Estrubal nachhaltig stärken konnte. Dabei hatte die UDS vor allem bei infolge der Großen Koalition enttäuschten Wählern der großen Parteien gepunktet, vor allem bei sozialliberal geprägten ASUL-Wählern, die vom dezidiert linken Spitzenkandidaten der Sozialisten Andrés Colón jedoch von einer Wahl der ASUL abgehalten wurden. Dank des Erfolgs kehrten die Unionsdemokraten wieder in die Regierung zurück, zum ersten Mal seit 1970 zusammen mit der Volkspartei. Das ehrgeizige Reformprogramm der neuen PPC/UDS-Koalition trug in wesentlichen Fragen die Handschrift der sich mehr denn je als wirtschaftsliberale Partei verstehenden UDS.
Im Zuge der Guivares-Affäre, welche den Koalitionspartner schwer traf und die Koalition belastete, erlebte die UDS 1984/85 einen zwischenzeitlichen Höhenflug in Umfragen und Nebenwahlen, der vor allem zulasten des schwer angeschlagenen PPC ging. Für wenige Monate schien es, als könne die UDS sogar ihr lang ersehntes Ziel erreichen, die Konservativen als stärkste Kraft des Mitte-Rechts-Lagers abzulösen. Bei den Präsidentschaftswahlen 1984, bei denen die PPC auf einen eigenen Kandidaten verzichtet hatte, kam der UDS-Kandidat Carles Domínguez in die Stichwahl, die er gegen den Sozialisten Felipe López verlor. Auch bei den Europawahlen 1984 schnitt die Partei mit über 15 Prozent stark ab, doch bereits bei den folgenden Regionalwahlen 1985 war der Höhenflug weitgehend beendet und die PPC hatte sich einigermaßen stabilisiert. Die Kammerwahlen 1986 bestätigten im Grund das Ergebnis von 1982, verzeichneten für die UDS aber noch einmal eine Steigerung auf 12 Prozent der Stimmen. Angesichts des schlechten Ergebnisses des PPC war die Mehrheit der Regierung aber verloren.
Die Konsequenz musste erneut heißen: Entweder die Große Koalition unter Ausschluss der UDS oder aber eine erneute Zusammenarbeit mit den Sozialisten in einer Neuauflage der zuletzt gescheiterten Lila Koalition, für die nun aber die Sterne deutlich besser standen. Die Sozialisten hatten sich mit ihrem Spitzenkandidaten Donado Ricardes ein deutlich auf die politische Mitte zugeschnittenes Programm verordnet, das auf Sozialisierung gänzlich verzichtete und die Wirtschaftsreformen der Regierung Moya in ihren Substanzen nicht angreifen wollte. Dies sowie die Aussicht auf den Machterhalt erleichterten den Bürgerlichen vom UDS erneut den Gang in die Mitte-Links-Koalition, die auch deutlich harmonischer verlief als die beiden Vorgängermodelle. Estrubal blieb Außenminister, daneben stellte die UDS den Finanz- bzw. seit 1988 den Wirtschaftsminister sowie durchgängig den Minister für Außenhandel, wodurch sich die Partei den nötigen Einfluss auf die Wirtschaftspolitik sichern konnte. Die Reformen der Vorgängerregierung wurden auch im Wesentlichen, wenn auch gebremst, weitergeführt. Anders als 1967 und 1978 musste die Partei diesesmal auch keine Erdrutschniederlage hinnehmen.
Die Verluste fielen moderat aus, mit 9,4 Prozent der Stimmen bei den Kammerwahlen 1990 hatte sich die UDS stabilisiert und ihre Rolle als „pivotal party“ nochmals gerettet. Da die Konservativen aber deutlich besser abschnitten als die ASUL und die Mehrheit der Mitte-Links-Koalition damit verloren war, kehrte die UDS wieder in die bürgerliche Koalition an der Seite der PPC zurück. Die moderate sozialliberale Koalition sollte also Zwischenstufe bleiben, die UDS zwischen 1982 und 1990 trotz Regierungswechseln das Kontinuität verleihende Element der Regierung darstellen. Die als Zeitalter des Neoliberalismus innerhalb der sagradischen Politik geprägten Achtziger und frühen Neunziger sahen die UDS daher nach der Krise der späten Siebziger Jahre in einer ungekannten Machtstellung, in der Lorenzo Estrubal zum unumstrittenen Parteipatriarchen aufgestiegen war, der auch nach seinem Rücktritt vom höchsten Parteiamt 1989 unter seinem Nachfolger Angel Ribero der heimliche Parteichef blieb. Als Außenminister prägte Estrubal vor allem die Außenpolitik dieser Jahre, welche die Intensivierung der europäischen Integration mit der Unterzeichnung des Schengener Abkommens 1985 und des Vertrags von Maastricht 1992 verzeichneten. Nicht ohne Grund konnte sich die UDS bei den Europawahlen 1989 und 1994 als „Europapartei“ bewerben, hatte sie die vertiefte Integration Sagradiens doch entscheidend mit voran gebracht.
Regierungspolitik in der Nach-Estrubal-Ära (1992-1998)
Dennoch sollte sich die Rolle der UDS im sagradischen Parteiensystem in den Neunziger Jahren entscheidend verändern. Dem wegen einer privaten Affäre erzwungenen Rückritt von Parteichef und Wirtschaftsminister Angel Ribero, den zugleich Lorenzo Estrubal zum Rückzug aus dem Ministeramt nutzte, folgte eine anhaltende Krise der UDS. Das Duo Luca Bremante und Mário Bahamonte an der Spitze der Partei startete zwar stark, geriet aber zunehmend in Schwierigkeiten. Nachdem die Partei für die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994 erstmals nicht den Parteichef Bahamonte, sondern den Wirtschaftsminister Luca Bremante zum Spitzenkandidaten gewählt hatte, musste dieser aufgrund einer privaten Affäre mitten im Wahlkampf auf seine Ämter in Regierung und Partei verzichten. Die Wahlen endeten jedoch trotz leichter Verluste für die UDS mit einer Bestätigung der bürgerlichen Regierungsmehrheit. Besonders die Bestrebungen der Grünen, sanfte Drogen zu legalisieren und eine Ökosteuer einzuführen sowie deren gespaltene Haltung zum transatlantischen Bündnis und zu den europäischen Institutionen halfen der UDS noch einmal, Wähler im bürgerlichen Lager zu halten. Mit 8,9 Prozent hielten sich die Verluste gegenüber 1990 im Rahmen.
Die errettete Regierungsbeteiligung wusste die UDS aber nicht mit Inhalten auszufüllen. Die versprochenen Reformkonzepte konzentrierten sich erneut verstärkt auf Steuersenkungen, die gegen die anhaltende Arbeitslosigkeit aber wirkungslos blieben. Was die bürgerlichen Freiheiten anbelangt, verblieb die UDS auf die Bewahrung des Erreichten festgelegt, ohne die Interessen ihrer Klientel in den neuen Mittelschichten adäquat abzubilden. Der überraschende Wahlerfolg des Rechtspopulisten Joán De la Pênia und seiner Sozialen Volkspartei PSP bei den Kammerwahlen 1994 verunsicherte die UDS-Führung, die das Ergebnis so interpretierte, dass die Bürger nicht für liberale Gesellschaftsreformen bereit waren und sich um ihre innere Sicherheit sorgten. Mahner, die UDS müssten ein bürgerlich-liberales Gegenstück zu den Populisten darstellen und sich stärker für liberale Inhalte engagieren, blieben in der Minderheit und weitgehend ungehört.
Angesichts schlechter Ergebnisse bei den Senats- und Regionalwahlen 1997 nahmen die innerparteiliche Diskussion und die Orientierungslosigkeit zu. Die von Teilen der Partei zeitweise eingeschlagenen europakritischen Töne, die der aufstrebenden rechtspopulistischen PSP das Wasser abtragen sollten, brachen völlig mit dem zuvor etablierten pro-europäischen Image der Partei und verwirrten treue UDS-Wähler vollends. Derartige Eskapaden, die wenig dazu geeignet waren, das eigene Wählermilieu zu erreichen, wurden schließlich durch den seit 1995 amtierenden Parteichef Victor António Anghés, wenn auch zu spät, zurückgewiesen.
Gang in die Opposition (1998-2001)
Die Kammerwahlen 1998 brachten der UDS das Unvermeidliche. Die Partei verlor fast die Hälfte ihrer Wähler und fiel von 8,9 auf 4,2 Prozent der Stimmen zurück, musste damit das schlechteste Ergebnis ihrer Parteigeschichte verkraften und fiel vom sonnigen Platz als dritten Kraft in der sagradischen politischen Landschaft auf den fünften Platz hinter Grüne und Rechtspopulisten zurück. Nach 16 Jahren ununterbrochener liberaler Mitregierung und davon zwölf an der Seite der PPC wurde die Partei kaum noch als eigenständige liberale Partei, stattdessen eher als Anhängsel der Konservativen, wahrgenommen. Die Reduzierung ihrer Politikinhalte auf wirtschafts- und sozialpolitische Fragen und die konservative Wähleransprache waren gegenüber einer inhaltlich und strategisch erneuerten progressiven Alternative seitens der rot-grünen Allianz zu wenig. Besonders im Wählersegment der besser Gebildeten, jahrzehntelang Teil der unionsdemokratischen Kernwählerschaft, verlor die UDS zwischen den Achtziger und späten Neunziger Jahren großen Zuspruch an die postmaterialistisch ausgerichteten Grünen und 1998 nochmals an die als progressive Mitte-Links-Partei auftretenden Sozialisten. Über Jahrzehnte hinweg war die UDS von Wählern ja nach Koalition und politischer wie personeller Ausrichtung auf dem Links-Rechts-Schema mal stärker in der Mitte, mal eher leicht zur Rechten des PPC bzw. gleichauf mit der PPC verortet worden, in den gesamten Neunziger Jahren war sie dagegen auf der Links-Rechts-Skala nicht mehr wirklich von der PPC unterscheidbar geworden und auch in der libertär-konservativen Konfliktdimension wurde sie nur noch bedingt als liberale Partei wahrgenommen.
Die UDS brauchte lange, um sich in der Opposition zu erholen. Die Europawahlen 1999 endeten mit einem Ergebnis von 3,5 Prozent und drei Abgeordneten in einem Desaster. Auch bei den Kommunal- und Senatswahlen des Jahres 2000 schnitten die Unionsdemokraten enttäuschend ab. Die Partei schaffte es sichtlich nicht, sich in der ungewohnten Oppositionsrolle zurechtzufinden. Die seriöse, aber zahme Politik der Parteiführung unter António Anghés kontrastierte vor allem mit dem lauten schillernden Auftreten der Rechtspopulisten Joán De la Pênias, von dem sich die UDS bewusst absetzen wollte. Die Hinwendung zu klassisch linksiberalen Themen wie dem Schutz der Bürgerrechte, wie sie die Rechtsexpertin der Partei Benita Hubner zunehmend forderte, konnte gegenüber den energischen Reformen der Regierung De la Costa wenig Eindruck machen und stieß zudem in der von konservativen Technokraten geführten Parteispitze auf wenig Gegenliebe.
Hinter dem Rücken des deutlich angeschlagenen Parteivorsitzenden Anghés begannen alsbald die Diadochenkämpfe unter seinen potenziellen Nachfolgern, die aber allesamt den Sturz nicht wagten. Als aussichtsreichste Kandidaten positionierten sich bald Luca Bremante, ehemaliger Wirtschaftsminister und Vizepremier und durch persönliche Affären vorbelastet, dazu aber wirtschaftsnah und einstiger Kronprinz Lorenzo Estrubals, auf der anderen Seite der seit 1998 als Generalsekretär amtierende Luca Orrieva, deutlich jünger als Bremante und Anhänger einer Gruppe namens „Força Cívica“, die bemüht war, die UDS unter Verzicht auf das wirtschaftspolitisch geprägte Schlagwort des Liberalismus als „bürgerliche Kraft“ und damit als in der Mitte der sagradischen Zivilgesellschaft stehende Bewegung darzustellen. Die Partei sollte vom Image der „Wirtschafts- und Honoratiorenpartei“ zu einem der „Gesellschaftspartei“ transformiert werden, wobei Orrieva das Idealbild einer „Gesellschaft der Chancen und Freiheiten“ vorschwebte.
Orrievas Neuausrichtung richtete sich zuvorderst auf den politischen Stil und die Selbstdarstellung der Partei, die durch eine direktere Ansprache und ein jugendlicheres dynamischeres Auftreten gesprägt sein sollte. Inhaltlich verblieb die Partei auch unter seiner Ägide als Generalsekretär dem alten konservativen Liberalismus weithin verhaftet. Bremantes Ziel war dagegen die Schärfung der Partei als radikale neoliberale Kraft mit einem kompromisslosen staatsminimalistischen Programm und einer bisweilen populistischen Ansprache. Als Vizefraktionschef und wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Partei wollte der als Wahrer der Interessen des Mittelstands auftretende Bremante die unter ihrem Parteichef Roberto Vidéas gemäßigt-zentristisch auftretende PPC ausmanövrieren und wirtschafts- wie sozialpolitisch überholen. Der Reformstau in den sagradischen Sozialsystemen wurde bald zu seinem Hauptangriffsziel. Verbündete gewann er im Wirtschaftsflügel des PPC, der immer stärker gegen die moderate Herangehensweise seines Parteichefs Vidéas aufbegehrte.
Beginn der Ära Orrieva in der Opposition (2001-2006)
Die Vorentscheidung über die im Raum stehende Nachfolgefrage von Anghés, dem seit Herbst 2000 kaum noch Chancen auf einen Verbleib als Parteichef eingeräumt wurden, sollten schließlich die Regionalwahlen 2001 bringen, die ersten, bei denen Orrieva die Kampagne der UDS auch als Wahlkampfleiter gestaltete, und die der UDS einen unerwarteten, aber lange herbeigesehnten Hoffnungsschimmer gaben. In den alten Hochburgen der Partei in Liez-Corar und Sur-Pinial erhielt die Partei zweistellige Ergebnisse und schaffte in den meisten Regionen sicher den Einzug in den Regionalrat. Das Ziel der Regierungsübernahme in den bislang von der Linken regierten Regionen wurde dagegen verfehlt, was auf das überzeugende Ergebnis der ASUL und das schwache Abschneiden des PPC zurückgeführt wurde.
Kurz nach der Wahl wurde Luca Orrieva, der nun als Erster das Heft ergriff und sich zum Machtwechsel bereit erklärte, zum neuen Parteivorsitzenden der UDS gewählt, der ausmanövrierte Bremante musste sich mit dem Stellvertreterposten begnügen, doch war er parteiintern zu stark, um nicht auch weiterhin eine wichtige Rolle in der UDS zu spielen. Orrieva versuchte ihn daher in die Parteiführung einzubinden. Bei den Kammerwahlen 2002 wollten beide zusammenarbeiten und ein zugkräftiges Doppelgespann bilden. Doch selbst den Befürwortern dieser Konsenslösung musste bewusst werden, dass die unterschiedlichen Perspektiven, die Orrieva und Bremante für die Partei zeichneten, eine enge Zusammenarbeit äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich machten. Das Wahlprogramm 2002 vereinte damit auch einige Kompromisslösungen und blieb insgesamt vage und inkonstistent. Die von jüngeren Parteimitgliedern erhoffte Hinwendung zu bürgerrechtsliberalen Themen und die Wiederbelebung des „Liberalismus mit Herz und Verstand“ blieb weitgehend aus oder kam über Ansätze in einem Gewirr von Formellösungen nicht hinaus. Der von Orrievas ursprünglichem Konzept noch hinüber gerettete Wahlslogan „la força cívica“ rieb sich mit einem Programm, das wenig dazu passte und es nicht schaffte, tatsächlich alle Bereiche des bürgerlichen Lebens zu erreichen.
Die Konsequenz, die dem Programm der Partei fehlte, äußerte der Wähler gegenüber der Partei selbst. Bei den Kammerwahlen im Herbst 2002 verlor die Partei gegenüber 1998 nochmals und landete erstmals knapp unter vier Prozent der Stimmen. Da auch die Konservativen deutlich an Stimmen verloren, konnte nur von einer vernichtenden Niederlage der bürgerlichen Rechten gesprochen werden. Wahlsieger waren neben den Parteien der Linken abermals die Rechtspopulisten De la Pênias, die sich auf 9,2 Prozent der Stimmen steigern und zur dritten Kraft im Parlament aufsteigen konnten. Spätestens seit diesem Moment konnte auch die UDS die Erfolge der Rechten nicht mehr länger ignorieren. Die Strategie der Eigenständigkeit, die Orrieva angestrebt hatte, lief ebenso ins Leere, da die Wähler sich mit der Bilanz der ersten Regierung De la Costa mehrheitlich zufrieden zeigten, bei der Wahl der UDS aber nicht wirklich wussten, was zu erwarten war.
Die Niederlage führte zu einem Überdenken der gesamten Strategie der UDS. Bremante predigte mehr denn je die Rechtsallianz im festen bürgerlichen Bündnis mit der PPC, notfalls auch unter Zuhilfenahme der Rechten. Auch der neue PPC-Chef Miquel Ánibal Luisanto lud die Demokraten zu einer festen geeinten Opposition ein. Die Senatswahlen 2003 wurden bereits in engen Absprachen mit der Volkspartei bestritten, sodass in einigen Wahlkreisen gemeinsame Kandidaten vorgeschlagen wurden. Die UDS begab sich damit endgültig in die Abhängigkeit von der ihrerseits durch Spaltungen selbst geschwächte PPC, glaubte aber nur auf diesem Weg, das eigene politische Leben sichern und die Abwärtsspirale aufhalten zu können. Wie die Konservativen unter Luisanto, so schlugen nun auch die Demokraten eine harte Konfrontationsstrategie mit der rot-grünen Regierung ein. Erst jetzt gelang es Orrieva auch, seine Partei auf sich selbst auszurichten und den Einfluss Bremantes zurückzudrängen. Dieser war nun zwar Fraktionschef, wurde durch neuerliche private Affären aber zunächst aus der ersten Reihe ferngehalten. Orrievas neue Strategie ging dahin, die feste Partnerschaft mit dem PPC einerseits, die Eigenprofilierung als bürgerliche Reformpartei andererseits unter dem Schlagwort der „konkurrenten Zusammenarbeit“ (cooperación concurrente) zu bringen. Innerhalb der rechten Opposition sollte die UDS die progressive Kraft sein, die das Land am schnellsten nach vorne bringt.
Bei den Präsidentschaftswahlen 2004 erreichte der UDS-Bewerber Anghés im ersten Wahlgang zehn Prozent der Stimmen und konnte sich damit parteiintern rehabilitieren. Es gelang der UDS nun auch besser, Akzente in der Bildungspolitik zu setzen, wo der „Gleichmacherei der Linken“ der Wettbewerb der Besten für ein besseres Lernen entgegengesetzt wurde. Angesichts des allgemein empfundenen Aufschwungs, der sich auch in Umfragen wiederspiegelte, blieb das Ergebnis der UDS bei den Europawahlen 2004 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Partei verlor sogar nochmals leicht an Stimmenanteilen und konnte erneut nur drei Abgeordnete nach Straßburg und Brüssel entsenden. Günstiger verliefen die gleichzeitig abgehaltenen Regionalwahlen in Sesín und Ceundalia, die der UDS in beiden Regionen die Regierungsteilnahme sicherten. Die Tolerierung der Mitte-Rechts-Regierung in Sesín durch die Rechtspopulisten war zwar parteiintern umstritten, wurde von Orrieva aber bewusst in Kauf genommen und für unbedenklich erklärt.
Vor den Regionalwahlen 2005 öffnete sich die UDS auf Druck der bürgerlichen Partner hin erstmals offen einer Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen PSP. Die Wahlen brachten der vereinigten Rechten einen großen Sieg ein. Im Spätherbst 2005 regierte die UDS wieder in acht Regionen mit. Die Wahlen wurden von der gesamten Rechten zur Richtungswahl für 2006 erklärt. Bei den Kammerwahlen trat die UDS schließlich wieder als fester Partner an der Seite der Konservativen mit dem erklärten Ziel an, Ánibal Luisanto zum neuen Premierminister zu machen. Mit dem Schlagwort des „Wechsels mit Vernunft“ verkaufte sich die UDS als rationale und effiziente Reformpartei, die sich für Bürokratieabbau, ein klares und faires Steuersystem, umfassende Reformen im Gesundheits- und im Bildungswesen und Anreiz schaffende Arbeitsmarktreformen einsetzte. Wirtschaftspolitisch setzte die Partei auf einen dezidiert liberalen Kurs und auf eine Fortsetzung der früheren Privatisierungspolitik. Mit einem betont nüchternen und leicht unterkühlten Stil sollte ein Gegengewicht zum Pathos Ánibal Luisantos geschaffen werden, der den großen Wandel versprach. An die Stelle eines Doppelgespanns Orrieva-Bremante rückte nun ein Team von vier bis fünf Fachpolitikern: Benita Hubner für die Innenpolitik und Bürgerrechte, der Außenexperte Hernán Ferrero Perón für internationale Angelegenheiten und Sicherheitspolitik, Irina Morantes für die Bereiche Arbeitsmarkt, Soziales und Gesundheit sowie Bremante für die Wirtschafts- und Steuerpolitik. Orrieva selbst zeichnete für die Bereiche Bildung, Zukunftstechnologien und Umwelt verantwortlich und wurde deutlich als Star und Chef des Quintetts präsentiert.
Zurück in der Regierung (2006-2012)
Auch wenn die UDS nachwievor von alten Wahlergebnissen jenseits der 8 Prozent weit entfernt war, zahlte sich die politische Wechselstimmung für die deutlich bescheidener auftretenden Liberalen aus, die sich auf 5,7 Prozent der Stimmen verbessern konnten und damit die beiden vordersten Wahlziele: stabile parlamentarische Vertretung und Regierungsbeteiligung in einer Koalition des Wechsels verwirklichen konnten. Nachdem die Partei bereits vor den Wahlen keinen Hehl daraus gemacht hatte, im Notfall auch mit den Rechten gehen zu wollen, konnte die Beteiligung an einer von der rechtspopulistischen PSP tolerierten Minderheitsregierung relativ reibungslos durchgesetzt werden.
Hernán Ferrero Perón – als „Mr. Europe“ der sagradischen Liberalen und deutlicher Kritiker der Rechtspopulisten bekannt – sollte als neuer Außenminister die Kontinuität in der Außenpolitik der UDS und Sagradiens garantieren. Ferrero Perón trat damit in die Fußstapfen der ehemaligen Chefdiplomaten Carles Méndez-León, Lorenzo Estrubal und Victor António Anghés, die über einen Zeitraum von insgesamt 25 Jahre hinweg sagradische Außenpolitik im Zeichen des UDS-Logos geprägt hatten. Orrieva wurde in der Regierung Luisanto zum selbst ernannten „Innovationsminister“ für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie zum zweiten Vizepremier berufen, Benita Hubner sollte als neue Justizministerin das bürgerrechtsliberale Image schärfen und zugleich ein liberales Gegengewicht zum selbst nicht am Kabinettstisch vertretenen Bündnispartner De la Pênia bilden, eine Konstellation, die Konfliktpotenzial barg.
Die Zeit der ersten Regierung Luisanto sollte die UDS nochmals an den Rande ihrer Existenz bringen. Hatte die konservative PPC unter Ánibal Luisanto seit 2002 als Garantiemacht der UDS gewirkt und diese auf diesem Weg weitestgehend vereinnahmt, so zeigte sich Luisanto nun als Bedrohung für das Bestehen der Demokratischen Union. Zunächst einmal ging die Regierung Luisanto daran, die seit Jahren von der UDS betriebene neoliberale Umgestaltung der sagradischen Wirtschaft zu forcieren. In der Medienpolitik gelang es der Partei zudem, die weitreichenden Pläne der Konservativen im Bündnis mit Präsident António Grande Illega zurückzuweisen und schließlich scheitern zu lassen. Doch in der sonstigen Bürgerrechtspolitik zog die kleine UDS den Kürzeren und erwies sich als wenig durchsetzungsstark, manche sagten auch: willensschwach. Die Sicherheitsgesetze und die verschärften Einwanderungsgesetze der Regierung trugen deutlich die Handschrift der Konservativen und der Rechtspopulisten, der liberale Pol der Regierung – in Wirtschaftsfragen dominant – wurde in Fragen der Bürgerrechte deutlich majorisiert. Teile der UDS wollten dies nicht mitmachen und wurden zu einer Keimzelle für die neue Parteigründung der zentristischen UDC. Vier der zwanzig demokratischen Kammerabgeordneten traten bereits im Frühjahr 2007 aus Protest gegen die Ausländergesetze der neuen Regierungskoalition aus der Fraktion aus und kündigten der Regierung ihre Unterstützung auf.
Als die Regierungkoalition Luisanto bis Sommer 2009 schrittweise ihre parlamentarische Mehrheit verlor, blieb die UDS-Führung geschlossen an der Seite des PPC. Vor den vorgezogenen Kammerwahlen 2009 erneuerte Ánibal Luisantos sein bereits 2006 geäußertes Angebot zur Aufstellung einer gemeinsamen Wahlliste der verbliebenen Regierungskräfte. Die UDS-Führung lehnte den Vorschlag ab und bestand auf eine eigenständige Kandidatur. Lediglich eine kleine Gruppe vom rechten UDS-Flügel um Luca Bremante folgte gegen den Willen der Parteiführung und schloss sich Luisanto an. Bremante, der bereits 2007 vor allem aus Trotz gegen seine Nichtnominierung im Kabinett Luisanto seine Ämter niedergelegt hatte, verließ mit seinem Liberalen Forum die Partei und überließ damit Orrieva das Feld. Mit dem Schlagwort der „voce cívica“ knüpfte die UDS erneut an Orrievas Konzept der Bürgerpartei an und präsentierte sich zugleich mit einer stärker linksliberalen Akzentsetzung (Bildung, Bürgerrechte, Europa) in unmittelbarer Konkurrenz zur UDC und den neuen Radikalen, im Wahlprogramm war diese Akzentsetzung jedoch nicht vorherrschend. Stattdessen zeigte sich die UDS wieder als liberale Partei im klassischen Sinn und stand fest zum Bündnis mit der erweiterten PPC.
Aus den vorgezogenen Neuwahlen im November 2009 ging die UDS unter Orrieva mit 4,5 Prozent der Stimmen geschwächt hervor, konnte das befürchtete Scheitern an der Dreiprozenthürde aber verhindern. Luisantos Volkspartei kam auf 35,6 Prozent, womit die bürgerliche Rumpfkoalition eine eigene Mehrheit verpasste, gegenüber dem linken Oppositionslager aber gestärkt hervorging. Luisanto lud die UDS zur Fortsetzung der gemeinsamen Koalition ein. Parlamentarisch war die neue Minderheitsregierung aus PPC und UDS nach wie vor von De la Pênias Rechtspopulisten abhängig. Die UDS hatte damit sowohl ihre organisatorische Eigenständigkeit als auch ihre Regierungsbeteiligung gewahrt, doch blieb die UDS gegenüber der PPC schwach und ihre politischen Aussichten düster.
In der neuen Regierung übernahm Luca Orrieva das Wirtschaftsministerium, Benita Hubner blieb Justizministerin. Das Außenministerium musste an die Konservativen abgegeben werden, im Gegenzug wurde der bisherige Amtsinhaber Hernán Ferrero Perón als neuer sagradischer Vertreter in der EU-Kommission vorgeschlagen. Dort übernahm er im Januar 2010 die Zuständigkeit für die Innenpolitik.
Allgemein wurde von der UDS erwartet, sich innerhalb der neuen Koalition stärker als bisher als bürgerrechtsliberale Kraft zu präsentieren und zugleich mit Orrievas neuer Aufgabe wirtschaftspolitische Akzente zu setzen, zumal auch der parteilose Finanzminister Cordill als den Liberalen nahestehend angesehen wurde. Andererseits war das Gewicht der UDS gegenüber der Volkspartei so gering geworden, dass viele UDS-Politiker eine schleichende Übernahme der UDS durch die Volkspartei befürchteten.
Parlamentswahl 2013 und Gang in die Opposition
Derweil brachten sich in der nationalen Partei die Gegner Luca Orrievas in Stellung, die eine Ablösung des Vizepremiers im obersten Parteiamt vorbereiteten. Die fehlenden Alternativen zum medienwirksamen Orrieva sollten nun gefunden werden. Im Frühjahr 2010 formierte sich mit der Iniciativa Liberal (IL) ein parteiinternes Gegenbündnis, das auf ein radikal-liberales Programm setzte und heftig die Abhängigkeit der UDS von Luisantos Konservativen kritisierten. Bei den beiden Regionalwahlen des Jahres 2010 in der Region Semestina und in Sarmay trat die UDS als eigenständige Kraft an und konnte sich stabilisieren, verfehlte in beiden Regionen aber aufgrund des schlechten PPC-Ergebnisses die Regierungsbeteiligung. Nachdem sich die UDS zwischenzeitig wieder stabilisiert hatte, mehrten sich seit 2011 im Zuge der europäischen Schulden- und Währungskrise innerparteiliche Auseinandersetzungen um die geeignete Politik in der Euro-Frage. Zunehmend zeigte auch Orrieva in dieser Frage Nerven und tat sich schwer, die milliardenschweren Transferzahlungen an Griechenland und andere Entscheidungen der Regierungskoalition in der eigenen Partei durchzusetzen.
Auf dem Parteitag der Liberalen im Frühjahr 2011 kam es schließlich zum offenen Putsch der radikal-liberalen Opposition gegen die Parteiführung Orrieva. Als Anführer der Opposition trat der Journalist Marcelo Venizelos auf, der die Regierungspolitik heftig kritisierte und forderte eine "neue Wachstumspolitik", sprach sich für ein neues Steuersystem nach Vorbild der "Flat-Tax" aus und übte vor allem Kritik an der Euro-Politik der Regierung. Von Orrievas Umfeld wurde ihm daher Populismus und Europa-Feindlichkeit vorgeworfen. Venizelos' Versuch, einen europakritischen Antrag gegen den Willen der Parteiführung durchzusetzen, scheiterte schließlich aber knapp, woraufhin der Putsch als gescheitert angesehen wurde. Im Falle einer Niederlage seines Gegenantrags hatte Orrieva seinen Rückzug aus der Parteispitze angekündigt.
Trotz dieser Probleme kam Orrievas Ankündigung schließlich überraschend, bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013 auf die Spitzenkandidatur seiner Partei zu verzichten. Stattdessen schlug er die medienwirksame Parteisekretärin Beatrice Iniagui für diese Position vor, die als parteiinterner Gegnerin der Gruppe um Venizelos angesehen wird. Nach ihrer Wahl zur Spitzenkandidatin der UDS erklärte Iniagui, in einer künftigen Regierung als Vizepräsidentin das eigene Profil der Partei stärker betonen zu wollen. Ein mögliches Ministeramt ließ sie aber offen, ebenso die Frage, ob Luca Orrieva weiterhin zur Regierungsmannschaft gehören werde. Den Wahlkampf führte die Partei unter dem Motto "Ideen für ein liberales Sagradien". In europapolitischen Fragen setzte sich die Partei für einen Kurs der Konsolidierung und für eine Verantwortung der Staaten für ihre eigene Wirtschafts- und Finanzpolitik ein.
Die Parlamentswahl 2013 endete für die UDS schließlich zwiespältig. Zwar konnte sich die Partei unter Iniaguis und Orrievas gemeinsamer Führung auf 5,4 Prozent der Stimmen verbessern, die gemeinsame Mehrheit der Mitte-Rechts-Parteien ging jedoch verloren.
Führungswechsel
Kurz nach der Wahl kündigte Luca Orrieva seinen baldigen Rückzug aus der Parteispitze an und schlug Beatrice Iniagui für ein Führungsamt in der Partei vor. Auf dem Parteitag der UDS im Dezember 2013 wurde Iniagui schließlich ohne Gegenkandidaten zur neuen Parteivorsitzenden der UDS gewählt. Sie ist die erste Frau in diesem Amt. Neuer Parteisekretär wurde der ägyptisch-stämmige Abgeordnete Abdurahim Kader.
Unmittelbar infolge des Parteitags erklärte Parteirebell Marcelo Venizelos seinen Austritt aus der UDS und gründete die neue radikal-libertäre Partei LIBER (Liberal, Eurorealista, Reformista), der sich aber nur ein kleiner Teil der UDS anschloss.
Politische Ausrichtung
Die UDS ist seit ihrer Gründung eine liberale Partei und gehört als Gründungsmitglied der Europäischen Liberalen Partei sowie der Liberalen Internationale an.
Bei ihrer Gründung in den 1950er Jahren war die Demokratische Union der Versuch, die wirtschaftsliberalen, nationalliberalen und sozialliberalen Strömungen in Sagradien in einer Partei zu vereinen. Unmittelbar nach Gründung des Wahlbündnisses spaltete sich aber bereits eine linksliberale Minderheit von der Radikalen Partei ab und bildete die Partei der Radikaldemokraten.
Seit ihrer Gründung verfolgte die UDS einen stark wirtschaftsliberalen Kurs und trat für eine freie Marktwirtschaft, einen starken Mittelstand und freies Unternehmertum ein. Sie befürwortete die NATO-Mitgliedschaft des Landes und die Partizipation des Landes in der Europäischen Union. Seither gehört die Partei zu den europafreundlichsten Parteien des Landes. Unter der langjährigen Führung von Luca Orrieva (2001-2013) unterstützten die Unionsdemokraten den sogenannten "Krieg gegen den Terror", die NATO-Einsätze in Kosovo und Afghanistan und die amerikanische Invasion im Irak 2003. Die Partei befürwortete zudem den Europäischen Verfassungsvertrag und den Beitritt der Türkei zur Europäischen Union.
In der Wirtschafts- und Sozialpolitik trat die UDS in den 1990er und 2000er Jahren für einen Abbau staatlicher Regulierung und für freien Handel sowie für eine Reform des Wohlfahrtsstaats ein. Zudem legte die Partei großen Wert auf Bildungspolitik und setzte sich für eine Reallokation staatlicher Mittel in die Bildung ein.
Die Unionsdemokraten befürworteten die Einführung einer staatlich geförderten Lebensgemeinschaft für Homosexuelle ein. Die Partei setzt sich für Gleichberechtigung von Frauen ein, lehnt aber staatliche Quotierungen ab. Die Partei ist dafür, wissenschaftliche Stammzellforschung zu ermöglichen. Eine Legalisierung illegaler Drogen lehnt die Partei aber aus unterschiedlichen Gründen ab.
Wählerschaft
Die Liberalen haben ihre Kernwählerschaft traditionell im Mittelstand, im Handwerk und unter Unternehmern und Besserverdienenden. Die Partei wird zudem überproportional von Wählerinnen und Wählern ohne kirchliche Bindung und mit säkularer Ausrichtung sowie von christlichen Minderheiten gewählt, schneidet aber bei gläubigen Katholiken und Muslimen unterdurchschnittlich ab.
Vorfeldorganisationen
Die Jugendorganisation der UDS heißt Junge Demokratische Union (UDJ), tritt seit 2009 aber nur noch als Jovenes Democráticoes auf. Die Jungdemokraten arbeiten eng mit mit dem Studentenverband Unión de Estudiantes Democráticoes, Republicanoes i Liberales (UEDRL) zusammen. Die Fundación Aliureto Fernandez ist eine der UDS nahestehende politische Stiftung. Die UDS-Abgeordneten im europäischen Parlament gehören der ALDE-Gruppe an, die UDS ist zudem Mitglied der Liberalen Internationale sowie der ELDR, zu deren Gründungsmitgliedern die Partei im Jahr 1976 gehörte.
Führungspersonen
Parteivorsitzende der UDS
- 1961-1970: Carles Méndez-León
- 1970-1989: Lorenzo Estrubal
- 1989-1992: Angel Ribero
- 1992-1995: Mário González Bahamonte
- 1995-2001: Victor António Anghés
- 2001-2013: Luca Orrieva
- seit 2013: Beatrice Iniagui
Parteisekretäre der UDS
- 1978-1982: Luca Bremante
- 1982-1983: Daniel Argente
- 1983-1986: Angel Ribero
- 1987-1992: Rodrigo Gonzales
- 1992-1996: Hernán Ferrero Perón
- 1996-1998: Alexandro Caravel
- 1998-2001: Luca Orrieva
- 2001-2006: Irina Morantes
- 2006-2009: Martín Merrivo
- 2009-2013: Beatrice Iniagui
- 2013-2015: Abdurahim Kader
- seit 2015: Ruis Montanier
Fraktionssprecher der UD/UDS in der Abgeordnetenkammer
- 1954-1955: Carles Méndez-León (UD/UDR)
- 1955-1962: Stefano Grâu Deixú (UD/PLS)
- 1962-1964: António Miquel Verón
- 1964-1967: Lorenzo Estrubal
- 1967-1975: Gustavo Toller
- 1975-1977: Carles Domínguez-Corell
- 1977-1978: Bernardo Debelún
- 1978-1982: Carles Domínguez-Corell
- 1982-1995: Mário González Bahamonte
- 1995-1998: Angel Ribero
- 1998-2007: Luca Bremante
- 2007-2015: José Luis Deán
- seit 2015: Abdurahim Kader
Die Demokratische Union bei Wahlen
Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen
| Wahljahr | - | Wahlliste | Stimmanteil | Sitze / gesamt | Spitzenkandidat | |
| 1954 | UD | 11,9 % | 61 / 511 | kein Spitzenkandidat | ||
| 1958 | UD | 9,7 % | 50 / 511 | Carles Méndez-León | ||
| 1962 | UDS | 9,4 % | 51 / 511 | Carles Méndez-León | ||
| 1963 | UDS | 10,2 % | 55 / 511 | Carles Méndez-León | ||
| 1967 | UDS | 9,5 % | 50 / 511 | Carles Méndez-León | ||
| 1970 | UDS | 7,3 % | 40 / 511 | Carles Méndez-León | ||
| 1974 | UDS | 8,3 % | 45 / 511 | Lorenzo Estrubal | ||
| 1976 | UDS | 10,1 % | 54 / 511 | Lorenzo Estrubal | ||
| 1978 | UDS | 8,5 % | 45 / 511 | Lorenzo Estrubal | ||
| 1982 | UDS | 12,8 % | 70 / 511 | Lorenzo Estrubal | ||
| 1986 | UDS | 10,5 % | 56 / 511 | Lorenzo Estrubal | ||
| 1990 | UDS | 8,9 % | 47 / 511 | Angel Ribero | ||
| 1994 | UDS | 8,9 % | 49 / 511 | Luca Bremante (nach politischer Affäre verzichtet) | ||
| 1998 | UDS | 3,7 % | 19 / 511 | Victor António Anghés | ||
| 2002 | UDS | 4,5 % | 23 / 511 | Luca Orrieva | ||
| 2006 | UDS | 5,7 % | 30 / 511 | Luca Orrieva | ||
| 2009 | UDS | 4,5 % | 24 / 511 | Luca Orrieva | ||
| 2013 | UDS | 5,2 % | 28 / 511 | Beatrice Iniagui | ||
| 2017 | LIB | 6,3 % | / 511 | Beatrice Iniagui |





