Cuentez
Autonome Region Cuentez | |||||||
Flagge |
Wappen | ||||||
| Amtssprache | Sagradisch, Cuentezisch | ||||||
| Hauptstadt | Diegue (cuent. Dièghe) | ||||||
| Provinzen | 1 | ||||||
| Fläche | 4.393 km² | ||||||
| Einwohnerzahl | 1.216.781 Millionen (Stand: Dezember 2015) | ||||||
| Regierungschef | Presidente-Gobernador Luis Couarís (ASUL) | ||||||
Cuentez (cuentezisch Cüentiz) ist die größte Insel im Blauen Meer. Zusammen mit einigen kleineren vorgelagerten Inseln bildet Cuentez eine Region und Provinz Sagradiens und besitzt ein Autonomiestatut. Regionalhauptstadt und zugleich größte Stadt der Insel ist Diegue (cuent. Dièghe). Weitere bedeutende Städte sind Del Piey (Del Pièy), Allécapo (Alècapu) und Péçano (Pècenu).
Cuentez gilt als wichtige Tourismusregion und ist ein attraktives Reiseziel vor allem für Badetouristen.
Als gleichberechtigte Amtssprachen der Inselregion gelten die Sagradische Sprache ebenso wie das Cuentezische, eine einheimische Varietät des Blaumeerromanischen.
Geschichte
In vorrömischer Zeit bildete die Insel ein wichtiges Zentrum der sagrischen Kultur. Der Name Piyäer für einen wichtigen sagrischen Stamm leitet sich wahrscheinlich von der Stadt Piyes ab, dem heutigen Del Piey.
Die Römer nannten die Insel Quinctisia und verwalteten sie von Tulisium aus als Teil der Provincia Sisinia. In nachrömischer Zeit wurde Cuentez nacheinander von Alkonen, Numerern und Herkanden eingenommen und gehörte im frühen Mittelalter zum Herkandenkönigreich von Kont.
Im Laufe des Mittelalters konnte sich die Insel eine weitgehende Unabhängigkeit sichern und wurde von Vögten regiert, die aus dem einheimischen Adel stammten und de facto wie unabhängige Herren regierten. Einem von ihnen, Tûlio del Castre, gelang es im 12. Jahrhundert, große Teile der Insel sowie Teile des mikolinischen Festlandes zu erobern, den Fürstentitel anzunehmen und so das souveräne Fürstentum Cuentez zu begründen. Zwar fiel sein Reich bereits nach seinem Tod wieder auseinander, jedoch trugen auch seine Nachkommen den Titel eines Fürsten von Cuentez, obwohl der Großteil der Insel vom Comitat Tulis regiert wurde, das 914 einen Stützpunkt in Del Piey begründet hatte und von da aus seinen Einfluss auf das Hinterland ausweiten konnte. 1248/49 nahmen die Tulinesen die gesamte Insel in Besitz, wurden 1274 aber durch Erresi II. del Castre vertrieben.
Laurenç del Castre konnte bis 1325 noch einmal größere Teile der Insel erobern, seine Herrschaft wurde auch vom mikolinischen König anerkannt. Nach seinem Tod fiel der Fürstentitel an das südmikolinische Adelsgeschlecht der Exeveste. Mit Heinrich III. von Exeveste gingen die Cuentezer eine enge Allianz mit dem sagradischen Königshaus der Sántori ein. Ihm folgten nach seinem Tod 1550 seine beiden Söhne Heinrich IV. und Karl I. nach, letzterer Ehemann von Eleonore von Santori, der Tochter Davids I. und Halbschwester Königin Johannas I. von Sagradien. Über deren Tochter Maria Renata von Cuentez und ihren Sohn Maximilian I. von Cuentez ging das Fürstentum an eine Nebenlinie des Hauses Sántori über.
Unter den Sántori-Fürsten geriet die Insel zunehmend in Abhängigkeit zum Königreich Sagradien, das seit 1457 durch die Sántori regiert wurde. Nach dem Sagradischen Bürgerkrieg wurde der cuentesische Prinz Johann III. Franz 1723 Prinzregent der Sagradischen Republik. Durch die Ehe mit Marie-Louise von Valier, die 1730 als Maria I. den sagradischen Thron bestieg, wurde Cuentez de facto Teil des sagradischen Königreichs, ehe 1765 schließlich die Realunion vollzogen wurde.
Im Zuge des Napoleonischen Kriegs von 1808-1813, in dem Sagradien zum französischen Kaiser hielt, wurde Cuentez durch mikolinische Truppen besetzt und wurde in der Folge zum Zufluchtsort zahlreicher anti-napoleonischer Oppositioneller aus dem sagradischen Hochadel. 1812 tagten in Diegue die Cortes von Diegue, die eine liberale Verfassung erarbeiteten. Auf dem folgenden Wiener Kongress wurde die Insel im Tausch gegen den Großteil Golens wieder an Sagradien zurückgegeben, im Laufe der Golenkriege aber wieder zeitweise von mikolinischen Truppen besetzt. Der Konflikt schwelte auch nach der Vertreibung der mikolinischen Truppen weiter und wurde endgültig erst in den Golenverträges von 1955 beigelegt, in denen Mikolinien endgültig auf Cuentez verzichtete.