Partit Comuniste Micoline
Partit Comuniste Micoline (kurz PCM, deutsch Micolinische Kommunistische Partei, KPM) ist der Name der kommunistischen Partei in Micolinien. Die KPM ging aus der alten Sozialistischen Partei Micoliniens (PS) hervor und nahm nach einer Hinwendung der Sozialisten zur Kommunistischen Internationale und der Abspaltung des reformistischen Flügels in der PDS 1920 ihren heutigen Namen an. Die PS war 1914 stärkste Partei in Micolinien geworden. Bei der Parlamentswahl 1921 erreichte die PCM erneut die meisten Stimmen und wurde so zur stärksten kommunistischen Partei Westeuropas.
1922 verboten, blieb die KPM auch im Untergrund aktiv und führte die Opposition zum faschistischen Ulisse-Regime an. Nach dessen Ende 1948 wurde die KPM wieder zugelassen. Die neue Parteiführung rekrutierte sich zum einen Teil aus der Londoner Exil-KP und zum anderen Teil aus dem Kommunistischen Untergrund (Bündnis Rote Revolution). An der ersten freien Regierung unter dem Sozialisten Antoni Piël beteiligt, wurde die PCM bei den ersten freien Wahlen 1948 mit rund 15% der Stimmen überraschend nur dritte Kraft hinter Christdemokraten und Sozialisten und ging in die Opposition. Nach weiteren Rückschlägen konnte erst eine Abwendung von Moskau und eine Annäherung an die Sozialisten 1959 einen Aufschwung verursachen, der zur Bildung einer sozialistischen Minderheitsregierung unter Luvis Blum-Saël führte, welche von den Kommunisten toleriert wurde. Bis 1965 hielt dieses erste reine Linksbündnis der Nachkriegszeit, die zahlreiche Sozialisierungen vornahm und eine klare anti-europäische Isolationspolitik betrieb. In der Opposition konnten die Kommunisten wieder langsam erstarken und erreichten 1976 wieder fast 15% der Stimmen, größere Erfolge waren ihr aber nicht mehr beschieden. Für die eurokommunistische Linie der Partei in diesen Jahren war vor allem der langjährige KP-Sekretär Fernand Arestit (1955-1978) verantwortlich. Nach einem guten Ergebnis bei der Parlamentswahl 1984 ging die KP zwar zunächst in die Opposition gegenüber der großen Koalition unter Stefan Casagre, tolerierte nach deren Bruch 1987 aber eine neue sozialistische Minderheitsregierung unter Antoni Sagrand (PSL), die 1988 bereits wieder ihre Mehrheit verlor. Der Zusammenbruch des sozialistischen Ost-Blocks und der UdSSR führte im Jahr 1990 zur Spaltung der KPM in einen postkommunistischen Flügel (PSM) und eine altkommunistischen Flügel, der weiterhin unter dem Namen PCM firmierte. Die Spaltung führte zu einer extremen Schwächung der KP, die seitdem nicht mehr über 4% der Stimmen hinauskam.
Bei den Europawahlen 2009 trat die PCM erstmals wieder bei einer landesweiten Wahl im Bündnis mit der PSM an und konnte als Teil der linken Einheitsliste „l’Esquert“ mit golischen Grünen und anderen Linksparteien 6,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Bei den Parlamentswahlen 2010 wurde dieser Erfolg wiederholt. Die vereinigte Linke ERV holte einen Stimmenanteil von 7,6 Prozent und wurde damit die viertstärkste Kraft im neuen Parlament. Nach dem Eintritt der micolinischen Grünen in die neue sozialistisch-christdemokratische Koalitionsregierung sieht sich das Linksbündnis als einzige glaubwürdige Kraft der micolinischen Linken.
Die PCM tritt traditionell nicht in Golen an. Die dortige Schwesterpartei ist die Partet Comunist Gools (PCG). Die PCM unterhält einen eigenen assoziierten Gewerkschaftsverbund (Coalitió General Lavorator, CGL) sowie eine Jugendorganisation (Comunistes Jovenes, CJ). Wie die PSM gehört auch die PCM heute der „Europäischen Linken“ und der GUE/NGL-Fraktion im Europaparlament an.
Generalsekretäre der PCM seit 1948:
- 1948-1955: Henrique Barros
- 1955-1978: Fernand Arestit
- 1978-1985: Gustav Monet
- 1985-1993: Paul Joann Emile
- 1993-1994: Hernand Ferrer
- 1994-1999: Ludovic Capera
- 1999-2004: Maria Ann Faber
- 2004-2007: Hernand Ferrer
- Seit 2007: Cornèle Breix