Ambristal und Celiso

Aus Sagradien
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Ambristal und Celiso (sagr. Valles d'Ambrís i de Celiso, gol. Valjs d'Embrìse i de Cilìse, kurz meist Lus Valjs) ist eine Autonome Region im äußersten Westen Sagradiens an der Grenze zu Mikolinien und mit rund 200.000 die kleinste der Regionen Sagradiens.

Die Autonome Region wird gebildet durch zwei territorial getrennte Gebiete. Als Ambristal (gol. Valj d'Embrìse) werden eine Reihe benachbarter Gebirgstäler in den golischen Konsetten zusammengefasst, die am Lauf des Riu d'Ambrís gelegen sind und bei Pexace in den Fluss Peixa münden. Das Celisotal (Valj de Cilìse) wiederum am Nordrand der golischen Konsetten bildet eine Exklave und ist durch die mikolinische Region Golen sowie durch die sagradische Region Oberskanten vom Ambristal getrennt.

Der amtliche Titel der Region lautet Autonome Region Ambristal und Celiso (sagr. Región Autónoma dels Valles d'Ambrís i de Celiso, gol. Reixòu Outònome de lus Valjs d'Embrìse i de Cilìse).

Bevölkerung und Kultur

Peixalauf, Ambristal und Celistal, kollektiv als (golisch) lus Valjs bzw. (sagradisch) ils Valles bezeichnet, gehören zur historischen Landschaft Golen und zum golischen Sprach- und Kulturraum. Neben Sagradisch gilt daher auch das Golische als regionale Amtssprache und wird sprachlich gefördert. In den einzelnen Tälern der Region werden eigene regionale Dialekte des Golischen gesprochen. Während golische Nationalisten die Täler traditionell als integralen Bestandteil Golens betrachten, sehen sich die Bewohner des Ambristals heute mehrheitlich als vom Rest Golens unabhängig und streben keine Vereinigung mit dem mikolinischen Teil Golens an.

Geschichte

Wie das gesamte frühere Golen waren auch die Bergtäler um Celiso, Ambris und das benachbarte Casqara lange Zeit Zankapfel zwischen der sagradischen und der mikolinischen Krone. Teil des frühmittelalterlichen Golenreichs kamen die Täler im 13. Jahrhundert zu Sagradien und wurden einem Vogt (viguer) aus dem Haus Pexace unterstellt. Im Fünfzigjährigen Krieg (frühes 15. Jahrhundert), in den Servettinischen Kriegen (spätes 15., frühes 16. Jahrhundert) und im Asumarischen Krieg (17. Jahrhundert) zeitweise mikolinisch besetzt, waren die Täler in napoleonischer Zeit Teil des Herzogtums Alagua.

Im Gegensatz zum größeren westlichen Teil Golens wurden die Täler zusammen mit der Landschaft Guillard nach dem Wiener Kongress wieder Sagradien zugeschlagen und bildeten die Landschaft Sagradisch-Golen. 1859 wurde die Provinz Escado-Gólica mit den Merías Valier, Guillard und Pexace gebildet. Das Celisotal gehörte fortan zur Provinz Altoes Consetes.

In der Golenkrise 1936 wurden große Teile des Ambristals und Celiso zeitweise von mikolinischen Truppen besetzt. Als Resultat wurden beide Gebiete 1937 aus ihren jeweiligen Provinzen herausgelöst und zur Provinz Ambristal und Celiso zusammengefasst. Die bisherige Provinz Escado-Gólica erhielt nun den Titel Escada Maritím.

Die sagradische Verfassungsreform 1949 erhob die Provinz Ambristal und Celiso schließlich als mehrheitlich golisch-sprachiges Gebiet in den Status einer Autonomen Provinz mit weitgehenden Selbstverwaltungsrechten inklusive des zugesagten Schutzes der golischen Kultur und Sprache. Nach den Golenverträgen 1955 erhielt die Autonomieregierung in Pexace auch ein weitgehendes Selbstbestimmungsrecht über die eigenen Steuern und Finanzen. Im Zuge der Verwaltungsreformen 1968 erhielt die Provinz den Status einer Autonomen Region und wurde zur Autonomen Region Valles d'Ambrís i de Celiso umbenannt.

Zwischenzeitige Bestrebungen, die Autonomie auf das ebenfalls golischsprachige osteskadische Gebiet um die Stadt Guillard auszuweiten und dieses mit Ambristal und Celiso zu einer Autonomen Region Ostgolen zu vereinigen, waren bisher ergebnislos und werden von Teilen der Politik in Ambristal und Celiso abgelehnt, die eine spezifisch ambresanische anstelle einer gesamtgolischen Identitätsbildung verfolgen.

Verwaltungsgliederung

Die Autonome Region Ambristal ist territorial und rechtlich identisch mit der früheren Provinz und der Mería Pexace. Unterhalb der regionalen Ebene stehen direkt die einzelnen Kommunen der Region. Die traditionelle Unterteilung in verschiedene Täler ist keine offizielle Verwaltungsuntergliederung, wird aber zu Raumordnungszwecken genutzt.

Wirtschaft

Die Region ist traditionell von der Landwirtschaft geprägt. Das Ambristal ist traditionell für seinen Käse sowie seine Weine international bekannt. Wichtig ist zudem der Tourismus, der eng mit dem Namen der Wintersportorte Cireal und Bearq verbunden ist. Das Ambristal ist die einzige Region Sagradiens mit einer Arbeitslosenquote von unter 4 Prozent (Stand: 1996).

Politik

Dominante Kraft in der Regionalpolitik ist die Regionalpartei Cŏalitiò Embrisàin, die als Sammlungsbewegung bürgerlich-regionaler Kräfte gelten kann. Sie wird im Parlament traditionell von der Uniò de Cilìse unterstützt, die nur im Celiso antritt. Regierungspräsident ist seit 2014 der Koalitionspolitiker Francêsq Santxaber. Er folgte auf seinen Parteifreund Pâul Gabrel Lescart, der das Amt von 1991 bis 2014 insgesamt 23 Jahre lang innegehabt hatte. Bei der Regionalwahl 2011 wurde die absolute Mehrheit der Koalitionspartei bestätigt.

Wichtigste Oppositionskraft ist das Mitte-Links-Bündnis Solidaritàit, das unter anderem Sozialisten, Grüne und linksliberale Kräfte vereint.

Liste der Regierungspräsidenten der Provinz und (seit 1968) Region Ambristal und Celiso

Von Bis Amtsinhaber Wahlen Koalition besonderes
Presidents de lu Gobern
1950 1955 Eduard Ferrinbranq (Cŏalitiò) (†) 1950, 1954 Cŏalitiò, PPC im Amt verstorben
1955 1967 Jouan Bearrsi (Cŏalitiò) 1959, 1964 Cŏalitiò, PPC (bis 1959), Uniò (seit 1959) 1955 amtierend
1967 1988 Chrèstien Florenç (Cŏalitiò) 1969, 1974, 1979, 1984 Cŏalitiò, Uniò
1988 1989 Caro Moer (Cŏalitiò) Cŏalitiò, Uniò
1989 1991 Laurenç Collà (PPS) 1989 PPS, ASUL, PRD, Uniò Outonomist
1991 2014 Pâul Gabrel Lescart (Cŏalitiò) 1991, 1996, 2001, 2006, 2011 Cŏalitiò, Uniò
2014 Francêsq Santxaber (Cŏalitiò) 2016 Cŏalitiò, Uniò