Kabinett Santiago

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Das Kabinett Santiago war die erste Regierung einer sozialistisch-liberalen Mitte-Links-Koalition aus der sozialistischen ASUL, der linksliberalen PRD und der liberalen UDS. Die Regierung unter der Führung des ASUL-Generalsekretärs António Santiago bezeichnete sich selbst als Bloco de Progreso und beendete bei ihrem Amtsantritt im Februar 1964 die bis dahin 15 Jahre andauernde Vorherrschaft der christdemokratisch-konservativen Rechten. Sie war zudem die erste Regierung seit Gründung der Dritten Republik, der weder die konservative CSD noch ihre Vorgängerpartei PCC angehörte.

Die Vorgängerregierung der so genannten Großen Koalition aus konservativer CSD und sozialistischer ASUL hatte kein Jahr bestand. Ihr schneller Zusammenbruch führte zu vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1963, aus denen erstmals die Sozialisten als stärkste Kraft hervorgingen, woraufhin deren Parteichef António Santiago den Auftrag zur Regierungsbildung erhielt. Nach schwierigen Verhandlungen mit den beiden liberalen Parteien PRD und UDS wurde er schließlich im Februar 1964 zum ersten sozialistischen Ministerpräsidenten seit mehr als fünfzehn Jahren ernannt. Seine Ministerpräsidentschaft hatte jedoch nur kurze Zeit bestand. Im Juni 1964 starb António Santiago an einem Herzinfarkt. Nachfolger wurde Iacovo Del Pérez, der die Regierungskoalition fortsetzte (siehe Kabinett Del Pérez I).

Zusammensetzung

Kabinett Santiago (ASUL, UDS, PRD), Februar 1964 - Juni 1964