Mikolinien
Das Königreich Mikolinien (micol. Règne de Micolinas, wörtlich Königreich der Mikolinien) ist eine parlamentarische Monarchie in Westeuropa. Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Landes ist Servette. Mit einer Fläche von 334.000 km² und einer Einwohnerzahl von ca. 35 Millionen gehört Mikolinien zu den zehn größten Staaten Europas. Seit 1973 ist der frühere EFTA-Staat Mitglied der Europäischen Union.
Seit 1948 ist Mikolinien ein parlamentarisch-demokratischer Bundesstaat. Zum Staatsgebiet des Königreichs gehören neben den Regionen Mikoliniens auch die Avinischen Inseln im Nordatlantik, die einen weitreichenden Autonomiestatus besitzen und kein Teil der EU sind.
Inhaltsverzeichnis
Geographie
Mikolinien ist eine Halbinsel in Westeuropa und der westliche Teil der größeren Konsettenhalbinsel. Das Land grenzt im Osten an Sagradien und San Cristo sowie ans Blaue und ans Ligrische Meer. Ansonsten ist das Land ganz vom Atlantischen Ozean umgeben. Die größten vorgelagerten Inseln sind Feiróa und Sáloa. Im Nordatlantik befinden sich die Avinischen Inseln, die einen autonomen Bestandteil des Königreichs Mikolinien mit Sonderstatus darstellen. Die mikolinische Halbinsel kann in drei Landschaften geteilt werden. Perucía, Soria und Westligre mit dem Alberischen Tiefland, dem Sorischen Plateau sowie dem Hochland von Perucía im Norden; die Litischen und Murischen Konsetten sowie die angrenzende westmikolinischen Gebirgskette in der Mitte sowie die Correrische, die Lukische und die Eraltiefebene rund um das Südmikolinische Massiv im Süden des Landes. Höchster Berg des Landes sowie höchster Gipfel der Konsetten sowie der Konsettenhalbinsel ist der 3690 Meter hohe Mont Durasq in den Hochkonsetten. Der Staat Mikolinien verfügt über eine Fläche von ca. 334.000 km².
Einwohner und Besiedlung
Mit einer Einwohnerzahl von ca. 35 Millionen ist Mikolinien nach Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Sagradien, Italien, Spanien und Polen das achtgrößte Land der Europäischen Union. Die bevölkerungsreichsten Gebiete Mikoliniens liegen im Südwesten des Landes mit der dicht besiedelten Eraltiefebene, der Metropolregion Servette sowie den südpiranischen Industriegebieten. Zudem existieren größere Ballungsräume um die Städte Albero und Luenas. Die montanischen Gebirgsregionen sowie die peruzinischen Lande im Norden der Halbinsel sind dagegen sehr dünn besiedelt.
Städte
Hauptstadt und größte Metropole des Landes ist Servette. Die Stadt gehört mit einer Einwohnerzahl von etwa 1,8 Millionen Einwohnern zu den zehn größten Städten der EU. Zweigrößte Stadt des Landes und zugleich Metropole des peruzinischen Nordens ist Albero mit einer Einwohnerzahl von etwa einer Million. Danach folgen Macedi (650.000), Nanthés (590.000), Luenas (540.000), Saséia (520.000), Plato (390.000) und Cania (350.000).
Zehn Größte Städte Mikoliniens:
- 1. Servette (1.8 Millionen Einwohner)
- 2. Albero (990.000 Einwohner)
- 3. Macedi (450.000 Einwohner)
- 4. Nanthés (390.000 Einwohner)
- 5. Luenas (340.000 Einwohner)
- 6. Saséia (320.000 Einwohner)
- 7. Plato (290.000 Einwohner)
- 8. Alagua (285.000 Einwohner)
- 9. Cania (231.000 Einwohner)
- 10. Léias (205.000 Einwohner)
Sprache
Im gesamten Staatsgebiet des Königreichs Mikolinien gilt die Mikolinische Sprache als Amtssprache. Daneben ist das Peruzinische regionale Amtssprache in den nördlichen Regionen des Landes, namentlich Ober-Perucia, Nieder-Perucia, Nord-Perucia-Westligre sowie in Soria. In der Region Golen gilt das Golische als regionale Amtssprache. Auf den Avinischen Inseln wird neben Mikolinisch die keltische Avinische Sprache gesprochen.
Daneben gibt es verschiedene Minderheitensprachen wie Sagradisch, Blaumeerromanisch und Litisch, die unter besonderem Schutz stehen.
Geschichte
siehe Geschichte Mikoliniens
Politisches System
Das Königreich Mikolinien (Règne de Micolinas) ist gemäß der Verfassung aus dem Jahr 1856 (in der revidierten Form von 1948) eine parlamentarisch-demokratische Monarchie. Der König ist Repräsentant der Monarchie und der Nationalen Einheit. In der Verfassung wird er nur als König von Mikolinien (Rè de Micolinas) bezeichnet, im Protokoll benutzt er aber u.a. die Titel Rè de Micolinas, Perucía i Gólica.
Formell ist der König zudem Oberster Inhaber der Exekutive. Diese wird de facto vom Staatsministerium (Ministère d’Estat) gebildet, das aus dem Staatsminister (Ministre d’Estat) und den Fachministern (Ministres) besteht und vom König ernannt wird. Dem König ist ein Staatsrat (Consile d’Estat) als Beratungsorgan beigegeben, der aus Mitgliedern des königlichen Hauses, ehemaligen Richtern, Beamten und Politikern besteht, die vom König ernannt werden. Mitglieder des Rates können vom König delegiert werden und in dessen Namen den Kabinettssitzungen beiwohnen. Zudem müssen Gesetze vor deren Inkrafttreten vom Staatsrat diskutiert werden.
Die Legislative besteht aus einem Zweikammerparlament (Parlament Micoline). Der Senat (Senat Reial) besteht aus 182 Mitgliedern, die zur Hälfte direkt nach dem Mehrheitswahlrecht gewählt, zur Hälfte durch Verhältniswahl von den Regionalparlamenten delegiert werden. Die Abgeordnetenkammer (Camra-Deputate) mit 351 Mitgliedern wird direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt, wobei eine Sperrklausel von 4% der Stimmen auf regionaler Ebene zur Anwendung kommt. Die Legislaturperiode der beiden Kammern dauert vier Jahre. Beide Kammern können vom König vorzeitig, jedoch nur gemeinsam aufgelöst werden. Sie können sich durch Mehrheitsbeschluss auch selbst auflösen. Das Staatsministerium bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer und kann durch Misstrauensvotum gestürzt werden.
Der höchste Gerichtshof ist der Cort Suprème de Micolinas. Daneben existiert ein oberster Verwaltungsgerichtshof (Cort Suprème de Administratió).Zur Kontrolle der öffentlichen Verwaltung ist ein Ombudsmann tätig, der als Defensor Cívic bezeichnet wird und vom Senat für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt wird.
Mikolinien erfüllt einige Kriterien einer Konsens-Demokratie nach dem Konzept von A. Lijphart. Dazu gehören der föderale Staatsaufbau, das nahezu unbeschränkte Verhältniswahlrecht bei Wahlen zur Abgeordnetenkammer, die bikamerale Legislative sowie die feste Verfassung. Die meist aus mehreren Parteien zusammengesetzte Exekutive richtet sich in ihrer Zusammensetzung zudem nach einer inoffziellen Quote, um die nationalen Minderheiten und Regionen einzubeziehen. So gibt es ungeschriebene Quoten für Golen und Peruziner.
Parteien
Hauptartikel: Mikolinisches Parteiensystem
Mikolinien war über viele Jahrzehnte hinweg von einem Fünfparteiensystem geprägt. Stärkste und zeitweise dominante Partei war die christdemokratische Zentrumspartei (CDM), die mit der etwa gleich großen sozialdemokratischen Arbeispartei (PSL) konkurrierte. Wichtiger Bündnispartner der Christdemokraten war dabei lange Zeit die liberale PDL. Sowohl die Kommunisten auf der Linken als auch die nationalistische PNL auf der Rechten waren weitgehend von der politischen Teilhabe ausgeschlossen. Erst mit der Spaltung der Liberalen 1979 und der Etablierung der konservativ-liberalen UPD sowie dem Auftreten der Grünen hat sich dieses Bild verändert.
Auf nationaler Ebene existieren derzeit drei größere Parteien: Die christdemokratische Zentrumspartei CDM, die sozialistische Arbeitspartei PSL sowie die rechtsliberale Volksunion UPD. Daneben ist eine Reihe kleinerer Parteien wie die Grüne Liste, die Kommunistische Partei Mikoliniens, die linksliberale Democratia Libral und die rechtsgerichtete PNL-PLM von Bedeutung. In Golen dominieren mit der zentristischen Volkspartei und der sozialdemokratischen Nationalpartei zwei starke nationalistische Parteien, während als Regionalpartei des peruzinischen Nordens der Bloq Perucín eine Rolle spielt. Zudem besteht in Litica-Paes Montane auf regionaler und kommunaler Ebene die agrarische Partit Montane. Auf den Avinen konkurrieren mit der linksnationalistischen Unabhängigkeitspartei und der liberal-unionistischen Koalitionspartei zwei regionale Parteien der linken und der rechten Mitte.
Verwaltungsgliederung
Das Königreich Mikolinien ist ein Bundesstaat bestehend aus 17 Regionen.
- Alto Conte (Oberkont), Hauptstadt: Mont Sinicia
- Alto Perucía (Oberperucia), Hauptstadt: Alessa
- Baiso Perucía (Niederperucia), Hauptstadt: Albero
- Conte-Tinagua (Kont-Tinagua), Hauptstadt: Tinagua
- Correra, Hauptstadt: Marbore
- Fanata, Hauptstadt: Saseia
- Feiroa, Hauptstadt: Feiroa-Citat
- Golica (gol. Gŏole, Golen), Hauptstadt: Alagua (gol. Elaque)
- Litica-Paes Montane (Litien-Bergland), Hauptstadt: Cania
- Lonea, Hauptstadt: Luenas
- Lucia (Lukien), Hauptstadt: Macedi
- Nort Perucía - Ligre Ovest (Nordperucia-Westligre), Hauptstadt: Luagua
- Piranía (Piranien), Hauptstadt: Nanthés
- Saloa (Salua), Hauptstadt: Sant Roque
- Servette-Capital (Hauptstadtregion Servette), Hauptstadt: Servette
- Soria, Hauptstadt: Santa Maria de Soria
- Voraneiy, Hauptstadt: Santéi
Die Regionen sind wiederum in verschiedene Verwaltungsbezirke unterteilt, die je nach Region unterschiedlich benannt sind (Provinzen, Distrikte, Viguers). Die höchste Verwaltungseinheit unterhalb der Regionen wird amtlich als Regionale Verwaltungs-Einheit (Entitat Regional Administratif, ERA) bezeichnet. Die ERAs sind weitestgehend mit den alten zentralstaatlichen Verwaltungsbezirken identisch und in einigen Regionen lediglich statistischer Natur. So tragen beispielsweise die mikolinischen KFZ-Kennzeichen das jeweilige ERA-Kürzel. Die Regionen Saloa, Feiroa, Servette-Capital und Soria sind mit der entsprechenden ERA identisch.
Neben den Regionen gehören zum Königreich Mikolinien als Entitates Especials die beiden Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Blauen Meer. Diese gehören keiner Region an, sondern unterstehen direkt der Krone. Sie genießen eigene Autonomierechte, sind aber kein gleichberechtigtes Subjekt der Föderation. Die Avinischen Inseln im Nordatlantik besitzen seit 2000 den Status eines komplett selbstverwalteten Gemeinwesens unter der Krone Mikoliniens, dessen lediglich auswärtigen und militärischen Angelegenheiten vom Königreich Mikolinien wahrgenommen werden.
Geschichte des Föderalismus in Mikolinien
Die mikolinische Monarchie war bis 1948 als Einheitsstaat verfasst. Besonders zu Zeiten des Ulisse-Regimes wurde ein exzessiver Zentralismus gepflegt. Erst nach dem Ende des Regimes 1948 definierte die neue demokratische Verfassung die Monarchie als Bundesstaat und erhob die bereits vorher bestehenden Regionen zu Gliedstaaten.
Heute besteht Mikolinien aus 16 solcher Regionen. Jedes der 16 Glieder verfügt über ein eigenes Regionalstatut. Obwohl Mikolinien als föderale Monarchie verfasst ist, gibt es auch zentralstaatliche Elemente. Es gibt keinen Mechanismus für einen Austritt einer Region aus der Union, dagegen kann der Zentralstaat eine regionale Regierung suspendieren, wenn sie gegen die Verfassung verstößt. Außerdem können die Regionen über territoriale Veränderungen und Zusammenschlüsse nicht autonom entscheiden. Der mikolinische Föderalismus wird daher auch als schwacher Föderalismus bezeichnet.
In der jüngeren Vergangenheit gab es Versuche, die Regionen des peruzinischen Nordens zu einer großen Region Perucía zusammenzuschließen, um ein Gegengewicht gegen die einwohner- und wirtschaftsstarken Regionen des Südens zu bilden. Dies konnte bisher allerdings nicht durchgesetzt werden. Dennoch haben sich die Regionen Soria, Ober- und Niederperucia sowie Nordperucia-Westligre 1993 zur Peruzinischen Gemeinschaft (Comunitat Perucina, peruz. Comuntait Perucín) zusammengeschlossen, die als interregionale Gemeinschaft (Comunitats Inter-Regionals) gemeinsame politische Maßnahmen koordiniert. Darunter fallen vor allem die Kultur- und Wirtschaftspolitik. Als gemeinsame Organe bestehen der Peruzinische Rat (Consile Perucine, peruz. Consell Perucín), der aus delegierten Mitgliedern der Regionalparlamente besteht, sowie der Gemeinsame Ausschuss (Comisió Coniunta, peruz. Comisiò Coxunt), bestehend aus Präsidenten und Fachministern der Regionen. Jedoch nehmen nicht alle Regionen, v.a. Nordperucia-Westligre, in gleichem Umfang an der gemeinsamen Politik teil. .
Außerdem gibt es in Golen und in geringerem Ausmaß auch im peruzinischen Norden Bestrebungen, den bisher symmetrischen Föderalismus in eine asymmetrische Föderation der gleichberechtigten Staaten Golen und Mikolinien (und gegebenenfalls Perucia) umzuwandeln und die Zuständigkeit der Zentralregierung in Servette für Golen einzuschränken bzw. abzuschaffen. Diese Lösung wird vor allem von den golischen Nationalisten der Gŏols Natiò und teilweise auch von der Golischen Volkspartei (Pùble Gŏols) angestrebt und ist wesentlicher Bestandteil des Konzepts „Mikolinien der Bürger und Nationen“, das die seit 2008 amtierende golische Regionalregierung Senterrsi in Anknüpfung an bereits zuvor mit der Volkspartei ausgehandelten Strategien zu ihrem Regierungsprogramm gemacht hat. Die gesamtstaatlich operierenden Parteien lehnen diese faktische Umwandlung der Föderation in eine Konföderation jedoch mehrheitlich ab, ebenso wie golische Republikaner, die sich für einen Austritt Golens aus der Monarchie aussprechen. Innerhalb der Sozialistischen Partei besteht hier Dissens zwischen der Golischen PSG und der gesamtmikolinischen PSL.
Seit 1948 gab es bisher erst zwei Änderungen an der föderalen Gebietsgestaltung des Königreichs. Der Bezirk Soria gehörte nach 1948 zur Region Niederperucía und wurde erst im Jahr 1991 aus der Region ausgegliedert und als eigene Region konstituiert. Der Bezirk Servette war nach 1948 ein bundesunmittelbares Gebiet und erhielt erst im Jahr 1982 den Status als gleichberechtigte Region.