Saloanische Kriege
Als Servettinische Kriege wird eine Serie bewaffneter Konflikte zwischen dem Königreich Sagradien unter der Dynastie der Santori und Micolinien unter den Interea-Königen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts bezeichnet, die hauptsächlich auf der micolinischen Halbinsel ausgetragen wurden. Darin ging es um den Besitz und den Status der so genannten Servettinischen Lande nach dem Tod des Herzogs Philipp von Servette im Jahr 1472.
Vorgeschichte
Nach dem Fünfzigjährigen Krieg zwischen um die Kronen von Sagradien, Micolinien, Perucía und Golen und dem Frieden von Tesqué 1443 standen sich mit Sagradien und Micolinien zwei Königreiche gegenüber, die um die innere Konsolidierung und die äußere Vormachtstellung stritten. Die Überführung der beiden Halbinselteile unter einer gemeinsamen Herrschaft blieb auf beiden Seiten das Ziel. Spätestens nach der Übernahme der sagradischen Krone durch König Jakob III. aus der tulinesischen Familie der Santori besaß Sagradien-Tulis über eine Vormachtstellung im Blaumeerraum und suchte überdies seinen Einfluss auf Micolinien auszudehnen.
Während die Herrschaft der Santori in Sagradien einigermaßen gefestigt war, waren die Macht- und Loyalitätsverhältnisse auf der micolinischen Halbinsel weniger klar. Bereits im Fünfzigjährigen Krieg hatte der Herzog von Servette Karl IV. hier eine Sonderrolle gespielt und zeitweise selbst Anspruch auf den gesamtmicolinischen Königsthron erhoben. Aus dem Krieg ging Servette unter Herzog Anton II. schließlich gestärkt hervor und bildete nach dem Friede von Tesqué 1443 eine de facto unabhängige Macht im Süden der Halbinsel. Wichtige Machtquelle war die finanzielle und wirtschaftliche Stärke des Reichs. Besonders in der Endphase des Fünfzigjährigen Krieges hatte die Herzöge von Servette als potente Geldgeber des micolinischen Königs auftreten können und brachten über den Weg der Pfandschaft den gesamten Süden des Königreichs inklusive mehrerer Herrschaften in Lukien und Südpiranien unter ihre Kontrolle. Die Lehnsabhängigkeit vom micolinischen König bestand seither nur noch formal, der als Servettinische Lande bezeichnete Herrschaftskomplex der Servettinerherzöge bildete ein eigenständiges Reich.