Partíu Socialista

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen

Partido Socialista (abgekürzt: PS, deutsch: Sozialistische Partei)

Historische sozialdemokratische Partei in Sagradien. Die im 19. Jahrhundert entstandene Sozialistische Partei stieg in zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur dominierenden sagradischen Linkspartei auf war seit 1917 auch an mehreren Regierungen beteiligt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Partei wiedergegründet, verlor aber durch Spaltungen ihre dominante Rolle über die Linke. 1957 ging sie durch eine Wiedervereinigung mit anderen Linksparteien in der Alianza Socialista d'Unitá Lavorista (ASUL) auf.

Entstehung der Sozialistischen Partei

Die ideologischen Grundlagen der sozialistischen Bewegung in Sagradien gehen auf verschiedene Quellen zurück. Eine dieser Ursprünge nehmen in den frühen sozialutopischen Lehren Carles Iudetas (Hauptwerk: „ Von der Freiheit des Menschen und der Unterdrückung durch Besitz“, 1827) Gestalt an. Ebenso kamen Einflüsse von den französischen Frühsozialisten. Auf der anderen Seite wurden die ideologischen Strömungen von Karl Marx und Friedrich Engels geprägt. Erste sozialistische Einflüsse lassen sich in der sagradischen Aprilrevolution 1848 erkennen, wo aufständische Arbeiter und besonders Kleinbürger und Handwerker sozialrevolutionäre Forderungen vertraten, die auf ein Recht auf Arbeit für alle und soziale Sicherungssysteme abzielten. Nach der Aprilrevolution 1848 entstanden erste sozialreformerische Vereine innerhalb der Arbeiterbewegung. Die beiden einflussreichsten dieser Vereine waren die von Eduardo Lemante geführte Societá Nacional del Lavoro und der der katholischen Sozialethik nahe stehende Club Social von Bernardo Parres. 1869 gründeten mehrere Intellektuelle um die Schriftsteller Keke Sapinto und Lorenzo Estodi die Comunitá Humana Radical (CHR), die auch entscheidenden Einfluss auf die radikal-liberale Bewegung in Sagradien haben sollte. Erst ab 1875 gründeten sich verschiedene konkurrierende sozialistische Parteien und Gruppen. Führend waren der 1877 gegründete, reformistische von Eduardo Lemante geprägte Partido Socialista Lavorista (PSL, „Lemantistas“) sowie der zwei Jahre später entstandene, von Piero Columes geführte marxistische Partido Socialista Revolucionário (PSR, „Marxistas“). Beide Parteien fusionierten 1887 zum Partido Socialista, in dem wenig später auch die anderen linkssozialistischen Gruppen aufgingen. 1888-1891 trug die Partei den Namen Partido Socialista Unificâu (PSU), seit 1891 wieder Partido Socialista. Erster Sekretär der Partei war der Schriftsteller und Arbeiterführer León Sánchez, der auch wesentlich an der Gründung der Partei beteiligt war und den PS bis 1910 führte. Daneben arbeiteten auch Columes und Lemante in der neuen Partei mit, ebenso wie der bald als Cheftheoretiker der Partei angesehene Julen Estodi, Sohn des CHR-Gründers Lorenzo Estodi.

Aufstieg zur Regierungspartei

Drängendste Anliegen des neuen Bündnisses waren soziale Reformen, antikoloniale Überzeugungen und der Kampf gegen den kriegerischen Nationalismus. Formal prägte der revolutionäre Marxismus den PS, der trotz des bestimmenden Einflusses des Revisionisten León Sánchez jede Regierungsbeteiligung ablehnte. 1889 gehörte die sagradische Sozialistische Partei zu den Gründern der Zweiten Internationale. In der Januarrevolution 1891 war der PS neben den meist bürgerlichen Republikanern führend beteiligt und dominierte teilweise die großstädtischen Revolutionsräte, vermochte es aber nicht, die Führung zu übernehmen und den Umsturz zur Revolution des Proletariats auszuweiten. Dennoch verbuchte die Partei in den Anfangsjahren der bürgerlichen Republik eine stetige Zunahme bei den Wahlen und bildete seit 1913 die zweitstärkste Kraft im Parlament, seit Einführung des Verhältniswahlrechts im Jahr 1917 die stärkste Gruppe in der Abgeordnetenkammer. Nach dem Wahlsieg mit einem Wähleranteil von über 30 Prozent vollzog die Partei unter dem Einfluss der Reformisten auch den Schritt zur Regierungsbeteiligung im linksliberalen Kabinett Calbane. Gegen die Beteiligung verließen sowohl revolutionäre Sozialisten als auch linke Reformisten wie der Theoretiker Daniel Moscú die Partei und gründeten den Partido Socialista Independiente, dem sich 21 der 162 PS-Abgeordneten in der Kammer anschlossen. Der PSI geriet jedoch schnell unter die Führung der kommunistischen „Nascença“ von Lorenzo Sabal und spaltete sich schließlich im Jahr 1919. Die Gruppe der „Marxistas Democráticoes“ um Moscú kehrte Ende 1919 wieder in den PS zurück. Der Versuch der Terceristas um Julen Cresca, den PS 1920 in die Dritte Internationale zu führen, wurde von Teilen des sozialistischen Jugendverbandes und der Gewerkschaftsbewegung unterstützt, von der Parteimehrheit aber zurückgewiesen und führte schließlich zur Abspaltung der Gruppe um Cresca als Partido Socialista – Sección de la Internacional Comunista (PS-SIC), die sich mit dem Rest-PSI Sabals zur Kommunistischen Partei PCS vereinigte. Die PS dagegen verfolgte fortan das Konzept des Demokratischen Sozialismus, der auch als Reformismo Socialista bezeichnet wurde und wesentlich von Daniel Moscú mitformuliert und von Parteichef Joán Bertón durchgesetzt wurde. Damit war die organisatorische Spaltung des sagradischen Sozialismus in einen reformistisch-sozialdemokratischen und einen kommunistischen Flügel endgültig. Der PS verfolgte zunächst das Konzept der Zusammenarbeit mit bürgerlichen Reformkräften weiter. Bereits 1912 war mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Donado Salgado ein prominenter Vertreter des sagradischen Linksliberalismus zum PS gewechselt. 1924 stellte die Partei mit António Sarabal erstmals einen Regierungschef in einem Mitte-Links-Kabinett. Mit dem Ende der Regierung Colón im November 1925 endete die fast zehnjährige Phase direkter und indirekter sozialistischer Regierungsbeteiligungen, in denen die Sozialisten im Bündnis mit bürgerlichen Kräften den Aufbau eines sozialen Sicherungssystems und die Festschreibung laizistischer Reformen erreicht hatten. Viele sehen in den Errungenschaften der Linksunion zwischen 1917 und 1925 den Grundstock für den modernen sagradischen Sozialstaat. Während die linksbürgerlichen Radikalen seit Mitte der Zwanziger Jahre in einem Rechtsruck zur Zusammenarbeit mit den Parteien der politischen Rechten übergingen, stellte sich der PS in der Opposition zum neuen bürgerlichen Mitte-Rechts-Block neu auf. Versuche einer engeren Zusammenarbeit zwischen PS und PCS, die von Minderheiten in beiden Parteien angeregt worden waren, scheiterten lange Zeit an der kommunistischen Sozialfaschismus-These und den Ressentiments innerhalb des PS gegenüber der stalinistischen KP.

Krise, Volksfront und Verbot

Nach einem zwischenzeitlichen Rekordergebnis von über 33 Prozent der Stimmen im Jahr 1925, verlor die Partei bei den vorgezogenen Kammerwahlen 1926 fast acht Prozentpunkte. Die Konsolidierung der sagradischen Wirtschaft und die lange Zeit effiziente Zusammenarbeit der katholischen Parteien des Rechtsblocks mit den laizistischen Kräften der Mitte führten zu einem weiteren Abstieg der Sozialisten. 1928 übergab Parteisekretär Joán Bertón das Amt an den populären ehemaligen Semesker Bürgermeister Santiago Laval, der den Negativtrend 1930 umkehren und einen allmählichen Wiederaufstieg einleiten konnte. Mit den Folgen der Weltwirtschaftskrise verschlechterte sich das politische Klima rapide und es kam seit 1930 zu schweren sozialen Problemen und gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen rechten faschistischen Aktionstruppen und linken Paramilitärs. In der Hitze der Straßenkämpfe gegen die von der Polizei und den Rechtsregierungen tolerierten und teilweise sogar unterstützten Truppisten rückten Sozialisten und Kommunisten näher zusammen. Als eigenen Kampfverband gründete der PS mit der Unterstützung linksbürgerlicher Kräfte bald die Republikanischen Garden, die sich bald bürgerkriegsähnliche Gefechte mit der politischen Rechten lieferte. Das weitere Erstarken der Rechten bei den Kammerwahlen im Frühjahr 1932 und die folgende Wahl García d’Alemas zum Präsidenten der Republik im Herbst 1932, der eine deutliche Kräfteverschiebung innerhalb der politischen Rechten hin zu autoritär-klerikalen und zunehmend antidemokratischen Elementen markierte, führte zu einer Sammlung der Linken in der Opposition, die vom Regime immer stärker als Staatsfeind angesehen wurde. Dagegen traten Sozialisten und Radikale nun zunehmend als Wahrer der freiheitlichen Republik auf, die man durch das Präsidialregime D’Alemas als gefährdet ansah. Es entwickelte sich die Idee einer gemeinsamen proletarischen und linksbürgerlichen Kampffront gegen die Etablierung einer klerikal-autoritären Ersatzmonarchie. Die Ermordung D’Alemas im Herbst 1934 und die folgenden Ausschreitungen bestärkten dieses neue Bündnis. Bei den Parlamentswahlen im September 1935 bildeten Sozialisten, Kommunisten und linksliberale Radikaldemokraten und Radikalsozialisten ein formelles Wahlbündnis, die so genannte Volksfront und trugen einen deutlichen Sieg davon. Parteichef Laval wurde kurz nach der Parlamentswahl zum ersten sozialistischen Präsidenten der Republik gewählt und setzte nacheinander mehrere Volksfrontregierungen unter dem Radikalen Ángel Colón und dem Sozialisten José Saviola unter Beteiligung von PS, URS und PRR ein, die jeweils von den Kommunisten gestützt wurden. Die Volksfrontregierung, die erste linksgerichtete Regierung seit zehn Jahren, machte sich daran, zahlreiche soziale Verbesserungen vor allem für die Arbeiter des Landes zu erreichen und den zwischen 1917 und 1925 begonnenen Wohlfahrtsstaat auszubauen. Zu den Maßnahmen der Volksfrontregierung gehörten die Einführung der 40-Stunden-Woche sowie eine allgemeine Lohnerhöhung und die Stärkung der Rolle der Gewerkschaften. Daneben plante die Regierung die Verstaatlichung zahlreicher Schlüsselindustrien, vor allem der Schwer- und der Rüstungsindustrie. Diese Vorhaben wurden aber nur teilweise umgesetzt. Viele der Maßnahmen der Volksfront wurden auch von progressiven Christdemokraten unterstützt und bildeten das Fundament, auf dem nach dem Krieg Kommunisten, Sozialdemokraten und Christdemokraten erfolgreich kooperieren konnten. Gegen die Regierung Saviola formierte sich 1936 Widerstand innerhalb des linken Parteiflügels, der zum Ausschluss von neun Abgeordnetne aus der Fraktion führte, die daraufhin unter der Führung von Gerardo Mil-Leste den Partido Socialista Revolucionário – Lavoradores i Campesanoes (PSR-LC) gründeten. Das vorläufige Ende der Volksfront im Jahr 1937 führte zu einer Einbeziehung gemäßigter Liberaler in die Regierung, was den gewaltsamen Widerstand der neuen Divisionistenbewegung nur noch mehr anheizte. Laval versuchte durch mehrere Präsidialdekrete der Gewalt Einhalt zu gebieten, scheiterte aber. Seiner Amtszeit wurde 1938 mit dem autoritär-konservativen Februarputsch rechter Militärs gewaltsam ein Ende gesetzt, bei dem Laval ermordet wurde. Nach der Machtergreifung des rechten UP-Flügels durch Manuel Álamo mithilfe der Divisionisten und infolge der Aprilwahlen 1938, die unter dem Stern staatlicher und divisionistischer Gewalt standen, wurden die Stimmen für die Sozialisten für ungültig erklärt und die Partei verboten. PS-Chef Inácio Bersantis floh nach Paris, wo er fortan die Exil-PS anführte. Im Inland arbeiteten führende Sozialisten fortan im Untergrund weiter und belebten das Volksfrontbündnis mit Kommunisten und anderen Regimegegnern neu. Seit 1942 waren sie wesentlich am sagradischen Widerstand gegen die deutschen Truppen beteiligt.

Wiederaufbau und Spaltung

Während der linksgerichtete Ricardo Moreno die Exil-Partei ab 1940 von London aus leitete, entstand im Untergrund eine neue, reformistische Sozialistische Partei unter Führung des gemäßigten Sozialdemokraten Santo De la Ilpa, die sich zunächst als Partido Socialista per la Libertá Proletária (PSLP) bezeichnete. Im Jahr 1944 kam es zur Wiedervereinigung der Exil-PS und den mit ihr verbündeten Revolucionárioes Socialistas (RS) mit dem PSLP unter dem Namen Partido Socialista Unitáriu (PSU). Moreno wurde erster Sekretär und führte die Partei auf einen marxistischen Kurs, während De la Ilpa als Vizesekretär den reformistischen Flügel repräsentierte. Bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1944 erreichte der PSU 25,7% der Stimmen und wurde damit die deutlich stärkste Partei in der Versammlung. Kurz danach kehrte die Partei zum Namen Partido Socialista zurück. In der Verfassungsgebenden Nationalversammlung schlossen sich Sozialisten, Christdemokraten und Kommunisten in der Folge zur Demokratischen Koalition zusammen. Ricardo Moreno setzte sich für eine Fortführung des Aktionsbündnisses mit den Kommunisten ein und sah in der Sowjetunion die Schutzmacht vor einem faschistischen Wiedererstarken in Europa. Damit begab er sich in eine ideologische Abhängigkeit von der Kommunistischen Partei, die der rechte Flügel der Sozialisten unter Führung De la Ilpas nicht akzeptieren wollte. Vor der Parlamentswahl 1946 spaltete sich der rechte Flügel als Sozialdemokratische Partei (PSD) ab und unterstützte fortan die christdemokratisch geführte Regierung von Paulo Luciaro, während Morenos Rest-PS zunächst weiterhin die marktwirtschaftliche und west-orientierte Ausrichtung Sagradiens bekämpfte und die Abspaltler als Arbeiterverräter diffamierte. Bei den Kammerwahlen 1946 wurde der PS mit 23,6 Prozent der Stimmen nochmals knapp stärkste Kraft vor den Christdemokraten. Im Bündnis mit den Kommunisten verlor der PS bei den Folgewahlen aber zunehmend Stimmen an die KP sowie den konkurrierenden PSD unter dem populären De la Ilpa, der zum Auffangbecken zahlreicher ehemaliger Wähler der linksliberalen Radikalen Partei sowie gemäßigter Sozialisten wurde. Bei den Kommunalwahlen 1948 erreichte der PS nicht einmal 20 Prozent der Stimmen und fiel in einigen Hochburgen hinter die Kommunisten zurück. Auch von der Zusammenarbeit zwischen PS und PCS bei den Senatswahlen 1949 profitierten vor allem die Kommunisten. Während sich der PSD bei den Kammerwahlen 1950 auf knapp 17 Prozent der Stimmen verbesserte, rutschten die Altsozialisten auf 19 Prozent ab. Nach der PS 1946 nochmals die Regierung angeführt hatte und die Demokratische Koalition fortgesetzt hatte, traten die sozialistischen Minister 1949 zurück und führten die Partei in die Opposition zu den Christ- und Sozialdemokraten. Bereits in der Legislaturperiode 1950-1954 zerbrach das wiederbelebte Volksfrontbündnis zwischen Sozialisten und Kommunisten, nicht zuletzt an den zunehmenden Belastungen des Ost-West-Konflikts. Angesichts der sowjetischen Bedrohung konnte und wollte der PS nicht mehr länger die sowjetische Karte spielen und setzte sich zunehmend vom Moskau-treuen Kurs der Kommunisten ab. Moreno setzte zunächst auf einen Neutralitätskurs, der aber Schritt für Schritt wesentliche Elemente der West- und Europapolitik der Zentrumskoalition Luciaros und De la Ilpas akzeptierte. Die 1951 beschlossene und 1952 vom sagradischen Parlament ratifizierte Montanunion wurde von den Sozialisten ebenso geschlossen abgelehnt wie bereits 1949 die Gründung der NATO. Doch bereits bei den Verhandlungen über die Europäische Verteidigungsgemeinschaft mehrten sich die Stimmen in der Sozialistischen Fraktion die für eine Enthaltung eintraten und damit auch die Ablehnung der sagradischen NATO-Mitgliedschaft aufweichen wollten.

Gründung der ASUL

Nach der Parlamentswahl 1954, bei der sowohl PS als auch PSD empfindlich an Stimmen einbüßen mussten und der PS nur noch 14 Prozent der Stimmen erreichte und hinter die Kommunisten zurückfiel, kam es zu einem radikalen Umdenken auch in der Partei. Der neue Generalsekretär António Santiago distanzierte sich vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Kalten Kriegs zunehmend von der stalinistisch geprägten und moskau-treuen Kommunistischen Partei, während sich die PSD Anfang 1955 aus der Koalition mit der Rechten löste und wieder ein Stück nach links rückte. Der ausschlaggebende Faktor für die Abkehr der PS von Moskau war die Niederschlagung der Volksaufstände in Polen und Ungarn 1956 durch Sowjettruppen, in der Santiago energisch Partei für die Aufständischen ergriff. Gleichzeitig distanzierten sich große Teile der Sozialdemokratischen Parteiführung von ihrem langjährigen Sekretär Ilpa und suchten immer offener die Rückkehr in die Mutterpartei. Als Ergebnis des dreijährigen Annäherungsprozesses ging der PS 1957 zusammen mit dem PSD und mehreren radikaldemokratischen, linksrepublikanischen und anderen linken Gruppen in der neugegründeten Alianza Socialista d’Unitá Lavorista (Asul) auf. Als Konkurrenzorganisation formierte sich aus dem linken Flügel des alten PS unter der Führung von Luis Bertón, dem Sohn Joán Bertóns, der weiter links stehende Partido Socialista Sagradês (PSS), der den Annäherungskurs an den PCS weiter verfolgte und sich als wahre Nachfolgepartei des PS sah. Nach einem bescheidenen Ergebnis bei den Kammerwahlen 1958 (4 Prozent) rutschte der PSS immer mehr ab und konnte gegenüber dem großen Erfolg der ASUL kein Gegengewicht bilden.

Nahestehende Organisationen

Der Partido Socialista verfügte über zahlreiche Vorfeldorganisationen wie die Sozialistische Jugend (Confederación Sagradesa de la Iuventú Socialista) oder die Aktionsgemeinschaft Sozialistischer Frauen (Comunitá Accionista de Mulleres Socialistas), die heute der Nachfolgepartei ASUL nahestehen. Zudem war der Gewerkschaftsbund Confederación General del Lavoro (CGL) vor dem Krieg von den Sozialisten geprägt. Nach der Gründung des Gewerkschaftsbundes CSSL waren die Sozialisten auch hier in der Mehrheit, sodass sich Kommunisten und Christdemokraten bald unabhängig machten.


Wichtige Persönlichkeit des sagradischen Sozialismus:

  • Carles Iudeta, frühsozialistischer Theoretiker
  • Eduardo Lemante, sozialistisch-reformistischer Politiker, Gründer der Societá Nacional del Lavoro (SNL), 1877 des Partido Socialista Lavorista (PSL), 1887 Mitgründer des PS
  • Bernardo Parres, linkskatholischer Arbeiterführer, Gründer des „Club social“
  • Keke Sapinto, naturalistischer Schriftsteller, 1869 Mitgründer der Comunitá Humana Radical (CHR)
  • Lorenzo Estodi, Mitgründer der Comunitá Humana Radical (CHR)
  • Piero Columes, Gründer des marxistischen Partido Socialista Revolucionário (PSR), 1887 Mitgründer des PS, Vertreter des revolutionären Flügels
  • León Sánchez, Schriftsteller und erster Parteisekretär des PS (bis 1910)
  • Julen Estodi, Sohn Lorenzo Estodis, Cheftheoretiker des PS
  • Donado Salgado, 1899-1902 Ministerpräsident, 1904-1907 Vorsitzender der Radikalen Partei, seit 1912 Mitglied des PS
  • Joán Bertón, Parteisekretär 1922-1928
  • Lorenzo Sabal, Parteilinker, 1917 Gründung des PSI, 1920 des PCS
  • Santiago Laval, Parteisekretär 1928-1935, Präsident der Republik 1935-1938
  • Ricardo Moreno, Parteisekretär der Exil-PS 1942-1944, PS-Sekretär 1944-1954
  • Santo de la Ilpa, Parteisekretär der Inlands-PS bis 1944, Vizesekretär 1944-1946
  • Luis Bertón, Sohn von Joán Bertón, Führer des Volksfront-Flügels bis 1957, Gründer PSS
  • António Santiago, Parteisekretär 1954-1957