Semest
| Staat | Sagradien | ||||||
| Region | Sarmay | ||||||
| Provinz | Semestina-Capital (Hauptstadt) | ||||||
| Fläche | 414,12 km² | ||||||
| Einwohnerzahl | 2.185.321 (Stand: Dezember 2015) | ||||||
| Bürgermeisterin | Laura d'Alejandro-Fabil, PPC | ||||||
| Lage | |||||||
Semest (sagr. Semesta) ist die Hauptstadt der Republik Sagradien sowie der Provinz Semestina-Capital (frühere Provinz Bâixo Liêno). Die Stadt liegt am unteren Lauf des Flusses Liêno, inmitten des großen Bassí Central wenige Kilometer von der Mündung des Flusses in den Pin entfernt. Mit einer Einwohnerzahl von 2.18 Millionen im Stadtgebiet (auf einer Fläche von 414,12 km²) und über 6 Millionen in der Agglomeration ist Semest die größte Stadt Sagradiens und eine der größten Metropolen Europas.
Das Stadtgebiet von Semest ist identisch mit dem Gebiet der Mería Semesta-Villa, die heute nur statistische Bedeutung hat. Umschlossen wird die Stadt Semest von der kommunalen Gemeinschaft Comunitá Urbana Semestina (COMUS), die von den Nachbarstädten Corbón, Arocí, Palmací, Vapaís, San Sebastian de la Crûce, Carnet del Fonte u.a. innerhalb der Provinz Semestina gebildet wird. Die Stadt Semest gehört der COMUS selbst nicht an, arbeitet mit dieser aber vor allem in Infrastrukturfragen eng zusammen.
Die Einwohner Semests werden als Semestaner (Semestanœs) bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Bereits in vorrömischer Zeit siedelten im heutigen Stadtgebiet von Semest sagro-keltische Stämme. In römischen Quellen erscheint hier bereits ein Oppidum, das die Römer ausbauten und als Semestum bezeichneten. Im Mittelalter gehörte die nunmehr als Semesta bezeichnete Stadt zur dicht besiedelten Zentrallandschaft im Norden Altsarmays in unmittelbarer Nähe der wichtigen Metropolen und Bischofsstädte Noyar, Vierna und Novil, blieb selbst aber ohne Bischofssitz. Als inoffizielle Hauptstadt des Königreichs, caput regni, galt seit dem Hochmittelalter lange Zeit Noyar, wo traditionell die Königskrönungen stattfanden und wo die sagradischen Monarchen nach ihrem Tod begraben wurden, in Semest machten die Könige aber regelmäßig Halt. Der Bischof von Novil Arnâu de Marbé musste um 1220 aus seiner Bischofsstadt nach Semest flüchten, kehrte aber 1232 wieder nach Novil zurück. König Albreth IV. errichtete eine Burg im heutigen Stadtteil Castevell, doch erst unter König Philipp IV. Hermes wurde der Grundstein für den Burgbau gelegt, aus dem später der Plazarenya werden sollte. Seinen Namen erhielt der Bau wenige Jahrzehnte später, als er für Königin Maria von Scola als Festungsbau diente und als Palâciu de la Reina bezeichnet wurde.
Die beiden Könige aus dem Haus Vesaey Michael I. und Michael II. richteten im frühen 15. Jahrhundert nach und nach den Königssitz in Semest ein und bauten den Plazarenya-Palast aus, ihre Nachfolger aus dem Haus Santori residierten jedoch in der Hafenstadt Tulis und machten sie zum kulturellen und politischen Zentrum der Monarchie. Einen rasanten Aufstieg erlebte Semest erst nach dem Tod Davids I. 1543. Die neuen sagradischen Herrscher Johanna I. und ihr Mann Michael III. verlegten um 1549 den Königshof offiziell nach Semest und bauten Plazarenya weiter aus. Johanna und Michael betätigten sich als Bauherren, um ihrer neuen Hauptstadt Pracht und Ansehen zu verleihen. Hierzu holte das Paar den bekannten tulinesischen Meister António Volero eigens in die neue Hauptstadt, die in den folgenden Jahrhunderten zur größten und wichtigsten Stadt des Landes heranwuchs. 1582 wurde Semest schließlich selbst Bischofssitz.
Während der Palâciu Real de Semesta mit seinen diversen Flügeln zur Hauptresidenz der sagradischen Könige ausgebaut wurde, nutzten die Monarchen den unter Philipp VII. Jakob ausgebauten Palâciu de Novil im nahegelegenen Novil als Sommerresidenz. Der von Philipps leitendem Minister Joán María Belavís in Auftrag gegebene und unter Gabriel V. fertiggestellte Palâciu de Belavís sowie der unter Danadier II. ausgebaute Palâciu de Colegial kamen später hinzu.
Während des Sagradischen Bürgerkriegs 1713-1721 residierten die Könige längere Zeit außerhalb von Semest. Der Palast am Plazarenya, Teil des Königspalastes im Herzen von Semest, fing bei seiner gewaltsamen Erstürmung am 23. Mai 1721 Feuer und brannte in der Folge nieder. Königin Maria I. und ihr Mann Johann III. ließen die Ruinen in der Folge abreißen, ehe Gabriel VIII. um 1760 mit der Errichtung eines neuen Palastes am Plazarenya begann. Dieser erhielt schließlich unter König Philipp IX. in den 1880er Jahren einen umfassenden Umbau und seine heutige Fassade.
Stadtbild
Die Kathedrale San Docién in Celu nach den Plänen von Lorenzo Desquiero stammt aus dem 16./17. Jahrhundert und weist eine barocke Fassade auf.
Im Regierungsviertel der Stadt, dem Barrí del Nâu, befindet sich der Plazarenya mit dem Palastensemble, das das weltbekannte Musêu de la Plazarenya sowie den Sitz des sagradischen Staatspräsidenten beherbergt. Unweit davon am Ufer des Liêno liegen der Palâciu Montevil (Sitz der Abgeordnetenkammer) sowie der Palâciu Tesqué (Sitz des Senats). Der Palâciu Valier, einst als Privatresidenz Miquel de Valiers erbaut, fungiert heute als Sitz des sagradischen Ministerpräsidenten, der Justizpalast beherbergt u.a. den Verfassungsgerichtshof (Corte Costitucional).
Eines der Wahrzeichen Semests ist der Torre Belgran, der zum Rathaus der Stadt gehört.
Zu den wichtigsten Vororten von Semest zählen neben dem historischen Colegial, der früheren Sommerresidenz der sagradischen König, und der Bischofsstadt Novil mit dem Flughafen Novel die großen Vorstadtsiedlungen Vapaís, Arocí und die Bischofsstadt San Sebastian de la Crûce.
Infrastruktur
Semest verfügt mit dem im sarmayischen Avez gelegenen Airport Semesta-Avez (SEM) sowie dem Flughafen Novil (NVL) über zwei der drei wichtigsten Verkehrsflughäfen Sagradiens. Der kleinere Flughafen Semesta-Corell (SCO) wird heute hauptsächlich für den Geschäftsflugverkehr und für Flugshows genutzt.
Politik
Stadtregierung 2016 – 2020
| . | Ressort | Syndikus | Partei | ||
| Kollegium der Beigeordneten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bürgermeisterin, Innere Sicherheit und Ordnung | Laura d'Alejandro-Fabil | PPC | |||
| Finanzen | PPC | ||||
| Soziale Dienste | PPC | ||||
| Stadtentwicklung, Verkehr und Klima | Mustafa Çaylan | V | |||
| Wohnen, Integration und Gleichstellung | V | ||||
| Unternehmen und Energieversorgung | LIB | ||||
| Generationen, Erziehung, Kultur und Sport | RAD | ||||
| ohne Geschäftsbereich | Ana Orlén-Zapato | ASUL | |||
| ohne Geschäftsbereich | ASUL | ||||
| ohne Geschäftsbereich | PSP | ||||
| ohne Geschäftsbereich | SDU | ||||
Stadtrat 2016 – 2020
| . | Partei | Spitzenkandidat | Kurzbezeichnung | Stimmanteil | Mandate | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wahl zum Stadtrat von Semest am 26. Juni 2016 | ||||||
| Partíu Popular de Convergência (Christlich-Konservative) | Laura d'Alejandro-Fabil | PPC | 19 | |||
| Aliança Socialista d'Unitá Lavorista (Sozialdemokraten) | Ana Orlén Zapato | ASUL | 18 | |||
| Ils Verdes - Semesta Plural (Grüne) | Mustafa Çaylan | V | 16 | |||
| Partíu Social Popular (Rechtspopulisten) | PSP | 13 | ||||
| Liberales – UDS (Liberale) | LIB | 10 | ||||
| Sinistra Democrática Unida (Linke) | SDU | 10 | ||||
| Ils Radicales (Sozialliberale) | RAD | 7 | ||||
| Fâcem - Frente Anticapitalista (Antikapitalisten) | kollektive Führung | FACEM | 4 | |||
| Ils Progresistas (Rechtsliberale Euroskeptiker) | PRG | 2 | ||||
| Las Feministas (Feministen) | FEM | 2 | ||||
| Sonstige | 0 | |||||
| Total | 101 | |||||
Liste der Bürgermeister von Semest
| Von | Bis | Amtsinhaber | Wahlen | Koalition | besonderes | |||
| Bürgermeister | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1928 | 1930 | António Diaz (PRR) | PRR, PS, URS | |||||
| 1934 | 1938 | Joán Carles Ferrer (PS) | ||||||
| 1938 | 1946 | Fernando de la Roya (PDP) | ||||||
| 1946 | 1952 | León Franco Aguirre (PS/ASUL) | ||||||
| Jun 1952 | Jun 1960 | José Ivan Soler (PPC) | 1952, 1956 | |||||
| Jun 1960 | Nov 1966 | Paulo Centavo (ASUL) | 1960, 19864 | ASUL, PRD | ||||
| Nov 1966 | Jun 1984 | Flávio Osório Gimenès (ASUL) | 1968, 1972, 1976, 1980 | |||||
| Jun 1984 | Jul 1984 | Alêsi Cornet (PRD) (amtierend) | ||||||
| Jul 1984 | Jun 1988 | Gustavo Galler Miguares (PPC) | 1984 | PPC, UDS, PRD | ||||
| Jun 1988 | Jan 2000 | António Grande Illega (ASUL) | 1988, 1992, 1996 | ASUL, PRD; ASUL, V | ||||
| Jan 2000 | Jun 2012 | Miquel Javier León (ASUL) | 2000, 2004, 2008 | ASUL, V, RAD | ||||
| Jun 2012 | Jul 2016 | Ana Orlén-Zapato (ASUL) | 2012 | ASUL, V, SDU, FEM | ||||
| Jul 2016 | Laura d'Alejandro Fabil (PPC) | 2016 | PPC, V, LIB, RAD | |||||