Martin I. der Eroberer

Aus Sagradien
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Martin I. der Eroberer (*873; †933) war seit 892 König der Skanten aus dem Geschlecht der Helgariden und gilt als erster mittelalterlicher König von Sagradien (921-933).

Martin wurde in Disiés als unehelicher Sohn von Albreth III. geboren. Nach dem Tod seines Vaters 892 wurde er zusammen mit seinem ehelichen älteren Bruder Segila II. zum König gekrönt. Nachdem sich beide zunächst die Herrschaft geteilt hatten, kam es 894 zum Krieg um die Alleinherrschaft. Martin setzte sich 897 gegen Segila durch, zwang diesen zum Thronverzicht und übernahm die Alleinherrschaft. Segila starb wenige Monate danach. Sofort begann Martin die Kriege gegen das südlich angrenzende unabhängige Fürstentum Sarmay, die sein Vater bereits begonnen hatte, weiterzuführen. Die Schwäche der sarmayischen Teilreiche nutzte Martin zu großen Erfolgen. 895 heiratete Martin Diana von Liez, eine Schwester Arrigos III.

910 verheiratete Martin seinen 14-jährigen Sohn Philipp mit der Prinzession Lara von Liez, der ältesten Tochter König Aerichs III. Als dieser 912 starb, ohne einen männlichen Erben zu hinterlassen, nutzte Martin die Gelegenheit und zog mit einem Heer nach Süden, um die südlichen Gebiete der Halbinsel zu erobern. 913 eroberte er Óstino vom Fürstentum Sarmay und 914 Vierna. 915 musste Sarmay im Vertrag von Tantallas die Oberherrschaft Martins anerkennen, woraufhin Martin beginnen konnte, seine Ansprüche in Alkonien mit Waffenhilfe geltend zu machen. 917 eroberte er Artir und nannte sich 918 zum ersten Mal Totius Sagradiæ Rex. 920 nahm er Belaçón ein und ließ sich 921 von den sarmayischen Ständen als König von Sagradien anerkennen. Gleichzeitig eroberte er in Sollar die Alkonenkrone und ließ sich vom Bischof von Martinez zum König salben. Im Vertrag von Vesaey 923 mussten sowohl Sarmay als auch Arrigo IV. die Herrschaft Martins über ganz Sagradien anerkennen. Martin wurde seither als Rex Hiscantorum Halconumque bezeichnet.

Nachdem er 916-918 bereits vergeblich versucht hatte, das gut geschützte Tulis einzunehmen, konnte er 925 nach erneuter Belagerung die Stadt erobern und Tribut verlangen. Damit war Martin endgültig als gesamtsagradischer Herrscher anerkannt. Im Jahr 930 ließ er seinen ältesten Sohn Philipp zum Mitkönig krönen und führte ein neues Thronfolgegesetz ein, um eine Aufspaltung seines Reiches unter seinen Söhnen Philipp und Martin zu verhindern. Unmittelbar danach begann Martins Reich zu zerfallen, indem die Stände in Liez und Corar sowie in Sarmay ihre Unabhängigkeit proklamierten und sich Martins Söhne Philipp und Martin den Jüngeren gegenseitig bekriegten. Im Frieden von Viça 932 erkannte Don Martín seinen Bruder Philipp als König an. Damit fiel das Reich Martins des Eroberers nach seinem Tod 933 an seinen Sohn Philipp, der sich aber auf ein Neues gegen Sarmay und vor allem gegen alkonische Aufstände behaupten musste.