Rodrec der Große

Aus Sagradien
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Rodrec der Große (*um 735, †797), im Deutschen meist Roderich, im Sagradischen Rodrigo il Grande genannt, war von 761 bis zu seinem Tod König der Mittelskanten und später König aller Skanten sowie König der Lohanden und Ligrer. Er gilt zusammen mit seinem Vater Segila als Begründer der Rodrigidendynastie auf dem skantisch-sagradischen Königsthron.

Herkunft und Kampf um Mittelskanten

Rodric (auch Roadric, Rodaric oder Roderik, lat. Rodaricus) wurde um 735 als Sohn des mittelskantischen Königs Segila geboren. Sein Vater war ursprünglich ein Dux König Orsoals der Mittelskanten, der sich um 753 zum König machte und das benachbarte amorisch-ligrische Königreich unter seine Herrschaft bringen konnte.

Als Rodric seinem Vater 761 auf den Thron der Mittelskanten folgte, war das Reich seines Vaters zum Teil wieder zerfallen und von allen Seiten bedroht, da sich der amorisch-ligrische Unterkönig Marhoval wieder unabhängig gemacht hatte. Zudem war das Reich der Skanten von Süden her durch die rasch vordringenden muslimischen Numerer und von Norden her durch skandinavische Perutinger bedroht. Rodric hatte damit zu Beginn seiner Herrschaft eine äußerst schwierige Stellung inne. Zunächst musste er sich in Mittelskanten gegen die Söhne Orsoals Orsogar und Orungolf zur Wehr setzen, die das Erbe ihres Vaters als Könige antreten wollten, jedoch untereinander zerstritten waren. Rodric erreichte den jüngeren Bruder Orsogar auf seine Seite zu ziehen und mit ihm gemeinsam den älteren Orungolf zu besiegen.

Schlacht von Tarravillas 763

Spätestens um 763 war er als König der Mittelskanten etabliert und stellte sich an die Spitze eines gesamtskantischen Heeres, das gegen die von Süden her vordringenden Numerer zusammengestellt wurde. Diese hatten 757 den letzten Alkonenkönig Rikkrik besiegt und waren mittlerweile auch auf skantisches Territorium vorgedrungen. 762 unterlag der Lohandenfürst Ferhegar den Numerern bei Morroel, 763 schließlich kam es zur Schlacht bei Tarravillas, zu der ein vereintes skantisches Heer unter der Führung Rodrics und unter Beteiligung der Orsonidensöhne sowie ligrischer und lohandischer Fürsten antrat. Es gelang dem Heer Rodrics, die Numerer zu schlagen und damit den Vormarsch auf der Halbinsel aufzuhalten. Die Numerer mussten sich in der Folge zurückziehen und begannen damit, sich im Süden Sagradiens einzurichten und das Emirat von Duerez zu etablieren.

Machtkonsolidierung nach Tarravillas

Rodric, der zwischenzeitlich als gesamtskantischer Heerführer anerkannt worden war, versuchte nach der Schlacht von Tarravillas, seine Stellung zu behaupten und die rasch wieder auseinanderdriftenden Reiche zusammenzuhalten. Anlass dafür bot das aktive Vordringen der Herkanden und Golen im Norden der micolinischen Halbinsel. Vom skantischen König Mergar zur Hilfe gerufen, zog Rodric um 768 zusammen mit dem ligrischen König Marhobant über die Konsetten und konnte das Reich Mergars gegen die Herkanden und Golen verteidigen. Dieser musste schließlich Rodrics Oberherrschaft anerkennen. In der Folge etablierte Rodric bis ca. 780 seine Herrschaft im gesamten Skantenreich und nahm nach seinem endgültigen Sieg gegen Marhobant von Ligre den Titel eines Königs der Skanten, Lohanden und Ligrer. Sein Reich umfassten nun den gesamten Norden der Konsettenhalbinsel sowohl westlich wie östlich des ligrischen Meeres.

In der Folgezeit rüstete Rodric zum Krieg gegen die Numerer, denen er Gebiete in Mittelsagradien wieder abnehmen konnte. In den von den Numerern eroberten Gebieten an der südlichen Blaumeerküste setzte Rodric mehrere Comites ein, die die Comitates der Azumarischen Mark im Namen des Königs selbständig verwalteten. Zu den wichtigsten Comitates wuchsen das Comitat Tulis und das Comitat Belavís heran, die sich bald um die Vorherrschaft im südlichen Blaumeer stritten.

Erbe und Mythos

In seinen letzten Lebensjahren musste Rodric vermehrt mit Aufständen und Nachfolgekämpfen unter seinen Söhnen zurecht kommen, die um eine Beteiligung an der Macht stritten. Ausschlaggebend war wohl die Hochzeit Rodrics mit seiner zweiten Frau Esgrild und die Geburt des Sohnes Ferrigo, den seine älteren Söhne Albreth und Barungar als Konkurrenten um das Erbe des Vaters ansahen. Nach Rodrics Tod 797 einigten sich seine älteren Söhne 799 auf eine Erbteilung, die Ferrigo vom Erbe ausschloss, später jedoch revidiert werden musste.

Rodric erhielt bereits bald nach seinem Tod den Beinamen der Große und wurde als Verteidiger des christlichen Glaubens geehrt. Die späteren Kreuzfahrer betrachteten Rodrec als Urheber der sagradischen Reconquista und als Ahnherr des Kampfes gegen die Muslime. Zwar war Rodrec der mit Abstand mächtigste christliche Fürst seiner Zeit in Sagradien und stoppte mit seinem Sieg bei Tarravillas das Vordringen des Islam in Sagradien, doch sah er seinen Kampf weniger als christliche Tat und regte zahlreiche Handelsverbindungen mit den Herrschern im Süden an, die er schon bald nach seinem Sieg als gleichberechtigte Herrscher wahrnahm.