Philipp I. der Große
Philipp I. (von Sagradien), der Große (*890, †969) war Mitkönig Martins des Eroberers (930-933) und als dessen Nachfolger König von Sagradien (933-969). Philipp gilt als bedeutendster sagradischer Herrscher des Frühmittelalters, der nach den Eroberungen seines Vaters die noch labile gesamtsagradische Monarchie konsolidierte und das eigentliche sagradische Königtum begründete.
Inhaltsverzeichnis
Mitkönig seines Vaters
Philipp wurde 890 als Sohn des Skantenkönigs Martin I. in Martinez geboren. Damit ist er ein Nachkomme Roderichs des Großen und Spross der Rodrigiden-Dynastie auf dem skantischen Herrscherthron. Philipp wurde bereits im Alter von 17 Jahren 907 mit der alkonischen Prinzessin Lara von Liez, der ältesten Tochter König Aerichs III. verheiratet. Nach dem Tod Aerichs erhob Martin der Eroberer für seinen Sohn Anspruch auf den alkonischen Thron und konnte diesen 923 endgültig sichern, woraufhin Philipp 930 als Mitkönig eingesetzt wurde. Hierüber kam es zu Thronfolgekämpfen zwischen Philipp und seinem jüngeren Bruder Don Martín, die 932 im Friede von Vice beigelegt werden konnten. Philipp erkannte Martin d. J. als Mitkönig an und überließ ihm die Herrschaft im Nordosten des Reiches.
Durchsetzung des Herrschaftsanspruchs
Nach dem Tod Martins des Eroberers im Jahr 933 übernahm Philipp dann die Herrschaft als skantischer König im Großteil des Reichs, woraufhin die Kämpfe mit Martin d. J. wieder aufflammten. Dieser starb 939, wodurch Philipp die Nachfolge seines Vaters im gesamten Reich antreten konnte. Seinen rebellischen Neffen Martin Ohnefurcht, Sohn des verstorbenen Martin d. J., machte Philipp zum Dux Scantiorum und überließ ihm in freier Verantwortung große Teile des Nordens, dessen jüngerer Bruder Filipe wurde zunächst Dux Amoriae und später ebenfalls Dux Scantiorum. Jedoch erkannten führende alkonische Adlige unter der Führung Berrigos von Lemez die Herrschaft über ganz Sagradien nicht an, sodass es abermals zum Krieg kam, den Philipp 935 in der Schlacht von Pergía und in der Schlacht von Tantallas 938 endgültig gewann. Er setzte Berrigo gefangen und zwang ihn zur Anerkennung seiner Herrschaft. Philipp nahm den Titel eines Königs der Skanten, Sarmaien und Alkonen an und wurde 939 im Noyarenser Dom zum König von Sagradien gesalbt. Im Codex Magnus von 942 schuf Philipp ein einheitliches Recht für alle Teile seines Reiches.
Numererkriege
946 begann Philipp mit einem Krieg gegen das islamische Numererreich Duerez. 956 fiel Nalcaz, 960 Duerez. Die numerischen Herrscher zogen sich nach Malesc zurück. Philipp konnte seine Feldzüge aber nicht fortsetzen, sondern musste sein Reich im Nordwesten gegen einfallende Golen sichern.
Innenpolitik
Im Innern baute er die Infrastruktur aus und ließ Pfalzen, Klöster sowie bedeutende Kirchenbauten errichten (u.a. die Kathedrale in Noyar). Die Region zwischen Lieno und Pin, zuvor Grenzregion zwischen den Königreichen Scantia und Sarmay, wurde so zum zentralen Machtbereich der skantisch-sagradischen Könige.
Tod und Nachfolge
Philipp der Große starb 969 in Noyar und wurde als erster König in der Kathedrale von Noyar begraben, wie die meisten seiner Nachfolger im Mittelalter auch. Durch die im Codex Magnus festgelegte Nachfolgeordnung kam es nach Philipps Tod erstmals zu keinem nennenswerten Thronfolgestreit. Stattdessen folgte Philipp sein ältester Sohn Albreth IV. der Barmherzige in allen Reichsteilen nach, ehe nach dessen Tod 980 Philipps zweiter Sohn Martin II. der Gute die Krone übernahm.