Cardinal-Duca de Bernabêu

Aus Sagradien
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Gianbattista Genobili, Cardinal-Duca de Bernabêu i Conte de Villagua (*1616 in Genua, † 1675 in Semest; sagr. Joán-Batista de Bernabêu) war ein sagradischer Kardinal und Staatsmann genovesischer Herkunft. Er war von 1654 bis 1667 und erneut von 1669 bis zu seinem Tod 1675 leitender Minister König Gabriels VII.

Herkunft und Aufstieg

Der aus bürgerlichen Verhältnissen stammende Genuese Genobili verdankte seine Karriere seiner geistlichen Ausbildung und begann seine politische Laufbahn im Dienst des römischen Papstes. Über Umwege gelangte er 1647 an den Hof des sagradischen Königs Gabriel VI. und stieg nach dem Thronwechsel 1651 zum Minister der Regentin Katharina von Mikolinien auf. Seiner neuen Position verdankte er unter anderem seine Ernennung zum Bischof von San-Sebastián und zum Herzog von Bernabêu. Später wurde er dann in den Kardinalsrang erhoben.

Nach einer politischen Intrige gegen die Regentin Katharina von Mikolinien musste diese 1654 den Großteil ihrer Macht an Genobili abgeben, der sich nach Ende der Regentschaft der Königin schließlich als leitender Minister des jungen Königs Gabriel VII. etablieren konnte.

Außenpolitik als leitender Minister

Außenpolitisch verfolgte Bernabêu eine deutliche Machtpolitik, die darauf abzielte, die Vorherrschaft Sagradiens über das Blaue Meer zu sichern und auszubauen und den Konkurrenten Mikolinien zu schwächen. Dazu führte er seit 1657 den Ersten Asumarischen Krieg gegen das Nachbarland. Der Erfolgsphase für Sagradien folgte seit 1664 eine Reihe von Niederlagen, infolge derer Bernabêu 1665 einen für Sagradien relativ günstigen Waffenstillstand aushandelte und Friedensverhandlungen eröffnete. Infolge einer Hofintrige der radikalen Kriegspartei musste Bernabêu aber 1667 zurücktreten. Sein Nachfolger als leitender Minister Ernesto Graf Gilán begann 1668 einen Seekrieg gegen Spanien und nahm zeitgleich die Konfrontation mit Mikolinien wieder auf, scheiterte aber mit seiner Politik.

Nach zwei Jahren wurde Bernabêu 1669 wieder zum leitenden Minister berufen mit dem Auftrag, einen für Sagradien günstigen Frieden zu sichern, was im mit dem Frieden von Villagua auch gelang. Mikolinien musste endgültig die Souveränität des Herzogtums Servette und der mit ihm verbundenen Territorien im Süden Mikoliniens anerkennen. Der andauernde erfolglose Krieg gegen Spanien wurde schließlich 1670 im Friede von Bilbao beendet.

Innenpolitik als leitender Minister

Während Bernabêus außenpolitische Bilanz bis heute umstritten ist, konnte Bernabêu im Inneren Erfolge erzielen. Es gelang dem geschickten Politiker, durch die Einführung des so genannten Deputativsystems die Macht der Krone zu stärken, indem es dem König nun zustand, Adelige für bestimmte Zeit an seinen Hof zu beordern und ihre Amtsgeschäfte in den Provinzen durch königliche Deputierte ausüben zu lassen. Außerdem föderte er Kultur und Handel (endgültige Durchsetzung des Merkantilismus).

= Tod

1675 starb Joán-Bastista Genóbili, Cardinal-Duca de Bernabêu im Alter von 59 Jahren in Semest. Bis dahin war er mit Unterbrechungen 21 Jahre lang leitender Minister des Königreichs gewesen. Nach seinem Tod führte Gabriel VII., der sich als Schüler des geschickten Machtpolitikers Bernabêu betrachtete, sehr viel stärker als zuvor ein persönliches Regiment. Bis heute gilt Bernabêu als einer der geschicktesten und wichtigsten Politiker in der Geschichte des sagradischen Reichs.