Fürstentum Cuentez: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Der Titel eines Fürsten von Cuentez wurde erstmals im 12. Jahrhundert von dem einheimischen Adligen [[Tûlio del Castre]] benutzt, der zu Lebzeiten große Teile der Insel sowie Teile des micolinischen Festlands erobern konnte. Zwar fiel sein Reich bereits nach seinem Tod wieder auseinander, jedoch trugen auch seine Nachkommen den Titel eines Fürsten von Cuentez, obwohl der Großteil der Insel vom [[Comitat Tulis]] regiert wurde. Sein Enkel [[Laurenç del Castre]] konnte bis 1325 noch einmal größere Teile der Insel erobern, seine Herrschaft wurde auch vom micolinischen König anerkannt. Nach seinem Tod fiel der Fürstentitel an das südmicolinische Adelsgeschlecht der [[Haus Exeveste|Exeveste]]. Mit [[Heinrich von Exeveste]] | + | Der Titel eines Fürsten von Cuentez wurde erstmals im 12. Jahrhundert von dem einheimischen Adligen [[Tûlio del Castre]] benutzt, der zu Lebzeiten große Teile der Insel sowie Teile des micolinischen Festlands erobern konnte. Zwar fiel sein Reich bereits nach seinem Tod wieder auseinander, jedoch trugen auch seine Nachkommen den Titel eines Fürsten von Cuentez, obwohl der Großteil der Insel vom [[Comitat Tulis]] regiert wurde. Sein Enkel [[Laurenç del Castre]] konnte bis 1325 noch einmal größere Teile der Insel erobern, seine Herrschaft wurde auch vom micolinischen König anerkannt. Nach seinem Tod fiel der Fürstentitel an das südmicolinische Adelsgeschlecht der [[Haus Exeveste|Exeveste]]. Mit [[Heinrich III. von Exeveste]] gingen die Cuentezer eine enge Allianz mit dem sagradischen Königshaus der [[Sántori]] ein. Ihm folgten nach seinem Tod 1550 seine beiden Söhne [[Heinrich IV. von Exeveste|Heinrich IV.]] und [[Karl I. von Cuentez|Karl I.]] nach, letzterer Ehemann von [[Eleonore von Santori]], der Tochter Davids I. und Halbschwester Königin [[Johanna I.|Johannas I. von Sagradien]]. |
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| + | Eleonore von Cuentez konnte nach dem Tod ihres Ehemannes die Nachfolge ihrer minderjährigen Tochter [[Maria Renata von Cuentez|Maria Renata]] als Fürstin sichern. Diese heiratete 1594 schließlich [[Karl II. von Cuentez|Karl Maria von Santori]], Sohn Königin Johannas von Sagradien. Mit Maria Renatas Tod 1602 starb das Haus Exeveste schließlich in männlicher Linie aus. Der gemeinsame Sohn Marias und Karls [[Maximilian I. von Cuentez]], genannt ''der Prächtige'', begründete schließlich die fürstliche Linie Sántori-Cuentez. | ||
Durch die Hochzeit des cuentesischen Prinzen [[Johann III. Franz]] mit der sagradischen Kronprinzessin [[Maria I. Louise|María Luísa]] und der gemeinsamen Thronbesteigung in [[Semess]] im Jahr 1723 wurde das Fürstentum Cuentez wieder in Personalunion mit der Krone Sagradiens vereint. Die [[Codices Magna]] etablierten für beide Teile der Monarchie eine Ständeherrschaft. Mit dem Tod Johanns 1744 fiel das gesamte Fürstentum an dessen Tochter [[Maria II. Franziska|María Francisca]] und ihren Ehemann [[Anton II. Ramon|António]], doch wurde die Nachfolge in Sagradien von Frankreich nicht anerkannt, das die Krone für [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] einforderte. Auch der [[David Jakob Herzog von Sesin|Herzog von Sesin]] als letzter männlicher Vertreter der Santori erhob Anspruch. Im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] konnte sich schließlich der [[Sagradische Bourbonen|bourbonische]] Kandidat als Gabriel VIII. durchsetzen. Mit Bezugnahme auf den [[Akt von Vierna]] erklärte Gabriel sich auch zum Fürsten von Cuentez und übernahm damit auch die Herrschaft in Tulis. 1765 vollzog Gabriel VIII. schließlich die Realunion und beendete damit endgültig die Eigenstaatlichkeit des Fürstentums, das auch de jure mit Sagradien verschmolz. | Durch die Hochzeit des cuentesischen Prinzen [[Johann III. Franz]] mit der sagradischen Kronprinzessin [[Maria I. Louise|María Luísa]] und der gemeinsamen Thronbesteigung in [[Semess]] im Jahr 1723 wurde das Fürstentum Cuentez wieder in Personalunion mit der Krone Sagradiens vereint. Die [[Codices Magna]] etablierten für beide Teile der Monarchie eine Ständeherrschaft. Mit dem Tod Johanns 1744 fiel das gesamte Fürstentum an dessen Tochter [[Maria II. Franziska|María Francisca]] und ihren Ehemann [[Anton II. Ramon|António]], doch wurde die Nachfolge in Sagradien von Frankreich nicht anerkannt, das die Krone für [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]] einforderte. Auch der [[David Jakob Herzog von Sesin|Herzog von Sesin]] als letzter männlicher Vertreter der Santori erhob Anspruch. Im [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Sagradischen Erbfolgekrieg]] konnte sich schließlich der [[Sagradische Bourbonen|bourbonische]] Kandidat als Gabriel VIII. durchsetzen. Mit Bezugnahme auf den [[Akt von Vierna]] erklärte Gabriel sich auch zum Fürsten von Cuentez und übernahm damit auch die Herrschaft in Tulis. 1765 vollzog Gabriel VIII. schließlich die Realunion und beendete damit endgültig die Eigenstaatlichkeit des Fürstentums, das auch de jure mit Sagradien verschmolz. | ||
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| Jüngerer Sohn Heinrichs III., Bruder Heinrichs IV. | | Jüngerer Sohn Heinrichs III., Bruder Heinrichs IV. | ||
Version vom 14:34, 18. Apr 2012
Das Fürstentum Cuentez (cuent. Principâu de Cüentìz) war im Mittelalter und in der frühen Neuzeit ein souveränes Fürstentum auf der sagradischen Insel Cuentez. Ursprünglich im Besitz der Herren von Castre, die den Titel im 12. Jahrhundert annahmen, ging der Königstitel 1329 auf das Haus Exeveste über, ehe Filipe de las Marcas den Titel für die Sántori erbte. Spätestens nach dem Tod Eleonores I. war das Fürstentum de facto vom Königreich Sagradien abhängig, die Fürsten waren nur noch de jure souverän, da das Fürstentum faktisch sagradisches Protektorat war. Als Nebenlinie der in Sagradien regierenden Santori-Könige blieb die Linie Santori-Exeveste bzw. Santori-Cuentez jedoch auch weiterhin von Bedeutung. Einzelne Fürsten konnten zudem als Statthalter im Comitat Tulis wichtige Machtstellungen erreichen, so beispielsweise Eleonore I. von Cuentez, Maximilian I. der Prächtige oder Maximilian der Alte. Dessen Urenkel Johann III. Franz bestieg schließlich 1723 den sagradischen Thron und führte die Linien wieder zusammen.
Geschichte
Der Titel eines Fürsten von Cuentez wurde erstmals im 12. Jahrhundert von dem einheimischen Adligen Tûlio del Castre benutzt, der zu Lebzeiten große Teile der Insel sowie Teile des micolinischen Festlands erobern konnte. Zwar fiel sein Reich bereits nach seinem Tod wieder auseinander, jedoch trugen auch seine Nachkommen den Titel eines Fürsten von Cuentez, obwohl der Großteil der Insel vom Comitat Tulis regiert wurde. Sein Enkel Laurenç del Castre konnte bis 1325 noch einmal größere Teile der Insel erobern, seine Herrschaft wurde auch vom micolinischen König anerkannt. Nach seinem Tod fiel der Fürstentitel an das südmicolinische Adelsgeschlecht der Exeveste. Mit Heinrich III. von Exeveste gingen die Cuentezer eine enge Allianz mit dem sagradischen Königshaus der Sántori ein. Ihm folgten nach seinem Tod 1550 seine beiden Söhne Heinrich IV. und Karl I. nach, letzterer Ehemann von Eleonore von Santori, der Tochter Davids I. und Halbschwester Königin Johannas I. von Sagradien.
Eleonore von Cuentez konnte nach dem Tod ihres Ehemannes die Nachfolge ihrer minderjährigen Tochter Maria Renata als Fürstin sichern. Diese heiratete 1594 schließlich Karl Maria von Santori, Sohn Königin Johannas von Sagradien. Mit Maria Renatas Tod 1602 starb das Haus Exeveste schließlich in männlicher Linie aus. Der gemeinsame Sohn Marias und Karls Maximilian I. von Cuentez, genannt der Prächtige, begründete schließlich die fürstliche Linie Sántori-Cuentez.
Durch die Hochzeit des cuentesischen Prinzen Johann III. Franz mit der sagradischen Kronprinzessin María Luísa und der gemeinsamen Thronbesteigung in Semess im Jahr 1723 wurde das Fürstentum Cuentez wieder in Personalunion mit der Krone Sagradiens vereint. Die Codices Magna etablierten für beide Teile der Monarchie eine Ständeherrschaft. Mit dem Tod Johanns 1744 fiel das gesamte Fürstentum an dessen Tochter María Francisca und ihren Ehemann António, doch wurde die Nachfolge in Sagradien von Frankreich nicht anerkannt, das die Krone für Louis-Gabriel de Vienne einforderte. Auch der Herzog von Sesin als letzter männlicher Vertreter der Santori erhob Anspruch. Im Sagradischen Erbfolgekrieg konnte sich schließlich der bourbonische Kandidat als Gabriel VIII. durchsetzen. Mit Bezugnahme auf den Akt von Vierna erklärte Gabriel sich auch zum Fürsten von Cuentez und übernahm damit auch die Herrschaft in Tulis. 1765 vollzog Gabriel VIII. schließlich die Realunion und beendete damit endgültig die Eigenstaatlichkeit des Fürstentums, das auch de jure mit Sagradien verschmolz.
Liste der Fürsten von Cuentez
| Von | Bis | König (Lebenszeiten) | Sagradischer/Asumarischer Herrschername | besonderes |
| Haus Exeveste (1329-1602) | ||||
| 1550 | Heinrich III. von Exeveste | Don Enrìc III d'Exeveste | ||
| 1550 | 1578 | Heinrich IV. von Exeveste (1533-1550) | Don Enric IV d'Exeveste | Älterer Sohn Heinrichs III. |
| 1578 | 1582 | Karl I. von Exeveste (1539-1585) | Maria d'Exeveste | Jüngerer Sohn Heinrichs III., Bruder Heinrichs IV. |
| 1582 | 1602 | Maria Renata von Exeveste (1569-1602) | Maria Renata d'Exeveste | Tochter Karls I., bis 1587 Vormundschaft ihrer Mutter Eleonore von Cuentez |
| Haus Sántori-Cuentez | ||||
| Karlitische Linie | ||||
| 1594 | 1617 | Karl II. Maria von Santori (1550-1617) | Don Carles II María | Sohn Johannas I. von Sagradien, Ehemann Maria Renatas |
| 1617 | 1654 | Maximilian I. der Prächtige (1597-1654) | Don Maximilián I il Magnífico | Sohn Maria Renatas und Karls II. |
| 1654 | 1669 | Johann II. (1645-1669) | Don Joán II | Enkel Maximilians I., bis 1659 unter Regentschaft seiner Mutter Isabel de Sántori |
| 1669 | 1699 | Karl III. der Großmütige (1629-1699) | Don Carles III il Magnânimo | Sohn Maximilians I., Onkel Johanns II. |
| 1699 | Isabella vom Heiligen Licht (1664-1715) | Dona Isabel de la Santa Lûce | Tochter Karls III., abgedankt zugunsten Manuels I. | |
| Manuelitische Linie | ||||
| 1699 | 1701 | Manuel I. der Alte (1621-1701) | Don Manuel I il Vello | Enkel Karls II. |
| 1701 | 1725 | Maximilian II. (1669-1725) | Don Maximilián II | Enkel Manuels I. |
| 1725 | 1749 | Johann III. Franz (1700-1749) | Don Joán III Francisco/Joán III Francês | Neffe Maximilians II., Ur-Enkel Manuels I. |
| 1749 | 1754 | David II. (1745-1754) | David II il Rei-Infante | Sohn Johanns III., unter Vormundschaft |
| 1754 | 1757 | Maria Franziska (1725-1765) | Dona María Francisca | Tochter Johann Franz', regierte mit ihrem Ehemann Antonio Raimondo di Piacone |
Seit 1747 herrschten bis zur Abschaffung der Monarchie 1891 die Könige von Sagradien als Könige von Cuentez.