SC Mistrech 1895: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 17:52, 15. Sep 2025

SC Mistrech 1895
SCMistech-Logo.jpg
Voller Name Sport Club de Mistrech 1895
Ort Mistrech
Spitzname Noventa-Cincœs
Gegründet
Vereinsfarben weiß-rot
Stadion Estâdiu l'Asunción
Kapazität 20.600
Rekordspieler Manuel Perón
Rekordtorschütze Manuel Perón
Präsident Manuel Perón
Sportlicher Leiter
Cheftrainer
Spielklasse Premera Liga
Trikot-Mistrech-2019-2020.jpg

Der Sport Club de Mistrech 1895 ist ein sagradischer Fußballverein aus der mittelskantischen Stadt Mistrech. Ihre Heimspiele tragen die Noventa-Cincœs im Estâdiu L'Asunción in Mistrech aus, das insgesamt 20.600 Zuschauer fasst. Klubfarben sind weiß und rot.

Internationale Bekanntheit erlangte der Klub durech den Gewinn der sagradischen Fußballmeisterschaft im Jahr 1997. Seit den Neunziger Jahren ist Mistrech zudem für seine exzellente Jugendarbeit bekannt. Größter Erfolg in diesem Bereich war der Gewinn der sagradischen Jugendmeisterschaft in der Saison 1993/1994. Bekannte Spieler, die aus der 95-Jugend stammen, sind: Ariel Sóprez, Eduardo Costane, Anderson Lukinga, Carles Sosa, Cláudio Piro, Luca Piro, Andrés Geroscânia, Manuel Perón, Diego Cesar und Cristiano Vieira.

Geschichte

Der Traditionsklub aus Mittelskanten galt bis Ende der Siebziger Jahre als typischer Zweitligaklub, bis der Verein im Jahr 1979/80 zum ersten mal den Aufstieg ins Oberhaus feiern konnte. Dort konnte sich die Mannschaft etablieren, gewann aber einen zwiespältigen Ruf: Die einen verspotteten die Kleinstädter als „Provinzler“ und „graue Maus der Liga“, andere erkannten die Leistung an, mit kleinem Budget eine ungeahnte Stabilität in der ersten Liga aufzuweisen. Doch bis 1992 war die beste Platzierung des Klubs ein 7. Platz.

Glanzzeit in den 1990er Jahren

Die große Stunde des Vereins schlug erst in den Neunzigern, in denen sich der SC Mistrech den Ruf als Talentschmiede verdiente und große Erfolge feiern konnte. Unter Trainer Roberto Granada wurde der Klub 1993 Vierter der Liga und war damit erstmals für den internationalen Wettbewerb spielberechtigt. Nach dem Wechsel des Erfolgstrainers zum größeren Lokalrivalen AC Gerón im Jahr 1994 übernahm der bisherige Jugendtrainer Eduardo Verrano das Amt des Chefcoachs. Dieser baute die Mannschaft um und band immer mehr seiner „Verrano-Jugend“ ins Team ein. Nach Platz 10 in der Umbruchsaison 1994/1995 qualifizierte sich das Team im Folgejahr mit Platz 6 in der Liga wieder für den Europapokal.

Dem jungen Team gab dieser Überraschungserfolg das nötige Selbstvertrauen, um im Jahr 1997 die Liga bis zum Ende zu dominieren. Schließlich schaffte das Team das Wunder, mit einem winzigen Etat den millionenschweren Rekordmeister Tulisium abzuhängen und die erste Meisterschaft der 102-jährigen Vereinsgeschichte einzufahren. Mitglieder des jungen Erfolgsteams waren u.a. die 22-jährigen Eduardo Costane und Andrés Geroscânia, der Torschützenkönig wurde, die Brüder Claudio und Luca Piro sowie der 21-jährige Anderson Lukinga. Dazu kamen Torhüter David Puetro und besonders Kapitän Ariel Sóprez als erfahrene Leitwölfe.

Ende der Erfolgsjahre und Abstieg in die Zweitklassigkeit

Im Folgejahr konnte der Klub dem gestiegenen Druck aber nicht standhalten und aufgrund von großem Verletzungspech und der Mehrfachbelastung in der Champions League sprang am Ende nur ein enttäuschender achter Tabellenplatz heraus. In der Folge begann das Team zu zerfallen. Trainer Eduardo Verrano wechselte im Sommer 1998 zum größeren Nachbarklub AC Gerón, Stürmerstar Andrés Geroscânia ging zum SC Martinez und Mittelfeldstar Anderson Lukinga, der Shootingstar der Saison 1997/98, schloss sich dem FC Semesta an. Wenig später kehrten auch Cláudio Piro, Luis Javier Pizzo und Eduardo Costane ihrem Verein den Rücken. Hinzu kam das verletzungsbedingte Karriere-Ende von Kapitän Ariel Sóprez, der dem Klub aber als Jugendtrainer erhalten blieb.

Es folgten vier Trainer in fünf Jahren und der kontinuierliche Abstieg in die unteren Regionen der Tabelle, nachdem der Klub es nicht geschafft hatte, seine alten Leistungsträger zu halten. Der Tiefpunkt dieser langen Talfahrt war schließlich im Juli 2006 der Abstieg in die Zweite Liga, nachdem der Verein 21 Jahre lang ununterbrochen im Oberhaus gespielt hatte.

Ära Sóprez, Wiederaufstieg und Rückkehr nach Europa

Neuer Trainer wurde der alte Kapitän Ariel Sóprez, der sich daran machte, mit einer neuen jungen und erfolgshungrigen Mannschaft das Projekt Wiederaufstieg zu verwirklichen. Nach nur einem Jahr in Liga 2 kehrte eine völlig neue junge Mistrecher Mannschaft unter Führung des zurückgekehrten Nationalstürmers Manuel Perón ins Oberhaus zurück und schaffte im ersten Jahr einen überzeugenden Klassenerhalt. Seit 2007 arbeitete der bisherige Profi Francisco Copados als Sportdirektor des Klubs. In der Saison 2008/2009 wurde Mistrech Achter in der Liga und qualifizierte sich damit erstmals wieder für den internationalen Wettbewerb.

Nach einem neunten Platz in der Folgesaison gehörte Mistrech in der Hinrunde der Saison 2009/2010 zu den besten Teams und beendete die Saison schließlich auf Platz 6. Kapitän Manuel Perón wurde zudem mit 27 Treffern Torschützenkönig der Premera Liga-Saison. Zudem erreichte das Team das Finale der Copa Sagradia, verlor das Endspiel jedoch gegen den FC Nonthí. Im selben Sommer wurde Nationalspieler Manuel Perón bei der Fußball-WM in Südafrika als erster Spieler des SC Mistrech Weltmeister.

Die Saison 2010/2011 beendete Mistrech auf Ligaplatz 8, geriet in der Folgespielzeit jedoch nach einer sehr schwachen Rückrunde in Abstiegsgefahr und belegte am Saisonende Platz 14 der Liga. Diesem Rückschlag folgte in der Saison 2012/2013 ein starker sechster Platz in der Liga und damit die erneute Qualifikation für die UEFA Europa League.

Ende der Ära Sóprez-Copados und erneuter Abstieg

Nachdem das Team die Saison 2013/2014 auf dem neuen Tabellenrang und mit zehn Punkten Rückstand auf die internationalen Plätze beendet hatte, rutschte die Mannschaft in der Folgespielzeit 2014/2015 in die untere Tabellenhälfte ab und konnte erst am vorletzten Spielzeit den Klassenerhalt in der Premera Liga sichern. Trainer Ariel Sóprez erklärte nach längeren Spekulationen um seine Zukunft schließlich seinen Rücktritt vom Traineramt zum Ende der Saison.

Nachfolger von Sóprez als Cheftrainer wurde Héctor Pujol, der aber bereits Anfang 2016 entlassen und durch den erfahrenen Joán Fernandez ersetzt wurde. Zwar gelang Fernandez der Klassenerhalt, er konnte das Team aber auch in der Folgesaison nicht aus dem unteren Tabellendrittel heraushalten. Nachdem die Mannschaft auf einen Abstiegsrang rutschte, trat Fernandez im Dezember 2016 von seinem Amt zurück und wurde interimsweise durch den früheren Nationalspieler Andrés Geroscânia ersetzt, der zuvor die Jugend der 95er trainiert hatte. Kurz danach wurde auch der langjährige Sportdirektor Francisco Copados von seinem Amt frei gestellt und überraschend durch den früheren Meistertrainer Eduardo Verrano als neuen Sportlichen Leiter ersetzt, der Luis Fernán Santoro als neuen Trainer installierte. Unter Verrano und Santoro setzte sich die Negativserie jedoch fort, sodass die Mannschaft am Ende der Saison 2016/2017 in die Segôna Liga abstieg. Nachdem er bis zum Schluss an Santoro festgehalten hatte, geriet auch Verrano in die Kritik und erklärte im Juni 2017 seinen Rücktritt nach nur einem halben Jahr als sportlicher Leiter. Ihm folgte der Belgier Jacky Kolmaken nach, der bereits zuvor als Scout und als Technischer Direktor für den Klub gearbeitet hatte.

Zweite Liga, Aufstieg und Wiederabstieg

Zur Saison 2017/2018 wurde der Argentinier Romualdo Sereni als neuer Cheftrainer vorgestellt, dem es jedoch nicht gelang, die 95er zurück in die Erste Liga zu führen. Stattdessen schloss Mistrech die Zweitliga-Saison als Tabellensiebter ab. Nach der Entlassung Serenis übernahm der vormalige Trainer der zweiten Mannschaft Mariano Areja das Team und führte die 95er als Tabellenzweiter in der Saison 2019/2020 zurück in die Premera Liga. Dort konnte sich der Aufsteiger 2020/2021 mit einem zwölften Platz wieder als Erstligist etablieren konnte.

Im Sommer 2021 wechselte Trainer Areja zum FC Duerez und wurde durch Francès Liriarte ersetzt. Zudem ging Klublegende Manuel Perón als Rekordspieler und Rekordtorjäger der 95er in seine letzte Saison, ehe er seine Karriere im Sommer 2022 beendete. Mit Wilton Paris, Gael Komoro, Jordán Ogwé und Tiago Nérez schloss die Mannschaft an die eigene Tradition an und tat sich als Talenteförderer im Oberhaus hervor.

Nachdem Mistrech in der Saison 2021/22 als Achter nur knapp das internationale Geschäft verpasst hatte, rutschte die Mannschaft in der Folgespielzeit in die untere Tabellenhälfte, konnte sich als Vierzehnter aber im Oberhaus halten. Im Sommer 2023 verkaufte Mistrech mit Torhüter Jules Ntara (zum FC Bosa), Mittelfeldspieler Gael Komoro (zu Liverpool) und Angreifer Wilton Paris (zu RB Leipzig) drei seiner talentiertesten Spieler gegen hohe zweistellige Millionensummen an internationale Torklubs, konnte die Abgänge aber nicht kompensieren und rutschte in die Abstiegsränge. Im Januar 2024 wurde Trainer Francès Liriarte entlassen und durch Fran Monet ersetzt. Diesem folgte im März Joaquín Castanier, der den dritten Abstieg des Klubs im 21. Jahrhundert aber nicht mehr verhindern konnte.

Erfolge

  • Sagradischer Meister 1997
  • Finalist in der Copa Sagradia 2010
  • Teilnahme an der UEFA Champions League 1997/1998
  • Teilnahme an UEFA-Pokal/Europa League 1995/1996, 1996/1997, 2010/2011, 2013/2014
  • Aufstieg in die Premera Liga 1980, 2007, 2020

Personen

Mannschaftskapitäne

Amtsbeginn Amtsende Amtsinhaber Nationalität Jahre im Team Stellvertreter
1998 Ariel Sóprez Sagradien 1987-1998
1998 2000 Eduardo Costane Sagradien 1993-2000
2000 2003 Jacky Kolmaken Belgien 1995-2004
2003 2005 António Morín Sagradien 1994-2007
2005 2007 Francisco Copados Sagradien 2000-2007
2007 2022 Manuel Perón Sagradien 1998-2003, 1/05-2022 Simón Favallós, Martí Oriol
2022 Fran d'Oliver Sagradien 2012-2013, seit 2015 Manuel Itúrriz