António Santiago: Unterschied zwischen den Versionen

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Als Mitarbeiter wurde Santiago ein enger Vertrauter des sozialistischen Abgeordneten [[José Saviola]], der den jungen Santiago förderte und 1925 zu seinem persönlichen Büroleiter machte. 1930 wurde Santiago erstmals in den Vorstand der Sozialistischen Partei gewählt und erhielt kurz darauf einen hauptamtlichen Posten als Organisationssekretär der Partei. Er war unter anderem für die Kontakte der Partei zu den formell unabhängigen, de facto aber von der Partei finanzierten [[Republikanische Kräfte|Republikanischen Kräfte]] (''Forças Republicanas'') zuständig. In der Folge gehörte Santiago zu den Skeptikern bezüglich einer Zusammenarbeit mit den Kommunisten, änderte aber seine Meinung, nachdem er von rechten Schlägertruppen 1934 zusammengeschlagen worden war und mehrere Wochen lang im Krankenhaus liegen musste. Daraufhin setzte er sich für eine linke Kampfgemeinschaft gegen den immer bedrohlicher werdenden Faschismus ein.
 
Als Mitarbeiter wurde Santiago ein enger Vertrauter des sozialistischen Abgeordneten [[José Saviola]], der den jungen Santiago förderte und 1925 zu seinem persönlichen Büroleiter machte. 1930 wurde Santiago erstmals in den Vorstand der Sozialistischen Partei gewählt und erhielt kurz darauf einen hauptamtlichen Posten als Organisationssekretär der Partei. Er war unter anderem für die Kontakte der Partei zu den formell unabhängigen, de facto aber von der Partei finanzierten [[Republikanische Kräfte|Republikanischen Kräfte]] (''Forças Republicanas'') zuständig. In der Folge gehörte Santiago zu den Skeptikern bezüglich einer Zusammenarbeit mit den Kommunisten, änderte aber seine Meinung, nachdem er von rechten Schlägertruppen 1934 zusammengeschlagen worden war und mehrere Wochen lang im Krankenhaus liegen musste. Daraufhin setzte er sich für eine linke Kampfgemeinschaft gegen den immer bedrohlicher werdenden Faschismus ein.
  
Erst nach dem Sieg der linken [[Volksfront]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935]] zog er erstmals ins sagradische Parlament ein, wo er die Volksfrontregierungen [[José Saviola]]s und [[Angel Colón]]s unterstützte. Er gehörte zum Vorstand der sozialistischen Fraktion und bekleidete 1936/37 im [[Kabinett Saviola II|zweiten Kabinett José Saviolas]] den Posten eines Staatssekretärs im [[Erziehungsministerium]]. Nach dem [[Februarputsch 1938]] wurde ihm sein Parlamentsmandat entzogen und er saß mehrere Monate lang als politischer Gefangener in Haft. Nach seiner Freilassung ging er in den Untergrund und wurde zu einem wesentlichen Führer des linken Widerstands gegen das faschistische [[Álamo-Regime]]. Im Untergrund trug er u.a. den Decknamen ''Chanal''.
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Erst nach dem Sieg der linken [[Volksfront]] bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935]] zog er erstmals ins sagradische Parlament ein, wo er die Volksfrontregierungen [[José Saviola]]s und [[Angel Colón]]s unterstützte. Er gehörte zum Vorstand der sozialistischen Fraktion und bekleidete 1936/37 im [[Kabinett Saviola II|zweiten Kabinett José Saviolas]] den Posten eines Staatssekretärs im [[Erziehungsministerium]]. Nach dem [[Februarputsch 1938]] wurde ihm sein Parlamentsmandat entzogen und er saß längere Zeit als politischer Gefangener in Haft. Nach seiner Freilassung 1940 ging er in den Untergrund und wurde zu einem wesentlichen Führer des linken Widerstands gegen das faschistische [[Álamo-Regime]]. Im Untergrund trug er u.a. den Kampfnamen ''Chanal''.
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Im Jahr 1943

Version vom 12:33, 24. Dez 2011

António Santiago (* 1894 in Parasca del Pesce, † Juni 1964 in Semess) war ein sozialistischer sagradischer Politiker. Er war seit 1954 der letzte Generalsekretär des Partido Socialista (PS) und danach bis zu seinem Tod der erste Generalsekretär der neugegründeten ASUL. Von Februar bis Juni 1964 war er Ministerpräsident Sagradiens. Als solcher verstarb der herzkranke Santiago an den Folgen eines Herzinfarkts im Amt.

Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende António Santiago, Sohn eines Schusters aus der Kleinstadt Parasca im Pescano, wuchs ohne Vater auf. Dennoch schaffte er es bis zum Abitur und erhielt ein Gewerkschaftsstipendium für ein Studium der Rechtswissenschaften. Nach seinem Jura-Examen arbeitete er bis zu seinem Tod als Funktionär für die linke Gewerkschaftsbewegung und für die sagradische Sozialistische Partei sowie zunächst als Vorstandsdelegierter für die sozialistische Jugendbewegung CSJS. 1920 wurde der damals 26-jährige für zwei Jahre zum stellvertretenden Sekretär der CSJS gewählt. Eine Bewerbung um das Sekretärsamt schlug 1922 fehl, sodass sich Santiago aus dem Vorstand zurückzog.

Als Mitarbeiter wurde Santiago ein enger Vertrauter des sozialistischen Abgeordneten José Saviola, der den jungen Santiago förderte und 1925 zu seinem persönlichen Büroleiter machte. 1930 wurde Santiago erstmals in den Vorstand der Sozialistischen Partei gewählt und erhielt kurz darauf einen hauptamtlichen Posten als Organisationssekretär der Partei. Er war unter anderem für die Kontakte der Partei zu den formell unabhängigen, de facto aber von der Partei finanzierten Republikanischen Kräfte (Forças Republicanas) zuständig. In der Folge gehörte Santiago zu den Skeptikern bezüglich einer Zusammenarbeit mit den Kommunisten, änderte aber seine Meinung, nachdem er von rechten Schlägertruppen 1934 zusammengeschlagen worden war und mehrere Wochen lang im Krankenhaus liegen musste. Daraufhin setzte er sich für eine linke Kampfgemeinschaft gegen den immer bedrohlicher werdenden Faschismus ein.

Erst nach dem Sieg der linken Volksfront bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935 zog er erstmals ins sagradische Parlament ein, wo er die Volksfrontregierungen José Saviolas und Angel Colóns unterstützte. Er gehörte zum Vorstand der sozialistischen Fraktion und bekleidete 1936/37 im zweiten Kabinett José Saviolas den Posten eines Staatssekretärs im Erziehungsministerium. Nach dem Februarputsch 1938 wurde ihm sein Parlamentsmandat entzogen und er saß längere Zeit als politischer Gefangener in Haft. Nach seiner Freilassung 1940 ging er in den Untergrund und wurde zu einem wesentlichen Führer des linken Widerstands gegen das faschistische Álamo-Regime. Im Untergrund trug er u.a. den Kampfnamen Chanal.

Im Jahr 1943