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Mit 118 A-Länderspielen war er längere Zeit Rekordnationalspieler der [[Sagradische Fußballnationalmannschaft|sagradischen Auswahl]], deren Spielführer er von 1994 und 2000 war. Mit Sagradien wurde Sabatier unter anderem Dritter bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998]] sowie Vizeeuropameister bei der [[Euro 2000]].
 
Mit 118 A-Länderspielen war er längere Zeit Rekordnationalspieler der [[Sagradische Fußballnationalmannschaft|sagradischen Auswahl]], deren Spielführer er von 1994 und 2000 war. Mit Sagradien wurde Sabatier unter anderem Dritter bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1998]] sowie Vizeeuropameister bei der [[Euro 2000]].
  
Zuletzt war Sabatier Cheftrainer beim englischen Zweitligisten Reading FC. Seit Januar 2023 ist Sabatier sportlicher Leiter der [[Tulisium]]-Fußballakademie.
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Zuletzt war Sabatier Cheftrainer beim englischen Zweitligisten Reading FC. Seit Januar 2023 ist Sabatier als sportlicher Leiter Jugendfußball für die [[Tulisium]]-Fußballakademie zuständig.
  
 
== Karriere als Spieler ==
 
== Karriere als Spieler ==

Version vom 16:47, 10. Okt 2023

Paulo Sabatier
Spielerinformationen
Voller Name Paulo Fernando Mello Sabatier
Geburtstag 19.01.1964
Geburtsort Biniar
Position Mittelfeld, Libero
Vereine in der Jugend
FC l'Artir
Vereine als Aktiver
1983–1989 FC l'Artir
1989–1991 Real Madrid
1991–1993 Juventus Turin
1993–2000 Tulisium
Nationalmannschaft
1985–2000 Sagradien 118
Vereine als Trainer
2001–2002 Tulisium C
2002–1/07 Tulisium B
1/07 Tulisium (Interim)
2/07–2008 Ligre North Sportivo
2008–2009 Sagradien U-20
2009–2010 Real Madrid (Assistent)
2011–10/12 Cuentra Fútbol
2014–12/15 Al-Gharafa SC
2016–12/18 Sadah FC
12/18–2020 Reading FC

Paulo Fernando Mello Sabatier (*1964 in Artir) ist ein ehemaliger sagradischer Fußballspieler und heutiger Trainer und Funktionär. Als flexibel einsetzbarer Defensivspieler mit Stärken im Spielaufbau und in der Spielkontrolle, konnte Sabatier im Mittelfeld, als Innenverteidiger oder als Libero eingesetzt werden. Er wird häufig als einer der besten Verteidiger der 1990er Jahre angesehen und mit Spielern wie Fernando Hierro, Franco Baresi und Laurent Blanc verglichen. Aufgrund seiner Führungsstärke und natürlichen Autorität auf und neben dem Platz wurde er von seinen Mitspielern "il Chefe" genannt.

Sabatier spielte in seiner Klubkarriere für den FC l’Artir und Tulisium in Sagradien, für Real Madrid in Spanien sowie für Juventus Turin in Italien. Er gehört mit insgesamt sechs nationalen Meisterschaften und drei Europapokalsiegen zu den erfolgreichsten sagradischen Klub-Fußballern.

Mit 118 A-Länderspielen war er längere Zeit Rekordnationalspieler der sagradischen Auswahl, deren Spielführer er von 1994 und 2000 war. Mit Sagradien wurde Sabatier unter anderem Dritter bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 sowie Vizeeuropameister bei der Euro 2000.

Zuletzt war Sabatier Cheftrainer beim englischen Zweitligisten Reading FC. Seit Januar 2023 ist Sabatier als sportlicher Leiter Jugendfußball für die Tulisium-Fußballakademie zuständig.

Karriere als Spieler

Der gebürtige Artirer Sabatier begann seine Fußballerkarriere in der Jugend seines Heimatvereins FCA und bestritt für den Klub in der Saison 1983/1984 sein erstes Profi-Spiel in der ersten Liga. In dieser Zeit spielte er noch im defensiven Mittelfeld vor der Abwehr. Bereits in der Folgesaison 1984/85 hatte er sich als Stammspieler in der Mannschaft durchgesetzt und glänzte durch starke Leistungen, sodass er im Herbst 1985 erstmals für die sagradische Nationalmannschaft berufen wurde. Hier konnte er sich zunächst aber nicht im Stamm durchsetzen und wurde nur unregelmäßig nominiert. Aufgrund der großen Konkurrenz im Mittelfeld verzichtete Nationaltrainer Luca Martínez bei der Weltmeisterschaft 1986 auf den 22-jährigen Sabatier. Stattdessen nahm dieser für die sagradische U-21-Auswahl an der Europameisterschaft 1986 teil und führte das Team zum Europameistertitel.

In der Spielzeit 1987/1988 erreichte Sabatier mit dem FC l’Artir unter Trainer Sebastián Elano das Halbfinale des UEFA-Pokals und wurde für seine starken Leistungen mit einer Nominierung für die Europameisterschaft 1988 in West-Deutschland belohnt. Im Halbfinale war für Sagradien gegen die Sowjetunion Schluss.

Nach einer weiteren starken Saison wechselte Sabatier im Sommer 1989 zu Real Madrid, wo er mit den Defensivlegenden Fernando Hierro, Manuel Sanchis und Oscar Ruggeri zusammenspielte. Mit der spanischen Meisterschaft 1989/90 gewann er seinen ersten Titel im Vereinsfußball und erreichte zudem das Finale der Copa del Rey.

Bei der Weltmeisterschaft 1990 in Italien wurde Sabatier in allen drei Gruppenspielen eingesetzt, konnte das enttäuschende Abschneidern der vemeintlichen Startruppe aber nicht verhindern. Nach zwei Niederlagen gegen Italien und die Tschechoslowakei reichte auch ein Sieg gegen die Vereinigten Staaten im letzten Gruppenspiel nicht mehr zum Weiterkommen.

Im Sommer 1991 wechselte Sabatier zu Juventus Turin, wo er unter Trainer Giovanni Trapattoni häufig als Libero hinter dem deutschen Weltmeister Jürgen Kohler eingesetzt wurde. Nach einer starken ersten Saison erlitt er im Frühjahr 1992 eine schwere Verletzung, die ihn auch die Teilnahme an der EURO 1992 in Schweden kostete. Nach seiner Genesung hatte er seinen Stammplatz verloren und wurde auch im UEFA-Pokal-Finale 1993 nicht eingesetzt.

Im Sommer 1993 kehrte daher Sabatier nach Sagradien zurück. Mit einer gezahlten Ablösesumme von umgerechnet 6,5 Millionen Euro, welche sein neuer Arbeitgeber Tulisium Football an Juventus zahlte, war der Verteidiger der bis dato teuerste Einkauf in der Vereingeschichte. Noch bis 1999 blieb Sabatier der teuerste Verteidiger in der Geschichte des Vereins. In Tulis erlebte Sabatier seine erfolgreichsten Jahre als Spieler. Unter Trainer Ticiano De la Costa spielte er als Libero Seite an Seite mit internationalen Stars wie Diego Juván oder Yohan Cajani und gewann bereits in seiner ersten Saison die sagradische Meisterschaft. Nach einer enttäuschenden Saison 1995/1996 nahm Sabatier mit der sagradischen Auswahl an der Europameisterschaft 1996 in England teil. Im Mutterland des Fußballs gehörte Sabatier als Spielführer zu den großen Stützen seines Teams. Nach zwei Siegen gegen die Türkei und gegen Dänemark wurde Sabatier bei der 0:3-Niederlage gegen Portugal im letzten Gruppenspiel geschont. In der folgenden Viertelfinal-Partie verlor das Team mit Sabatier gegen den späteren Turniersieger Deutschland knapp mit 1:2 und schied aus.

Mit Tulisium FC wurde Sabatier in der Folgespielzeit 1996/1997 Vizemeister und gewann zum zweiten Mal den UEFA-Pokal. Im Finale setzte sich das Team gegen Inter Mailand durch. In der Saison 1997/1998 führte Sabatier die Mannschaft mit starken Leistungen erneut zur Meisterschaft. Unter dem neuen Cheftrainer Joán Restávio wurde Sabatier wiederum als Nachfolger des zurückgetretenen Roger Paranda zum Kapitän der Mannschaft berufen. Als unumstrittener Leistungsträger fuhr Sabatier, mittlerweile bereits 34 Jahre alt und seit 1997 Rekordnationalspieler, auch zur Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich. In Frankreich führte Kapitän Sabatier das Team zum bis dahin zweitgrößten Erfolg nach der Finalteilnahme 1958. Nach Vorrunden-Siegen gegen Kolumbien und England und einem Untschieden gegen Tunesien, bei dem Sabatier geschont wurde, setzte sich die „Azûr“ in Achtel- und Viertelfinale gegen Kroatien und Deutschland durch. Erst im Halbfinale musste sich die sagradische Mannschaft dem Gastgeber und späteren Weltmeister Frankreich geschlagen geben. Im Spiel und Platz 3 siegte Sagradien schließlich gegen die Niederlande mit 2:1.

Dem erfolgreichen WM-Turnier folgte eine noch erfolgreichere Saison mit dem Verein. Unter Joán Restávio gewann Tulisium mit Sabatier als Abwehrchef als erste Mannschaft überhaupt das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Championsleague-Triumph. Im Europapokalfinale setzte sich das Team in einem legendären Spiel gegen Bayern München durch. Auch in der Folgesaison konnte Tulisium den Meistertitel verteidigen und damit den dritten Ligatriumph in Folge feiern. Es war Sabatiers letzte Spielzeit als aktiver Fußballer. Im letzten Heimspiel der Saison, bei dem auch die Meisterschaft gefeiert werden konnte, wurde Sabatier in der 80. Minute unter stürmischem Beifall der Tulinistas ausgewechselt und übergab die Kapitänsbinde an seinen Nachfolger Daniel Pessué. Nach dem Ligaerfolg nahm Sabatier noch einmal als Kapitän bei einer Europameisterschaft teil. Unter Trainer Selle Ebrulla kam die „Azûr“ zum zweitenmal nach 1976 ins EM-Finale, unterlag dort aber in einem spannenden Spiel Weltmeister Frankreich durch ein Golden Goal von David Trézéguet mit 1:2. Es war Sabatiers 118. und letztes Spiel für die FSF-Auswahl. Nach seinem Karriereende folgte noch ein Abschiedsspiel zwischen einer Allstar-Auswahl und dem Team von Tulisium, an dem zahlreiche internationale Stars und Wegbegleiter Sabatiers teilnahmen.

Erfolge als Spieler

Mit dem Verein
Mit dem Nationalteam
  • 118 A-Länderspiele für Sagradien (1985-2000)
  • WM-Teilnahme 1990, 1998
  • EM-Teilnahme 1988, 1996, 2000
  • Vize-Europameister 2000
  • WM-Dritter 1998
  • U-21-Europameister 1986
Persönliche Auszeichnungen

Karriere als Trainer

Tulisium

Im Anschluss an seine aktive Spielerkarriere absolvierte Sabatier eine Trainerausbildung und übernahm im Sommer 2001 die Leitung der 3. Mannschaft von Tulisium FC. Ein Jahr später wechselte er auf den Trainerstuhl von Tulisium B, die zu diesem Zeitpunkt in der Zweiten Liga spielte. Nachdem er die Mannschaft in den Spielzeiten 2002/2003 und 2003/2004 in der Liga hatte halten können, musste er 2005 den Weg in die Dritte Liga antreten, wo er in der Saison 2005/2006 nur knapp den direkten Wiederaufstieg verfehlte. Nach der Entlassung von Tulisium-Cheftrainer Ramón José-Vells Anfang 2007 übernahm Sabatier interimistisch die Leitung der Mannschaft und saß in zwei Ligaspielen und einem Pokalspiel auf der Trainerbank der Profimannschaft. In diesen Spielen konnte er zwei Siege und ein Unentschieden erreichen. Trotz seiner Erfolge und Forderungen der Fans nach einem dauerhaften Engagement des langjährigen Tulisium-Kapitäns als neuer Cheftrainer verpflichtete die damalige Klubführung um Präsident Alberto Joán Martínez den Franzosen Bernard Coutier als neuen Übungsleiter. Sabatier zeigte sich enttäuscht über vorangegangene Versprechungen und verließ in der Folge nach über zwölf Jahren bei von Tulisium den Verein.

Ligre North und U-20-Nationalelf

Nur wenige Wochen später wurde Sabatier als neuer Cheftrainer des Erstligisten Ligre North Sportivo vorgestellt, wo er als Nachfolger von Stefano Detânia einen Zweijahresvertrag unterschrieb. Nachdem er den in Abstiegsgefahr schwebenden Klub am Saisonende noch auf einen sicheren Mittelfeldplatz geführt hatte, verlief die Saison 2007/2008 unglücklich. Am Ende landete Sabatier mit den ”Lilien” auf Platz 13 und beendete die Zusammenarbeit mit dem Verein in beiderseitigem Einvernehmen. Im Anschluss an sein Engagement am Ligre unterschrieb Sabatier im August 2008 einen Trainervertrag beim sagradischen Fußballverband FSF und wurde Cheftrainer der sagradischen U-20-Nationalmannschaft, wo er den zuvor sehr erfolgreichen Joán Barxet ablöste.

Real Madrid und Cuentra

Im Juli 2009 verkündete Sabatier überraschend seinen Rücktritt vom Traineramt und kehrte als Co-Trainer zu Real Madrid zurück, wo er zum Trainerstab des neuen Cheftrainers Joán Restávio gehörte. Nach der verpassten Meisterschaft 2010 trotz Punkterekords und der Entlassung Restávios endete auch Sabatiers Engagement in der spanischen Hauptstadt.

Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit, in dem sich Sabatier bei verschiedenen Hospitationen fortbildete, wurde die Verpflichtung Paulo Sabatiers als neuer Cheftrainer des Erstligisten Cuentra Fútbol AS bekannt gegeben. Sabatier übernahm dort die sportliche Leitung der 1. Mannschaft von Luis Gracia, der zum FC Semesta gewechselt war. Als Assistenten verpflichtete er Tristán l’Areâu, der zudem die Leitung der 2. Mannschaft der Niederpiner übernahm. In seinem ersten Jahr als Cheftrainer der Pinländer erreichte Sabatier mit 52 Punkten den neunten Tabellenrang der Premera Liga und verpasste damit nur knapp den Einzug in die Europa League. In der Folge kam es zu Turbulenzen im Verein, die auch die Position Sabatiers in Mitleidenschaft zogen. Nach einem schwachen Start in die Saison 2012/2013 wurde Sabatier im Oktober 2012 von seinen Verpflichtungen entbunden.

Katar und Chasab

Zur Saison 2014/2015 übernahm Sabatier das Cheftraineramt beim katarischen Stars-League-Verein Al-Gharafa SC. Nachdem er den Klub im Dezember 2015 verlassen hatte, übernahm er wenig später den Sadah FC im Emirat Chasab, wo er einen Zweijahresvertrag unterschrieb.

Reading

Im Dezember 2018 kehrte Sabatier nach Europa zurück und unterschrieb einen Zweijahresvertrag als Manager beim abstiegsgefährdeten englischen Zweitligisten Reading FC. Dort ersetzte er den Interimscoach Scott Marshall.