Gabriel X.: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Gabriel X.''' (von Sagradien) (*1795, †1812) war zwischen Herbst 1805 und Sommer 1806 für mehrere Monate [[König von Sagradien]]. Er stand Zeit seiner Herrschaft unter Regentschaft seiner Mutter Marie Luise von Bourbon-Parma.
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'''Gabriel X.''' (von Sagradien) (*1793, †1812) war zwischen 1805 und 1812 [[König von Sagradien|König von Sagradien und Cuentez]]. Er stand die längste Zeit seiner Herrschaft über unter Regentschaft seiner Mutter Marie Luise von Bourbon-Parma.
  
Don Luis Gabriel de Viena wurde 1795 als ältester und einziger Sohn des sagradischen Thronfolgers [[Joseph Ludwig II.|Prinz José Luis von Sarmay]] und dessen zweiter Ehefrau Marie Luise von Parma geboren. Er war zwei Jahre alt, als sein Großvater [[Joseph Ludwig I.]] starb und sein Vater 1797 als [[Joseph Ludwig II.]] den Thron bestieg. Luis Gabriel erhielt nun als neuer Thronfolger selbst den Titel eines Prinzen von Sarmay.  
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Don Luis Gabriel de Viena wurde 1793 als ältester und einziger Sohn des sagradischen Thronfolgers [[Joseph Ludwig II.|Prinz José Luis von Sarmay]] und dessen zweiter Ehefrau Marie Luise von Parma geboren. Er war zwei Jahre alt, als sein Großvater [[Joseph Ludwig I.]] starb und sein Vater 1797 als [[Joseph Ludwig II.]] den Thron bestieg. Luis Gabriel erhielt nun als neuer Thronfolger selbst den Titel eines Prinzen von Sarmay.  
  
 
Nachdem sich Sagradien unter seinem Vater 1805 gegen das napoleonische Frankreich gewandt hatte, kam es nach der Niederlage Sagradiens gegen Napoléon im Herbst 1805 zum [[Vertrag von Challón]], in dem Joseph Ludwig II. zur Abdankung gezwungen wurde. Der erst zehnjährige Luis Gabriel wurde nun als Gabriel X. zum König proklamiert und seine Mutter Marie Luise als Regentin eingesetzt. Sagradien wurde nun zum napoleonischen Satellitenstaat, doch führte bereits die Niederlage Napoleons in der Schlacht von Trafalger im Oktober 1805 zu ersten Absetzbewegungen Marie Luises und ihres ersten Ministers [[Joán Batista Colón Marquês de Lima]], der zunehmend versuchte, sich von der französischen Umklammerung zu lösen.
 
Nachdem sich Sagradien unter seinem Vater 1805 gegen das napoleonische Frankreich gewandt hatte, kam es nach der Niederlage Sagradiens gegen Napoléon im Herbst 1805 zum [[Vertrag von Challón]], in dem Joseph Ludwig II. zur Abdankung gezwungen wurde. Der erst zehnjährige Luis Gabriel wurde nun als Gabriel X. zum König proklamiert und seine Mutter Marie Luise als Regentin eingesetzt. Sagradien wurde nun zum napoleonischen Satellitenstaat, doch führte bereits die Niederlage Napoleons in der Schlacht von Trafalger im Oktober 1805 zu ersten Absetzbewegungen Marie Luises und ihres ersten Ministers [[Joán Batista Colón Marquês de Lima]], der zunehmend versuchte, sich von der französischen Umklammerung zu lösen.
  
Die anhaltenden Versuche der Regierung Lima, die Kontinentalsperre zu unterlaufen, und die Kontaktaufnahme Marie Luises mit England führten im Sommer 1806 schließlich zum erzwungenen Ende des Königtums Gabriels X., für den nach dem erneuten Einmarsch französischer Truppen im August 1806 seine Mutter die Thronentsagung zugunsten [[Julien Bonaparte]]s, eines Bruders Napoleons, erklären musste. Gabriel wurde gemeinsam mit seiner Mutter nach Frankreich gebracht, wo sein Vater bereits seit seiner erzwungenen Abdankung unter französischer Kontrolle lebte. Dort starb Gabriel im Jahr 1812, ehe sein Vater Joseph Ludwig II. 1813 wieder auf den sagradischen Thron zurückkehren konnte.  
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Die anhaltenden Versuche der Regierung Lima, die Kontinentalsperre zu unterlaufen, führten 1808 zur Entmachtung des Marquis von Lima und zur Einsetzung eines Regentschaftsrates, dem zwar Marie Luise vorstand, der aber größtenteils von französischen Beratern kontrolliert wurde, was im Volk zu Widerständen führte, die von Micolinien und Großbritannien unterstützt wurden. Eigentlicher Machthaber wurde nun der französische Marschall [[Alexandre Lacomb]], der den Titel eines Fürsten von Laval erhielt. Dieser erließ noch im Jahr 1808 eine vorläufige Verfassung (''Carta Francêsa''), die durch eine einberufene Ständeversammlung bestätigt werden sollte. Als diese sich jedoch zunehmend gegen das Regime Lacombs richtete, kam es zu ihrer Auflösung.
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Als Gabriel 17 Jahre alt wurde, kam es 1811 zur Hochzeit mit der 16-jährigen [[Lucie Bonaparte]], der Tochter Joseph Bonapartes und Julie Clarys und Nichte Napoleons. Nominell übernahm Gabriel X. danach selbst die Herrschaft, Lacomb blieb aber Premierminister. Dennoch versuchte Gabriel danach, sich von den französischen Beratern zu emanzipieren. Nach dem gescheiterten Russlandfeldzug 1812, bei dem auch Sagradien Truppen stellen musste, kam es zu deutlichen Absetzbewegungen Gabriels, der Lacomb entließ und aktiv Kontakt mit England und Micolinien aufnahm. Ehe dies jedoch Erfolge zeigen konnte, starb Gabriel X. völlig überraschend im Herbst 1812.
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Napoléon versuchte nun, seine Nichte Lucie als regierende Königin und Lacomb erneut als Premierminister durchzusetzen, was in Sagradien jedoch rasch zu Aufständen führte, die sich zum Befreiungskrieg ausweiteten. Schließlich musste der geschwächte Napoleon den Forderungen der ''Antifrancistas'' nachgeben und den 1805 abgesetzten König [[Joseph Ludwig II.]] wieder als Herrscher einsetzen. Dieser übernahm im Frühjahr 1813 wieder die Herrschaft.  
  
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]

Version vom 21:22, 2. Jun 2011

Gabriel X. (von Sagradien) (*1793, †1812) war zwischen 1805 und 1812 König von Sagradien und Cuentez. Er stand die längste Zeit seiner Herrschaft über unter Regentschaft seiner Mutter Marie Luise von Bourbon-Parma.

Don Luis Gabriel de Viena wurde 1793 als ältester und einziger Sohn des sagradischen Thronfolgers Prinz José Luis von Sarmay und dessen zweiter Ehefrau Marie Luise von Parma geboren. Er war zwei Jahre alt, als sein Großvater Joseph Ludwig I. starb und sein Vater 1797 als Joseph Ludwig II. den Thron bestieg. Luis Gabriel erhielt nun als neuer Thronfolger selbst den Titel eines Prinzen von Sarmay.

Nachdem sich Sagradien unter seinem Vater 1805 gegen das napoleonische Frankreich gewandt hatte, kam es nach der Niederlage Sagradiens gegen Napoléon im Herbst 1805 zum Vertrag von Challón, in dem Joseph Ludwig II. zur Abdankung gezwungen wurde. Der erst zehnjährige Luis Gabriel wurde nun als Gabriel X. zum König proklamiert und seine Mutter Marie Luise als Regentin eingesetzt. Sagradien wurde nun zum napoleonischen Satellitenstaat, doch führte bereits die Niederlage Napoleons in der Schlacht von Trafalger im Oktober 1805 zu ersten Absetzbewegungen Marie Luises und ihres ersten Ministers Joán Batista Colón Marquês de Lima, der zunehmend versuchte, sich von der französischen Umklammerung zu lösen.

Die anhaltenden Versuche der Regierung Lima, die Kontinentalsperre zu unterlaufen, führten 1808 zur Entmachtung des Marquis von Lima und zur Einsetzung eines Regentschaftsrates, dem zwar Marie Luise vorstand, der aber größtenteils von französischen Beratern kontrolliert wurde, was im Volk zu Widerständen führte, die von Micolinien und Großbritannien unterstützt wurden. Eigentlicher Machthaber wurde nun der französische Marschall Alexandre Lacomb, der den Titel eines Fürsten von Laval erhielt. Dieser erließ noch im Jahr 1808 eine vorläufige Verfassung (Carta Francêsa), die durch eine einberufene Ständeversammlung bestätigt werden sollte. Als diese sich jedoch zunehmend gegen das Regime Lacombs richtete, kam es zu ihrer Auflösung.

Als Gabriel 17 Jahre alt wurde, kam es 1811 zur Hochzeit mit der 16-jährigen Lucie Bonaparte, der Tochter Joseph Bonapartes und Julie Clarys und Nichte Napoleons. Nominell übernahm Gabriel X. danach selbst die Herrschaft, Lacomb blieb aber Premierminister. Dennoch versuchte Gabriel danach, sich von den französischen Beratern zu emanzipieren. Nach dem gescheiterten Russlandfeldzug 1812, bei dem auch Sagradien Truppen stellen musste, kam es zu deutlichen Absetzbewegungen Gabriels, der Lacomb entließ und aktiv Kontakt mit England und Micolinien aufnahm. Ehe dies jedoch Erfolge zeigen konnte, starb Gabriel X. völlig überraschend im Herbst 1812.

Napoléon versuchte nun, seine Nichte Lucie als regierende Königin und Lacomb erneut als Premierminister durchzusetzen, was in Sagradien jedoch rasch zu Aufständen führte, die sich zum Befreiungskrieg ausweiteten. Schließlich musste der geschwächte Napoleon den Forderungen der Antifrancistas nachgeben und den 1805 abgesetzten König Joseph Ludwig II. wieder als Herrscher einsetzen. Dieser übernahm im Frühjahr 1813 wieder die Herrschaft.