Michael von Vesaey: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen
Zeile 10: Zeile 10:
  
 
=== Fünfzigjähriger Krieg ===
 
=== Fünfzigjähriger Krieg ===
Jedoch erkannte Karl VI. die Abdankung nicht an und begann im Namen Josephs, nach dessen Tod 1398 im Namen seines minderjährigen Sohnes [[Johann das Kind]] mit dem Einfall in [[Perucía]] den Fünfzigjährigen Krieg. Nach Johanns Tod 1402 erklärte Karl VI. selbst seinen Anspruch auf den sagradischen Thron, womit er den [[Vertrag von Álbero]] seines Vaters Karl V. und Gabriels IV. für nichtig erklärte, in dem die Trennung der Kronen von Sagradien und Micolinien beschlossen worden war. Michael ließ sich 1397 in [[Noyar]] zum König krönen. Zunächst konnte Miguel einige Siege davontragen. 1398 schloss er eine Allianz mit der unabhängigen [[Tulinesische Republik|Tulinischen Republik]], in deren Rahmen er seine Tochter Isabela mit [[António de Santori]], dem gewählten [[Conte von Tulis]], vermählte. Damit wurde das folgenschwere Bündnis zwischen den [[Haus Santori|Santori]] und dem Haus Vesaey begründet.  
+
Jedoch erkannte Karl VI. die Abdankung nicht an und begann im Namen Josephs, nach dessen Tod 1398 im Namen seines minderjährigen Sohnes [[Johann das Kind]] mit dem Einfall in [[Perucía]] den Fünfzigjährigen Krieg. Nach Johanns Tod 1402 erklärte Karl VI. selbst seinen Anspruch auf den sagradischen Thron, womit er den [[Vertrag von Álbero]] seines Vaters Karl V. und Gabriels IV. für nichtig erklärte, in dem die Trennung der Kronen von Sagradien und Micolinien beschlossen worden war. Michael ließ sich 1397 in [[Noyar]] zum König krönen. Zunächst konnte Miguel einige Siege davontragen. 1398 schloss er eine Allianz mit der unabhängigen [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Republik]], in deren Rahmen er seine Tochter Isabela mit [[António de Santori]], dem gewählten [[Conte von Tulis]], vermählte. Damit wurde das folgenschwere Bündnis zwischen den [[Haus Santori|Santori]] und dem Haus Vesaey begründet.  
  
 
Tulis griff aufseiten Sagradiens in den Krieg ein, da es eine übermächtige Doppelmonarchie wie seit 1321 im eigenen Interesse zu verhindern suchte. Während die tulinische Flotte die [[Straße von Scola]] lahmlegte, den micolinischen Handel damit empfindlich störte und schließlich Angriffe auf den Süden des Landes begann, konnte Michael sich den gesamten Norden Micoliniens sichern.  
 
Tulis griff aufseiten Sagradiens in den Krieg ein, da es eine übermächtige Doppelmonarchie wie seit 1321 im eigenen Interesse zu verhindern suchte. Während die tulinische Flotte die [[Straße von Scola]] lahmlegte, den micolinischen Handel damit empfindlich störte und schließlich Angriffe auf den Süden des Landes begann, konnte Michael sich den gesamten Norden Micoliniens sichern.  
 
1409 aber kam mit dem Abfall der Stände [[Niederperucía]]s und [[Montana]]s in der [[Alberenser Union]] die Wende. Der Tod António de Santoris 1416 führte in Tulis zu inneren Streitigkeiten um die Nachfolgerwahl, in der sich 1417 [[Kardinal Julio de Santori|Kardinal Julio]], der Bruder Antónios und [[Erzbischof von Tulis]] durchsetzen konnte und seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Conte machte. Dieser setzte sich an die Spitze der tulinesischen Gegner einer zu engen Bindung an das sagradische Königshaus, die die Preisgabe der eigenen Unabhängigkeit und ein Übergewicht Sagradiens befürchteten. Noch im Jahr 1418 schloss Tulis Frieden mit Micolinien und fiel damit als Bündnispartner Miguels I. aus, der immer stärker in die Defensive geriet.  
 
1409 aber kam mit dem Abfall der Stände [[Niederperucía]]s und [[Montana]]s in der [[Alberenser Union]] die Wende. Der Tod António de Santoris 1416 führte in Tulis zu inneren Streitigkeiten um die Nachfolgerwahl, in der sich 1417 [[Kardinal Julio de Santori|Kardinal Julio]], der Bruder Antónios und [[Erzbischof von Tulis]] durchsetzen konnte und seinen illegitimen Sohn [[Pietro Símplice]] zum Conte machte. Dieser setzte sich an die Spitze der tulinesischen Gegner einer zu engen Bindung an das sagradische Königshaus, die die Preisgabe der eigenen Unabhängigkeit und ein Übergewicht Sagradiens befürchteten. Noch im Jahr 1418 schloss Tulis Frieden mit Micolinien und fiel damit als Bündnispartner Miguels I. aus, der immer stärker in die Defensive geriet.  
  
Ein offener Aufstand in [[Westligre]] 1417 gegen die sagradische Herrschaft führte unmittelbar zum Verlust großer Teile Perucías. Seit 1418 befanden sich die micolinischen Heere auf dem Vormarsch in [[Scantia]] und belagerten 1420 [[Gerón]]. Zwar konnte Miguels Sohn [[Don António]] die Stadt halten, jedoch konnte er keine Wende zugunsten Sagradiens herbeiführen.  
+
Ein offener Aufstand in [[Westligre]] 1417 gegen die sagradische Herrschaft führte unmittelbar zum Verlust großer Teile Perucías. Seit 1418 befanden sich die micolinischen Heere auf dem Vormarsch in [[Scantia]] und belagerten 1420 [[Gerón]]. Zwar konnte Miguels Sohn [[Don António]] die Stadt halten, jedoch konnte er keine Wende zugunsten Sagradiens herbeiführen.
  
 
=== Tod in der Schlacht ===
 
=== Tod in der Schlacht ===

Version vom 16:28, 14. Mai 2011

Michael I. (von Sagradien) (*1355; †1421) war König von Sagradien (1396-1421) und erster Herrscher aus dem Haus Vesaey. Er setzte sich nach dem Tod Gabriels IV. gegen Joseph von Óstino durch, musste seine Herrschaft aber im Fünfzigjährigen Krieg gegen den micolinischen König Karl VI. verteidigen.

Herkunft

Miguel de Vesaey wurde 1355 in Vesaey als Sohn des Herzogs Jakob von Sesin und Isabela von Gerón, der Schwester Königs Sergi II. geboren. Als Neffe König Sergis II. und Enkel König Sergis I. gehörte Miguel de Vesaey, aus einer Seitenlinie der Juvantidendynastie stammend, zu den vornehmsten Prinzen des Landes. Sein Großvater Filipe von Vesaey, hatte sich im Thronkampf von 1320/1321 gegen seinen Schwager Danadier von Scola gestellt und als Belohnung vom siegreichen Sergi I. das Herzogtum Sesin erhalten, das er später Michaels Vater Jakob von Vesaey vererbt hatte. Nach der Hochzeit dessen mit Isabela von Gerón war zudem die Grafschaft Oller hinzugekommen, sodass die Vesaey bald einen Großteil Südwestsagradiens als Hausmacht vorzuweisen hatten.

1384 heiratete Miguel Lara von Sáloa. Seine ältere Schwester Luísa hatte bereits 1370 König Gabriel IV. geheiratet. Als Schwager des Königs gehörte Miguel lange zu den einflussreichsten Fürsten des Landes. Er war auch am verlorenen Krieg Gabriels gegen Karl von Interea beteiligt, der Gabriel zwang, 1390 auf die micolinische Krone zu verzichten. Sein Bruder Philipp von Vesaey fiel in der entscheidenen Schlacht von Salazia im Jahr 1387. Von ihm erbte Miguel die Grafschaft Perin, 1389 folgte er seinem Vater als Herzog von Sesin nach.

Guerra de Ducas und Thronbesteigung

1392 kam es zum Krieg zwischen Miguel und José von Óstino, da beide sich als potenzielle Thronfolger des kinderlosen Gabriel ansahen. Miguel konnte in der so genannten "Guerra de Ducas" (Bürgerkrieg der zwei Herzöge) einen Sieg davon tragen und erzwang von Gabriel, ihn als Nachfolger zu nominieren. Gegen diesen Schritt verbündete sich José von Óstino mit Karl VI. von Micolinien und zog mit einem Heer gegen König Gabriel IV. Dieser forderte Michael zur Unterstützung an, der aber seine Hilfe verweigerte. Gabriel verlor gegen Óstino und wurde gefangen genommen, sodass Miguel nun doch zur Schlacht rüstete. Noch bevor es dazu kommen konnte, starb König Gabriel in der Gefangenschaft und José von Óstino erhob sich als Joseph I. zum König. Michael ließ sich zum Gegenkönig proklamieren und zog mit seinen Heeren gegen José, der von micolinischen Truppen unterstützt wurde. Nach zwei verlorenen Schlachten musste Miguel nach Cuentez flüchten, wo er den Winter verbrachte, um im Frühjahr aufs Neue ein Heer gegen Joseph zu führen. Dieses Mal konnte er bei Xenópolis im Mai 1396 siegen und José gefangen nehmen. Er zwang ihn zur Abdankung und bestieg selbst den Thron.

Fünfzigjähriger Krieg

Jedoch erkannte Karl VI. die Abdankung nicht an und begann im Namen Josephs, nach dessen Tod 1398 im Namen seines minderjährigen Sohnes Johann das Kind mit dem Einfall in Perucía den Fünfzigjährigen Krieg. Nach Johanns Tod 1402 erklärte Karl VI. selbst seinen Anspruch auf den sagradischen Thron, womit er den Vertrag von Álbero seines Vaters Karl V. und Gabriels IV. für nichtig erklärte, in dem die Trennung der Kronen von Sagradien und Micolinien beschlossen worden war. Michael ließ sich 1397 in Noyar zum König krönen. Zunächst konnte Miguel einige Siege davontragen. 1398 schloss er eine Allianz mit der unabhängigen Tulinesischen Republik, in deren Rahmen er seine Tochter Isabela mit António de Santori, dem gewählten Conte von Tulis, vermählte. Damit wurde das folgenschwere Bündnis zwischen den Santori und dem Haus Vesaey begründet.

Tulis griff aufseiten Sagradiens in den Krieg ein, da es eine übermächtige Doppelmonarchie wie seit 1321 im eigenen Interesse zu verhindern suchte. Während die tulinische Flotte die Straße von Scola lahmlegte, den micolinischen Handel damit empfindlich störte und schließlich Angriffe auf den Süden des Landes begann, konnte Michael sich den gesamten Norden Micoliniens sichern. 1409 aber kam mit dem Abfall der Stände Niederperucías und Montanas in der Alberenser Union die Wende. Der Tod António de Santoris 1416 führte in Tulis zu inneren Streitigkeiten um die Nachfolgerwahl, in der sich 1417 Kardinal Julio, der Bruder Antónios und Erzbischof von Tulis durchsetzen konnte und seinen illegitimen Sohn Pietro Símplice zum Conte machte. Dieser setzte sich an die Spitze der tulinesischen Gegner einer zu engen Bindung an das sagradische Königshaus, die die Preisgabe der eigenen Unabhängigkeit und ein Übergewicht Sagradiens befürchteten. Noch im Jahr 1418 schloss Tulis Frieden mit Micolinien und fiel damit als Bündnispartner Miguels I. aus, der immer stärker in die Defensive geriet.

Ein offener Aufstand in Westligre 1417 gegen die sagradische Herrschaft führte unmittelbar zum Verlust großer Teile Perucías. Seit 1418 befanden sich die micolinischen Heere auf dem Vormarsch in Scantia und belagerten 1420 Gerón. Zwar konnte Miguels Sohn Don António die Stadt halten, jedoch konnte er keine Wende zugunsten Sagradiens herbeiführen.

Tod in der Schlacht

Im Juli 1421 starb Michael I. in der Schlacht von Porto Valés. Auf dem Thron folgte ihm sein Sohn Michael II., unter dem nach dem Wiedereintritt Tulis' in den Krieg die Geschicke Sagradiens in den Kriegshandlungen wieder eine positive Wende nehmen sollten.