Johanna von Sagradien: Unterschied zwischen den Versionen

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Johanna Maria von Sagradien wurde 1520 als drittes Kind und zweitälteste Tochter Davids I. und dessen erster Frau Luisa von Portugal geboren. Nachdem ihre beiden älteren Geschwister [[Don Andrés Pietro|Andrés Pietro]] (†1534) und Elisa Luísa (†1536) binnen zwei Jahren gestorben waren, blieb Johanna als älteste und damit erbberechtigte Tochter Davids zurück. 1535 heiratete sie [[Michael III.|Miguel de Valier]], den Statthalter Davids im [[Herzogtum Servette]].
 
Johanna Maria von Sagradien wurde 1520 als drittes Kind und zweitälteste Tochter Davids I. und dessen erster Frau Luisa von Portugal geboren. Nachdem ihre beiden älteren Geschwister [[Don Andrés Pietro|Andrés Pietro]] (†1534) und Elisa Luísa (†1536) binnen zwei Jahren gestorben waren, blieb Johanna als älteste und damit erbberechtigte Tochter Davids zurück. 1535 heiratete sie [[Michael III.|Miguel de Valier]], den Statthalter Davids im [[Herzogtum Servette]].
  
Nachdem auch die zweite Ehe Davids mit Marguerite de Valois erbenlos geblieben war, setzte David seine Tochter Johanna und ihren Ehemann Miguel 1539 als Erben der sagradischen Krone ein. Da die portugiesischen Stände die Nachfolgeregelung jedoch nicht anerkannten, wurde dort [[Joseph I. von Cuentez|Joseph von Óstino und Liez]], ein Onkel Davids I., als König eingesetzt.  
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Nachdem auch die zweite Ehe Davids mit Marguerite de Valois erbenlos geblieben war, setzte David seine Tochter Johanna und ihren Ehemann Miguel 1539 als Erben der sagradischen Krone ein. Da die portugiesischen Stände die Nachfolgeregelung jedoch nicht anerkannten, wurde dort [[Joseph I. von Cuentez|Joseph von Óstino und Liez]], ein Onkel Davids I., als König eingesetzt. Johannas Ehemann Miguel wollte dies jedoch nicht anerkennen und zweifelte das Testament ebenso wie Joseph an, der sich nicht mit der portugiesischen Krone begnügen wollte. Da die Nachfolgeregelung zudem nur von den sagradischen [[Generalstände|Generalständen]], nicht aber vom tulinesischen Senat bestätigt wurde, blieb die Nachfolge ungewiss.
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Dem Tod Davids I. folgten daher kriegerische Auseinandersetzungen zwischen der Partei Johannas und Michaels, den so genannten "[[Migueliten]]", und den Gefolgsleuten Josephs von Óstino, die als "[[Josephiten]]" bezeichnet werden ("[[Lilienkrieg]]"). Nachdem die Waffen seit 1545 ruhten, bestätigte der [[Friede von Servette]] 1547 die Regentschaft Johannas und Michaels in Sagradien und den [[Servettinische Lande|Servettinischen Landen]], sicherte für Joseph jedoch neben dem ihm zugesprochenen Königreich Portugal den Titel eines [[König von Cuentez|Königs von Cuentez]] und das auf dem Gebiet des alten [[Tulinesische Republik|Tulinesischen Comitats]] neu konstituierte Königreich. 
  
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
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[[Kategorie: Herzog von Servette]]

Version vom 21:39, 1. Mai 2011

Johanna I. (von Sagradien) (*1520, †1578) war die erste regierende Königin von Sagradien (1543-1563). Sie folgte 1543 als älteste lebende Tochter ihrem Vater David I. auf den Thron und regierte bis 1555 gemeinsam mit ihrem Ehemann Michael III.. 1563 dankte sie zugunsten ihres Sohnes Richard I. Jakob ab.

Johanna Maria von Sagradien wurde 1520 als drittes Kind und zweitälteste Tochter Davids I. und dessen erster Frau Luisa von Portugal geboren. Nachdem ihre beiden älteren Geschwister Andrés Pietro (†1534) und Elisa Luísa (†1536) binnen zwei Jahren gestorben waren, blieb Johanna als älteste und damit erbberechtigte Tochter Davids zurück. 1535 heiratete sie Miguel de Valier, den Statthalter Davids im Herzogtum Servette.

Nachdem auch die zweite Ehe Davids mit Marguerite de Valois erbenlos geblieben war, setzte David seine Tochter Johanna und ihren Ehemann Miguel 1539 als Erben der sagradischen Krone ein. Da die portugiesischen Stände die Nachfolgeregelung jedoch nicht anerkannten, wurde dort Joseph von Óstino und Liez, ein Onkel Davids I., als König eingesetzt. Johannas Ehemann Miguel wollte dies jedoch nicht anerkennen und zweifelte das Testament ebenso wie Joseph an, der sich nicht mit der portugiesischen Krone begnügen wollte. Da die Nachfolgeregelung zudem nur von den sagradischen Generalständen, nicht aber vom tulinesischen Senat bestätigt wurde, blieb die Nachfolge ungewiss.

Dem Tod Davids I. folgten daher kriegerische Auseinandersetzungen zwischen der Partei Johannas und Michaels, den so genannten "Migueliten", und den Gefolgsleuten Josephs von Óstino, die als "Josephiten" bezeichnet werden ("Lilienkrieg"). Nachdem die Waffen seit 1545 ruhten, bestätigte der Friede von Servette 1547 die Regentschaft Johannas und Michaels in Sagradien und den Servettinischen Landen, sicherte für Joseph jedoch neben dem ihm zugesprochenen Königreich Portugal den Titel eines Königs von Cuentez und das auf dem Gebiet des alten Tulinesischen Comitats neu konstituierte Königreich.