Philipp IV. Hermes: Unterschied zwischen den Versionen
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=== Jugend und Thronbesteigung === | === Jugend und Thronbesteigung === | ||
Version vom 13:33, 5. Nov 2017
Philipp IV. Hermes (von Sagradien), (*1210, †1261, sagr. Don Filipe Hermés) war im 13. Jahrhundert König von Sagradien (1233-1261) aus dem Geschlecht der Dianniden-Hugoniden. Unter Philipp Hermes wurden die seit über 150 Jahren andauernden Lusonidenkriege durch den Tod des letzten Lusonidenkönigs von Peruzien endgültig beendet und das peruzinische Königreich unter die Lehnshoheit Sagradiens gestellt. Philipp Hermes gilt daher als letzter großer sagradischer König der Diannidendynastie.
Jugend und Thronbesteigung
Philipp Hermes wurde im Jahr 1210 als zweiter Sohn König Gabriels II. und dessen erster Ehefrau, der Stauferprinzessin Beatrix von Schwaben geboren. Sein älterer Bruder war der spätere König Gabriel III., der 1220 als Zwölfjähriger den sagradischen Thron bestieg. Nachdem sich Philipps und Gabriels Vater Gabriel II. 1214 von seiner Frau Beatrix getrennt hatte, war Josefa von Liez beider Stiefmutter, die versuchte, die Söhne ihres Mannes aus dessen erster Ehe von der Thronfolge auszuschließen und ihren eigenen Sohn Philipp von Vesaey als Thronfolger zu installieren. Philipp Hermes musste daher als Kind mehrere Anschläge auf sein Leben überstehen, die seiner Stiefmutter zugeschrieben wurden. Als Gabriel II. 1220 starb, wurde Philipp Hermes' älterer Bruder Gabriel III. von ihrer Tante Blanka und deren Mann Gottfried von Bosa zum König ausgerufen. In der Folge kam es zum Streit zwischen Gottfried von Bosa und Josefa von Liez um die Regentschaft für den minderjährigen Gabriel III., der 1225 schließlich selbst die Regierung antrat, die Stiefmutter Josefa als Ehebrecherin anklagte und hinrichten ließ und seinen Halbbruder Philipp von Vesaey für illegitim erklärte. Als Gabriel III. 1233 starb, folgte ihm Philipp Hermes auf den Thron, der zu dieser Zeit 23 Jahre alt war. Er musste sich nun aber im so genannten Krieg der Philippe gegen seinen Halbbruder Philipp von Vesaey wehren, der - 1233 gerade einmal 17 Jahre alt - um seine Rechte kämpfte und von Sergi von Liez und anderen Baronen unterstützt wurde.
Peruzinische Kampagne
Als König musste sich Philipp Hermes mit der Lösung der Peruzinischen Frage um die offene Nachfolge des 1249 gestorbenen letzten Lusonidenkönigs in Alessa kümmern. Bereits seit 1242 war in Perucía eine dynastische Krise ausgebrochen, nachdem Martin der Streiter gestorben war und erst wenige Wochen nach seinem Tod mit Martin Posthumus ein Sohn und Nachfolger geboren wurde. Da Martin der Streiter bei der Zeugung bereits 56 Jahre alt gewesen sein muss, kam es zu Zweifeln an der Vaterschaft des Königs und an der Legitimität des Neugeborenen, der dennoch König wurde und unter Vormundschaft eines Regentschaftsrats gestellt wurde. Dieser wurde wiederum seit 1245 vom mikolinischen König Richard I. kontrolliert, der versuchte, die Lehnshoheit über Perucía zu erlangen. Bereits an seinem sechsten Geburtstag wurde der junge König daher mit einer Enkelin Richards I. verlobt, starb aber 1249, ehe diese Ehe rechtskräftig geschlossen werden konnte.
Der peruzinische Thron war damit zum zweiten Mal nach 1101 vakant geworden und zum Streitobjekt zwischen Sagradien und Mikolinien geworden. Mikolinien unterstützte nun Renart von Soria, einen angeblich unehelichen Sohn Martins des Streiters und damit illegitimer Erbe der Lusoniden. Auf der anderen Seite beanspruchte auch Herzog Philipp der Schweigsame von Scantia aus dem Haus Redanior die Krone. Er stützte sich auf den Vertrag von Erin des Jahres 1184, in dem König Johann der Starke Martin den Guten, den Großvater Philipps, als Erben Aliuretos III. von Scantia anerkennen musste, sodass sich Philipp nun zusammen mit seinem Bruder Johann dem Blinden als Haupterben des zerfallenen Lusonidenreichs betrachtete.
Philipp Hermes schloss daraufhin eine Allianz mit dem Haus Redanior und zog mit einem Heer nach Perucía, um die Ansprüche Philipps des Schweigsamen gegen den Usurpator Renart von Soria durchzusetzen, der inzwischen den Thron in Alessa an sich gerissen und den Regentschaftsrat aufgelöst hatte. Gemeinsam konnte sich das sagradische Heer gegen die Mikolinier und die Gefolgsleute Renarts durchsetzen und die Herrschaft Philipps sichern, der nun als Philipp I. den peruzinischen Thron bestieg. Philipp Hermes erreichte, dass der Redanior-König seinem sagradischen Gegenüber nicht nur für die Gebiete in Sagradien, sondern auch sein neu erworbenes peruzinischen Königreich der sagradischen Lehnshoheit zu unterstellen. Damit erreichte das sagradische Königreich eine territoriale Ausdehnung wie nie zuvor.
Renart von Soria flüchtete nach Mikolinien, kehrte aber 1255 bereits mit einem neuen Heer nach Perucía zurück und versuchte, mithilfe eines Aufstands die Sagradier zu vertreiben, was ihm aber nach anfänglichen Erfolgen nicht gelang. In der Schlacht von Porinéi 1255 wurde er vernichtend geschlagen und musste seinen Thronverzicht erklären. Dennoch waren die Ereignisse der Startschuss für die so genannten Peruzinischen Kriege gegen das als Fremdherrschaft empfundene Redanior-Königtum, die nach dem Tod Martins IV. 1290 wieder aufflammten und sich bis 1313 hinzogen.
Erbe
Die Allianz zwischen Philipp Hermes und Philipp dem Schweiger war der Grundstein für die Nachfolge der Redanior auf dem Thron Sagradiens, da Philipp Hermes nun in zweiter Ehe Marca von Viça zur Frau nahm, eine Nichte und Patenkind Philipps des Schweigers, der wiederum die Tochter Philipp Hermes’ Johanna heiratete, von deren gemeinsamen Söhnen gleich drei später sagradische Könige werden sollten. Direkter Nachfolger Philipp Hermes' wurde nach dessen Tod 1261 sein Sohn Gabriel IV. der Kluge.