Joán Cardinal: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen
Zeile 1: Zeile 1:
 
[[Bild:EmileLoubet.jpg|thumb|200px]]
 
[[Bild:EmileLoubet.jpg|thumb|200px]]
  
'''Joán Batista Cardinal Marqués de Cavorac''' (*1832, †1915) war ein [[sagradischer]] Militär, Politiker (parteilos) und Staatsmann. Er war von 1905 bis 1912 der zweite [[Präsident der Sagradischen Republik]].  
+
'''Joán Batista Cardinal de Cavorac''' (*1832, †1915) war ein [[sagradischer]] Militär, Politiker (parteilos) und Staatsmann. Er war von 1905 bis 1912 der zweite [[Präsident der Sagradischen Republik]].  
  
 
Als Militär gelangte Cardinal in den Kolonialkriegen Sagradiens in Afrika zu Ruhm und stieg bis zum General auf. Als solcher war er nach 1891 auch für die republikanischen Regierungen tätig, auch wenn er enge Kontakte ins Lager der republikfeindlichen Monarchisten unterhielt. Während des [[Putsch von 1898|fehlgeschlagenen Staatsstreichs im Jahr 1898]] spielte Cardinal keine führende Rolle, ergriff aber auch nicht Partei für die Republik. In den Verhandlungen der parlamentarischen Untersuchungskommission spielte Cardinal keine wesentliche Rolle.
 
Als Militär gelangte Cardinal in den Kolonialkriegen Sagradiens in Afrika zu Ruhm und stieg bis zum General auf. Als solcher war er nach 1891 auch für die republikanischen Regierungen tätig, auch wenn er enge Kontakte ins Lager der republikfeindlichen Monarchisten unterhielt. Während des [[Putsch von 1898|fehlgeschlagenen Staatsstreichs im Jahr 1898]] spielte Cardinal keine führende Rolle, ergriff aber auch nicht Partei für die Republik. In den Verhandlungen der parlamentarischen Untersuchungskommission spielte Cardinal keine wesentliche Rolle.

Version vom 11:47, 23. Feb 2017

EmileLoubet.jpg

Joán Batista Cardinal de Cavorac (*1832, †1915) war ein sagradischer Militär, Politiker (parteilos) und Staatsmann. Er war von 1905 bis 1912 der zweite Präsident der Sagradischen Republik.

Als Militär gelangte Cardinal in den Kolonialkriegen Sagradiens in Afrika zu Ruhm und stieg bis zum General auf. Als solcher war er nach 1891 auch für die republikanischen Regierungen tätig, auch wenn er enge Kontakte ins Lager der republikfeindlichen Monarchisten unterhielt. Während des fehlgeschlagenen Staatsstreichs im Jahr 1898 spielte Cardinal keine führende Rolle, ergriff aber auch nicht Partei für die Republik. In den Verhandlungen der parlamentarischen Untersuchungskommission spielte Cardinal keine wesentliche Rolle.

Einen Wechsel in die Politik vollzog Cardinal schließlich im Jahr 1903. In der konservativen Regierung von Miquel Fernando Luisanto wurde er ins Amt des Kriegsministers berufen, ehe er in den Regierungen von Fernando Cabalín und Domênco Serrano López als Außenminister fungierte. Als Politiker gehörte Cardinal keiner Partei an, neigte aber dem konservativ-katholischen Lager zu und verstand sich Zeit seines Lebens als Monarchist.

Bei der Präsidentschaftswahl 1905 wurde Cardinal schließlich als Kandidat der gemäßigt-konservativen Rechten gegen den ehemaligen Putschisten Stefano Perón de Carilla ins Rennen geschickt und konnte sich im fünften Wahlgang schließlich durchsetzen. Er beerbte damit den Liberalen Luis Cavaller als Präsident der Sagradischen Republik. Während seiner Amtszeit als Staatsoberhaupt suchte Cardinal eine aktive Präsidentschaft auszuüben und zeigte eine deutliche Präferenz für konservative Regierungen. Die Hoffnungen von Monarchisten und Antirepublikanern, Cardinal könnte das demokratisch-republikanische ausschalten und eine außerkonstitutionelle Führungsrolle übernehmen, enttäuschte Cardinal allerdings und zeigte sich stattdessen als verfassungstreu. Als Cardinal im Jahr 1909 erstmals vorzeitig die Abgeordnetenkammer auflöste, begründete er seine Entscheidung vor dem Senat und ließ sich von diesem ebenso wie vom Ministerrat in seinem Vorgehen bestätigen. Damit schuf er einen Präzedenzfall, der relativ hohe Hürden für eine Auflösung der Kammer aufstellte.