Nino Cabal: Unterschied zwischen den Versionen

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1948 wurde Nino Cabal zum Bürgermeister seiner Heimatstadt [[Bosa]] gewählt, 1952 erreichte er seine Wiederwahl, ehe er nach den [[Regionalwahlen 1953]] zum Regierungspräsidenten der Region [[Eskada]] gewählt wurde.
 
1948 wurde Nino Cabal zum Bürgermeister seiner Heimatstadt [[Bosa]] gewählt, 1952 erreichte er seine Wiederwahl, ehe er nach den [[Regionalwahlen 1953]] zum Regierungspräsidenten der Region [[Eskada]] gewählt wurde.
  
Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958]] gehörte Cabal zum Schattenkabinett der sozialdemokratischen Allianz, die aber einen Machtwechsel in Semess verpasste. Die Verabschiedung des Parteiprogramms der ASUL in [[Lemez]] 1962 wurde für Cabal zum Erfolg, da sich die sagradischen Sozialisten darin der katholischen Kirche gegenüber versöhnlich zeigten und sich damit potenziell auch katholischen Wählern öffneten.
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Bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958]] gehörte Cabal zum Schattenkabinett der sozialdemokratischen Allianz, die aber einen Machtwechsel in Semest verpasste. Die Verabschiedung des Parteiprogramms der ASUL in [[Lemez]] 1962 wurde für Cabal zum Erfolg, da sich die sagradischen Sozialisten darin der katholischen Kirche gegenüber versöhnlich zeigten und sich damit potenziell auch katholischen Wählern öffneten.
  
 
=== Kolonialminister und Código Cabal (1962-1967) ===
 
=== Kolonialminister und Código Cabal (1962-1967) ===

Version vom 00:46, 7. Jan 2016

Saragat.jpg

António Manuel "Nino" Cabal (*1897 in Bosa; +1978) war ein sagradischer Theologe und linkskatholischer Politiker, der sich selbst als "christlichen Sozialisten" bezeichnete. Er gehörte sowohl 1945 zu den Gründungsmitgliedern der christdemokratischen Volkspartei (PPC) als auch 1947 zu den Gründern der sozialdemokratischen ASUL. Von 1970 bis 1975 war er Präsident der Sagradischen Republik.

Jugend und Widerstand

Cabal wuchs in einem katholischen Elternhaus auf und begann als ältester Sohn seiner Familie ein Theologiestudium. Bereits als jugendlicher kam er in Berührung mit den Ideen des christlichen Sozialismus und der Tradition des 'Club Social' um Bernardo Parres, nach dessen Hauptwerk "l'Idea Social" Cabal seine 1930 gegründete linkskatholische Zeitung "l'Idea" benannte. Cabal arbeitete nach dem Studium als Funktionär der christlichen Gewerkschaften und betätigte sich als Journalist und Publizist. Er gehörte dem sozialistischen Parteiflügel des christdemokratischen Partíu Democrático Popular an.

Im Zweiten Weltkrieg gründete Cabal zusammen mit Luciano Minorel und anderen Mitstreitern im Oberpingebiet die christliche Widerstandsgruppe "Acción de la Resistença Cristiana" (ARC), die schnell zu den einflussreichsten Gruppen des militanten christlichen Widerstands zählte und dessen linken, sozialistisch beeinflussten Flügel repräsentierte. Cabal spielte eine entscheidende Rolle bei der Zusammenführung der diversen sagradischen Widerstandsgruppen, die 1943 das Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa (CNRS) bildeten.

Volkspartei (1945-1947)

Im Zweiten Weltkrieg befürwortete Cabal zudem das Konzept der Convergência Cristiana, die eine Sammlung der demokratisch-christlichen Kräfte propagierte. In der Folge gehörte Cabal 1945 zusammen mit anderen christlichen Widerstandskämpfern sowie Mitgliedern des PDP und der konservativ-katholischen Volksunion zu den Gründern der christdemokratischen Volkspartei (PPC), die als Sammlungspartei des christlichen Lagers die Parlamentswahl 1945 gewann.

Er gehörte zu den führenden Vertretern des linken Parteiflügels, die sich u.a. für die Vergesellschaftung der Schlüsselindustrien stark machten und ein Bündnis mit den Linksparteien anstrebten, das schließlich in der Demokratischen Koalition aus Kommunisten, Sozialisten und Christdemokraten Wirklichkeit wurde.

Cabal wurde Mitglied der Nationalversammlung und 1946 Mitglied der Abgeordnetenkammer. Seit 1945 amtierte er als Erziehungsminister im Kabinett Saviola III und im Kabinett Ilpa I, trat 1947 aber von seinem Ministeramt zurück.

Aliança Socialista d'Unitá Lavorista (seit 1947)

Nach der Gründung der Volkspartei geriet Cabal zunehmend in Konflikt mit der liberalen und konservativen Parteimehrheit. 1946 kam es schließlich zum Bruch mit der Partei. Zusammen mit seinem Movimiento Socialista Cristiano verließ Cabal schließlich die Partei und näherte sich der Sozialistischen Partei Ricardo Morenos und Santo de la Ilpas an, die sich bemühte, auch linke katholische Wähler anzusprechen. Cabals MSC ging schließlich 1947 in der neugegründeten ASUL auf. Cabal übernahm in seiner neuen Partei eines der Führungsämter als Präsident des Parteikonvents.

1948 wurde Nino Cabal zum Bürgermeister seiner Heimatstadt Bosa gewählt, 1952 erreichte er seine Wiederwahl, ehe er nach den Regionalwahlen 1953 zum Regierungspräsidenten der Region Eskada gewählt wurde.

Bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958 gehörte Cabal zum Schattenkabinett der sozialdemokratischen Allianz, die aber einen Machtwechsel in Semest verpasste. Die Verabschiedung des Parteiprogramms der ASUL in Lemez 1962 wurde für Cabal zum Erfolg, da sich die sagradischen Sozialisten darin der katholischen Kirche gegenüber versöhnlich zeigten und sich damit potenziell auch katholischen Wählern öffneten.

Kolonialminister und Código Cabal (1962-1967)

Nach der Kammerwahl 1962 trat Cabal als Minister für Territoriale Landesverwaltung in die Regierung der neuen Großen Koalition unter dem Konservativen Martín Ánibal Costa ein. Dieses Amt behielt er auch in den folgenden Regierungen Santiago und Del Pérez. Als Kolonialminister erhielt Cabal einen der heikelsten Ministerposten der damaligen Zeit, da infolge der Unabhängigkeitsbestrebungen der afrikanischen Kolonien akuter Handlungsbedarf bestand, um drohende Kriege zu verhindern. Der schließlich verabschiedete Código Cabal entließt schließlich nicht nur die großen Kolonien in die Unabhängigkeit, sondern hatte schließlich die Errichtung von Regionen in Sagradien zur Folge. In der Zeit zwischen der offiziellen Errichtung der Region 1968 und der erstmaligen Regionalratswahl im Jahr 1969 stand Cabal als provisorischer Präsident der Regionaljunta seiner Heimatregion Escada vor. Nach der Niederlage der Sozialisten bei der Parlamentswahl 1967 schied Cabal aus der Regierung aus und stand bis 1970 noch einmal drei Jahre lang dem Nationalkonvent der ASUL vor.

Präsident der Republik (1970-1975)

Im Jahr 1961 wurde Cabal erstmals für die Provinz Bosanêsa zum Senator gewählt und 1967 in diesem Amt bestätigt. Bei der Präsidentschaftswahl in Sagradien 1965 bewarb sich Cabal erstmals um die höchste Würde im Staat, unterlag aber in der Stichwahl dem christdemokratischen Bewerber Carles María Ortega. Nach dem Tod Ortegas kurz vor Ende seiner Amtszeit 1970 wurde Nino Cabal schließlich zum neuen Präsidenten der Republik gewählt. Dabei setzte er sich in der zweiten Runde gegen den Christdemokraten Martín Ánibal Costa durch.

Als Staatspräsident bemühte sich Cabal um eine Liberalisierung der politischen Kultur und suchte den Dialog mit studentischen und linken Protestgruppen. Als eine seiner ersten Amtshandlungen musste er die Abgeordnetenkammer auflösen, nachdem die bis dahin regierende Mitte-Rechts-Regierung unter Carles Méndez-León ihre Mehrheit verloren hatte.

Nach der vorgezogenen Parlamentswahl 1970 ernannte er den Wahlsieger Joán Caval zum Chef einer sozialistischen Minderheitsregierung, die im Parlament von der Kommunistischen Partei gestützt wurde. Für diese Entscheidung musste Cabal heftige Kritik von Seiten der bürgerlichen Opposition einstecken. Dennoch bestätigte Cabal diese Regierungskonstellation auch nach der Parlamentswahl 1974. Kurz vor Ende seiner Amtszeit im Jahr 1975 erklärte Cabal seinen Verzicht auf eine zweite Amtsperiode. In seinen Memoiren führte er diesen Schritt unter anderem auf die Angriffe auf seine Person zurück. Allerdings litt Cabal auch unter gesundheitlichen Problemen, die einer erfolgreichen zweiten Amtszeit im Weg standen.

Cabal starb im Jahr 1978 an einer Herzschwäche.

Politische Funktionen

Öffentliche Ämter

Mandate

Parteifunktionen

  • 1947-1960: Präsident des Nationalkonvents der ASUL