Heinrich I. von Portugal: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Heinrich I.''' (sagr. ''Don Enrico I'', port.: ''Dom Henrique I'') (*1509; †1580), genannt ''„der Kardinalkönig“'' (port.: ''Cardeal Dom Henrique''), war neunzehnter König von Portugal und Titular-[[König von Cuentez]] (1578-1580). Er war der letzte Herrscher in der Geschichte Portugals aus dem Haus Santori und der letzte aus dem josefitischen Zweig der Familie auf dem Thron von Cuentez.
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'''Heinrich I.''' (sagr. ''Don Enrico I'', port.: ''Dom Henrique I'') (*1507; †1580), genannt ''„der Kardinalkönig“'' (port.: ''Cardeal Dom Henrique''), war neunzehnter König von Portugal und Titular-[[König von Cuentez]] (1578-1580). Er war der letzte Herrscher in der Geschichte Portugals aus dem Haus Santori und der letzte aus dem josefitischen Zweig der Familie auf dem Thron von Cuentez.
  
Don Enrìc de Sántori war der jüngste Sohn von Königin [[Katharina von Sagradien]] und ihrem Mann [[Filipe de las Marcas]]. Seine älteren Brüder waren [[David I.]] von Sagradien und Portugal, [[Philipp von Valier]] und [[Johann III. von Portugal]]. Für ihn als jüngeres Kind war, um eine standesgemäße Versorgung zu sichern, die geistliche Laufbahn vorgesehen. Nachdem David I. 1521 portugiesischer König geworden war, schickte er seinen Bruder Johann nach Portugal, um dort die Statthalterschaft auszuüben. Heinrich begleitete ihn und wurde schon im Alter von fünf Jahren Prior von Coimbra und 1538 mit nur 19 Jahren Erzbischof von Braga, ehe er 1545 Erzbischof von Évora wurde. 1557 folgte er als Abt der Königlichen Abtei von Alcobaça und wurde 1564 schließlich Erzbischof von Lissabon und Primas von Portugal. Als solcher war er der erste nicht im Land geborene. Bereits 1539 war er zum Generalinquisitor ernannt worden.
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Don Enrìc de Sántori war der jüngste Sohn von Königin [[Katharina von Sagradien]].  
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Seine älteren Brüder waren [[David I.]] von Sagradien und Portugal, [[Philipp von Valier]] und [[Johann III. von Portugal]]. Katharinas Ehemann [[Filipe de las Marcas]] war wenige Monate vor Heinrichs Geburt gestorben, weswegen vermutet wurde, dass Heinrich das Kind einer außerehelichen Affäre Katharinas mit ihrem Vertrauten und späteren Ehemann [[Carles de Biniar]] war. Jedoch wurde er später von seinem Bruder [[David I.]] als legitimer Sohn Philipps und Katharinas anerkannt.
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Für ihn als jüngstes Kind der königlichen Familie war von Beginn an die geistliche Laufbahn vorgesehen. Nachdem David I. 1521 portugiesischer König geworden war, machte er den jungen Bruder Heinrich zum Prior von Coimbra und danach mit erst 19 Jahren zum Erzbischof von Braga, ehe er 1545 Erzbischof von Évora wurde. 1557 folgte er als Abt der Königlichen Abtei von Alcobaça und wurde 1564 schließlich Erzbischof von Lissabon und Primas von Portugal. Als solcher war er der erste nicht im Land geborene. Bereits 1539 war er zum Generalinquisitor ernannt worden.
  
 
Nach dem Tod seines Bruders [[David I.]] 1543 wurde sein Bruder Johann als [[Johann III. von Portugal|Johann III.]] König von Portugal. Heinrich, der den Großteil seines Lebens in dem Land verbracht hatte, wurde nun Kardinal und 1561 päpstlicher Legat. Als Johann 1557 starb, war dessen Enkel und Nachfolger [[Sebastian I. von Cuentez|Sebastian]] gerade drei Jahre alt. Heinrich führte deshalb bis 1568 für seinen Großneffen die Regentschaft. Nachdem Sebastian 1578 ehe- und kinderlos in der [[Schlacht von Alcácer-Quibir]] gefallen war, bestieg Heinrich als letzter männlicher Angehöriger des Hauses Santori selbst den portugiesischen Thron.
 
Nach dem Tod seines Bruders [[David I.]] 1543 wurde sein Bruder Johann als [[Johann III. von Portugal|Johann III.]] König von Portugal. Heinrich, der den Großteil seines Lebens in dem Land verbracht hatte, wurde nun Kardinal und 1561 päpstlicher Legat. Als Johann 1557 starb, war dessen Enkel und Nachfolger [[Sebastian I. von Cuentez|Sebastian]] gerade drei Jahre alt. Heinrich führte deshalb bis 1568 für seinen Großneffen die Regentschaft. Nachdem Sebastian 1578 ehe- und kinderlos in der [[Schlacht von Alcácer-Quibir]] gefallen war, bestieg Heinrich als letzter männlicher Angehöriger des Hauses Santori selbst den portugiesischen Thron.

Version vom 00:21, 8. Dez 2015

Heinrich I. (sagr. Don Enrico I, port.: Dom Henrique I) (*1507; †1580), genannt „der Kardinalkönig“ (port.: Cardeal Dom Henrique), war neunzehnter König von Portugal und Titular-König von Cuentez (1578-1580). Er war der letzte Herrscher in der Geschichte Portugals aus dem Haus Santori und der letzte aus dem josefitischen Zweig der Familie auf dem Thron von Cuentez.

Don Enrìc de Sántori war der jüngste Sohn von Königin Katharina von Sagradien. Seine älteren Brüder waren David I. von Sagradien und Portugal, Philipp von Valier und Johann III. von Portugal. Katharinas Ehemann Filipe de las Marcas war wenige Monate vor Heinrichs Geburt gestorben, weswegen vermutet wurde, dass Heinrich das Kind einer außerehelichen Affäre Katharinas mit ihrem Vertrauten und späteren Ehemann Carles de Biniar war. Jedoch wurde er später von seinem Bruder David I. als legitimer Sohn Philipps und Katharinas anerkannt.

Für ihn als jüngstes Kind der königlichen Familie war von Beginn an die geistliche Laufbahn vorgesehen. Nachdem David I. 1521 portugiesischer König geworden war, machte er den jungen Bruder Heinrich zum Prior von Coimbra und danach mit erst 19 Jahren zum Erzbischof von Braga, ehe er 1545 Erzbischof von Évora wurde. 1557 folgte er als Abt der Königlichen Abtei von Alcobaça und wurde 1564 schließlich Erzbischof von Lissabon und Primas von Portugal. Als solcher war er der erste nicht im Land geborene. Bereits 1539 war er zum Generalinquisitor ernannt worden.

Nach dem Tod seines Bruders David I. 1543 wurde sein Bruder Johann als Johann III. König von Portugal. Heinrich, der den Großteil seines Lebens in dem Land verbracht hatte, wurde nun Kardinal und 1561 päpstlicher Legat. Als Johann 1557 starb, war dessen Enkel und Nachfolger Sebastian gerade drei Jahre alt. Heinrich führte deshalb bis 1568 für seinen Großneffen die Regentschaft. Nachdem Sebastian 1578 ehe- und kinderlos in der Schlacht von Alcácer-Quibir gefallen war, bestieg Heinrich als letzter männlicher Angehöriger des Hauses Santori selbst den portugiesischen Thron.

Nach Heinrichs Tod 1580 fiel Portugal an Spanien und errang erst 60 Jahre später unter König Johann IV. wieder seine Unabhängigkeit.