Haus Vienne: Unterschied zwischen den Versionen

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* [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Bourbon duc de Vienne]], (*1710, †1770), Herzog von Vienne sowie seit 1737 als ''Gabriel IV.'' [[Großherzog von Servette]] und ab 1757 als ''Gabriel VIII.'' [[König von Sagradien]] [[König von Cuentez|und Cuentez]], Sohn Antoines
 
* [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Bourbon duc de Vienne]], (*1710, †1770), Herzog von Vienne sowie seit 1737 als ''Gabriel IV.'' [[Großherzog von Servette]] und ab 1757 als ''Gabriel VIII.'' [[König von Sagradien]] [[König von Cuentez|und Cuentez]], Sohn Antoines
  
=== Die Herzöge von Mantua und Montferrat aus dem Haus Vienne ===
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* [[Antoine de Vienne|Antonio I.]] (*1670, †1725), Herzog 1708-1725
 
* [[Louis-Joseph de Vienne|Ludovico III. Giuseppe]] (*1702, †1749), ältester Sohn Antonios, Herzog 1725-1749
 
* [[Lucien I. de Vienne|Luciano I.]] (*1712, †1782), jüngerer Bruder Ludovico Giuseppes, Herzog 1749-1782
 
* [[Luigi IV. von Mantua|Luigi IV. Antonio]] (*1735, †1789), Sohn Lucianos I., Herzog 1749-1789
 
* [[Luciano II. von Mantua|Luciano II.]] (*1770, †1814), Sohn Luigis IV., Herzog 1789-1805, abgesetzt
 
  
 
=== Stammliste des sagradischen Königshauses Vienne ===
 
=== Stammliste des sagradischen Königshauses Vienne ===

Version vom 18:42, 28. Nov 2015

Das Haus Bourbon-Vienne oder sagradisch Casa de Viena war ein ursprünglich französisches Adelsgeschlecht, das über das souveräne Herzogtum Vienne und danach über das Königreich Sagradien und Cuentez herrschte.

Das Haus geht auf Philippe de Bourbon duc de Vienne zurück, einen Bruder Antoine de Bourbons, Herzog von Vendôme und König von Navarra, und Onkel Heinrichs IV. von Frankreich. Als Nebenlinie des Hauses Bourbon wurden die Herzöge von Vienne mit der Thronbesteigung Heinrichs 1589 zu Prinzen von Geblüt.

Um seine Stellung als souveräner Herzog zu sichern, heiratete Antoine in zweiter Ehe die Santori-Prinzessin Maria Anna von Sagradien, Schwester des sagradischhen Königs Danadier II.. Aus der Ehe ging 1715 mit Louis-Gabriel Bourbon Herzog von Vienne und Mantua ein Sohn hervor. Louis-Gabriel de Vienne heiratete 1736 in zweiter Ehe die Santori-Prinzessin Anna Eleonore von Sesin und wurde 1748 Marschall von Sagradien.

Nach dem Tod des sagradischen Königs David II. erhoben die sagradischen Stände seine Schwester Maria II. Franziska und ihren Ehemann Anton II. Ramon zu Königin und König. Die Opposition jedoch unterstützt Louis-Gabriel de Vienne als Urenkel Gabriels VII. als Kandidat für die sagradische Krone. Nach der Absetzung Antons 1756 und der Abdankung Marias 1757 erhoben die Stände schließlich den Herzog von Vienne als Gabriel VIII. zum König von Sagradien und Fürsten von Cuentez.

Das Haus Vienne trat damit das Erbe der Santori-Dynastie in Sagradien, Golen, dem Comitat Tulis und dem Fürstentum Cuentez an. Gabriel VIII. folgte nach seinem Tod 1792 sein ältester noch lebender Sohn Joseph Ludwig I. nach, der 1797 von seinem Enkel Gabriel IX. abgelöst wurde. Für den minderjährigen Gabriel regierte bis 1805 sein Onkel Joseph Ludwig II., Herzog von Alconía, der 1805 auf Druck Napoléons hin abgesetzt wurde. Bis zur Ermordung Gabriels 1812 stand dieser unter starkem französischen Einfluss. Im Winterkrieg 1812/13 gelang es dem Haus Vienne, seine Herrschaft gegen französische Ansprüche zu verteidigen. Mit Joseph Ludwig II. bestieg der ehemalige Regent den Thron, dessen Tod 1829 zu einer Spaltung des Hauses Vienne in die regierende emilianische Linie und die morganatische manuelitische Linie führte.

Da Joseph Ludwigs ältester Sohn Philipp Albert von Sagradien bereits 1825 gestorben war und sein zweiter Sohn Manuel von Casigón nach der Schließung einer morganatischen Ehe 1821 auf den Thron verzichtet hatte, wurde Michaels Bruder Emilio Joán de Viena König. Die Aprilrevolution 1848 gegen das restaurative Regime Emil Johanns führten zu Versuchen von liberaler Seite, Francisco Javier de Casigón, den ältesten Sohn Manuels, als Gegenkönig zu installieren. Diese scheiterten zwar, führten aber zur Begründung der manuelitischen Prätendentenlinie Viena-Casigón, die seitdem in Konkurrenz zum regierenden Königshaus - der emilianischen Linie - stand.

Emil I. Johann dankte im Januar 1849 zugunsten seines Sohnes Lucien I. ab, für den seit 1867 sein Bruder Philipp Emilian als Prinzregent die Amtsgeschäfte führte. Nach dessen Tod 1871 wurde der Thronfolger Luis Filipe Prinzregent, der nach dem Tod Luciens 1873 als Philipp VIII. selbst den Thron bestieg. Die reaktionäre Herrschaft Philipps und sein despotisches Naturell warfen das Haus in eine schwierige Krise. Philipps ältester Sohn und Thronfolger Don Gabriel heiratete 1885 gegen den Willen des Vaters die Bürgerliche Elena Leczynska und verzichtete auf den Thron, eine durch Philipp ausgelöste Verfassungskrise 1887/88 brachte das Königtum an den Rand des Sturzes. Dieser folgte jedoch bereits kurz danach, als die Januarrevolution des Jahres 1891 Philipp VIII. zur Abdankung zwang. Die Ausrufung der Republik bedeutete schließlich das endgültige Ende der Vienne-Dynastie auf dem sagradischen Thron. Die Mitglieder des Hauses Vienne wurden in der neuen republikanischen Verfassung von den höchsten Staatsämtern ausgeschlossen. Diese Bestimmung wurde jedoch 1946 endgültig aufgehoben.

Das Haus Vienne sah sich seit seiner erzwungenen Abdankung als legitimes sagradisches Herrscherhaus an. Der letzte Thronfolger Luis Filipe führte daher bis zu seinem Tod 1939 im Exil den Königstitel und den Herrschernamen Philipp IX.. Sein Sohn Joseph Maria von Sagradien nahm den Namen Joseph Ludwig III. an und kehrte 1940 nach Sagradien zurück. Sein einziger Sohn Philipp Alexander von Sagradien starb 1952 bei einem Autounfall. Joseph Maria benannte daher vor seinem Tod seinen Neffen Karl Lucien von Sagradien, Sohn des Prinzen Luis David Herzog von Alconía, als Lucien II. zum Nachfolger als Familienoberhaupt und Thronprätendent. Dessen älterer Bruder Johann Gabriel Prinz von Sagradien wurde dabei bewusst übergangen, da er zuvor eine Bürgerliche geheiratet hatte.

Karl Lucien von Sagradien wurde schließlich 1962 nach dem Aussterben der Manuelitischen Linie in direkter männlicher Linie von einem Teil der Manuelisten ebenfalls als Thronprätendent und Familienoberhaupt anerkannt, jedoch verzichtete er 1964 im Namen der gesamten Familie offiziell auf den sagradischen Thron und erkannte damit 73 Jahre nach der Januarrevolution offiziell die Sagradische Republik an. In der Folge arbeitete er aktiv daran, das Image des Hauses in der Öffentlichkeit zu verbessern, engagierte sich für wohltätige Zwecke und sprach sich wiederholt gegen Faschismus und Rechtsradikalismus aus. Mehrmals klagte er im Namen des Hauses gegen rechtsgerichtete Organisationen, die sich im Namen des Hauses für eine Wiederherstellung der Monarchie aussprachen. 1977 schließlich kam es zu einem historischen Treffen zwischen Karl Lucien und dem sozialistischen Ministerpräsidenten Joán Caval, die als Versöhnung im schwierigen Verhältnis zwischen Monarchisten und Linken angesehen wurde.

Anlässlich seines 75. Geburtstages im Jahr 2007 gab Karl Lucien die Führung des Hauses Vienne offiziell an seinen Sohn Philipp Prinz von Sagradien weiter, der das Haus nun hauptsächlich in der Öffentlichkeit vertritt. Eine Schwester Karl Luciens und Tante Philipps ist Königin Christina von Mikolinien, Ehefrau des mikolinischen Königs Mikael Albert I. und Mutter des Thronfolgers Karl Johann von Mikolinien.

Die Herzöge von Vienne aus dem Haus Bourbon-Vienne


Stammliste des sagradischen Königshauses Vienne