Schwarze Division: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Die '''División Sagradêsa de Ofensiva Popular''' (DSOP, deutsch ''Sagradische Division der Volksoffensive''), aufgrund der schwarzen Uniformen ihrer Anhänger meist '''División Negra''' (''schwarze Division'') genannt, war eine rechtsextreme und faschistische politische Bewegung | + | Die '''División Sagradêsa de Ofensiva Popular''' (DSOP, deutsch ''Sagradische Division der Volksoffensive''), aufgrund der schwarzen Uniformen ihrer Anhänger meist '''División Negra''' (''schwarze Division'') genannt, war eine rechtsextreme und faschistische politische Bewegung im Sagradien der 1930er Jahre, die unter der Führung von [[León Francês]] stand. |
Die Schwarze Division hatte ihren Ursprung in der rechtsextremen [[Truppismus|truppistischen Bewegung]] der frühen Dreißiger Jahre und wurde 1932 von [[León Francês]] als paramilitärischer Arm der Partei [[Frente Fraternal]] gegründet. Sie gehörte ursprünglich zu den so genannten "schwarzen Truppisten", der radikalen Gruppe antiparlamentarischer und faschistisch inspirierter Vereinigungen, die sich gegen sämtliche sagradischen Parteien, auch die katholisch-konservative [[Volksunion]] wandten. Der Frente Fraternal zog bei der [[Parlamentswahl 1932]] in die Abgeordnetenkammer ein und erreichte so gewissen politischen Einfluss, wurde unter Präsident [[Estefán Gaeta]] aber bekämpft und entscheidend geschwächt. | Die Schwarze Division hatte ihren Ursprung in der rechtsextremen [[Truppismus|truppistischen Bewegung]] der frühen Dreißiger Jahre und wurde 1932 von [[León Francês]] als paramilitärischer Arm der Partei [[Frente Fraternal]] gegründet. Sie gehörte ursprünglich zu den so genannten "schwarzen Truppisten", der radikalen Gruppe antiparlamentarischer und faschistisch inspirierter Vereinigungen, die sich gegen sämtliche sagradischen Parteien, auch die katholisch-konservative [[Volksunion]] wandten. Der Frente Fraternal zog bei der [[Parlamentswahl 1932]] in die Abgeordnetenkammer ein und erreichte so gewissen politischen Einfluss, wurde unter Präsident [[Estefán Gaeta]] aber bekämpft und entscheidend geschwächt. | ||
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Version vom 15:46, 21. Okt 2015
Die División Sagradêsa de Ofensiva Popular (DSOP, deutsch Sagradische Division der Volksoffensive), aufgrund der schwarzen Uniformen ihrer Anhänger meist División Negra (schwarze Division) genannt, war eine rechtsextreme und faschistische politische Bewegung im Sagradien der 1930er Jahre, die unter der Führung von León Francês stand.
Die Schwarze Division hatte ihren Ursprung in der rechtsextremen truppistischen Bewegung der frühen Dreißiger Jahre und wurde 1932 von León Francês als paramilitärischer Arm der Partei Frente Fraternal gegründet. Sie gehörte ursprünglich zu den so genannten "schwarzen Truppisten", der radikalen Gruppe antiparlamentarischer und faschistisch inspirierter Vereinigungen, die sich gegen sämtliche sagradischen Parteien, auch die katholisch-konservative Volksunion wandten. Der Frente Fraternal zog bei der Parlamentswahl 1932 in die Abgeordnetenkammer ein und erreichte so gewissen politischen Einfluss, wurde unter Präsident Estefán Gaeta aber bekämpft und entscheidend geschwächt.
Nachdem der Frente Fraternal und mit ihm auch die Divisionen nach den Demonstrationen im Herbst 1934 verboten worden waren, bestanden die Divisionen im Untergrund de facto weiter und bekämpften seit 1936 vor allem die Volksfront-Regierung unter Santiago Laval. Dessen Ermordung im Februar 1938 feierte die Division als "nationalen Erfolg". Zuvor hatte León Francês bereits im Divisionistischen Manifest den "Krieg" gegen die frisch gewählte linke Volksfront zum Ziel erklärt.
Wie die "schwarzen Truppisten" und die Anhänger der Frente Fraternal trugen auch die Divisionisten nach Vorbild der italienischen Faschisten schwarze Hemden sowie dazu blaue Baskenmützen. Sie wurden daher auch als "bôinas azûres" bezeichnet. Durch ihre Nähe zum italienischen Faschismus und zum deutschen Nationalsozialismus war die Bewegung nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs diskreditiert und verlor schlagartig an Anhängern.
Erbe
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es mehrmals zu Neugründungen rechtsextremer und neofaschistischer Organisationen, die sich als Erben der Divisionen sahen und bewusst auf diese Bezug nahmen. Dazu gehören u.a. die Novas Divisiones, die in den Sechziger Jahren entstanden und eine Rolle in den terroristischen Auseinandersetzungen der Siebziger Jahre spielten.