Saloanische Kriege: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Eine solche Gelegenheit sah der | + | Eine solche Gelegenheit sah der mikolinische König [[Heinrich I. von Mikolinien|Heinrich I.]] nach dem Tod des mächtigen Herzogs [[Philipp I. von Servette]] im Jahr 1472 und seines Bruders und Nachfolgers [[Anton III. von Servette|Anton III.]] fünf Jahre später gegeben. Da beide Herzöge ohne legitime männliche Nachkommen gestorben waren, bestand Heinrich I. auf seiner Oberherrschaft und suchte das Herzogtum als vakantes Lehen wieder einzuziehen. Die servettinischen Stände dagegen bestanden auf ihre Unabhängigkeit und unterstützten den unehelichen Sohn Philipps I., [[Philipp II. von Servette|Philipp von Saseia]]. Es kam darüber zum Nachfolgekrieg und zum Einmarsch mikolinischer Truppen, gegen die sich Filip mit dem sagradischen [[Santori]]-König [[Jakob III.]] verbündete. Der sagradische Monarch erhoffte sich dadurch, seinen Einfluss auf der mikolinischen Halbinsel dauerhaft zu sichern, wozu auch Eheallianzen anvisiert wurden. Mit sagradischer Hilfe konnte sich Philipp von Saséia schließlich durchsetzen. Bei [[Tinágua]] siegte 1479 das vereinigte Heer der Servettiner und Sagradier gegen Mikolinien und erreichte die Anerkennung der Herrschaft Philipps im [[Vertrag von Sant Lucas]] 1480. Philipp von Saseia heiratete danach Jakobs III. Schwester [[Isabel de Sántori]] und intensivierte das sagro-servettinische Bündnis. |
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| − | Erneut wurde Sagradien zu Hilfe gerufen, jedoch konnte König [[Jakob IV.]] erst 1492 mit einem Heer nach | + | Erneut wurde Sagradien zu Hilfe gerufen, jedoch konnte König [[Jakob IV.]] erst 1492 mit einem Heer nach Südmikolinien ziehen. Auf dem Weg kam es zu mehreren Schlachten. 1494 siegten die Mikolinier bei [[Joçaleia]] und zwangen Sagradien zum Rückzug, gleichzeitig besetzten die Mikolinier das sagradische [[Golen]] als Faustpfand. Jedoch konnte Isabel ihre Stellung in Servette zunächst halten. Erst 1496 nahmen mikolinische Truppen die Stadt ein und setzten sowohl die Regentin als auch den jungen Herzog ab. Im Folgejahr fiel Sagradien bei [[Macedi]] ein und schritt rasch voran. Im Herbst 1497 endete der Feldzug mit der Niederlage Mikoliniens in zwei Schlachten bei [[Sant Filip]] und [[Cosqol]]. Die Sagradier setzten [[Antonia von Servette]], eine Tochter Philipps von Saseia, als Herzogin ein und arrangierten ihre Hochzeit mit [[Peter von Sagradien|Don Pietro]], Bruder König Jakobs III., der in der Folge de facto regierte. |
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Version vom 19:29, 7. Feb 2015
Als Servettinische Kriege wird eine Serie bewaffneter Konflikte zwischen dem Königreich Sagradien unter der Dynastie der Santori und Mikolinien unter den Interea-Königen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts bezeichnet, die hauptsächlich auf der mikolinischen Halbinsel ausgetragen wurden. Darin ging es um den Besitz und den Status der so genannten Servettinischen Lande nach dem Tod des Herzogs Anton III. von Servette im Jahr 1477.
Beendet wurden die Kriege 1506 im Frieden von Salua, mit dem die Lande engültig in den Besitz Sagradiens übergingen. Der Erfolg der sagradischen Santori gegen Mikolinien begründete die bis Mitte des 18. Jahrhunderts andauernde Herrschaft der Sagradier im Süden der mikolinischen Halbinsel und trug erheblich zum Aufstieg der Santori zu einer der mächtigsten Dynastien Europas bei.
Inhaltsverzeichnis
Vorgeschichte
Nach dem Fünfzigjährigen Krieg zwischen um die Kronen von Sagradien, Mikolinien, Perucía und Golen und dem Frieden von Tesqué 1443 standen sich mit Sagradien und Mikolinien zwei Königreiche gegenüber, die um die innere Konsolidierung und die äußere Vormachtstellung stritten. Die Überführung der beiden Halbinselteile unter einer gemeinsamen Herrschaft blieb auf beiden Seiten das Ziel. Spätestens nach der Übernahme der sagradischen Krone durch König Jakob III. aus der tulinesischen Familie der Santori besaß Sagradien-Tulis über eine Vormachtstellung im Blaumeerraum und suchte überdies seinen Einfluss auf Mikolinien auszudehnen.
Während die Herrschaft der Santori in Sagradien einigermaßen gefestigt war, waren die Macht- und Loyalitätsverhältnisse auf der mikolinischen Halbinsel weniger klar. Bereits im Fünfzigjährigen Krieg hatte der Herzog von Servette Karl IV. hier eine Sonderrolle gespielt und zeitweise selbst Anspruch auf den gesamtmikolinischen Königsthron erhoben. Aus dem Krieg ging Servette unter Herzog Anton II. schließlich gestärkt hervor und bildete nach dem Friede von Tesqué 1443 eine de facto unabhängige Macht im Süden der Halbinsel. Wichtige Machtquelle war die finanzielle und wirtschaftliche Stärke des Reichs. Besonders in der Endphase des Fünfzigjährigen Krieges hatte die Herzöge von Servette als potente Geldgeber des mikolinischen Königs auftreten können und brachten über den Weg der Pfandschaft den gesamten Süden des Königreichs inklusive mehrerer Herrschaften in Lukien und Südpiranien unter ihre Kontrolle. Die Lehnsabhängigkeit vom mikolinischen König bestand seither nur noch formal, der als Servettinische Lande bezeichnete Herrschaftskomplex der Servettinerherzöge bildete ein eigenständiges Reich, doch musste es naturgemäß das Ziel des mikolinischen Königtums bleiben, seine Vorherrschaft über Servette zu behaupten.
Erster Servettinischer Krieg (1477-1479)
Eine solche Gelegenheit sah der mikolinische König Heinrich I. nach dem Tod des mächtigen Herzogs Philipp I. von Servette im Jahr 1472 und seines Bruders und Nachfolgers Anton III. fünf Jahre später gegeben. Da beide Herzöge ohne legitime männliche Nachkommen gestorben waren, bestand Heinrich I. auf seiner Oberherrschaft und suchte das Herzogtum als vakantes Lehen wieder einzuziehen. Die servettinischen Stände dagegen bestanden auf ihre Unabhängigkeit und unterstützten den unehelichen Sohn Philipps I., Philipp von Saseia. Es kam darüber zum Nachfolgekrieg und zum Einmarsch mikolinischer Truppen, gegen die sich Filip mit dem sagradischen Santori-König Jakob III. verbündete. Der sagradische Monarch erhoffte sich dadurch, seinen Einfluss auf der mikolinischen Halbinsel dauerhaft zu sichern, wozu auch Eheallianzen anvisiert wurden. Mit sagradischer Hilfe konnte sich Philipp von Saséia schließlich durchsetzen. Bei Tinágua siegte 1479 das vereinigte Heer der Servettiner und Sagradier gegen Mikolinien und erreichte die Anerkennung der Herrschaft Philipps im Vertrag von Sant Lucas 1480. Philipp von Saseia heiratete danach Jakobs III. Schwester Isabel de Sántori und intensivierte das sagro-servettinische Bündnis.
Zweiter Servettinischer Krieg (1490-1497)
In der Folge regierte Philipp von Saseia als das de facto von Mikolinien unabhängige Herrschaftskonglomerat im Süden der Halbinsel. Die Beziehungen zu Sagradien blieben dabei unklar. Zwar war er machtpolitisch von diesen abhängig, konnte sich aber einige Autonomie von Tulis sichern. Das servettinisch-santorische Bündnis blieb aber stark genug, um die Versuche Mikoliniens abzuwehren, den Vertrag von 1480 zu revidieren. Doch Philipps Tod 1490 schwächte die Allianz gegen Mikolinien empfindlich, da Philipps minderjähriger Sohn und Nachfolger Baltasar von Servette erst wenige Monate alt war und unter die Regentschaft seiner Mutter Isabel von Santori gestellt wurde. Der mikolinische König Heinrich II. hoffte nun auf Widerstände unter den Adligen der Lande gegen die sagradische Regentin und zog mit einem Heer nach Süden. Es gelangen ihm einige schnelle Erfolge, doch verweigerten die Stände ihm mehrheitlich die Anerkennung.
Erneut wurde Sagradien zu Hilfe gerufen, jedoch konnte König Jakob IV. erst 1492 mit einem Heer nach Südmikolinien ziehen. Auf dem Weg kam es zu mehreren Schlachten. 1494 siegten die Mikolinier bei Joçaleia und zwangen Sagradien zum Rückzug, gleichzeitig besetzten die Mikolinier das sagradische Golen als Faustpfand. Jedoch konnte Isabel ihre Stellung in Servette zunächst halten. Erst 1496 nahmen mikolinische Truppen die Stadt ein und setzten sowohl die Regentin als auch den jungen Herzog ab. Im Folgejahr fiel Sagradien bei Macedi ein und schritt rasch voran. Im Herbst 1497 endete der Feldzug mit der Niederlage Mikoliniens in zwei Schlachten bei Sant Filip und Cosqol. Die Sagradier setzten Antonia von Servette, eine Tochter Philipps von Saseia, als Herzogin ein und arrangierten ihre Hochzeit mit Don Pietro, Bruder König Jakobs III., der in der Folge de facto regierte.
Dritter Servettinischer Krieg (1503-1506)
Golen blieb zunächst weiterhin mikolinisch besetzt. 1499 dankte die junge Herzogin Antonia von Servette auf Drängen der Sagradier hin offiziell zugunsten ihres Mannes ab, womit das Herzogtum endgültig an die Sántori fiel. Die servettinischen Stände stimmten der Rechtsübertragung an die sagradische Dynastie nur unter großen Zugeständnissen zu, welche die Macht des einheimischen Adels deutlich vermehrten.
Als Herzog Peter 1502 den sagradischen Thron an sich riss und das Herzogtum damit an Sagradien fiel, nutzte Mikolinien innere Unruhen in Sagradien im Zuge der Lilienkriege, um im Dritten Servettinischen Krieg einen letzlich vergeblichen Versuch zu unternehmen, die Lande zu erobern. Wiederum zogen die servettinischen Stände die Herrschaft der ferneren Santori einer Eingliederung ins mikolinische Königreich vor, zumal Peters Kriege in Sagradien die Möglichkeit boten, in Abwesenheit die heimischen Verhältnisse selbst zu kontrollieren. Zudem gelang es prosagradischen Aufständischen in Golen, die ungeliebte mikolinische Herrschaft zu vertreiben, woraufhin Golen wieder sagradisch wurde.
Im Frieden von Salua wurden die Servettinischen Kriege 1506 endgültig beendet. Die Servettischen Lande, namentlich das Herzogtum Servette, das Herzogtum Sáloa sowie die Fürstentümer Saséia und Marbore fielen geschlossen an das Haus Santori, wohingegen die Pfandschaften im lukischen Raum und in Südpiranien wie die Grafschaften Drouvel oder Carata wieder an die mikolinische Krone zurückfielen. Diese Teilung entsprach in etwa den realen Machtverhältnissen des Jahres 1506.
Ergebnis und Folge
Mit dem Frieden von Salua hatte sich Sagradien endgültig durchgesetzt und setzte sich damit im Süden der mikolinischen Halbinsel fest. Die Herrschaft trug erheblich zum Aufstieg der sagradischen Santori-Monarchie zu einer der führenden Mächte Europas auf. Das Königreich Mikolinien musste dagegen seine Ansprüche auf die gesamte mikolinische Halbinsel zunächst hintanstellen und konnte dieses Ziel in den nächsten beiden Jahrhunderten nicht durchsetzen.