Kabinett Favale II: Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 18: | Zeile 18: | ||
* Wohnen, Post und Fernmeldewesen: [[Joán Emilio Moya]], PR | * Wohnen, Post und Fernmeldewesen: [[Joán Emilio Moya]], PR | ||
* Landwirtschaft und Ernährung: [[António Simónez]], PPC | * Landwirtschaft und Ernährung: [[António Simónez]], PPC | ||
| − | * Erziehung und Gesundheit: [[Carles Domínguez]], UDS; ab Juli 1968 [[Marcelo Flores]], PPC (komm.) | + | * Erziehung und Gesundheit: [[Carles Domínguez-Corell]], UDS; ab Juli 1968 [[Marcelo Flores]], PPC (komm.) |
* Familie, Moral und Kultur: [[Marcelo Flores]], PPC | * Familie, Moral und Kultur: [[Marcelo Flores]], PPC | ||
* Atomenergie und Forschung: [[Francisco Jimenez]], PR | * Atomenergie und Forschung: [[Francisco Jimenez]], PR | ||
Version vom 16:39, 14. Sep 2014
Das Kabinett Favale II wurde nach dem Sieg der konservativen Volkspartei bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967 gebildet und umfasste neben der Volkspartei unter ihrem Vorsitzenden Carles Angel Favale, der das Ministerpräsidentenamt bekleidete, und der mit ihr verbündeten PR die liberale UDS von Carles Méndez. Die Minderheitsregierung stützte sich zudem bis März 1968 auf die Unterstützung durch die linksliberale Radikaldemokratische Partei, die dem Kabinett jedoch im März 1968 die Unterstützung aufkündigte. Bei einem von der Linksopposition eingebrachten Misstrauensvotum gegen die Mitte-Rechts-Regierung wurde die Regierung überraschend von der nationalistischen MFP António Blanxards gestützt und hielt sich so im Amt.
Dies löste die so genannte "Märzkrise" aus, die zu einer schlagartigen Politisierung der Öffentlichkeit führte. Die vermeintliche Zusammenarbeit der Regierung mit der Rechtsaußenopposition führte zu heftigen Protesten der Linken und wurde von diesen als Rechtsruck und Gefährdung der Demokratie interpretiert. Während die Linken zum Generalstreik aufriefen, um einen Rücktritt der Regierung Favale zu erreichen, intensivierten sich im ganzen Land die seit 1967 andauernden Studentenproteste, die sich infolge der Mai-Revolution in Paris radikalisierte. Innenminister Santo Quixón setzte auf ein hartes Durchgreifen der Staatskräfte gegen die "revoltierenden Anarchisten" und wurde zum Feindbild der Demonstranten und Aufständischen. Ein von der parlamentarischen Linken eingesetzter Untersuchungsausschuss warf dem Innenminister ein unverhältnismäßiges Vorgehen vor. Im Juli 1968 erklärten die UDS-Minister schließlich ihren Rücktritt, um eine Entlassung von Innenminister Quixón und eine Kabinettsneubildung zu erreichen. Daraufhin wurde Santo Quixón entlassen und Favale kündigte das Ende seiner Regierung an, warb aber öffentlich um neue Mehrheiten. Diese sicherte er sich schließlich im August 1968 und wurde von Präsident Carles María Ortega mit der Bildung eines neuen Minderheitskabinetts beauftragt, dem die UDS wieder angehörte.
Zusammensetzung
Kabinett Favale II (PPC, PR, bis Juli 1968 UDS), Mai 1967 - Aug 1968
- Ministerpräsident: Carles Angel Favale, PPC
- Vizeministerpräsident: bis Juli 1968 Carles Méndez-León, UDS; ab Juli 1968 Luciano González, PPC (komm.)
- Auswärtiges: Carles Méndez-León, UDS; ab Juli 1968 Carles Angel Favale, PPC (komm.)
- Inneres: Santiago Quixón, PPC; ab Juli 1968 Santiago Miquel Ramírez, PPC (komm.)
- Justiz: António Morales, UDS; ab Juli 1968 Teodor Marcolín, PPC (komm.)
- Finanzen: Alfonso María Guivares, PPC
- Wirtschaftliche Angelegenheiten: Lorenzo Estrubal, UDS; ab Juli 1968 Alfonso María Guivares, PPC (komm.)
- Außenhandel: Miquel Micú, UDS; ab Juli 1968 Francisco Jimenez, PR (komm.)
- Arbeit und Soziales: Carles Toquero, PPC
- Verteidigung: Luciano González, PPC
- Verkehr und öffentliche Arbeiten: Santiago Miquel Ramírez, PPC
- Wohnen, Post und Fernmeldewesen: Joán Emilio Moya, PR
- Landwirtschaft und Ernährung: António Simónez, PPC
- Erziehung und Gesundheit: Carles Domínguez-Corell, UDS; ab Juli 1968 Marcelo Flores, PPC (komm.)
- Familie, Moral und Kultur: Marcelo Flores, PPC
- Atomenergie und Forschung: Francisco Jimenez, PR
- Angelegenheiten der Regionen und regionale Entwicklung: Márcio Caravil, PPC
- Präsidentschaft: Teodor Marcolín, PPC