Cientro Uníu: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 20:01, 1. Mär 2014
Das Cientro Uníu (kurz CU, Vereinigtes Zentrum) ist eine sozialliberale und pro-europäische Partei in Sagradien. Die Partei wurde Ende 2007 unter dem Namen Unión de Democráticōes del Cientro (kurz UDC, deutsch: Union der Zentrumsdemokraten) um den früheren Minister Traiano Atániez vom christdemokratischen PPC gegründet. Ziel der Partei war die Bildung einer starken Mitte gegen den Einfluss der rechtspopulistischen PSP auf die Regierung Luisanto.
Die Partei versteht sich als humanistisch, demokratisch, sozialliberal und europafreundlich. Unter dem Namen Cientro Uníu zog die Partei bei den Europawahlen 2009 ins Europäische Parlament ein, verpasste bei der vorgezogenen Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009 aber gemeinsam mit dem kleinen linkskatholischen CCD den Einzug ins Parlament. Zudem verlor die Partei auch die Parlamentswahl 2012.
Inhaltsverzeichnis
Gründung
Die UDC wurde 2007 vom früheren Volkspartei-Mitglied Traiano Atániez ins Leben gerufen, der zuvor als "Reformminister" dem Kabinett Luisanto I angehört hatte, beim Parteitag der PPC im April 2007 in Joanaz aber vergeblich versucht hatte, in seiner Partei die Aufkündigung der Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen und europakritischen PSP durchzusetzen. Atániez sprach sich gegen die fremdenfeindliche, europakritische und wirtschaftsliberale Ausrichtung seiner Partei aus und verließ im Mai 2007 die Fraktion der Volkspartei in der Abgeordnetenkammer. Ihm schlossen sich mit Ernesto Grací von der liberalen UDS sowie Armanda Colesán von den oppositionellen Radicales weitere Abgeordnete und Dissidenten des Regierungslagers an. Außerdem folgte ihm mit Damián Lourençá und anderen eine Gruppe von Vertretern des sozialliberalen Flügels der PPC, die zuvor zu den Unterstützern von Denísio Álvarez gehört hatten.
Auch die Regionalparteien der azizischen Europademokraten sowie der Demokraten für Cuentez schlossen sich der neuen Partei an.
Auf dem ersten Parteitag der UDC im Herbst 2007 wurde Traiano Atániez zum ersten Parteisekretär gewählt. Damián Lourençá wurde Stellvertreter, Armanda Colesán Koordinatorin.
Abschneiden bei Wahlen
Bei den Regionalwahlen 2008 konnte das Cientro Tescano-Valonês in der Region Tescano-Valoní einen Erfolg feiern und die Wahl von Joaquín Barreno Soléi zum Regionalpräsidenten durchsetzen.
Bei den Senatswahlen 2009, den Regionalwahlen 2009 sowie den Europawahlen 2009 kam es zur Kooperation der UDC mit dem kleinen linkskatholischen CCD. Dabei konnte die UDC besonders in den traditionell bürgerlich-liberal geprägten Regionen des Südwestens Erfolge vorweisen. Das Zentrumsbündnis Cientro Uníu aus UDC und CCD zog bei den Regionalwahlen in 15 von 20 Regionen, die zwischen 2008 und 2010 stattfanden, in zwölf Regionalräte ein. Bei den Europawahlen vereinte die Liste Cientro Uníu per l'Europa 5,7 Prozent der Stimmen auf sich. Von den vier Europaabgeordneten der Zentrumsunion stammen schlossen sich drei, darunter Traiano Atániez, der liberalen ALDR-Fraktion an, eine Abgeordnete sitzt in der christdemokratischen EVP-Gruppe.
Der Erfolg führte zur Perspektive einer neuen moderaten Kraft der Mitte, sodass sich sofort zwei Abgeordnete im Parlament der UDC anschlossen. Dies führte dazu, dass die Mitte-Rechts-Regierung von Miguel Anibal Luisanto ihre parlamentarische Basis einbüßte und Neuwahlen herbeiführen musste.
Bei den vorgezogenen Kammerwahlen 2009 trat die UDC schließlich erneut im Zentrumsbündnis an, verpasste mit 2,4 aber den Einzug ins Parlament.
Bei der Parlamentswahl 2013 verfehlte die Zentrumsunion mit einem Stimmenanteil von 1,8 Prozent erneut deutlich die Dreiprozenthürde und zog damit nicht in die Abgeordnetenkammer ein.
Positionen
Die Zentrumsunion sieht sich als Vereinigung der liberalen, christlich-sozialen und sozialdemokratischen Kräfte des Zentrums an, die sich für ein geeintes Europa, gegen den populistischen Nationalismus und für eine Rückbesinnung auf die christlich-humanistischen Werte des Abendlandes und der Aufklärung aussprechen. Damit bildet die UDC ein Konglomerat liberalkonservativer, reformistischer und europafreundlicher Christ- und Liberaldemokraten. Zudem zeigt sich die Partei von der sozialdemokratischen Philosophie des Dritten Weges inspiriert. Die UDC tritt für die Verwirklichung des EU-Verfassungsvertrags, jedoch gegen den EU-Beitritt der Türkei ein. Stattdessen solle die EU in ihrem Kern zusammenwachsen und den alten Nationalismus seiner Mitglieder überwinden. In ihrem Programm verweigert sich die UDC einer Einordnung in das Spektrum von Rechts und Links, definierte sich aber bis zum Zusammenbruch der Regierung Luisanto hauptsächlich durch ihre Opposition zur Mitte-Rechts-Regierung.
Vorfeldorganisationen
Die UDC trat im Frühjahr 2008 der europafreundlich-zentristischen EDP bei, den die französische UDF und die italienische Margherita-Partei ins Leben riefen. Die Europaabgeordneten der UDC gehören damit mehrheitlich der liberalen ALDE-Fraktion an. Als Jugendverband bestand die Gruppe UDC Jovenes, die sich seit 2010 Cientro Jovén nennt.
Parteiführung
- Parteisekretär: Traiano Atániez (seit 2007)
- Vizesekretär: Damián Lourençá (2007-2010), Carles Vídrio (seit 2010)
- Exekutivkoordinator: Alfredo Lopes de Mira (2007-2009), Martín Acosta (seit 2009)
- Organisationskoordinatorin: Armanda Colesán (2007-2010)
Wahlergebnisse
Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen
| Wahljahr | - | Liste | Stimmanteil | Sitze / gesamt | Spitzenkandidat | |
| 2009 | CU | 2,4 % | 0 / 411 | Traiano Atániez | ||
| 2013 | CU | 1,7 % | 0 / 411 | Traiano Atániez |
Ergebnisse bei Europawahlen
| Wahljahr | - | Liste | Stimmanteil | Sitze / gesamt | Spitzenkandidat | Fraktion | |
| 2009 | CU | 5,7 % | 4 / 73 | Traiano Atániez | ALDE/EVP | ||
| 2014 | CU | Traiano Atániez |