Partido Radical-Democrático: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Republikanischen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical]]. Nachdem diese zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm und zum bereits 1943-1950 verwendeten Kürzel PRD | + | Der '''Partido Radical-Democrático''' (kurz '''PRD''', deutsch ''Radikal-Demokratische Partei'') war eine sozialliberale Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen '''Movimiento de Radical-Democráticoes''' (MRD, ''Bewegung der Radikaldemokraten'') durch linksgerichtete Abweichler der [[UDR|Demokratisch-Republikanischen Union]] und Mitglieder der [[Unión Cívica Radical]]. Nachdem diese zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm und zum bereits 1943-1950 verwendeten Kürzel PRD zurückkehrte. Die PRD war bis 1970 und erneut von 1986 bis 1992 in der sagradischen Abgeordnetenkammer vertreten und ging danach mehrheitlich in der sozialdemokratischen [[ASUL]] auf. |
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Version vom 00:34, 13. Jan 2011
Der Partido Radical-Democrático (kurz PRD, deutsch Radikal-Demokratische Partei) war eine sozialliberale Partei in Sagradien. Gegründet wurde die Partei im Jahr 1955 unter dem Namen Movimiento de Radical-Democráticoes (MRD, Bewegung der Radikaldemokraten) durch linksgerichtete Abweichler der Demokratisch-Republikanischen Union und Mitglieder der Unión Cívica Radical. Nachdem diese zerfallen war und sich 1957 schließlich ganz auflöste, schlossen sich die meisten ihrer Mitglieder der Radikaldemokratischen Bewegung (MRD) an, woraufhin die Partei ihren späteren Namen annahm und zum bereits 1943-1950 verwendeten Kürzel PRD zurückkehrte. Die PRD war bis 1970 und erneut von 1986 bis 1992 in der sagradischen Abgeordnetenkammer vertreten und ging danach mehrheitlich in der sozialdemokratischen ASUL auf.
Geschichte der PRD
Ursprung und Gründung
Die Wurzeln der PRD liegen in der Radikal-Republikanischen Partei der Zweiten Sagradischen Republik, die nach ihrem Verbot 1943 unter dem Namen Partido Republicano Democrático i Radical-Democrático (abgekürzt PRD) wiedergegründet wurde. Die neue Radikale Partei zerfiel jedoch 1949 in einen rechten Flügel, der die Unión Democrática Republicana (UDR) gründete, und einen linken Flügel, der 1950 in der Unión Cívica Radical aufging. Nach zwischenzeitlichen Wiedervereinigungsversuchen schloss sich die UDR der rechtsliberalen Demokratischen Union an, während die UCR infolge des schwachen Abschneides bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954 erodierte und in mehrere Gruppen zerfiel.
Nach dem Eintritt der UDR in die Bürgerblock-Regierung Luciaro im Frühjahr 1955 verließ eine Gruppe oppositioneller Mitglieder die UDR-Fraktion und gründeten die Bewegung der Radikaldemokraten (Movimiento de Radical-Democráticoes, MRD) mit dem Ziel, die Radikale Partei wiederzubegründen. Darin liegt die eigentliche Geburtsstunde der neuen Radikaldemokratischen Partei. Vor den Kammerwahlen 1958 stießen zur MRD die Reste der 1957 aufgelösten UCR. Dies waren vor allem jene Kräfte, die das liberale Profil der Radikalen betonten und die Gründung der sozialdemokratischen ASUL ablehnten. Aus gleichem Grund schlossen sich auch ehemalige Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei (PSD) dem MRD an, von denen viele aus der Radikalen Partei der Zweiten Republik stammten. Bei der Kammerwahl 1958 trat die Partei unter dem Namen Movimiento de Radical-Democráticoes/Partido Radical-Democrático (MRD/PRD) an und erhielt 2,4 Prozent der Stimmen. Kurz danach nahm das MRD den Namen Partido Radical-Democrático mit dem Kürzel PRD an.