Alfonso María Guivares: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Präsidentschaft ===
 
=== Präsidentschaft ===
Trotz seiner deutlichen Niederlage 1980 trat Guivares bei der Präsidentschaftswahl 1985 erneut als Kandidat der Konservativen an und erreichte mit 34 Prozent im ersten Wahlgang die meisten Stimmen. In der Stichwahl gegen den Sozialisten [[Filipe López]] setzte er sich schließlich mit 52:48 Prozent der Stimmen durch und wurde zum sechsten Präsidenten der Dritten Republik gewählt.  
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Trotz seiner Niederlage 1975 trat Guivares bei der Präsidentschaftswahl 1985 erneut als Kandidat der Konservativen an und erreichte mit 34 Prozent im ersten Wahlgang die meisten Stimmen. In der Stichwahl gegen den Sozialisten [[Filipe López]] setzte er sich schließlich mit 52:48 Prozent der Stimmen durch und wurde zum sechsten Präsidenten der Dritten Republik gewählt.  
  
 
Guivares' Präsidentschaft stand bereits früh unter dem Schatten wiederkehrender Korruptionsvorwürfe gegen Guivares, die seine Zeit als Notenbankchef und als Minister betrafen. Nachdem er versucht hatte, Ermittlungen gegen seine Person und gegen ihm nahestehende Beamte zu verhindern, kam es schließlich zur größten Staatskrise in der Geschichte der sagradischen Republik mit öffentlichen Protesten gegen den amtierenden Präsidenten. In deren Folge trat Guivares schließlich im Januar 1989, wenige Monate vor Ablauf seiner regulären Amtszeit, als Staatspräsident zurück. Dennoch führte die Guivares-Affäre nach dem Rücktritt des Präsidenten zu weiteren Ermittlungen. Auch der frühere Ministerpräsident [[Emilio Moya]] geriet unter den Verdacht der Mitwisserschaft.
 
Guivares' Präsidentschaft stand bereits früh unter dem Schatten wiederkehrender Korruptionsvorwürfe gegen Guivares, die seine Zeit als Notenbankchef und als Minister betrafen. Nachdem er versucht hatte, Ermittlungen gegen seine Person und gegen ihm nahestehende Beamte zu verhindern, kam es schließlich zur größten Staatskrise in der Geschichte der sagradischen Republik mit öffentlichen Protesten gegen den amtierenden Präsidenten. In deren Folge trat Guivares schließlich im Januar 1989, wenige Monate vor Ablauf seiner regulären Amtszeit, als Staatspräsident zurück. Dennoch führte die Guivares-Affäre nach dem Rücktritt des Präsidenten zu weiteren Ermittlungen. Auch der frühere Ministerpräsident [[Emilio Moya]] geriet unter den Verdacht der Mitwisserschaft.

Version vom 14:24, 4. Jan 2014

Alfonso María Guivares Lomas (*1910 in Marcone/Bordez, †1994) war ein sagradischer Jurist, Ökonom und Politiker der konservativen Volkspartei. In seiner langen Karriere war er u.a. Präsident der Banca de Sagradia, zweimal sagradischer Finanzminister sowie Wirtschafts- und Außenminister seines Landes. Von 1985 bis zu seinem Rücktritt im Rahmen der Guivares-Affäre 1989 war er zudem Präsident der Sagradischen Republik.

Karriere in der freien Wirtschaft

Alfonso María Guivares wurde 1910 in Marcone geboren. Als junger Jurist stand er den politischen Kreisen um Ministerpräsident Manuel Álamo Igualde nahe. In dieser Zeit begann er auch seine Karriere in der Wirtschaft. 1949 wurde er wirtschaftlicher Berater von Ministerpräsident Paulo Luciaro, wenige Jahre später wurde er Vorstandsmitglied der sagradischen Großbank Sagontina de Creditoes.

Politische Karriere als Finanz- und Wirtschaftsminister

Seine politische Karriere begann Guivares 1958 als Staatssekretär unter dem sagradischen Finanzminister Carles Angel Favale, der Guivares schließlich 1961 zum Präsidenten der sagradischen Zentralbank Banca de Sagradia machte. Als solcher nahm Guivares eine monetaristische Position ein und suchte einen von den sozialistischen Regierungen unabhängigen Kurs durchzusetzen. Nach der erneuten Übernahme der Regierung durch Carles Angel Favale im Jahr 1967 wurde Guivares zum Finanzminister in dessen Regierungskabinett ernannt, schied nach dem Sturz Favales aber aus dem Amt.

Bei der Parlamentswahl 1974 kehrte Guivares in die erste Reihe der sagradischen Politik zurück und wurde erstmals in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt, wo er als renommiertester Wirtschafts- und Finanzpolitiker seiner Partei in Erscheinung trat. Kurze Zeit später wurde er Präsident des mächtigen Haushaltskomitees der Abgeordnetenkammer und Vizepräsident des PPC.

Als anerkannter Wirtschaftsfachmann wurde Guivares 1975 von der Volkspartei erstmals zum Präsidentschaftskandidaten nominiert, verlor aber in der zweiten Runde gegen den sozialistischen Kandidaten Iacovo Del Pérez.

Nach dem Regierungswechsel 1979 kehrte Guivares in die Regierung zurück und wurde Minister für Wirtschaft und Industrie in der Großen Koalition unter Sandro De la Nada. Als solcher lieferte er sich öffentlichkeitswirksame Gefechte mit dem linkssozialistischen Sozialminister Andrés Colón, der 1981 aus der Regierung ausschied. Als Vertreter eines wirtschaftsliberalen Kurses setzte sich Guivares für eine Neuorientierung der sagradischen Wirtschafts- und Haushaltspolitik zugunsten eines strengen Austeritätskurses und einer Liberalisierung der Wirtschaft ein. Mit diesem Profil kehrte er nach der Parlamentswahl 1982 unter Ministerpräsident Emilio Moya an die Spitze des Finanzministeriums zurück und setzte eine deutliche Rechtswende in der Finanzpolitik durch. Im Rahmen einer Kabinettsumbildung 1984 wechselte Guivares schließlich an die Spitze des Außenministeriums.

Präsidentschaft

Trotz seiner Niederlage 1975 trat Guivares bei der Präsidentschaftswahl 1985 erneut als Kandidat der Konservativen an und erreichte mit 34 Prozent im ersten Wahlgang die meisten Stimmen. In der Stichwahl gegen den Sozialisten Filipe López setzte er sich schließlich mit 52:48 Prozent der Stimmen durch und wurde zum sechsten Präsidenten der Dritten Republik gewählt.

Guivares' Präsidentschaft stand bereits früh unter dem Schatten wiederkehrender Korruptionsvorwürfe gegen Guivares, die seine Zeit als Notenbankchef und als Minister betrafen. Nachdem er versucht hatte, Ermittlungen gegen seine Person und gegen ihm nahestehende Beamte zu verhindern, kam es schließlich zur größten Staatskrise in der Geschichte der sagradischen Republik mit öffentlichen Protesten gegen den amtierenden Präsidenten. In deren Folge trat Guivares schließlich im Januar 1989, wenige Monate vor Ablauf seiner regulären Amtszeit, als Staatspräsident zurück. Dennoch führte die Guivares-Affäre nach dem Rücktritt des Präsidenten zu weiteren Ermittlungen. Auch der frühere Ministerpräsident Emilio Moya geriet unter den Verdacht der Mitwisserschaft.

Alfonso María Guivares wurde 1990 wegen Vorteilsnahme und dem Versuch des Amtsmissbrauchs zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt, die aber wegen des schlechten Gesundheitszustands des ehemaligen Präsidenten zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Öffentliche Ämter

Mandate

Parteifunktionen

  • 1975-1979: Stellvertretender Parteivorsitzender der PPC