Flávio Osório Gimenès: Unterschied zwischen den Versionen
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* 1985-1987: Generalsekretär der [[ASUL]] | * 1985-1987: Generalsekretär der [[ASUL]] | ||
* 2000-2005: Präsident des Nationalkonvents der [[ASUL]] | * 2000-2005: Präsident des Nationalkonvents der [[ASUL]] | ||
Version vom 18:26, 14. Okt 2013
Flávio Osório Jimenez (*1927 in Semess) ist ein sagradischer Politiker der ASUL und ehemaliger langjähriger Bürgermeister von Semess (1970-1987) sowie Präsident der Semestiner Regionalregierung (1989-2001). Von 1985 bis 1987 amtierte er als Nachfolger von Joán Caval im Amt des Generalsekretärs seiner Partei. Bei der Präsidentschaftswahl 1994 unterlag er als Kandidat der Sozialisten dem konservativen Amtsinhaber Santiago Montoya.
Inhaltsverzeichnis
Anfänge in der Kommunalpolitik und Jahre als Bürgermeister
Der in Semess geborene und aufgewachsene Flávio Osório Jimenez stammt aus einer Arbeiterfamilie und begann seine politische Arbeit im sozialistischen Jugendverband CSJS, dem er bereits als Jugendlicher beitrat. Zudem engagierte er sich früh in der sozialistischen Dachgewerkschaft CSSL. Nach seiner Ausbildung zum Schlosser erhielt Jimenez von der Gewerkschaft ein Stipendium, um in Semess Jura zu studieren. Danach war er zunächst als Anwalt für Arbeitsrecht tätig und beriet die Gewerkschaft in Rechtsfragen.
Im Jahr 1960 wurde der damals 33-Jährige erstmals für die sozialistische Partei in den Stadtrat von Semess gewählt und 1964 sowie 1968 jeweils im Amt bestätigt. Dort machte er sich als langjähriger Leiter der Sozialbehörde unter Bürgermeister Joán Caval einen Namen. Nach der Berufung Joán Cavals zum Minister im Jahr 1967 bewarb sich Osório um dessen Nachfolge, musste aber dem landesweit bekannteren Paulo Centavo den Vortritt lassen. Erst nach dessen Wechsel in die Regierung Caval im Herbst 1970 fiel die Wahl auf den amtierenden Fraktionsvorsitzenden Osório Jimenez als neuen Bürgermeister der sagradischen Hauptstadt.
In diesem Amt blieb Flávio Osório insgesamt 17 Jahre lang und wurde so zum festen Inventar der Stadt. Bei den Kommunalwahlen 1972, 1976, 1980 und 1984 holte er jeweils eine Mehrheit für die Sozialisten im Stadtparlament und sicherte sich auf diese Weise seine Wiederwahl. Bei der Kommunalwahl 1984 erlitten die Sozialisten jedoch Einbußen und nahmen trotz der Skepsis Osórios gegenüber diesem Schritt Verhandlungen mit den Grünen über die Bildung einer gemeinsamen Stadtratskoalition auf, die 1985 zu einem erfolgreichen Abschluss geführt wurden.
Aufstieg zum Generalsekretär der Sozialisten
In seiner Semestiner Zeit durchlebte Osório den typischen innerparteilichen Aufstieg. Zunächst Mitglied im Vorstand des sozialistischen Stadtverbands Semess, stieg er bereits 1965 zum Kommunalsekretär der Partei und zugleich in den nationalen Vorstand der Partei auf. 1967 übernahm er zudem das Amt des Fraktionssprechers im Stadtrat, das er nach seiner Wahl zum Bürgermeister wieder abgab.
Seine anhaltenden Erfolge in Semess machten Osório Jimenez auch landesweit bekannt und förderten seine Karriere in der Sozialistischen Partei. 1977 erstmals ins nationale Sekretariat der ASUL gewählt, stieg Jimenez nach dem zunächst vorübergehenden Rückzug von Parteichef Joán Caval 1984 in den engeren Kern der ASUL-Führung, des so genannten Quadrumvirats auf. Er galt als Vertreter des traditionalistischen Flügels der Partei. Der im Januar 1985 angekündigte Rückzug Joán Cavals vom Parteivorsitz führte auf dem Parteikongress der Sozialisten in Noyar im Mai 1985 zu einer Kampfkandidatur zwischen Donado Ricardes und Andrés Colón um die Frage, wer die Partei in die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986 führen solle. Nach dem knappen Sieg Ricardes' verzichtete Colón zugunsten Osórios auf das Amt des Generalsekretärs, der schließlich ohne Gegenkandidaten die Nachfolge Cavals antrat. Der in der Partei deutlich weniger verankerte Donado Ricardes hatte ebenfalls Osório unterstützt, der als Generalsekretär das traditionelle Milieu ansprechen und in der Partei als Integrator fungieren sollte. Nach dem Sieg der Sozialisten bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986 verzichtete Osório auf eine Funktion im Kabinett Ricardes und blieb Bürgermeister und Generalsekretär.
Eine Koalitionskrise im Spätsommer 1987 führte schließlich zum Austritt der Grünen aus der Semestiner Koaliton. Eine von Osório gestellte Vertrauensfrage endete in einem Debakel für diesen, da ihm nicht nur die Opposition und die Grünen, sondern gleich drei Abgeordnete der eigenen Fraktion die Gefolgschaft verweigerten. Flávio Osório Jimenez wertete das Ergebnis als Misstrauensvotum für den eigenen Kurs und trat daraufhin von allen Ämtern zurück. Er zog sich aus der aktiven Politik zurück und gab auch das Amt des Generalsekretärs der Partei an Donado Ricardes ab. Die Sozialisten verloren daraufhin die vorgezogene Kommunalwahl im Januar 1988 an die Konservativen unter Gustavo Galler.
Osório Jimenez feierte zwei Jahre später sein politisches Comeback. Als Spitzenkandidat der Sozialisten bei der Wahl zum Semestiner Regionalrat im Herbst 1989 feierte er einen Sieg gegen den konservativen Amtsinhaber António Vallerón und wurde schließlich mit den Stimmen seiner Sozialisten sowie der Grünen zum Präsidenten der Semestiner Regionaljunta gewählt. Dieses Amt übte er insgesamt weitere zwölf Jahre aus und siegte erneut bei den Regionalwahlen 1993 und 1997, jeweils mithilfe einer rot-grünen Koalition. Bei den Regionalwahlen 2001 trat Osório Jimenez nicht mehr an und übergab an David Acebes, der ihm als Regionalpräsident nachfolgte. Bis 2005 bekleidete Osório Jimenez danach das vor allem repräsentative Amt des Präsidenten des Nationalkonvents der ASUL.
Bei der sagradischen Präsidentschaftswahl 1994 trat Flávio Osório Jimenez gegen den Amtsinhaber Santiago Montoya von der konservativen Volkspartei an und erreichte im ersten Wahlgang einen Stimmenanteil von 39 Prozent. Damit unterlag er jedoch Montoya, der bereits im ersten Wahlgang eine knappe absolute Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte und im Amt bestätigt wurde.
Politische Funktionen
Öffentliche Ämter
- 1967-1970: Vizebürgermeister von Semess
- 1970-1987: Bürgermeister von Semess
- 1989-2001: Präsident der Region Semestina
Mandate
- 1989-2001: Mitglied des Regionalrats von Semestina