Isabel Defernandis Carret: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | ''' | + | '''Isabel María Defernandis Carret''' (*1921 in [[Valier]]) ist eine frühere [[Sagradien|sagradische]] Politikerin der sozialdemokratischen [[ASUL]]. Sie war in den 1970er und 1980er Jahren eine der einflussreichsten Politikerinnen des Landes, u.a. als [[Erziehungsminister]]in (1972-1976), Präsidentin (1976-1979) und Vizepräsidentin (1979-1984) der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]. Von 1984 bis 1989 amtierte sie zudem als Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments. |
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[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Defernandis]] | [[Kategorie: Sagradischer Politiker|Defernandis]] | ||
Version vom 20:20, 10. Mai 2013
Isabel María Defernandis Carret (*1921 in Valier) ist eine frühere sagradische Politikerin der sozialdemokratischen ASUL. Sie war in den 1970er und 1980er Jahren eine der einflussreichsten Politikerinnen des Landes, u.a. als Erziehungsministerin (1972-1976), Präsidentin (1976-1979) und Vizepräsidentin (1979-1984) der sagradischen Abgeordnetenkammer. Von 1984 bis 1989 amtierte sie zudem als Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments.
Die gebürtige Eskaderin Defernandis, Tochter eines Tischlers mit sozialistischem Parteibuch, begann ihre politische Karriere als Büroleiterin des sozialistischen Politikers António Santiago, der 1954 zum Generalsekretär der ASUL aufstieg. Mit Santiagos Wahl zum Parteichef wurde auch Defernandis schlagartig zu einer der einflussreichsten Frauen des Landes, da sie als enge Vertraute des Oppositionsführers galt. Dieser sorgte auch dafür, dass Defernandis 1958 in die Abgeordnetenkammer gewählt wurde, und ernannte sie überdies zur Parteisprecherin der ASUL.
Nach der sagradischen Parlamentswahl 1962 wurde Defernandis zunächst neben ihrem Amt als Parteisprecherin, seit 1964 hauptamtlich parlamentarische Sekretärin der ASUL in der sagradischen Abgeordnetenkammer. Als solche gehörte sie dem Fraktionsvorstand an und besaß wesentlichen Einfluss auf die Politik der ASUL-geführten Regierung.
Auch nach der Niederlage der Sozialisten bei der Parlamentswahl 1967 und dem folgenden Erdrutschsieg im Jahr 1970 unter Joán Caval blieb Defernandis zunächst Fraktionssekretärin und sorgte damit wesentlich für Kontinuität in der Fraktion. Nach einer Kabinettsumbildung im Jahr 1972 wurde Defernandis schließlich von Caval zur Ministerin für Erziehung und Wissenschaft berufen. Vier Jahre später wechselte sie an die Spitze des Ministeriums für Wohnungsbau.
Nach der vorgezogenen Parlamentswahl 1976 wurde Isabel Defernandis als erste Frau ins Präsidentenamt der Abgeordnetenkammer gewählt. In dieser Funktion wurde sie nach der Parlamentswahl 1979 abgelöst, wurde aber stattdessen Erste Stellvertreterin. Im Jahr 1984 verließ Defernandis nach 26 Jahren das sagradische Parlament und zog für die Partei ins Europäische Parlament ein, wo sie die Funktion einer Vizepräsidnetin wahrnahm. Nach der Wahl 1984 schied sie mit 68 Jahren aus dem Amt.
Öffentliche Ämter
- 1972-1976: Ministerin für Erziehung und Wissenschaft im Kabinett Caval II und III
- Januar-Dezember 1976: Ministerin für Wohnungsbau im Kabinett Caval IV
- 1976-1979: Präsidentin der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 1979-1984: Vizepräsidentin der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 1984-1989: Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments
Mandate
- 1958-1984: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 1984-1989: Mitglied des Europäischen Parlaments
Parteifunktionen
- 1958-1964: Parteisprecherin der ASUL
- 1962-1972: Parlamentarische Sekretärin der ASUL-Fraktion in der Abgeordnetenkammer