Santo de l'Ilpa: Unterschied zwischen den Versionen

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Als Ministerpräsident verfolgte Ilpa zusammen mit seinem Stellvertreter und Außenminister [[Paulo Luciaro]] ([[PPC]]) einen klaren Kurs der Westintegration, der sich eng an die USA anlehnte. So gehörte Sagradien 1949 zur den Gründernationen des Europarats und der NATO. Der Austritt der [[PRR]] aus der Koalition im Januar 1949 brachte die [[Kabinett Ilpa II|Regierung Ilpa]] führte schließlich zum Wechsel im Ministerpräsidentenamt von Ilpa zu Luciaro. Im Gegenzug übernahm Ilpa von seinem bisherigen Stellvertreter das [[Außenmnister]]ium und setzte damit den bisherigen Kurs auch in diesem Amt fort. 1952 gehörte Sagradien zu den Gründern der Montanunion und arbeitete danach auch an der Gründung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft mit.
 
Als Ministerpräsident verfolgte Ilpa zusammen mit seinem Stellvertreter und Außenminister [[Paulo Luciaro]] ([[PPC]]) einen klaren Kurs der Westintegration, der sich eng an die USA anlehnte. So gehörte Sagradien 1949 zur den Gründernationen des Europarats und der NATO. Der Austritt der [[PRR]] aus der Koalition im Januar 1949 brachte die [[Kabinett Ilpa II|Regierung Ilpa]] führte schließlich zum Wechsel im Ministerpräsidentenamt von Ilpa zu Luciaro. Im Gegenzug übernahm Ilpa von seinem bisherigen Stellvertreter das [[Außenmnister]]ium und setzte damit den bisherigen Kurs auch in diesem Amt fort. 1952 gehörte Sagradien zu den Gründern der Montanunion und arbeitete danach auch an der Gründung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft mit.
  
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=== Bruch mit der Partei und Tod ===
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Spätestens seit 1950 brauchen auch die Konflikte zwischen Ilpa und Moreno stärker auf, die beide unterschiedliche Parteiflügel und Strategien verfolgten. Spätestens seit Winter 1951/52 drängte Moreno auf eine stärkere Eigenständigkeit der Sozialisten vom christdemokratischen Premierminister. Dagegen plädierte Ilpa dezidiert für eine Fortsetzung der Großen Koalition mit linksliberalen und christdemokratischen Kräften der Mitte und repräsentierte damit in gewisser Weise den Regierungsflügel der Sozialistischen Partei gegenüber der zunehmend regierungskritischen Parteispitze. Im Sommer 1953 ließen sich die Gegensätze zwischen Sozialisten und Christdemokraten in der Regierung und die zwischen ''Ilpistas'' und ''Morenistas'' in der ASUL nicht mehr ausgleichen. Es kam schließlich zum Bruch der Koalition durch Austritt der sozialistischen Minister aus der Regierung [[Kabinett Luciaro III|Luciaro]]. Ilpa dagegen verweigerte den Rücktritt und verließ im Streit mit der Parteiführung die eigene Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]. In der rasch gebildeten [[Kabinett Luciaro IV|Minderheitsregierung]] der [[PPC]] mit der [[PRR]] blieb Ilpa als Unabhängiger weiterhin [[Außenminister]], während die Sozialisten in die Opposition zur neuen Regierung gingen. 
  
 
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Wesentliches Ziel Ilpas war der Abschluss der seit 1952 laufenden Verhandlungen mit [[Micolinien]] und der Regionalregierung [[Golen]]s um den Status der Region und den Schutz der sagradischen Minderheiten in Micolinien, die im Sommer 1955 ihren Abschluss fanden. Sagradien verzichtete in den [[Golische Verträge|Golischen Verträgen]] offiziell auf das 1936 von Micolinien annektierte Ostgolen und erreichte eine Kompensationszahlung von der micolinischen Regierung. Außerdem wurden die Rechte der sagradischen Minderheit in Micolinien ausgeweitet und Sagradien erhielt eine wirtschaftliche Privilegierung. Ilpa sah den Abschluss als Krönung seines bisherigen außenpolitischen Werks an.  
=== Golische Verträge und Tod ===
 
In der Folge nahm Ilpa regelmäßig an Sitzungen der PPC-Fraktion teil, schloss sich der Partei aber wohl nie offiziell an. Wesentliches Ziel Ilpas war der Abschluss, der seit 1952 laufenden Verhandlungen mit [[Micolinien]] und der Regionalregierung [[Golen]]s um den Status der Region und den Schutz der sagradischen Minderheiten in Micolinien, die im Sommer 1955 ihren Abschluss fanden. Sagradien verzichtete in den [[Golische Verträge|Golischen Verträgen]] offiziell auf das 1936 von Micolinien annektierte Ostgolen und erreichte eine Kompensationszahlung von der micolinischen Regierung. Außerdem wurden die Rechte der sagradischen Minderheit in Micolinien ausgeweitet und Sagradien erhielt eine wirtschaftliche Privilegierung. Ilpa sah den Abschluss als Krönung seines bisherigen außenpolitischen Werks an. Nachdem er im August 1955 mit wenigen Mitstreitern die so genannte [[Partido Democrático de la Libertá|Demokratische Freiheitspartei]] (PDL) gegründet hatte, starb der herzkranke De la Ilpa im Dezember 1955 an den Folgen einer Herzattacke. Ohne ihn ging die PDL bald wieder in der Versenkung unter. Der PSD fusionierte wenig später im Jahr 1957 mit dem PS und mehreren kleineren linken Gruppen zur [[ASUL]].
 
  
 
=== Politische Mandate ===
 
=== Politische Mandate ===

Version vom 22:42, 26. Apr 2013

Santo Soares De la Ilpa (*1890 in Nalcaz, †1955 in Semess) war ein sagradischer sozialdemokratischer Politiker. Er amtierte von 1947 bis 1949 als Ministerpräsident und von 1949 bis zu seinem Tod als Außenminister der Sagradischen Republik. Als solcher prägte er die sagradische Außenpolitik der Nachkriegszeit entscheidend und setzte sich stark für die Europäische Integration ein.

In der Zweiten Republik und im Weltkrieg

Der Lehrersohn Santo de la Ilpa arbeitete nach seinem Jurastudium als Anwalt und engagierte sich in der Kommunalpolitik seiner Heimatstadt Nalcaz. Er war Mitglied der Radikalen Partei, verließ diese aber im Streit und wendete sich Ende der 1920er Jahre der Radikal-Sozialistischen Union, einer linken Abspaltung der Radikalen Partei]] zu. Nachdem er im Jahr 1932/33 als Bürgermeister von Nalcaz amtiert hatte, wurde Ilpa nach dem Sieg der Volksfront-Parteien bei der Parlamentswahl 1935 Parlamentsabgeordneter und 1937 schließlich als Staatssekretär ins Arbeitsministerium berufen.

Durch die klare Niederlage der Linksparteien bei der Parlamentswahl 1938 verlor Ilpa sein Mandat in der Nationalversammlung. Er gehörte seit 1940 jedoch zum Beraterstab von Präsident Luciano Capón, seit 1942 engagierte er sich im Zweiten Weltkrieg und im sagradischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Hier näherte er sich auch sozialistischen Gruppierungen an und bezeichnete sich selbst als nicht-marxistischen Sozialisten. 1944 trat er schließlich dem Partido Socialista (PSU) bei.

In der Regierung Dini wurde Ilpa 1945 erneut zum Staatssekretär im Arbeitsministerium berufen. In der Folgeregierung Saviola III stieg er mit gleicher Zuständigkeit zum Minister auf. Außerdem zog Ilpa bei der Parlamentswahl 1945 wieder in die sagradische Nationalversammlung ein und gehörte zeitweise dem Verfassungskomitee der Versammlung an. Hier beteiligte er sich führend an der Ausarbeitung der Verfassung von 1946. Nach deren Inkrafttreten wurde Ilpa für die PSU Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer und Minister für Handel und Kleinbetriebe im Kabinett Dorado, ehe er im März 1947 unter Ministerpräsident António Delauro auf die Position des Arbeitsministers zurückkehrte.

Gründung der ASUL und Ministerpräsidentschaft

Als Vertreter des linksbürgerlichen Flügels der Sozialistischen Partei nahm Ilpa eine Schlüsselstellung bei dem Versuch der Sozialisten ein, über die Kernklientel in der Arbeiterschaft hinaus auch nicht-proletarische Wähler, besonders im Kleinbürgertum und unter Angestellten, anzusprechen. Ilpa gehörte daher auch zur treibenden Kraft einer Parteineugründung, die im November 1947 zum Aufgehen des PS in einer neuen Mitte-Links-Partei mit dem Namen ASUL führte. Ilpa bewarb sich danach als Vertreter des Modernisierungsflügels um das Amt des ersten Generalsekretärs der neuen Partei, musste sich aber knapp seinem Gegenkandidaten Ricardo Moreno geschlagen geben, der als letzter Parteisekretär der Sozialistischen Partei die traditionelle Linie der PSU repräsentierte. Ilpa wurde zwar zum ersten Stellvertreter Morenos benannt, um die ungleichen Flügel in der neuen Parteiführung zu integrieren, er blieb aber ein starker innerparteilicher Konkurrent Morenos.

Ministerpräsidentschaft und Zentrumskoalition

Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident António Delauro im Oktober und der Übergangsregierung Delavesc wurde Ilpa im Dezember 1947 von Präsident Sergio Dini zum neuen Ministerpräsidenten einer Koalition der Mitte ernannt. Als Kompromisskandidat eines Mitte-orientierten Kurses war er im Gegensatz zu Parteichef Ricardo Moreno auch für Radikale und Christdemokraten vermittelbar.

Als Ministerpräsident verfolgte Ilpa zusammen mit seinem Stellvertreter und Außenminister Paulo Luciaro (PPC) einen klaren Kurs der Westintegration, der sich eng an die USA anlehnte. So gehörte Sagradien 1949 zur den Gründernationen des Europarats und der NATO. Der Austritt der PRR aus der Koalition im Januar 1949 brachte die Regierung Ilpa führte schließlich zum Wechsel im Ministerpräsidentenamt von Ilpa zu Luciaro. Im Gegenzug übernahm Ilpa von seinem bisherigen Stellvertreter das Außenmnisterium und setzte damit den bisherigen Kurs auch in diesem Amt fort. 1952 gehörte Sagradien zu den Gründern der Montanunion und arbeitete danach auch an der Gründung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft mit.

Bruch mit der Partei und Tod

Spätestens seit 1950 brauchen auch die Konflikte zwischen Ilpa und Moreno stärker auf, die beide unterschiedliche Parteiflügel und Strategien verfolgten. Spätestens seit Winter 1951/52 drängte Moreno auf eine stärkere Eigenständigkeit der Sozialisten vom christdemokratischen Premierminister. Dagegen plädierte Ilpa dezidiert für eine Fortsetzung der Großen Koalition mit linksliberalen und christdemokratischen Kräften der Mitte und repräsentierte damit in gewisser Weise den Regierungsflügel der Sozialistischen Partei gegenüber der zunehmend regierungskritischen Parteispitze. Im Sommer 1953 ließen sich die Gegensätze zwischen Sozialisten und Christdemokraten in der Regierung und die zwischen Ilpistas und Morenistas in der ASUL nicht mehr ausgleichen. Es kam schließlich zum Bruch der Koalition durch Austritt der sozialistischen Minister aus der Regierung Luciaro. Ilpa dagegen verweigerte den Rücktritt und verließ im Streit mit der Parteiführung die eigene Fraktion in der Abgeordnetenkammer. In der rasch gebildeten Minderheitsregierung der PPC mit der PRR blieb Ilpa als Unabhängiger weiterhin Außenminister, während die Sozialisten in die Opposition zur neuen Regierung gingen.

Wesentliches Ziel Ilpas war der Abschluss der seit 1952 laufenden Verhandlungen mit Micolinien und der Regionalregierung Golens um den Status der Region und den Schutz der sagradischen Minderheiten in Micolinien, die im Sommer 1955 ihren Abschluss fanden. Sagradien verzichtete in den Golischen Verträgen offiziell auf das 1936 von Micolinien annektierte Ostgolen und erreichte eine Kompensationszahlung von der micolinischen Regierung. Außerdem wurden die Rechte der sagradischen Minderheit in Micolinien ausgeweitet und Sagradien erhielt eine wirtschaftliche Privilegierung. Ilpa sah den Abschluss als Krönung seines bisherigen außenpolitischen Werks an.

Politische Mandate

Politische Ämter