FC Bosa: Unterschied zwischen den Versionen

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Unter dem ungarischen Trainer [[Sándor Gyuményi]] wurde zu Beginn der Siebziger Jahre eine neue Phase der nationalen Dominanz eingeleitet, die unter dessen Nachfolgern [[Francisco Chamot]] und [[Santiago Arrántxez]] fortgeführt wurde und zu ersten internationalen Titeln führte. Zwischen 1970 und 1976 gewann Bosa vier nationale [[Sagradischer Fußballmeister|Meisterschaften]] (1970, 1972, 1973, 1974) und einmal die [[Copa Sagradia]] (1975). Höhepunkte waren jedoch die ersten beiden Europapokalsiege in der Klubgeschichte, 1974 im Europapokal der Landesmeister, 1976 im Pokalsiegerwettbewerb. Im Landesmeisterpokal war Bosa sogar der erste sagradische Klub, der diesen Wettbewerb für sich entschied. Dominante Spieler dieser Goldenen Ära des FC Bosa waren [[Selle Ebrulla]], [[Luis Etxeberría]], [[Iván Andrés Munitis]] und [[Jorge Illeste]], die gemeinsam 1976 mit dem [[Sagradische Fußballnationalmannschaft|sagradischen Nationalteam]] Europameister wurden. Dazu kamen internationale Starspieler wie der schwedische Topstürmer [[Jonas Reberg]], Europas Fußballer des Jahres 1977, oder der argentinische Verteidiger [[Ignácio Lavezzi]].
 
Unter dem ungarischen Trainer [[Sándor Gyuményi]] wurde zu Beginn der Siebziger Jahre eine neue Phase der nationalen Dominanz eingeleitet, die unter dessen Nachfolgern [[Francisco Chamot]] und [[Santiago Arrántxez]] fortgeführt wurde und zu ersten internationalen Titeln führte. Zwischen 1970 und 1976 gewann Bosa vier nationale [[Sagradischer Fußballmeister|Meisterschaften]] (1970, 1972, 1973, 1974) und einmal die [[Copa Sagradia]] (1975). Höhepunkte waren jedoch die ersten beiden Europapokalsiege in der Klubgeschichte, 1974 im Europapokal der Landesmeister, 1976 im Pokalsiegerwettbewerb. Im Landesmeisterpokal war Bosa sogar der erste sagradische Klub, der diesen Wettbewerb für sich entschied. Dominante Spieler dieser Goldenen Ära des FC Bosa waren [[Selle Ebrulla]], [[Luis Etxeberría]], [[Iván Andrés Munitis]] und [[Jorge Illeste]], die gemeinsam 1976 mit dem [[Sagradische Fußballnationalmannschaft|sagradischen Nationalteam]] Europameister wurden. Dazu kamen internationale Starspieler wie der schwedische Topstürmer [[Jonas Reberg]], Europas Fußballer des Jahres 1977, oder der argentinische Verteidiger [[Ignácio Lavezzi]].
  
=== Krise der späten Siebziger und neue Erfolge der Achtziger ===
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==== Krise der späten Siebziger und neue Erfolge der Achtziger ====
 
Nachdem Bosa die Meisterschaften 1975 und 1976 bereits an den [[FC Semesta]] verloren hatte, litt der Klub in den folgenden drei Jahren unter der nationalen Dominanz der [[Juvantêsa]], die dem FC mit ihren Stars [[Carles Notero]] und [[Joán Restávio]] sowie Erfolgstrainer [[Francisco Chamot]] sowohl national als auch international den Rang ablief. Während die Juvantêsa dreimal in Folge die Meisterschaft gewann und sich 1979 und 1980 jeweils Europas Krone aufsetzte, verlor Bosa Ende der Siebziger Jahre vorübergehend den Anschluss. Erst unter Trainer [[Luca Martínez]] und mit jüngeren Spielern kam mit den Meisterschaften 1980 und 1981 zumindest in der Liga der Erfolg zurück. Nach der Spielzeit 1981 wurde [[Luis Etxeberría]] zum Cheftrainer befördert. Unter seiner Führung blieben die nationalen Erfolge abgesehen vom Pokalsieg 1983 zunächst aus. Zwar zog der Klub 1982 überraschend ins Finale des Landesmeisterpokals ein, verlor dort aber gegen das englische Team von Aston Villa. Dennoch nahm der Klub am Weltpokal teil und gewann diesen. 1984 stand Bosa erneut in einem Europapokalfinale. Im Endspiel des Pokalsiegerwettbewerb setzte sich Bosa, angeführt von Kapitän [[Nicolas Santiar]] und Altstar [[Ticiano De la Costa]], gegen den portugiesischen Vertreter FC Porto durch und konnte damit den dritten Europapokalerfolg der Vereinsgeschichte feiern. Nachdem Etxeberría 1986 den Verein zur Meisterschaft geführt hatte, verließ er den Verein, sein Nachfolger [[Santiago Mirréu]] konnte 1987 den Titel verteidigen.  
 
Nachdem Bosa die Meisterschaften 1975 und 1976 bereits an den [[FC Semesta]] verloren hatte, litt der Klub in den folgenden drei Jahren unter der nationalen Dominanz der [[Juvantêsa]], die dem FC mit ihren Stars [[Carles Notero]] und [[Joán Restávio]] sowie Erfolgstrainer [[Francisco Chamot]] sowohl national als auch international den Rang ablief. Während die Juvantêsa dreimal in Folge die Meisterschaft gewann und sich 1979 und 1980 jeweils Europas Krone aufsetzte, verlor Bosa Ende der Siebziger Jahre vorübergehend den Anschluss. Erst unter Trainer [[Luca Martínez]] und mit jüngeren Spielern kam mit den Meisterschaften 1980 und 1981 zumindest in der Liga der Erfolg zurück. Nach der Spielzeit 1981 wurde [[Luis Etxeberría]] zum Cheftrainer befördert. Unter seiner Führung blieben die nationalen Erfolge abgesehen vom Pokalsieg 1983 zunächst aus. Zwar zog der Klub 1982 überraschend ins Finale des Landesmeisterpokals ein, verlor dort aber gegen das englische Team von Aston Villa. Dennoch nahm der Klub am Weltpokal teil und gewann diesen. 1984 stand Bosa erneut in einem Europapokalfinale. Im Endspiel des Pokalsiegerwettbewerb setzte sich Bosa, angeführt von Kapitän [[Nicolas Santiar]] und Altstar [[Ticiano De la Costa]], gegen den portugiesischen Vertreter FC Porto durch und konnte damit den dritten Europapokalerfolg der Vereinsgeschichte feiern. Nachdem Etxeberría 1986 den Verein zur Meisterschaft geführt hatte, verließ er den Verein, sein Nachfolger [[Santiago Mirréu]] konnte 1987 den Titel verteidigen.  
  
=== Licht und Schatten: Die Neunziger Jahre ===  
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==== Licht und Schatten: Die Neunziger Jahre ====
Erneut musste sich Bosa in den folgenden drei Jahren 1987-1990 der Dominanz der [[Juvantêsa]] beugen, die den Klub unter Carles Notero als Trainer nun sowohl national als auch international wieder abhängen konnte. Unter dem uruguayischen Trainer [[Simón González]] wurde daher ein neues Team aufgebaut, dessen unumstrittener Star Nationalstürmer [[Luis Olivera]] war. Unter González holte dieses Team 1991 die sagradische Meisterschaft und gewann 1990 die Copa Sagradia, konnte aber keine neue Ära der Dominanz einläuten. Von González’ Nachfolgern [[Ticiano De la Costa]], [[Martín Ánibal Arretxu]], [[Giuseppe Arrieri]] und [[Neno Maric]] blieb keiner länger als anderthalb Jahre im Amt. Lediglich der Italiener Arrieri konnte mit dem Pokalsieg 1994 einen Titel gewinnen. Erst unter dem dänischen Erfolgsgaranten [[Ole Erik Simonsen]] kehrte in Bosa die Titelfreude zurück. Simonsen stand in der Saison 1995/1996 ein ambitioniertes Team zur Verfügung, zu dem neben internationalen Topstars wie [[Jean-Armand Repain]], [[Juán María Cozas]] und [[Dario Sarivic]] zahlreiche sagradische Nationalspieler wie [[Cristiano Munquez]], [[Emanuel Kappa]], [[Stefano Detânia]], [[Paulo Sepácio]] und [[José António Hernandez]] gehörten. Überzeugend gewann Bosa die Meisterschaft des Jahres 1996 vor dem Überraschungsteam aus [[SC Mistrech|Mistrech]] und setzte in der Folgespielzeit zu einem neuerlichen Erfolg in der Champions League an. Im Finale gegen Juventus Turin zeigten Repain und Co. eine starke Leistung und siegten verdient mit 3:1. Nach der Spielzeit 1996/1997 verließ Simonsen den FC Bosa und [[Simón González]] kehrte für eine Saison zurück nach Bosa. Er konnte mit dem FC zwar die [[Copa Sagradia]] 1998 gewinnen, in der Liga wurde der Klub aber nur Vierter, sodass Giuseppe Arrieri wieder das Traineramt übernahm. Dieser führte den Klub zum Pokalerfolg 2000, verpasste in seinen zwei Jahren in Bosa aber erneut die Meisterschaft.
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Erneut musste sich Bosa in den folgenden drei Jahren 1987-1990 der Dominanz der [[Juvantêsa]] beugen, die den Klub unter Carles Notero als Trainer nun sowohl national als auch international wieder abhängen konnte. Unter dem uruguayischen Trainer [[Simón González]] wurde daher ein neues Team aufgebaut, dessen unumstrittener Star Nationalstürmer [[Luis Olivera]] war. Unter González holte dieses Team 1991 die sagradische Meisterschaft und gewann 1990 die Copa Sagradia, konnte aber keine neue Ära der Dominanz einläuten. Von González’ Nachfolgern [[Ticiano De la Costa]], [[Martín Ánibal Arretxu]], [[Giuseppe Arrieri]] und [[Neno Maric]] blieb keiner länger als anderthalb Jahre im Amt. Lediglich der Italiener Arrieri konnte mit dem Pokalsieg 1994 einen Titel gewinnen. Erst unter dem dänischen Erfolgsgaranten [[Ole Erik Simonsen]] kehrte in Bosa die Titelfreude zurück. Simonsen stand in der Saison 1995/1996 ein ambitioniertes Team zur Verfügung, zu dem neben internationalen Topstars wie [[Jean-Armand Repain]], [[Juán María Cozas]] und [[Dario Sarivic]] zahlreiche sagradische Nationalspieler wie [[Cristiano Munquez]], [[Emanuel Kappa]], [[Stefano Detânia]], [[Paulo Sepácio]] und [[José António Hernandez]] gehörten. Besonders die Abwehrkette um Kappa, Munquez, Detânia und [[Santo Cardes]] gehörte zu den erfahrensten und sichersten in ganz Europa. Überzeugend gewann Bosa die Meisterschaft des Jahres 1996 vor dem Überraschungsteam aus [[SC Mistrech|Mistrech]] und setzte in der Folgespielzeit zu einem neuerlichen Erfolg in der Champions League an. Im Finale gegen Juventus Turin zeigten Repain und Co. 1997 eine starke Leistung und siegten verdient mit 3:1.  
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==== Jahre der Krise 1998-2003 ====
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Nach der Spielzeit 1996/1997 verließ Simonsen den FC Bosa und [[Simón González]] kehrte für eine Saison zurück nach Bosa. Er konnte mit dem FC zwar die [[Copa Sagradia]] 1998 gewinnen, in der Liga wurde der Klub aber nur Vierter, sodass Giuseppe Arrieri wieder das Traineramt übernahm. Dieser verpasste in seinen zwei Jahren in Bosa erneut die Meisterschaft, die Copa Sagradia 2000 blieb für mehrere Jahre der einzige Titel für die Rotblauen. In den Jahren nach dem Erfolg 1997 beendeten Altstars wie [[Cristiano Munquez]] und [[Emanuel Kappa]] ihre Karriere, [[Jean-Armand Repain]] verließ den Klub. Teure Verpflichtungen wie der Brasilianer [[Raoul]] und die beiden Stürmer [[Hugo Lima]] und [[Ivan Santov]] blieben hinter den hohen Erwartungen zurück. Arrieris Nachfolger als Cheftrainer [[António Huber]] wurde nach erfolglosen anderthalb Jahren entlassen, als sich der Klub Ende der Hinrunde 2001/2002 nur im unteren Mittelfeld der Liga wiederfand. Nachdem die Mannschaft auch unter [[Emanuel Kappa]] kaum Siege erreichte, übernahm zum Ende der Saison interimistisch [[Ticiano De la Costa]] das Traineramt und sicherte zumindest die Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Nachdem sich in den Vorgängerjahren mit [[Luis Olivera]], [[Ole Erik Simonsen]] und [[Luis Etxeberría]] gleich drei ehemalige Spieler- und Trainer des Vereins mit überschaubarem Erfolg als Manager versucht hatten, kehrte erst mit [[Nícolas Santiar]] als Sportdirektor neue Stabilität ein. Er holte für die Saison 2002/2003 Ole Erik Simonsen zurück auf die Trainerbank, holte internationale Stars wie den Brasilianer Vervalho und baute ein neues Team um Mittelfeldregisseur [[Alêsi Javier]] und Altstar [[Enrico Torc]] auf. Nacheinander wurden mit [[Simao Alán]], [[David Rinchestro]] und [[Alberto Ferrera]] aktuelle Nationalspieler für die wackelige Abwehr verpflichtet. In der Offensive sollte der Tscheche [[Pavel Levech]] für Torgefahr sorgen.
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==== Erfolgsjahre unter Selle Ebrulla ====
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Mit der Verpflichtung des früheren Stürmers Selle Ebrulla als neuen Cheftrainer Anfang der Saison 2003/2004 kehrte schließlich auch der Erfolg nach Bosa zurück. Das neue Team um Javier, Rinchestro und Alberto, zu dem auch bald talentierte Eigengewächse wie der junge [[David Pedrosa]] und internationale Stars wie der Brasilianer [[Leándro]] stießen, gewann 2005 das Double aus Pokal und Meisterschaft, wiederholte 2006 den Sieg in der Liga und stand 2007 schließlich im Finale der UEFA Champions League, in der das Team jedoch gegen den AC Mailand unterlag. Nach dem erneuten Meisterschaftserfolg in der Saison 2007/2008, dem dritten in vier Jahren, verkündete Erfolgstrainer Ebrulla seinen Abschied aus Bosa und wurde neuer Nationaltrainer

Version vom 18:35, 7. Jul 2012

Fútbol Club de Bosa ist ein Fußballverein aus der westsagradischen Stadt Bosa. Mit 22 nationalen Meisterschaften, 12 Finalsiegen in der Copa Sagradia, dem jeweils zweimaligen Gewinn im Europapokal der Landesmeister bzw. der UEFA Champions League und im Europapokal der Pokalsieger gehört der FC Bosa zu den erfolgreichsten Fußballvereinen der Welt und ist gemeinsam mit dem Erzrivalen Juvantêsa Sport aus Tulis der einzige Verein, der seit Gründung der sagradischen Premera Liga immer erstklassig spielte.

Dominante Jahre in den frühen Siebzigern

Unter dem ungarischen Trainer Sándor Gyuményi wurde zu Beginn der Siebziger Jahre eine neue Phase der nationalen Dominanz eingeleitet, die unter dessen Nachfolgern Francisco Chamot und Santiago Arrántxez fortgeführt wurde und zu ersten internationalen Titeln führte. Zwischen 1970 und 1976 gewann Bosa vier nationale Meisterschaften (1970, 1972, 1973, 1974) und einmal die Copa Sagradia (1975). Höhepunkte waren jedoch die ersten beiden Europapokalsiege in der Klubgeschichte, 1974 im Europapokal der Landesmeister, 1976 im Pokalsiegerwettbewerb. Im Landesmeisterpokal war Bosa sogar der erste sagradische Klub, der diesen Wettbewerb für sich entschied. Dominante Spieler dieser Goldenen Ära des FC Bosa waren Selle Ebrulla, Luis Etxeberría, Iván Andrés Munitis und Jorge Illeste, die gemeinsam 1976 mit dem sagradischen Nationalteam Europameister wurden. Dazu kamen internationale Starspieler wie der schwedische Topstürmer Jonas Reberg, Europas Fußballer des Jahres 1977, oder der argentinische Verteidiger Ignácio Lavezzi.

Krise der späten Siebziger und neue Erfolge der Achtziger

Nachdem Bosa die Meisterschaften 1975 und 1976 bereits an den FC Semesta verloren hatte, litt der Klub in den folgenden drei Jahren unter der nationalen Dominanz der Juvantêsa, die dem FC mit ihren Stars Carles Notero und Joán Restávio sowie Erfolgstrainer Francisco Chamot sowohl national als auch international den Rang ablief. Während die Juvantêsa dreimal in Folge die Meisterschaft gewann und sich 1979 und 1980 jeweils Europas Krone aufsetzte, verlor Bosa Ende der Siebziger Jahre vorübergehend den Anschluss. Erst unter Trainer Luca Martínez und mit jüngeren Spielern kam mit den Meisterschaften 1980 und 1981 zumindest in der Liga der Erfolg zurück. Nach der Spielzeit 1981 wurde Luis Etxeberría zum Cheftrainer befördert. Unter seiner Führung blieben die nationalen Erfolge abgesehen vom Pokalsieg 1983 zunächst aus. Zwar zog der Klub 1982 überraschend ins Finale des Landesmeisterpokals ein, verlor dort aber gegen das englische Team von Aston Villa. Dennoch nahm der Klub am Weltpokal teil und gewann diesen. 1984 stand Bosa erneut in einem Europapokalfinale. Im Endspiel des Pokalsiegerwettbewerb setzte sich Bosa, angeführt von Kapitän Nicolas Santiar und Altstar Ticiano De la Costa, gegen den portugiesischen Vertreter FC Porto durch und konnte damit den dritten Europapokalerfolg der Vereinsgeschichte feiern. Nachdem Etxeberría 1986 den Verein zur Meisterschaft geführt hatte, verließ er den Verein, sein Nachfolger Santiago Mirréu konnte 1987 den Titel verteidigen.

Licht und Schatten: Die Neunziger Jahre

Erneut musste sich Bosa in den folgenden drei Jahren 1987-1990 der Dominanz der Juvantêsa beugen, die den Klub unter Carles Notero als Trainer nun sowohl national als auch international wieder abhängen konnte. Unter dem uruguayischen Trainer Simón González wurde daher ein neues Team aufgebaut, dessen unumstrittener Star Nationalstürmer Luis Olivera war. Unter González holte dieses Team 1991 die sagradische Meisterschaft und gewann 1990 die Copa Sagradia, konnte aber keine neue Ära der Dominanz einläuten. Von González’ Nachfolgern Ticiano De la Costa, Martín Ánibal Arretxu, Giuseppe Arrieri und Neno Maric blieb keiner länger als anderthalb Jahre im Amt. Lediglich der Italiener Arrieri konnte mit dem Pokalsieg 1994 einen Titel gewinnen. Erst unter dem dänischen Erfolgsgaranten Ole Erik Simonsen kehrte in Bosa die Titelfreude zurück. Simonsen stand in der Saison 1995/1996 ein ambitioniertes Team zur Verfügung, zu dem neben internationalen Topstars wie Jean-Armand Repain, Juán María Cozas und Dario Sarivic zahlreiche sagradische Nationalspieler wie Cristiano Munquez, Emanuel Kappa, Stefano Detânia, Paulo Sepácio und José António Hernandez gehörten. Besonders die Abwehrkette um Kappa, Munquez, Detânia und Santo Cardes gehörte zu den erfahrensten und sichersten in ganz Europa. Überzeugend gewann Bosa die Meisterschaft des Jahres 1996 vor dem Überraschungsteam aus Mistrech und setzte in der Folgespielzeit zu einem neuerlichen Erfolg in der Champions League an. Im Finale gegen Juventus Turin zeigten Repain und Co. 1997 eine starke Leistung und siegten verdient mit 3:1.

Jahre der Krise 1998-2003

Nach der Spielzeit 1996/1997 verließ Simonsen den FC Bosa und Simón González kehrte für eine Saison zurück nach Bosa. Er konnte mit dem FC zwar die Copa Sagradia 1998 gewinnen, in der Liga wurde der Klub aber nur Vierter, sodass Giuseppe Arrieri wieder das Traineramt übernahm. Dieser verpasste in seinen zwei Jahren in Bosa erneut die Meisterschaft, die Copa Sagradia 2000 blieb für mehrere Jahre der einzige Titel für die Rotblauen. In den Jahren nach dem Erfolg 1997 beendeten Altstars wie Cristiano Munquez und Emanuel Kappa ihre Karriere, Jean-Armand Repain verließ den Klub. Teure Verpflichtungen wie der Brasilianer Raoul und die beiden Stürmer Hugo Lima und Ivan Santov blieben hinter den hohen Erwartungen zurück. Arrieris Nachfolger als Cheftrainer António Huber wurde nach erfolglosen anderthalb Jahren entlassen, als sich der Klub Ende der Hinrunde 2001/2002 nur im unteren Mittelfeld der Liga wiederfand. Nachdem die Mannschaft auch unter Emanuel Kappa kaum Siege erreichte, übernahm zum Ende der Saison interimistisch Ticiano De la Costa das Traineramt und sicherte zumindest die Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Nachdem sich in den Vorgängerjahren mit Luis Olivera, Ole Erik Simonsen und Luis Etxeberría gleich drei ehemalige Spieler- und Trainer des Vereins mit überschaubarem Erfolg als Manager versucht hatten, kehrte erst mit Nícolas Santiar als Sportdirektor neue Stabilität ein. Er holte für die Saison 2002/2003 Ole Erik Simonsen zurück auf die Trainerbank, holte internationale Stars wie den Brasilianer Vervalho und baute ein neues Team um Mittelfeldregisseur Alêsi Javier und Altstar Enrico Torc auf. Nacheinander wurden mit Simao Alán, David Rinchestro und Alberto Ferrera aktuelle Nationalspieler für die wackelige Abwehr verpflichtet. In der Offensive sollte der Tscheche Pavel Levech für Torgefahr sorgen.

Erfolgsjahre unter Selle Ebrulla

Mit der Verpflichtung des früheren Stürmers Selle Ebrulla als neuen Cheftrainer Anfang der Saison 2003/2004 kehrte schließlich auch der Erfolg nach Bosa zurück. Das neue Team um Javier, Rinchestro und Alberto, zu dem auch bald talentierte Eigengewächse wie der junge David Pedrosa und internationale Stars wie der Brasilianer Leándro stießen, gewann 2005 das Double aus Pokal und Meisterschaft, wiederholte 2006 den Sieg in der Liga und stand 2007 schließlich im Finale der UEFA Champions League, in der das Team jedoch gegen den AC Mailand unterlag. Nach dem erneuten Meisterschaftserfolg in der Saison 2007/2008, dem dritten in vier Jahren, verkündete Erfolgstrainer Ebrulla seinen Abschied aus Bosa und wurde neuer Nationaltrainer