Francisca Mendes del Ponte: Unterschied zwischen den Versionen
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Mendes war von 2006 bis 2009 Präsidentin der Regionalregierung von [[Lojandia]] und danach bis 2013 sagradische [[Arbeitsminister|Ministerin für Beschäftigung, Gesundheit und Sozialpolitik]] in der [[Kabinett Luisanto III|Mitte-Rechts-Regierung]] von [[Miquel Ánibal Luisanto]]. Nach dem Sieg der Rechten bei der [[Parlamentswahl 2017]] wurde sie im Februar 2018 zur [[Finanzminister|Ministerin für Finanzen und Wirtschaft]] in der [[Kabinett Ramœs Iliega|Regierung]] von [[Manuel Ramœs Iliega]] ernannt. Von 2011 bis 2019 war sie zudem stellvertretende Parteivorsitzende der [[PPC|sagradischen Volkspartei (PPC)]]. | Mendes war von 2006 bis 2009 Präsidentin der Regionalregierung von [[Lojandia]] und danach bis 2013 sagradische [[Arbeitsminister|Ministerin für Beschäftigung, Gesundheit und Sozialpolitik]] in der [[Kabinett Luisanto III|Mitte-Rechts-Regierung]] von [[Miquel Ánibal Luisanto]]. Nach dem Sieg der Rechten bei der [[Parlamentswahl 2017]] wurde sie im Februar 2018 zur [[Finanzminister|Ministerin für Finanzen und Wirtschaft]] in der [[Kabinett Ramœs Iliega|Regierung]] von [[Manuel Ramœs Iliega]] ernannt. Von 2011 bis 2019 war sie zudem stellvertretende Parteivorsitzende der [[PPC|sagradischen Volkspartei (PPC)]]. | ||
Version vom 13:49, 30. Mai 2025
Francisca Mendes del Ponte (*1960 in Samartiega) ist eine sagradische Politikerin und seit März 2025 die 21. Präsidentin der Sagradischen Republik. Zuvor war sie von 2019 bis 2024 Europäische Binnenmarkt-Kommissarin in der Kommission Von der Leyen I.
Mendes war von 2006 bis 2009 Präsidentin der Regionalregierung von Lojandia und danach bis 2013 sagradische Ministerin für Beschäftigung, Gesundheit und Sozialpolitik in der Mitte-Rechts-Regierung von Miquel Ánibal Luisanto. Nach dem Sieg der Rechten bei der Parlamentswahl 2017 wurde sie im Februar 2018 zur Ministerin für Finanzen und Wirtschaft in der Regierung von Manuel Ramœs Iliega ernannt. Von 2011 bis 2019 war sie zudem stellvertretende Parteivorsitzende der sagradischen Volkspartei (PPC).
Im Juli 2019 wurde Mendes del Ponte als sagradisches Mitglied der Europäischen Kommission von Ursula von der Leyen nominiert. Ihre Partei- und Regierungsämter gab sie daraufhin im Oktober 2019 auf. Zum 1. Dezember 2019 trat sie ihr Amt als Vizepräsidentin der Komission und Kommissarin für den Binnenmarkt und Unternehmen an. Nach Ende der ersten Vob der Leyen-Kommission schied sie aus ihrem Amt und erklärte ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl in Sagradien 2025. Dort besiegte sie im zweiten Wahlgang den unabhängigen Kandidaten Ernés Cardona und wurde zur zweiten Frau im höchsten Staatsamt gewählt.
Inhaltsverzeichnis
Karrierebeginn in Lojandia
Die im Osten der Region Lojandia geborene Mendes del Ponte studierte Medizin und schloss das Studium als promovierte Fachärztin ab, war jedoch nach dem Studium in der pharmakologischen Forschung und später als Lobbyistin tätig. Über diesen Weg kam sie mit der Politik in Berührung. Sie trat der konservativen Volkspartei bei und wurde nach dem Sieg der Mitte-Rechts-Parteien bei den Regionalwahlen 1993 in Lojandia zur Untersekretärin in die Gesundheits- und Sozialbehörde der Region berufen. Nach dem Ausscheiden eines Abgeordneten wurde sie 1995 als Nachrückerin Mitglied des Regionalrats und anschließend unter dem neuen Regionalpräsidenten Denísio Álvarez Beigeordnete Rätin und Leiterin der Gesundheits- und Sozialbehörde. Nach den Regionalwahlen 1997 wurde sie Sprecherin der PPC-Gruppe im Regionalrat, 2001 Präsidentin des Regionalrats. Nach den Regionalwahlen 2005 kehrte sie als Beigeordnete Rätin für Kultur und Tourismus in die Regionalregierung zurück und wurde schließlich 2006 als Nachfolgerin von Denísio Álvarez selbst Präsidentin der Regionalregierung.
In ihrer Amtszeit als Regionalpräsidentin kam es Ende 2008 zum Bruch der konservativ-sozialistischen Regionalregierung, woraufhin die Regionalwahlen 2009 in Lojandia von Herbst auf Februar vorgezogen wurden. Anders als ihr Vorgänger schloss sie daraufhin auch eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen PSP in der Region nicht aus. Im Zusammenhang mit einem landesweiten Umfragetief der PPC-geführten Regierung in Semess und regionalen Schwierigkeiten verlor Mendes del Ponte schließlich die Regionalwahlen gegen die Linke, woraufhin mit Francisco Helguerra erstmals seit 1993 wieder ein Sozialist Regionalpräsident wurde.
Ministerin im Kabinett Luisanto
Als eine der wenigen weiblichen Regionalpräsidenten gelangte die bei Amtsantritt 46-jährige Mendes del Ponte zu landesweiter Bekanntheit und wurde in der Volkspartei bald als Nachwuchstalent gefördert. Als Sprecherin der Nicht-Katholiken und Nicht-Katholikinnen in der Volkspartei repräsentierte sie zudem eine weitere Minderheit. Sie wurde Mitglied der Parteiexekutive und folgte 2008 schließlich ihrem langjährigen Förderer Denísio Álvarez auch als Präsidentin des lojandinischen Regionalverbands der Volkspartei nach, der als Hochburg des zentristischen, sozialliberalen Flügels der Volkspartei gilt.
Trotz ihrer Niederlage bei der Regionalwahl 2009 schaffte es Mendes del Ponte, mit einem Wechsel in die nationale Politik ihren politischen Absturz zu verhindern. Dabei profitierte sie nicht nur von ihrem Status als nicht-katholische Frau unter 50 und als Vertreterin des Reformflügels der Partei, sondern auch von ihrem Ruf als politisches Talent, von der Unterstützung ihres Regionalverbands, der sie als Präsidentin stützte. Als Nachfolgerin von Francisco Valderrano wurde sie im April 2009 zur Ministerin für Arbeit, Gesundheit und Sozialpolitik im Kabinett Luisanto berufen. Nach dem Rücktritt Denisio Alvarez' von allen Ämtern wurde sie auf dem Parteitag der Christdemokraten im November 2011 zudem erneut dessen Nachfolgerin und wurde zur stellvertretenden Parteivorsitzenden der Volkspartei gewählt.
Oppositionspolitikerin
Nach der Niederlage der PPC/UDS-Koalition bei den Parlamentswahlen 2013 gegen die oppositionelle Linke schied Mendes del Ponte aus dem Ministeramt. Nachfolger wurden die Sozialisten Francisca Columes-Joell als Gesundheitsministerin, Ana Voçares als Sozialministerin bzw. David Chabrol als Arbeitsminister.
In der Folge machte Mendes del Ponte von sich reden, als sie öffentlich forderte, die anvisierte Modernisierung der Partei im Sinn einer liberalen Neuausrichtung zu beschleunigen, und unter anderem gegen den bisherigen Kurs ihrer Partei das Projekt der Mitte-Links-Regierung einer gesetzlichen Frauenquote in Leitungspositionen unterstützte. Wenig später erklärte sie zudem ihre Kandidatur um den Vorsitz der Partei, nachdem Miquel Ánibal Luisanto seinen Rückzug aus der nationalen Politik angekündigt hatte. Nach wenigen Wochen aber verzichtete Mendes auf eine Kandidatur und erklärte stattdessen ihrer Unterstützung für Fraktionssprecher Manuel Ramœs Iliega gegen den konservativeren Clemente Arzano. Sie wurde daraufhin zur Vorsitzenden des Haushaltsausschusses der Abgeordnetenkamemr gewählt. Auf dem Parteitag der Christdemokraten im März 2014 wurde als eine von drei Stellvertretern des Vorsitzenden bestätigt.
Öffentliche Ämter
- 1993-1995: Unterstaatssekretärin für Gesundheit und Soziales in der Region Lojandia
- 1995-1997: Beigeordnete Regionalrätin für Gesundheit und Soziales der Region Lojandia
- 2001-2005: Präsidentin des Regionalrats von Lojandia
- 2005-2006: Beigeordnete Rätin für Kultur, Tourismus und Wirtschaftsförderung der Region Lojandia
- 2006-2009: Präsidentin der Regionalregierung von Lojandia
- 2009-2013: Ministerin für Beschäftigung, Gesundheit und Sozialpolitik im Kabinett Luisanto II und III
- 2013-2017: Vorsitzende des Haushaltsausschusses der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 2018-2019: Ministerin für Finanzen und Wirtschaft im Kabinett Ramœs Iliega I
- 2019-2024: Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und Kommissarin für Binnenmarkt und Unternehmen
- seit 2025: Präsidentin der Sagradischen Republik
Mandate
- 1995-2009: Mitglied des Regionalrats von Lojandia (PPC)
- 2013-2019: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer (PPC)
