Unión de Frente Fraternal: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 11:04, 26. Dez 2022
| Unión de Frente Fraternal Union der brüderlichen Front | ||
| Parteiführer | León Francês | |
| Gründung | 1934 | |
| Auflösung | 1938 (Verbot) | |
| Vorläufer | Schwarze Division | |
| Nachfolger | ||
| Ausrichtung | Sagradischer Faschismus
| |
| Position | rechtsextrem | |
Die Unión de Frente Fraternal (UFF, auch Frente Fraternal, deutsch Brüderfront) war eine ultranationalistische und faschistische Partei in Sagradien, die von León Francês geführt wurde. Sie war der politische Arm der schwarzen Truppisten und ging aus der 1934 verbotenen División Negra hervor.
León Francês war ein Führer innerhalb der rechtsextremen Truppistenbewegung, die in Folge der Weltwirtschaftskrise in den frühen 1930er Jahren Auftrieb bekam. Im Oktober 1934 führte die División Negra, die paramilitärische faschistische Gruppe um Francês, eine Demonstrationsbewegung gegen die bestehende republikanische Regierung an, die zum improvisierten Putschversuch ausartete. Nach dem Verbot der Schwarzen Division gründete Francês schließlich die Brüderfront als Nachfolgeorganisation.
Die Frente war eine Partei mit offen faschistischer Ausrichtung. Sie befürwortete die gewaltsame Zerschlagung der Republik und die Errichtung eines faschistischen Korporativstaats nach italienischem Vorbild. Sie war gleichermaßen antikapitalistisch wie antisozialistisch ausgerichtet und befürwortete eine nationalsyndikalistische Ausrichtung der Gesellschaft.
Nach dem Sieg der linken Volksfrontparteien bei der Parlamentswahl 1936, bei der die UFF 25 Abgeordnetenmandate gewonnen hatte, versuchte sie sich als radikal-oppositionelle Massenpartei zu behaupten und erhielt einigen Zulauf im antisozialistischen Lager. Die Ermordnung des sozialistischen Staatspräsidenten Santiago Laval durch einen Parteigänger der Faschisten im Mai 1938 feierten mehrere Parteivertreter als "nationalen Erfolg" und riefen zur "nationalen Revolution" auf. Wie bereits die División Negra wurde auch die UFF daraufhin als staatsfeindliche Organisation verboten. Bei der Parlamentswahl 1939 konnte sie nicht mehr antreten.