Schwarze Division: Unterschied zwischen den Versionen
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Wie die "schwarzen Truppisten" trugen auch die Divisionisten nach Vorbild der italienischen Faschisten schwarze Hemden sowie dazu blaue Baskenmützen. Sie wurden daher auch als "bôinas azûres" bezeichnet. | Wie die "schwarzen Truppisten" trugen auch die Divisionisten nach Vorbild der italienischen Faschisten schwarze Hemden sowie dazu blaue Baskenmützen. Sie wurden daher auch als "bôinas azûres" bezeichnet. | ||
| − | Nachdem Mitglieder der Division im Oktober 1934 wegen des Mordes an [[PCS|Kommunistenführer]] [[Lorenzo Sabal]] festgenommen worden waren, organisierten die Divisionen am 1. November 1934 Aufmärsche und Massenproteste in Semest, die schließlich zu einem improvisierten Putschversuch eskalierten. Der Versuch, einzelner Divisionisten, ins Präsidentenpalais einzudringen und die Ernennung von [[León Francês]] zum Regierungschef zu erzwingen, scheiterte | + | Nachdem Mitglieder der Division im Oktober 1934 wegen des Mordes an [[PCS|Kommunistenführer]] [[Lorenzo Sabal]] festgenommen worden waren, organisierten die Divisionen am 1. November 1934 Aufmärsche und Massenproteste in Semest, die schließlich zu einem improvisierten Putschversuch eskalierten. Der Versuch, einzelner Divisionisten, ins Präsidentenpalais einzudringen und die Ernennung von [[León Francês]] zum Regierungschef zu erzwingen, scheiterte jedoch und führte zum Verbot der Division. |
Nach dem Verbot bestanden die Divisionen im Untergrund de facto weiter und bekämpften seit 1936 vor allem die [[Volksfront]]-Regierung unter [[Santiago Laval]]. Dessen Ermordung im Mai 1938 feierte die Division als "nationalen Erfolg". Politischer Arm und De-facto-Nachfolgeorganisation der Division war der [[Frente Fraternal]]. | Nach dem Verbot bestanden die Divisionen im Untergrund de facto weiter und bekämpften seit 1936 vor allem die [[Volksfront]]-Regierung unter [[Santiago Laval]]. Dessen Ermordung im Mai 1938 feierte die Division als "nationalen Erfolg". Politischer Arm und De-facto-Nachfolgeorganisation der Division war der [[Frente Fraternal]]. | ||
Version vom 16:54, 5. Jan 2021
| División Sagradêsa d'Ofensiva Popular Sagradische Division der Volksoffensive | ||
| Führer | León Francês | |
| Gründung | 1931 | |
| Auflösung | 1934 (Verbot) | |
| Nachfolger | Frente Fraternal | |
| Nachfolger | ||
| Ausrichtung | Faschismus Korporatismus Antisemitismus | |
| Position | rechtsextrem | |
Die División Sagradêsa d'Ofensiva Popular (DSOP, deutsch Sagradische Division der Volksoffensive), aufgrund der schwarzen Uniformen ihrer Anhänger meist División Negra (schwarze Division) genannt, war eine rechtsextreme und faschistische politische Bewegung im Sagradien der 1930er Jahre, die unter der Führung von León Francês stand.
Die Schwarze Division hatte ihren Ursprung in der rechtsextremen truppistischen Bewegung der frühen Dreißiger Jahre und wurde 1931 von León Francês als paramilitärische Vereinigung gegründet. Sie gehörte ursprünglich zu den so genannten "schwarzen Truppisten", der radikalen Gruppe antiparlamentarischer und faschistisch inspirierter Vereinigungen, die sich gegen sämtliche sagradischen Parteien, auch die katholisch-konservative Volksunion wandten.
Wie die "schwarzen Truppisten" trugen auch die Divisionisten nach Vorbild der italienischen Faschisten schwarze Hemden sowie dazu blaue Baskenmützen. Sie wurden daher auch als "bôinas azûres" bezeichnet.
Nachdem Mitglieder der Division im Oktober 1934 wegen des Mordes an Kommunistenführer Lorenzo Sabal festgenommen worden waren, organisierten die Divisionen am 1. November 1934 Aufmärsche und Massenproteste in Semest, die schließlich zu einem improvisierten Putschversuch eskalierten. Der Versuch, einzelner Divisionisten, ins Präsidentenpalais einzudringen und die Ernennung von León Francês zum Regierungschef zu erzwingen, scheiterte jedoch und führte zum Verbot der Division.
Nach dem Verbot bestanden die Divisionen im Untergrund de facto weiter und bekämpften seit 1936 vor allem die Volksfront-Regierung unter Santiago Laval. Dessen Ermordung im Mai 1938 feierte die Division als "nationalen Erfolg". Politischer Arm und De-facto-Nachfolgeorganisation der Division war der Frente Fraternal.
Erbe
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es mehrmals zu Neugründungen rechtsextremer und neofaschistischer Organisationen, die sich als Erben der Divisionen sahen und bewusst auf diese Bezug nahmen. Dazu gehören u.a. die Novas Divisiones, die in den Sechziger Jahren entstanden und eine Rolle in den terroristischen Auseinandersetzungen der Siebziger Jahre spielten.