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Als Parteiführer der Radikaldemokraten war Ròs-Estrell zweimal [[Vizeministerpräsident|Vizepräsident des sagradischen Ministerrats]], zunächst als sagradischer [[Erziehungsminister]] von 1976 bis 1979 im [[Kabinett Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|V]] sowie als [[Wirtschaftsminister|Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]] von 1990 bis 1992. | Als Parteiführer der Radikaldemokraten war Ròs-Estrell zweimal [[Vizeministerpräsident|Vizepräsident des sagradischen Ministerrats]], zunächst als sagradischer [[Erziehungsminister]] von 1976 bis 1979 im [[Kabinett Caval IV]] und [[Kabinett Caval V|V]] sowie als [[Wirtschaftsminister|Minister für Wirtschaft und Industrie]] im [[Kabinett Ricardes I]] und [[Kabinett Ricardes II|II]] von 1990 bis 1992. | ||
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Der aus einer jüdischen Familie stammende Soziologe Ròs-Estrell verfolgte eine wissenschaftliche Karriere und war seit 1965 als Professor an der [[Universitá Luis Cavaller]] in [[Semest]] tätig. Seine politische Karriere begann Ròs-Estrell mit seiner Wahl in den Stadtrat von Semest im Jahr 1972, ehe er bei der [[Parlamentswahl 1974]] für die [[Radikaldemokratische Partei]] kandidierte und in die [[Abgeordnetenkammer]] gewählt wurde. Dort machte er schnell Karriere und stieg 1975 zum Fraktionssprecher und ''de facto'' auch zum politischen Sprecher der Radikalen auf. | Der aus einer jüdischen Familie stammende Soziologe Ròs-Estrell verfolgte eine wissenschaftliche Karriere und war seit 1965 als Professor an der [[Universitá Luis Cavaller]] in [[Semest]] tätig. Seine politische Karriere begann Ròs-Estrell mit seiner Wahl in den Stadtrat von Semest im Jahr 1972, ehe er bei der [[Parlamentswahl 1974]] für die [[Radikaldemokratische Partei]] kandidierte und in die [[Abgeordnetenkammer]] gewählt wurde. Dort machte er schnell Karriere und stieg 1975 zum Fraktionssprecher und ''de facto'' auch zum politischen Sprecher der Radikalen auf. | ||
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Ende der 1990er Jahre kam es zum zwischenzeitigen Bruch zwischen Ròs-Estrell und seiner Partei, deren zunehmend neoliberalen Kurs unter der Führung von [[Ernesto Joán Kirchner]] der bekennende Sozialliberale ablehnte. Ròs-Estrell blieb aber bis zu seinem Tod im Jahr 2014 Parteimitglied. | Ende der 1990er Jahre kam es zum zwischenzeitigen Bruch zwischen Ròs-Estrell und seiner Partei, deren zunehmend neoliberalen Kurs unter der Führung von [[Ernesto Joán Kirchner]] der bekennende Sozialliberale ablehnte. Ròs-Estrell blieb aber bis zu seinem Tod im Jahr 2014 Parteimitglied. | ||
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Version vom 12:18, 5. Jan 2020
Lorís Alberto Ròs-Estrell (*1928; †2014) war ein sagradischer Wissenschaftler und Politiker der Radikal-Demokratischen Partei, als deren Parteiführer er von 1975 bis 1980 sowie von 1982 bis 1990 fungierte. In dieser Zeit prägte er das Image der Radikaldemokraten als sozial- und radikalliberale Partei und öffnete die Partei für neue Themen wie Umweltschutz, gesellschaftliche Gleichstellung und Minderheitenrechte.
Als Parteiführer der Radikaldemokraten war Ròs-Estrell zweimal Vizepräsident des sagradischen Ministerrats, zunächst als sagradischer Erziehungsminister von 1976 bis 1979 im Kabinett Caval IV und V sowie als Minister für Wirtschaft und Industrie im Kabinett Ricardes I und II von 1990 bis 1992.
Inhaltsverzeichnis
Politische Karriere
Der aus einer jüdischen Familie stammende Soziologe Ròs-Estrell verfolgte eine wissenschaftliche Karriere und war seit 1965 als Professor an der Universitá Luis Cavaller in Semest tätig. Seine politische Karriere begann Ròs-Estrell mit seiner Wahl in den Stadtrat von Semest im Jahr 1972, ehe er bei der Parlamentswahl 1974 für die Radikaldemokratische Partei kandidierte und in die Abgeordnetenkammer gewählt wurde. Dort machte er schnell Karriere und stieg 1975 zum Fraktionssprecher und de facto auch zum politischen Sprecher der Radikalen auf.
Unter Ròs-Estrells Führung trat der PRD im Januar 1976 in die Regierung Caval ein, wo er Erziehungsminister und stellvertretender Ministerpräsident wurde. Bei der vorgezogenen Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1976 kandidierte Ròs-Estrell erstmals als Spitzenkandidat des PRD. Nach der Parlamentswahl 1978 verließen die Radikaldemokraten die Regierung wieder.
Ròs-Estrell zog sich 1980 vorübergehend aus der Politik zurück und kehrte in die Wissenschaft zurück, trat bei der Parlamentswahl 1982 aber wieder als Spitzenkandidat seiner Partei an. Von 1982 bis 1990 führte er die radikale Parlamentsfraktion in Opposition zur Mitte-Rechts-Regierung von Emilio Moya. Vor der Parlamentswahl 1990 erklärte der 62-Jährige seinen Verzicht auf die Spitzenkandidatur und seinen abermaligen Rückzug aus der Politik.
Nach dem knappen Ausgang der Parlamentswahl 1990 und der Bildung einer Minderheitsregierung aus Sozialisten und Radikaldemokraten kehrte Ròs-Estrell erneut in die Politik zurück und übernahm die Ämter des Wirtschaftsministers und stellvertretenden Minsterpräsidenten im Kabinett Ricardes. Nach dem Sturz der Regierung im Jahr 1992 zog sich Ròs-Estrell schließlich endgültig aus dem politischn Leben zurück.
Ende der 1990er Jahre kam es zum zwischenzeitigen Bruch zwischen Ròs-Estrell und seiner Partei, deren zunehmend neoliberalen Kurs unter der Führung von Ernesto Joán Kirchner der bekennende Sozialliberale ablehnte. Ròs-Estrell blieb aber bis zu seinem Tod im Jahr 2014 Parteimitglied.
Politische Funktionen
Mandate
- 1972-1974: Mitglied des Stadtrats von Semest
- 1974-1980: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 1982-1990: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
Öffentliche Ämter
- 1976-1979: Minister für Erziehung und Wissenschaft und Vizepräsident des Ministerrats im Kabinett Caval IV und V
- 1990-1992: Minister für Wirtschaft und Industrie und Vizepräsident des Ministerrats im Kabinett Ricardes I und II
Parteifunktionen
- 1975-1976: Fraktionssprecher des PRD in der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 1979-1990: Fraktionssprecher des PRD in der sagradischen Abgeordnetenkammer