Eva Monet-Sabadera: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach den gescheiterten Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition kam es im [[Parlamentswahl 2019|zu vorgezogenen Neuwahlen zur Abgeordnetenkammer im Dezember]], bei denen Monet als Spitzenkandidatin ihrer Partei antrat. Entgegen den Erwartungen großer Teile der Medien und des rechten Parteiflügels gelang es Monet-Sabadera, einen schlagkräftigen Wahlkampf zu leiten und die Sozialisten pünktlich zur Neuwahl aus dem Umfragetief herauszuführen. Bei der Parlamentswahl erreichte die ASUL 23,4 Prozent der Stimmen und damit deutlich mehr als bei der [[Europawahl 2019|Europawahl im Mai]. Jedoch verpasste es die Partei, die regierende [[PPC]] als stärkste Kraft abzulösen.
 
Nach den gescheiterten Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition kam es im [[Parlamentswahl 2019|zu vorgezogenen Neuwahlen zur Abgeordnetenkammer im Dezember]], bei denen Monet als Spitzenkandidatin ihrer Partei antrat. Entgegen den Erwartungen großer Teile der Medien und des rechten Parteiflügels gelang es Monet-Sabadera, einen schlagkräftigen Wahlkampf zu leiten und die Sozialisten pünktlich zur Neuwahl aus dem Umfragetief herauszuführen. Bei der Parlamentswahl erreichte die ASUL 23,4 Prozent der Stimmen und damit deutlich mehr als bei der [[Europawahl 2019|Europawahl im Mai]. Jedoch verpasste es die Partei, die regierende [[PPC]] als stärkste Kraft abzulösen.
  

Version vom 17:51, 9. Dez 2019

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Eva María Monet-Sabadera (*1976) ist eine sagradische Publizistin und Politikerin. Sie ist seit 2017 Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer und seit Oktober 2018 Generalsekretärin der sozialdemokratischen ASUL. Zuvor war sie seit 2012 Stadträtin von Semest.

Bei den sozialistischen Primaries im September 2018 galt Eva Monet als Außenseiterkandidatin, konnte sich aber überraschend gegen ihre landesweit bekannteren Mitbewerber Joaquín Loubregat und Cristina Areja durchsetzen. Sie gilt als Vertreterin des linken Parteiflügels und wurde bei ihrer Wahl durch die Graswurzelbewegung "refundâr" unterstützt.

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl 2019 führte sie die Sozialisten als Spitzenkandidatin an und konnte das Ergebnis gegenüber dem vorherigen Urnengang um einen Prozentpunkt verbessern, verpasste es aber, die regierenden Konservativen als stärkste Kraft abzulösen.

Karriere

Berufliche Laufbahn

Monet-Sabadera studierte zunächst Gesellschaftswissenschaften und Philosophie und arbeitete anschließend in der Jugendarbeit sowie als Forschungsassistentin am gewerkschaftsnahen Institut für Gesellschaftsforschung in Semest, wo sie auch promoviert wurde.

Seit 2005 arbeitete Monet als Redakteurin bei der linksgerichteten Zeitung Il Republicano. In der Folge veröffentlichte sie mehrere kapitalismuskritische Bücher und wurde Mitherausgeberin der sozialistischen Zeitschrift DemoS sowie Beiratsmitglied und Dozentin an der sozialistischen Akademie der Fundación Santiago Laval (FSL). Sie unternahm Reisen nach Israel und Palästina, nach Südamerika und nach Asien. Seit 2010 war sie Mitglied im Direktorium der FSL und stellvertretende Leiterin der Forschungsakademie.

Beginn der politischen Karriere

Bei der Kommunalwahl 2012 wurde Eva Monet erstmals für die Sozialisten in den Stadtrat von Semest gewählt. Nach ihrer Wiederwahl im Jahr 2016 wurde sie zudem Beigeordnete Stadträtin für Sozial- und Wohnungspolitik.

Im Herbst 2015 stieg sie zur stellvertretenden kommunalen Parteisekretärin der ASUL in Semest und damit zur Nummer 2 eines der einflussreichsten Verbände der Partei auf und organisierte erfolgreich eine parteiinterne Kampagne für die Einführung einer sozialen Garantie-Sicherung. In der Folge gab sie ihren beabsichtigten Wechsel in die nati0onale Politik und ihre Kandidatur bei der Parlamentswahl 2017 bekannt. Seit Dezember 2017 gehört Monet-Sabadera der sagradischen Abgeordnetenkammer an, wo sie Mitglied im Ausschuss für internationale Zusammenarbeit sowie im interfraktionellen Komitee "Linke Politik" ist. Ihr Amt in der Stadtregierung von Semest gab sie daraufhin auf.

Wahl zur Generalsekretärin der ASUL

Nach dem Rücktritt von Mercé Serrat als Generalsekretärin der Asul im Februar 2018 gehörte Eva Monet zu den Kritikern der kommissarischen Parteiführung um Joaquín Loubregat und gab im Mai schließlich ihre Kandidatur für die anstehenden Primaries im Herbst bekannt. Sie galt zunächst als Außenseiterin, erhielt aber Unterstützung von führenden Vertretern des linken Parteiflügels. Zudem gelang es ihr, die Unterstützung der Graswurzel-Kampagne refundâr zu erhalten, die sich für eine linke Neuausrichtung der Asul in der Opposition einsetzte. Als Mitbewerber für das Amt des Vizegeneralsekretärs präsentierte Monet den Gewerkschafter und Bürgermeister von Cornovel Esker Narbón. Ihre Gegenkandidaten waren Vizegeneralsekretär und Fraktionssprecher Joaquín Loubregat sowie die alkonische Regionalpräsidentin Cristina Areja.

Nachdem Monet bei den Primaries im September im ersten Wahlgang überraschend auf Platz 1 gelegen hatte, konnte sie sich auch im zweiten Wahlgang gegen den favorisierten Loubregat durchsetzen und wurde damit zur neuen Generalsekretärin der Partei gewählt. Auf ihre Bitte hin wurde Esker Narbón vom Nationalkonvent der Partei zum Vizegeneralsekretär gewählt, erhielt aber ohne Gegenkandidaten ein schwaches Ergebnis von 60 Prozent. Loubregat blieb in Absprache mit Monet Fraktionssprecher in der Kammer. In der Folge kam es aber immer wieder zu Spannungen mit Loubregat und den Regionalfürsten um den weiteren Kurs der Partei. Während Monet ihre Versprechen eines schärfer profilierten Linkskurses umsetzen wollte, präferierten Loubregat und große Teile der regionalen Partei-Eliten einen kompromissbereiteren Kurs gegenüber der bürgerlichen Minderheitsregierung von Manuel Ramœs Iliega, um den Einfluss der rechten PSP auf die Regierung einzudämmen.

Die Richtungskämpfe überschatteten auch den Wahlkampf zur Europawahl 2019, die schließlich in einer Niederlage für die Partei resultierte. Danach eskalierten die Spannungen und es kam zu offenen Rücktrittsforderungen an Monet aus dem Lager um Loubregat. Der Machtkampf eskalierte schließlich im Oktober 2019 im Vorfeld der Parlamentsabstimmung über ein neues Haushaltsgesetz. Nachdem sich Fraktionssprecher Joaquín Loubregat vergeblich für einen Kompromiss mit der bürgerlichen Minderheisregierung eingesetzt und sich zu Verhandlungen mit der Koalition getroffen hatte, schloss Monet jeden Kompromiss aus und drängte auf Neuwahlen. Joaquín Loubregat erklärte schließlich seinen Rücktritt, was als Punktsieg für Monet im Machtkampf mit der Parteirechten angesehen wurde.

Parlamentswahl 2019

Nach den gescheiterten Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition kam es im zu vorgezogenen Neuwahlen zur Abgeordnetenkammer im Dezember, bei denen Monet als Spitzenkandidatin ihrer Partei antrat. Entgegen den Erwartungen großer Teile der Medien und des rechten Parteiflügels gelang es Monet-Sabadera, einen schlagkräftigen Wahlkampf zu leiten und die Sozialisten pünktlich zur Neuwahl aus dem Umfragetief herauszuführen. Bei der Parlamentswahl erreichte die ASUL 23,4 Prozent der Stimmen und damit deutlich mehr als bei der [[Europawahl 2019|Europawahl im Mai]. Jedoch verpasste es die Partei, die regierende PPC als stärkste Kraft abzulösen.

Politische Funktionen

Mandate
Öffentliche Ämter
  • 2016-2017: Beigeordnete Stadträtin für Sozial- und Wohnungspolitik in Semest
Parteifunktionen
  • 2015-2018: stellvertretende Parteisekretärin der ASUL Semest
  • seit 2018: Generalsekretärin der ASUL

Positionen

Eva Monet gehört dem linken Flügel in Partei und Fraktion an und ist seit 2015 Sprecherin des Wirtschaftsbeirats der Asul. Sie bezeichnet sich selbst als Anhängerin einer Alterglobalisation und als demokratische Sozialistin. Sie streitet für die Einführung einer Tobin-Steuer und für den Aufbau eines unabhängigen öffentlichen Finanzsektors. Sie befürwortet eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes und eine höhere Vermögenssteuer.

Auslandseinsätzen der Streitkräfte steht Monet skeptisch gegenüber, lehnt sie aber nicht grundsätzlich ab. Sie bezeichnet sich als glühende Pro-Europäerin, kritisiert aber die aktuelle Politik der EU als "neoliberal" und fordert eine umfassende Reform und einen europäischen Umverteilungsmechanismus.

Familie

Eva Monet-Sabadera hat mit ihrem Lebenspartner zwei Töchter.